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Donnerstag, 13. März 2014

Blumen, die nichts kosten

Das Schöne an einem Garten ist ja nicht nur, dass man jederzeit, wenn einem danach ist, raus in die Natur gehen kann ohne weite Reisen zu unternehmen, sondern auch, dass man (fast) das ganze Jahr kostenloses Grün und Blumen für die Vase hat.................

..........Im zeitigen Frühjahr ist dann natürlich auch immer der Baumschnitt für die Obstbäume dran - neben den obligatorischen Apfel- und Birnenbäumen haben wir in diesem Jahr auch den alten Pflaumenbaum mächtig eingekürzt. Ich weiss, dass man eigentlich Pflaumenbäume nicht beschneidet, aber das musste einfach sein - ein Teil war ohnehin abgestorben und an einen ganz hohen Ast kamen wir zum ernten nichtmal mit einer Leiter mehr ran. Ein (ganz kleinen) Teil der abgeschnittenen Äste wanderte in die Vase auf dem Wohnzimmertisch. Innerhalb weniger Tage öffneten sich die zarten weissen Blüten..............

.............mit dem alljährlichen Baumschnitt bin ich aufgewachsen. Meine Großeltern hatten damals einen großen Garten mit einigen alten Obstbäumen  - jedes Jahr wurden im Frühjahr die Obstbäume geschnitten - "begnubst", wie meine Oma immer sagte und mir haben die Bäume damals so leid getan! Ich dachte dann immer daran, wie es war, wenn ich mir in den Finger geschnitten hab und war fest davon überzeugt, dass es ja auch den Bäumen wehtun müßte, wenn man die Äste einfach so abschneidet.....

......nach dem Baumschnitt sahen die Apfel- und Birnenbäume (für mich mit meiner blühenden Fantasie) dann immer aus wie Geisterwesen. Auch meine Großmutter stellte sich dann immer ein paar Zweige in die Vase - und wißt Ihr, was ich dann glaubte?!: dass doch aus den Blüten später auch Früchte entstehen müßten! -was war ich dann entäuscht, wenn die Blüten nach ein paar Tagen einfach nur auseinander fielen, die zarten Blütenblätter auf den Tisch rieselten wie feiner Schnee und meine Oma dann die Zweige in den Ofen steckte.......
........auch die Zweige der Zierquitte aus dem Vorgarten am "kleinen Haus" im Vogelkäfig im Wohnzimmer stehen wieder in voller Blüte ..........

..........und auch wenn die antike Postkarte (schaut mal auf das Datum: 29.6.(18)99) eigentlich wilde Rosen zeigt, finde ich, sie paßt perfekt zu den zarten Blüten der Quitte............
........ich weiss nicht, warum das in diesem Jahr so ist. Trotz der ohnehin ziemlich milden Temperaturen in diesem Winter war ich glaube ich noch nie so ungeduldig, dass der Frühling kommt bzw. bleibt..............
......Jeden Moment, wo ich draussen sein kann, die milde Luft spüre, geniesse ich in diesem noch intensiver als ich es in den vergangenen Jahren getan habe...........
.....und bevor ich nun so richtig sentimental werde, wünsche ich Euch einen wunderschönen Tag, geniesst das tolle Wetter, erfreut Euch an der "erwachenden" Natur - macht es Euch so richtig schön! ..........
........- Eure Jacqueline......

Dienstag, 18. Juni 2013

dem Himmel so nah.........

Am Sonntag haben der Held und ich uns mal einen Nachmittag Ausszeit genommen und sind in unserer Gegend durch die Felder gelaufen ............

.................es war eine solch "grosse" Stille - der Wind ging nur leicht und so gab es immer ein ganz leises Rascheln, wenn die Ähren sich bewegten - ansonsten keine weiteren Geräusche. Es war einfach nur schön - wir fühlten uns ganz klein und "dem Himmel ganz nah"............

