......Früher - als Kind - kannte ich sie nur unter dem Namen "Eisblumen". Ich weiß nicht, warum meine Oma sie so genannt hat. Aber ich kann mich auch daran erinnern, wenn wir durch die Straßen gelaufen sind, dann standen sie in Horsten entweder in völlig "verhungerten" Vorgärten oder in solchen Asbest-Kästen auf den Balkonen und man sah ihnen wirklich an: sieh zu, wie Du überlebst. Und das "Laub", die Blätter sahen immer fast weißgrün aus - eine eisige Farbe eben. Nur so kann ich mir erklären, warum meine Oma sie so nannte. Und dieses "verstaubte Immage" haben sie wohl heute noch bei vielen Menschen. ............
.........und ich finde, dieses Immage haben sie wirklich zu Unrecht. Sie sind eigentlich so lebendig. Sehen schon im zeitigen Frühjahr so interessant aus, wenn sie in dicken Haufen diese kleinen grünen Knötchen zeigen, aus denen dann die langen Stengel später entstehen. Wachsen sie später heran, dann finde ich, geben sie mit den vielen unterschiedlichen Blattformen und Färbungen einen schönen Kontrast in einem Beet ab...........
............. Und vor allem, sie nehmen tatsächlich nicht viel übel. Sie kommen mit nahezu allen Wetterlagen klar, blühen trotzdem dann so fleissig bis zum Frost und sind auch noch Nahrungsquelle wie gesagt für hungrige Nektarsucher im Spätsommer! - also, was kann man nun von einer Pflanze noch mehr erwarten?!? .............
................UND, es gibt sie in unzähligen Sorten. Ich hab eben mal "Fraugoogle" gefragt - dort steht, dass es um die 400 Sorten vom Dickblatt gibt. Na, das nenne ich dann mal Vielfalt - da müsste ja eigentlich für jeden dann was bei sein! Ich bin heute morgen mal durch den Garten gestiefelt und hab ein paar Sorten aufs Bild gebracht:....
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........und diese Sorte auf dem folgenden Foto ist eine "wilde" Variante - sie blüht cremeweiss. Bei uns in der Gegend kann man sie an manchen Feldrändern finden und vor Jahren mal haben wir ein paar Exemplare im Herbst mit nach Hause genommen und in einen Kübel gepflanzt gehabt. Was ich nicht wusste: sie ist einjährig und säat sich selbst aus. Und so erscheint sie jedes Jahr woanders. Manchmal in den Ritzen zwischen den Steinen im Hof und in diesem Jahr hatte sie sich u.a. diesen Tonkübel ausgesucht gehabt. 2010 hatte ich schon mal über sie berichtet - wer mag, schaut gerne HIER und HIER ..........
........ und so hab ich mir in den letzten Tagn die "Fette Henne" ins Haus geholt. Besser gesagt ins große Bad.............
........von dort hab ich ja schon länger keine Bilder mehr gezeigt - aber so viel verändert sich dort ja auch nicht! - ausser eben die Blumen dort...........
.....wobei, so ganz stimmt das ja auch nicht! - es sind zwei "neue" Spiegel eingezogen auf der Ablage:..........
......Ich wollte es gerne etwas "wilder" haben - etwas "lichter" und nicht mehr so "brav" wie mit zwei ähnlichen Spiegeln in Farbe und Dekor - so sah es vorher aus und wer mehr sehen möchte, schaut gerne HIER ...
.......es ist kaum etwas dazugekommen - eher wurde reduziert und die Wirkung finde ich verblüffend!.........
.....und anfangs war ich ja etwas skeptisch, ob es denn gut aussehen würde, wenn die Spiegelrahmen eine unterschiedliche Farbe hätten - aber mir gefällt es sehr gut und so kann es erstmal eine Weile wieder so bleiben!.............
..Leider ist das Licht im oberen Bad ja nicht so besonders. Dadurch kommt auch die schöne Patina auf dem Rahmen auf den Fotos nicht so gut rüber, wie sie in natura eigentlich ist................
......immer wieder mag ich auch diesen Anblick unglaublich gerne - darum hat sich da auch zu vorher nichts geändert!...........
.......Die "Fette Henne" kann man übrigens ganz leicht vermehren!: entweder, man knipst ein paar Blätter ab und steckt sie in feuchte Erde. Dann bilden sich Wurzeln an den Blättern. Das hab ich selbst aber noch nie ausprobiert. Oder man stellt sie in eine Vase - und in den meisten Fällen bilden sich dann an den Stengeln kleine Wurzeln und man kann sie später dann ein- bzw. auspflanzen. Das hab ich schon ausprobiert und das funktioniert wunderbar!..............
......Und nicht nur im Garten blüht die "Fette Henne" sehr lange - auch in der Vase hält sie sich über mehrere Wochen!..............
......UND einmal mehr fiel mir heute wieder auf, wie sehr Blumen einen Raum in der Wirkung verändern können. Ich selbst bin ja eher von der Fraktion: abschneiden und rein in die Vase. So können die abgeschnittenen Blumen, Gräser oder Äste in meinen Augen einfach besser ihre wahre Schönheit entfalten. Natürlich finde ich schön gebundene Sträuße von manchem Floristen einfach atemberaubend schön. Aber, das sind dann eher "Gesamtkunstwerke" - für mich kommen dann die einzelnen Blumen, Blüten und Blätter nicht mehr so schön zur Geltung. .....
......Übrigens: ich wurde schon häufiger mal gefragt: mit welcher Kamera machst Du Deine Bilder? - ich hab eine ganz "schnöde" kleine Digitalkamera mit Zoom und was weiß ich alles für Einstellungsmöglichkeiten. Die wenigsten Möglichkeiten nutze ich überhaupt. Ich schaue durch den Sucher und mache meistens mehrere Fotos von einem Motiv (i.d.R. freihändig / ohne Stativ) und selektiere dann später aus. Die in meinen Augen schönsten Fotos bleiben, der Rest wandert dann in die Tonne. Ich hab es mal mit einer Kamera mit Wechselobjektiven versucht. Mich hat das verrückt gemacht. Das dauerte mir einfach viel zu lange und ich musste beim Fotos schiessen viel zu viel nachdenken. Das ist nichts für mich! Wen es interessiert: es ist eine Sony Cybershot 20.4megapixels - klein, handlich, hat trotzdem genug "Gewicht", damit sie gut zu händeln ist, paßt in jede Handtasche und ist sehr robust. Und da ich das "Spielchen" der Hersteller ja kenne, dass sie der Meinung sind, alle naselang ein neues Modell auf den Markt schmeissen zu müssen, die Haltbarkeit aber immer kürzer wird und ich ein Gewohnheitstier bin, hab ich mir noch eine zur Reserve zugelegt. Auch neuere Modell können schließlich nicht irgendwann fliegen! Ich wünsche Euch allen einen wunderschönen Tag - Eure Jacqueline