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Montag, 26. Juni 2023

geht nicht, gibts nicht

 Alles beginnt ja immer mit einer Idee........ Und ich liebe die Verwendung von Flachsschnur, die häufig auch "Wurstgarn" genannt wird. Immer und überall. Im Garten zum anbinden der Blumen und Sträucher, als "Band" für unsere Vintage-Anhänger, sogar, um unseren Weihnachtsbraten zusammen zu binden. Danach wird die Schnur im Kompost entsorgt, weil sie verrotten kann. Anders als alle SChnüre aus Plastik, die man sonst so kaufen kann. Und es nervt mich jedes Mal, daß irgendwann die schönen "Bollen" zusammenfallen. Es gibt ja auch diese "Pieker" / Ständer aus Holz, wo man die Garnkugeln aufspießen kann, aber da ist es ja genauso: irgendwann fällt das Garn in sich zusammen.

Heute, während ich den Post hier schreibe, hab ich mal im www geschaut - aber, alles, was ich da gesehen habe, war neue Massenproduktion, vermutlich aus Asien, um die halbe Welt geschifft worden und "aalglatt".............. nicht unbedingt das, was ICH wollte...........

 

Meine Idee war: Im Fundus und lange auch im Verkauf hatten wir alte Garnspulen - warum also nicht die irgenwie auf einen "Bügel bringen und das Garn dann aufrollen?.............. und so war die "Idee geboren".......

Hier wird ja ohnehin alles aufgehoben - vom alten Nagel, über Schrauben, Holz - bis hin zu altem Draht. Irgendwann können wir alles gebrauchen, um etwas zu restaurieren oder was Neues entstehen zu lassen.......... Mit einer Zange und etwas probieren enstand dann mein erstes Exemplar. Hängt seitdem im Pflanzzimmer und hat sich bewährt!

Vor kurzem war meine Freundin zu  Besuch im Laden und ich hatte suchte die letzten zwei Rollen heraus, um sie mit nach Hause zu nehmen. Ich war ja im "Drahtfieber" und erzählte ihr davon. Sie machte große Augen............ willst Du auch so ein Teil für Dich im Garten? .............. jaaaaa kam die Antwort mit Herzchen in den Augen.............

Aktuell wird ja am "kleinen Haus" sehr viel erneuert, umgebaut, verbessert - nach so vielen Jahren auch bitter nötig. Aber das werden dann andere Posts. Und gestern abend saßen der Held und ich noch im Hof, genossen das tolle Wetter, ratschten über dit und dat........

 

 

Ich hatte mir fest vorgenommen, am Wochenende noch die letzten Garnhänger fertig zu bekommen und holte mir mir den Draht und alles zusammen, was ich brauchte. Frau kann ja reden und friemeln gleichzeitig!

Der Held schaute genau zu, was ich da vor mich hinbog und meinte: was wird das?............... ein Garnhalter............. aha ............

Dann kam die Fleißarbeit - das Garn mußte ja auf die Rolle......................

Ich zeigte ihm mein fertiges "Kunstwerk"

und er drehte und wendete es 

 

und meinte ganz trocken: geht das nicht auch anders? Daß man die Rolle mal wechseln kann?............. neiiiiiiiiinnnn, dann wird das Gebilde doch instabil...........

Na, dann biegst Du so und so und so.......... dann hast Du einen Pieker und eine Schlaufe..............

hm........... ich verstand eigentlich kein Wort, was er da meinte und er "malte" es auf ein Stück Papier........ Schatz, WIE soll das gehen, bei diesem harten Draht? Und bei zwei Stücken wird das doch instabil ?!?.............