............Es war, als wären plötzlich alle Lieben, die nicht mehr da sind, plötzlich um uns - ich weiss, dass diese Zeilen ziemlich abgehoben klingen - aber es war wirklich eine ergreifende Athmosphäre! - die aber mit Sicherheit auch damit zutun hat, dass vor einigen Tagen ein sehr guter alter Freund von uns gegangen ist. Es war absehbar gewesen - aber wirklich drauf vorbereiten kann man sich einfach nicht. Für ihn war es eine Erlösung - trauern werden immer die "zurückgelassenen". Er war ein grosser Mann für mich immer gewesen - ein Mann, der mich in den vergangenen Jahren sehr geprägt hat - der mir auch die weitere Vergangenheit nahegebracht hat - der mir / uns gezeigt hat, dass man mit Verständnis, Liebe und Tolleranz über viele Jahrzehnte eine glückliche und zufriedene Partnerschaft führen kann. Ein Mann, der uns auf eine ganz ruhige Art gezeigt hat, dass man auch nach grossen menschlichen und finanziellen Verlusten seine Würde behalten und mit Würde durchs Leben gehen kann. Ein Mann, dem Natur so viel bedeutet hat.........
 
.......... Ein Mann, der erst auf den 2. Blick so völlig anders gelebt hat - und es war einfach "normal" und RICHTIG so. Wie sehr uns dieser Freund fehlt, kann man nur schwer in Worte fassen. Ich bin froh, dass wir uns gestern auf die Reise gemacht haben und diesem tollen Mann so die letzte Ehre erweisen konnten. Auch in seinen letzten Wünschen war dieser Freund ein sehr bescheidener Mann - er wollte keine pompösen Schmucksträusse - er wünschte sich Wiesen- und Sommerblumen. Und so haben wir ihm gerne diesen Wunsch erfüllt und u.a. aus dem zur Zeit so üppig blühenden weissen Klee mit dem wunderbaren feinen süßlichen Duft einen kleinen Straus zum ablegen gebunden. .........

......es dauert eine ganze Weile um aus unzähligen solch kleinen Blüten einen kleinen Strauss zu pflücken - eine Tätigkeit, die schon fast was meditatives hat. Ich wünsche Euch allen eine friedvolle und schöne Woche - geniesst die Zeit mit den Menschen, die Euch was bedeuten - Eure Jacqueline
 

Montag, 6. Mai 2013

Kindheitserinnerungen mit Nachtrag.........


........nachdem ich ja nun schon häufiger mal Anekdoten und kleine Erinnerungen aus meiner Kindheit erzählt hab, die dann auch mit meiner Oma zusammenhingen (der Osterkaktus z.B.), wollte ich Euch meine Oma nun auch mal „bildlich“ zeigen. Zumindest die eine Oma. Ich hatte das Glück, dass ich, als ich klein war, wirklich beide Omas (und Opas (und sogar die ersten Jahre noch den Uropa väterlicherseits)) hatte. Allerdings hatte ich zur meiner Oma müttlericherseits eine wesentlich engere und herzlichere Beziehung als zur Mutter meines Vaters. Die Mutter meiner Mutter zeigte einfach mehr Herz. Ich WEISS heute, auch die Mutter meines Vaters hatte ein grosses Herz, hat es nur leider nicht so gezeigt. ABER ich habe viele Sommer bei dieser Oma verbracht und habe bei ihr (und natürlich meinem Opa) sehr viel Freiheit genossen. Ein riesiger Garten, ein lieber Schäferhund (der mich trotzdem mal gebissen hat (und ich niemandem von erzählt hab, da ich genau wusste, dass ich selbst dran Schuld war, denn: Man sollte einem Hund NIEMALS den Knochen wegnehmen!!!)), einen jungen sensationell gut aussehenden Nachbarn, der ein Motorrad hatte (war wichtig, als ich dann ein Teeny war) und 2 wirklich liebe Onkels (die Brüder meines Vaters) mit denen man / ich Pferde hätte stehlen können. Ich habe bei ihr (meiner Oma) Canasta mit  DOPPELTEM BLATT (also zwei kompletten Spielsätzen) gelernt, habe wohl von ihr meine Liebe für einen Garten entdeckt, habe heute noch wohlige Erinnerungen an frisch eingekochte Marmelade und vermisse schrecklich mein Lieblingsgericht, dass nur meine Oma so lecker kochen konnte. Ich kenne es unter dem Namen Lungenharschee und hätte / und könnte heute noch dafür töten – sinnbildlich natürlich! Ja, und von dieser Oma hab ich ein Kindheitsbild damals, als sie starb, retten können. Und dieses Bild ist mir vor ein paar Tagen wieder in die Hände gefallen, als wir eine Abseite bei uns aufgeräumt haben. Dieses Bild hing, solange ich denken kann, früher bei meinen Grosseltern im Wohnzimmer………
 
……auf diesem Bild ist sie (meine Oma Lene (Helene)) mit ihren beiden kleineren Schwestern (Zwillingsschwerstern Dora und Hanna) und ihrer eigenen Mutter – also meiner Urgrossmutter (die hab ich leider nie kennen gelernt ) – zu sehen. Meine Oma ist das größere Mädchen ganz rechts im Bild……..
 
……..und nun den Bogen zu bekommen zu einem ganz anderen Thema ist gar nicht so leicht – also CUT! Wir haben es am Wochenende geschafft, den Olivenbaum in einen entsprechend grossen Zinkkübel umzutopfen – meine Güte war der Kerl schwer!..........
 
……..und jetzt steht er (der Olivenbaum) erstmal provisorisch auf dem Hof herum, denn in den nächsten Tagen bekommt das Beet, dass sich um das Haus zieht, auch noch eine kleine Mauer aus Feldsteinen ……….
 
…..Das wirkt dann bestimmt viel „aufgeräumter“ UND das Giesswasser kann dann nicht mehr so leicht wegfliessen sondern gelangt da hin, wo es hingehört – an die Wurzeln der Bepflanzung ……
 
…...Übrigens: alle bunten Tulpen hatte ich vor anderthalb Jahren dort gesetzt – sie sollten laut Lieferanten weiss bzw. lila sein – na, das war dann wohl ein Satz mit X – ABER dafür haben sie teilweise atemberaubend schöne Blütenformen! Und da schliesst sich der Kreis dann doch wieder: Meine Oma hatte früher 100erte von bunten Tulpen im Garten – hat nach der Blüte ALLE wieder ausgebuddelt, eintrocknen lassen und im Herbst dann wieder neu eingesetzt – eine HEIDENARBEIT, wie ich heute weiss (ich lasse die Tulpen einfach im Beet eintrocknen) !..........
 
……UND im Moment haben wir wieder ein echtes Naturschauspiel im Garten: der Süßkirschenbaum im Hof steht in voller Blüte und die ersten Blütenblätter fallen bereits wieder herunter …….
 
…….Es sieht aus, als würde es schneien – und das bei diesen herrlich warmen Temperaturen. Auch das ist etwas, das mich an meine Kindheit und den Garten meiner Oma erinnert – da standen superleckere Sauerkirschenbäume (also superleckere Sauerkirschen an den Bäumen meine ich natürlich!). Daraus hat meine Oma dann ein Kompott gemacht, wie ich es woanders nie wieder gegessen hab. Aber so ist das wohl auch mit Kindheitserinnerungen – sie sind ein „Schatz“, den man für immer in sich trägt, da man sie nicht wiederholen / wiedererleben kann……….
 
…….Ich wünsche Euch allen einen wunderschönen Abend – Eure Jacqueline
Nachtrag - eben / heute morgen hab ich Eure zauberhaften Kommentare zu diesem Post gelesen  und es tut mir soooooo leid - ich wollte sie freischalten und bin schlicht auf den falschen Knopf gekommen - alle Kommentare sind WEG !!!! Vielleicht sollte ich nicht mehr vor acht mich an dan Rechner setzen ?!?...........

die Hundsrose oder Kartoffelrose

Ein echtes Highlight jedes Jahr ist ja die Rosenblüte bei uns. Also, wenn die ersten Rosen ihre Knospen öffnen. Meist beginnt das ja eher un...