Aber wie heißt es so schön: geht nicht, gibts nicht - mein Ehrgeiz war gepackt, solch einen Hänger aus einem Teil zu biegen und ich friemelte vor mich hin (das Fluchen laß ich jetzt mal weg)........... Und tatsächlich, mit etwas probieren, verwerfen, neu biegen klappte es am Ende

OK, einen "Preis" gewinne ich mit dem Teil nicht - vermutlich mit allen Dreien nicht. Ich hatte keine Maschinen, nur Händekraft und Zangen und Profi im Draht biegen bin ich auch nicht. Eben perfekt unperfekt........... der Rest vom Wurstband kam auf die Spule - noch etwas nachbiegen und fertig......

Einen von diesen Zweien bekommt nun meine Freundin! - und der Zweite bleibt im "kleinen Haus"

Das war es auch schon wieder - vielleicht hab ich Euch ja inspiriert, eine Idee, die Euch durch den Kopf schwirrt, einfach mal umzusetzen?

Mir hat das kleine "Projekt" wirklich Spaß gemacht - Eure Jacqueline

 

Donnerstag, 28. Januar 2021

weiterschlafen oder werkeln? oder auch: finde den Fehler

Es passiert ja wirklich nicht oft, dass ich an zwei aufeinander folgenden Tagen poste - aber das möchte ich einfach festhalten / erzählen!:

 

Kennt Ihr das?: Eine Kundin fragte mich, ob ich ihr eine Wimpelkette fertigen könnte - aber bitte nicht "plüschig". Na, Sie wissen schon............ Ich mache mir Gedanken, versprochen. Und es fällt erstmal nichts ein........Aber DANN: werdet Ihr mitten in der Nacht wach - plötzlich beginnen die Gedanken zu Kreisen................ und auf einmal ist da Deine Interpretation im Kopf. SO SOLL(en) SIE WERDEN!....

 

 ..... Am liebsten hätte ich mich ja noch in der Nacht an die Arbeit gemacht. Aber morgen ist doch auch noch Zeit - nicht jetzt aus dem kuscheligen Bett raus! Und so hab ich mich dann gleich heute früh beigemacht. ......

 

 

 ...... komplett aus antikem Leinen (französischer Postsack in diesem Fall) - sogar die Schnüre sind steinalt. Ewig hatte ich hier eine Spule sehr dickes Hanfgarn und wußte nie, wofür ich es verwenden kann / will. Nun / heute war es so weit! Und ist man / ich erstmal dabei, dann purzeln die Worte nur so, die man auf die Wimpel bringen kann. Und am Rest des Jahres kann man sie einfach umdrehen - da ist sie ja blanko. 

 


Bisher waren ja Wimpelketten nicht so "mein Ding" - aber diese / meine Interpretation hat in der Fertigung wirklich Spaß gemacht, wenn man den Dreh erstmal raus hat!

 

 

Und hier muss wohl der Hinweis aus rechtlichen Gründen folgen: ja, es ist Werbung, denn die Ketten wandern auch in den   ONLINESHOP

 

 

 

Und eine kleine Anekdote am Rande:  ich war heute morgen so im "Jumm" bei der ersten Kette, dass der Prototyp prompt falsch zusammengenäht wurde. Und ich hab es nicht gemerkt, so gespannt war ich, wie sie denn werden würde..........Erst, als ich die Fotos danach dann bearbeitet hab, dachte ich: irgendwas stimmt doch nicht........... Da war ich wirklich "betriebsblind" - wie hab ich mich erst über mich geärgert. Aber wie heißt es so schön: Humor ist, wer über sich selbst schmunzeln kann. Also werde ich sie auseinander nehmen und dann anderweitig verwenden - mal schauen........... 


Und so ist es natürlich richtig "geschrieben":



Und hatte ich nicht erst gestern geschrieben, wie ich mich über einen überraschenden Brief gefreut hatte?! Gestern kam ein Päckchen hier an. Ich hatte vor einigen Wochen mit einer lieben FB-Freundin geschrieben. Sie schrieb mir, dass sie demnächst wieder in ihr Haus in Frankreich fährt - was ja in den heutigen Zeiten nicht ganz einfach ist.............. dort und später dann auch hier Quarantäne, usw. ...... ein Grund, dass wir ja zur Zeit auch nicht fahren können. Was man so vermisst, auch wenn die Lager GsD gut gefüllt sind. Und ich hatte einen Wunsch geäußert: ob Sie mir nicht einen Stein mitbringen kann. Sowas mache ich eigentlich immer selbst, dass ich mir irgendwas immer mitbringe, wenn wir fahren. Aber an einen Stein hatte ich nie gedacht....

 

......... na klar, mach ich doch gerne............... und dieser "Franzosen-Stein" kam nun gestern an. So lieb! - ich danke Dir so sehr dafür! Und ja, oft sind es diese kleinen Dinge / Gesten, über die ich mich so ganz besonders freuen kann.................


Ein besonders schönes Foto ist mir heute von der Hilde gelungen. Lange hat sie so dagessen und wirkte ganz verträumt. Zu gerne hätte ich gewußt, was ihr da durch den Kopf geht. Hat sie von einem langen Spaziergang geträumt, sich überlegt, was heute abend in ihrem Napf sein wird? Hat sie an vergangene Tage gedacht, als sie noch in Griechenland lebte? An ihre Angst, als sie tagelang im Straßengraben gelegen hatte? Aber vielleicht ist es ja auch gut, dass wir es nicht wissen. So oft ist mir schon aufgefallen: wenn sie ganz tief schläft, dann zucken wild die Beine, es kommen oft verzweifelte Geräusche - und wenn man sie dann weckt, wirkt sie ganz verwirrt........ Wie gut, dass die Fellträger doch eher im Hier und Jetzt leben! Da können wir wirklich noch von ihnen lernen! Den Tag und das Leben so zu nehmen, wie es grad ist. Zu geniessen, was man grad hat.................. Eure Jacqueline



Freitag, 24. April 2020

7 Tage im Zeitraffer mit Apfel-Schaschlik

Die letzten Tage / Woche hier waren tatsächlich ziemlich turbulent - mir fast schon zu turbulent. Und eigentlich hatten wir uns auf ein ruhiges Wochenende bzw. ein paar ruhige Tage gefreut gehabt.
Aber wie das manchmal so ist: es kommt anders und zweitens als man denkt.
Ich fange einfach mal der Reihe nach an:
Zum einen musste wir ja mit Jorgos zum Kontrolltermin nach seiner schweren OP.
Die OP an sich hatte er ja gut überstanden - auch wenn er diesmal auf die Narkose empfindlicher reagiert hatte, als wir es von ihm "gewöhnt" waren. Es hatte bis in die tiefe Nacht gedauert, bis er sich entspannen konnte. Und sein Kreislauf spielte ziemlich Kabolz. Er zitterte heftig und hatte eiskalte Pfoten und Nase, obwohl die gemessene Temperatur im normeln Bereich war. Wir haben das dann mit Wolldecken und Wärmflasche recht gut hinbekommen.
Und nun wird er jeden Tag "kecker" - möchte einfach nur spielen, toben, rennen - was natürlich für die nächsten 8 Wochen absolut TABU ist. Heißt: Stubenarest - na, da kann er ja drauf - er versteht einfach die Welt nicht mehr.
Darum ist natürlich ein Aufenthalt im Hof nur unter "strenger Aufsicht" möglich - so wie heute abend. Und wie man sieht, geniesst der Herzkäfer sichtlich die warme Sonne.

 

Ausserdem macht uns die Xanthi im Moment mächtig Kummer. Sie ist ja ziemlich genau 2 Jahre jetzt bei uns und als ich sie aus Thessaloniki abholte, ging es ihr damals mit ihrem Hinterbein sehr schlecht. Lange hatte es gedauert, bis wir den Multiresistenten Keim im Hinterbein im Griff hatten. Damals half erst eine Amputation einer Zehe. Seitdem war (eigentlich) Ruhe gewesen und sie erholte sich prächtig und entwickelte sich zu einer wahren Schönheit. In der letzten Woche fing sie dann plötzlich an zu humpeln. Also wurde sie in der Tierklinik vorgestellt und sie fanden eine Zerrung im Hinterbein - und um alle Eventualitäten auszuschliessen, wurden auch Röntgenbilder vom oberen Bein und dem hinteren Rücken angefertigt (die Pfote hatten wir da alles noch garnicht "auf dem Schirm"). Diese 1. Bilder vom Rückenbereich schockten dann alle. Die letzten beiden Rückenwirbel wirkten auf dem Bild wie ein einziger Zellklumpen und man riet uns zu einem 3D-CT. Also haben wir das natürlich noch am letzten Freitag machen lassen. Die Auswertung sollten wir dann am Sonntag vom Spezialisten bekommen, wenn wir ohnehin in der Klinik mit Jorgos zur Nachuntersuchung wären.
Soweit - so gut.
Sonntag früh dann traf mich fast der Schlag. Xanthis Pfote war ganz dick angeschwollen und sie wollte nicht mehr laufen.Also war klar, dass auch sie mitkommt, wenn wir zum Kontrolltermin mit Jorgos in die Tierklinik fahren.
Und dann kam es im wahrsten Sinn des Wortes "ganz dick". 
Jorgos war schnell "abgehandelt" - seine Narbe heilt gut / sieht 1A aus. 
Aber als Xanthi dran war, war der Arzt wirklich erschrocken - er kennt Xanthi - die Pfote war innerhalb von Stunden auf eine beachtliche Größe angeschwollen und voller Eiter. Mir ging mächtig der "Frack". Es wurde ein Röntgenbild von der Pfote gemacht - es saß ein Fremdkörper in der Pfote. Aber, das war nicht das Schlimmste. Die Zehenknochen begannen sich erneut zu verändern. Es war also Glück im Unglück, dass sie sich was eingetreten hatte. So fiel es eben jetzt auf. Denn die Schwellung durch den Fremdkörper hatte (noch) nichts mit den Knochenveränderungen zutun.
Erst war es uns ein Rätsel, wie sowas möglich ist. Sie zeigte bisher keine Auffälligkeiten. Und dann sinnierten wir darüber, dass sie ja vor 4 Jahren eine Herzwurmbehandlung hatte. Und er erklärte uns dann, dass, wenn Herzwürmer eine Sauerstoff-Unterversorgung der Extremitäten erreichen, dann kann es dazu führen, dass eben solche Knochenveränderungen auch immer wieder auftauchen können. Selbst wenn die Herwürmer bereits eleminiert sind - also eine Spätfolge. Dieses Phänomen ist allerdings nicht sehr bekannt - es tritt nicht sehr häufig auf. DAS ist jetzt meine laienhafte Wiedergabe.
MEINE Bedenken waren dann: ist es so schlimm, dass sie die Pfote verlieren kann - ja, wenn man nichts dagegen macht. Also hochdosiertes Antibiotika und sofortige OP wegen dem Fremdkörper (am nächsten Tag), damit der Fremdkörper möglichst schnell entfernt wird.
Und zur Auswertung vom CT: Xanthi ist ein "medizinisches Wunder"............... an der Stelle, wo vor einigen Jahren die Herzwurmspritze gesetzt worden war (Immoticide - hoch agressiv!) hatten sich die Lendenwirbel über die Jahre als Reaktion darauf komplett umgebaut - ähnlich einer Spondiliose. Dem Arzt ist es ein Rätsel, wie Xanthi damit fröhlich leben und laufen kann. Sie mag da zwar nicht angefasst werden - aber hat ansonsten scheinbar keine Beschwerden. Sogar das Rückenmark hat sich innerhalb der "umgebauten" Knochenwirbel einen neuen Weg gebahnt - eigentlich wäre sie der klassische "Rolli-Hund" - und sie tobt durch die Welt, rennt für ihr Leben gerne, als wäre nichts. Hier zeigt sich mal wieder: es gibt sie, die Wunder der Natur.

 

 Am Montag dann wurde sie operiert und ein Steinchen herausgeholt - etwa so groß wie eine Linse - und zusätzlich wurde eine Gewebeprobe ans Labor geschickt. Mittlerweile haben wir auch das Ergebnis: NEGATIV, was waren wir erleichtert!
Die Pfote heilt gut ab, sie läuft bereits wie immer und die Schwellungen gehen zurück. Jetzt müssen wir nur hoffen, dass wir auch die Knochenveränderungen aufhalten können - dann kann sie "100" werden.
 Nunja, wir haben ein großes Rudel mit einigen Mädels, die eben nicht mehr "taufrisch" sind - die ja alle auch schon mit verschiedenen Malessen zu uns kamen - da kann einfach immer mal was sein. Sie halten uns einfach auf Trab!
Genau, wie unsere "5er-Gang" Federvieh! Wobei, die halten uns ja nicht wirklich auf Trab - es ist nur komplett neues Terrain für uns.
Sie üben, weil sie bisher nichts kannten ausser einem Küken/Junghennen-Stall und eintönigem Futter und wir lernen, was Hühner wollen und brauchen und was nicht.

 

 Sie LIEBEN z.B. frisches Gras - also bekommen sie jetzt alle 2 Tage entweder abgestochene Grassoden aus dem Obstwiesenbereich, die dann, wenn sie abgeweidet sind, an die Stelle zurück kommen, wo sie abgestochen waren, um sich zu erholen und zusätzlich frisch gerupftes Gras, Löwemnzahn, Giersch (den haben wir hier ohnehin in rauen Mengen) usw.



und den Mädels wird so nicht langweilig!
DAS ist übrigens INGRID! Sie ist immer die Erste, die alles ausprobiert und die anderen Mädels ziehen dann nach.



Und kennt Ihr Apfelschaschlik?!: an einem der ersten Tage hatte ich es mit geraspelten Möhren und Äpfeln als Zusatzfutter versucht - keine Chance - das haben sie nichtmal angeschaut. 
Dann hab ich mir dünne Bambusstangen genommen und ganze Äpfel draufgespießt......................
Liese war die erste am Spieß, hat geschaut und ignoriert - 2 Tage lang haben die Damen die Äpfel ignoriert



- und dann scheint der Knoten geplatzt zu sein!



 Sie haben erkannt: ÄPFEL SIND JA MAL RICHTIG LECKER!
Eine geht voran (INGRID) und pickt die Schale auf und dann stürzen sie sich wie die Habichte auf die Äpfel - dann erinnern sie einwenig an die Raptoren aus dem Film Jurassik Park - da wird gepickt und gehämmert, bis die Äpfel verschwunden sind.



Was sie scheinbar völlig doof finden, ist der schicke Wassereimer, den ich extra bestellt habe, damit sie nicht immer aus einer Schüssel trinken müssen. Den haben sie einmal begutachtet, der Höflichkeit halber hat jede mal draus getrunken  - und seitdem wird er (der Eimer) mit Nichtachtung gestraft - getrunken wird weiterhin aus der schnöden Schüssel.
Das muss ein Mensch nicht verstehen...........



UND, die Damen warten schon inzwischen morgen auf mich, dass sie raus dürfen. Ganz flink sind sie draussen. Für mich inzwischen ein schönes Ritual: Kaffee auf den Herd gestellt und in der Zeit die Damen raus lassen.




Und was mich wirklich verblüfft: bei Sonnenuntergang gehen sie freiwillig in den Stall - wir brauchen nur noch die Tür zu schliessen. Die ersten Tage hatten wir uns ja ziemlich zum "Affen" gemacht, um sie in den Stall zu bugsieren................. es braucht einfach alles seine Zeit, um sich einzuspielen.
Und für die Fellträger ist die Federvieh-Gang wie Kino.
Die ersten Tage waren sie noch mächtig aufgeregt. Inzwischen wissen sie genau: für sie eine nogo-Area und Frauchen kommt ja auch wieder! - und beobachten alles von ausssen aus der ersten Reihe.



UND, damit mir beim Masken nähen nicht langweilig wird, gibt es nun ein weiteres Stoffdesign:
Auch wieder Rosen  - aber in einem hauchzarten Fiederton.



Denn eines ist klar: die Gesichtsmasken werden uns wohl noch eine Weile begleiten. Bundesland um Bundesland erläßt ja jetzt eine Maskenpflicht. Und wenn ich an die aber-millionen Einwegmasken denke, wird mit ganz übel.......................... Ich persönlich finde die Maskenpflicht gut / richtig, auch wenn ich sie nicht unbedingt bequem finde. An das ungewohnte Atmen muss man sich wirklich erst gewöhnen - ich verstehe nur nicht, warum man nicht eine Variante für die Einwegmasken erfindet, die dann kompostierbar sind, wenn die Leute sich schon für Einwegmasken entscheiden. Das kann doch eigentlich nicht so schwer sein.
Und so ist die vergangene Woche wirklich hier "gerast"................. also über Langeweile kann bei uns nicht geklagt werden. ............... Ich hoffe, Euch geht es allen noch gut!
Paßt weiterhin gut auf Euch auf - Eure Jacqueline

 

Freitag, 13. März 2020

Frau Huhn hat zutun....................


Ja, in diesem Jahr bin ich nicht so fix, wie in den Jahren zuvor mit der Osterdeko. Ich hab zwar relativ früh angefangen - die graue Wand kennt Ihr ja schon. Davor hat nur die alte Madame einen "neuen" Halsschmuck bekommen.



Und ich hab da eine ganz simple Idee umgesetzt. Wenn man z.B. "nur" halbe Schokoladenformen hat - warum sie nicht einfach auch als Halsschmuck verwenden?!?
Einfach eine Klammer dran, ein Band durchziehen - fertig. Was erst eine "Laune", ein Versuch war, gefällt mir jetzt richtig gut. So kann auch gut der Blick auf besondere Stücke gelenkt werden.



Ein Bereich, der auch schon lange so ist - den ich aber bisher nicht gezeigt hatte, war auf der schmalen Vitrine zwischen den Fenstern, in der das ganze Jahr über ohnehin griffbereit die "Arbeitsformen" stehen - darüber hatte ich letztes Jahr schonmal HIER   berichtet.
Und auf dem folgenden Foto könnt Ihr auch sehen: auch wenn die Bilder immer sehr "gelackt" wirken, hier wird auch gewohnt. Ist es bei uns wie in allen anderen Haushalten auch.
Da liegt was rum und man kann staubsaugen, so viel man will, die Fellträger tragen mehr rein, als man wegwischen kann. Aber das ist das reale Leben, wenn man nicht in einem Museum wohnen möchte!



Und diese Hasenparade schaut von hoch oben auf das tägliche Treiben hier.



Bei den alten Schokoladenformen fasziniert mich nicht nur die Formenvielfalt ansich, sondern, dass, selbst wenn es gleiche Formen sind, sie trotzdem leicht unterschiedlich sind. Ein Zeugnis dafür, dass früher eben noch viel Handarbeit "im Spiel" war. Wie man gut an diesen drei Gesellen sehen kann.



Übrigens dieser "Emsekarl" ist (fast) der einzige Pappgeselle, der dieses Jahr in die Deko gezogen ist. Mit leicht arrogantem Blick, beobachtet auch er, was hier so los ist.



In diesem Jahr sollten einfach die "schweren Jungs" aus Metall ihren großen Auftritt haben. Wie hier auf der langen Anrichte:

 

 Und wer sich jetzt fragt: wie geht das in der Jardiniere, dass die Hasen da wie die Soldaten brav sitzen bleiben?



Ich hab ein passendes Brett rausgesucht und in einen Jutesack gewickelt auf die Jardiniere gelegt. Kleiner Trick mit schöner Wirkung.



Auf dem kleinen Tischchen zwischen unseren Sesseln vor dem Kamin liegen nun die Eierformen. 
 

So kann man sie wunderbar von oben betrachten.



Habt Ihr Euch auch schonmal gefragt, wie wurde eine Eierform (Schokoladenform) überhaupt hergestellt? Wie kam das Muster ins Metall?



Die Erklärung ist so simpel wie genial:



Die ersten Schokoformen sind im Pressverfahren entstanden.
Es wurde eine Form erstellt, von der wurde dann eine Gegenkopie gefertigt. Zwischen diese beiden Formen kam ein Blech und dann wurde gepresst - abschliessend wurden die Kanten geglättet. Das erklärt übrigens auch, warum meist die Motive auf der Innenseite wesentlich besser zu erkennen sind als auf den Aussenseiten.
Um die Jahrhundertwende und noch einige Jahrzehnte danach gab es unzählige Manufakturen vor allem in Europa (Deutschland, Frankreich, Belgien und Holland), die Schokoladenformen hergestellt haben. Und schon da wurde kopiert, was das Zeug hält. Hatte einer eine besonders schöne Form erstellt, machte ein anderer Fabrikant sie nach. Wie man gut an den beiden Hasen mit Korb erkennen kann. Beide Formen sind von unterschiedlichen Herstellern und trotzdem fast identisch.



Ziemlich schnell dann hat man auch das Metall-Giessverfahren entwickelt. Ähnlich, wie ja auch Puppenköpfe hergestellt wurden. Das sind dann die etwas dickeren Formen, wie meine Lieblingsform, der springende Hund



Die ersten Formen waren übrigens vernickelt, damit man die Schokolade leichter aus den Formen bekam. Und vor allem auch, damit das Eisen nicht so schnell rostete. Dann entdeckte man, dass man auch verchromen kann und dieses Verfahren dann wurde mit der Zeit immer weiter verfeinert dann. Was ja auch gesünder war als das Nickel.




Gegenüber der Kaminsims ist wie jedes Jahr in "drei Bilder" aufgeteilt.



Rechts vom Kamin die aufrechten Burschen.



Mittig sieht es dann so aus



und links, also die Seite, die man sofort sieht, wenn man ins Zimmer kommt, da sitzt mein heiß geliebter kleiner Metallhase in diesem Jahr.



Ohne ihn wäre für mich auch nicht Ostern.



Und auch der kleine Junge auf der Kommode neben der Tür hat einen kleinen Hasenschmuck bekommen.



Und wer schon länger hier liest, weiß ja, dass ein Bereich noch fehlt - das ist der Arbeitstisch neben dem Fernsehschrank. Der hat lediglich einen Weidenkätzchenstrauß bekommen. Das reicht völlig aus.



UND auch in der Küche ist etwas Ostern eingezogen:




Das Nest hatten wir im Herbst gefunden, als wir die Eibenhecke runterschneiden mussten.
Es bietet genau so viel Platz, dass zwei kleine Minihühner darin Platz finden.



Und darunter haben einige Mini-Eierformen ihren Platz gefunden.



Und jetzt kommen einfach noch ein paar Impressionen - Bilder, für sich sprechen:

















Das war es erstmalwieder und ich hoffe, Euch hat der Rundgang gefallen. Vielleicht hat er Euch ja auch ein wenig von Euren Sorgen abgelenkt. Denn genügend "passiert" ja grad um uns herum, was uns große Sorgen machen kann. Von Angst will ich garnicht sprechen, denn Angst ist kein guter Ratgeber. Angst verleitet uns zu Fehlern.
Ich hoffe vor allem, dass möglichst wenige von Euch von dem vermalledeiten Virus erwischt werden und vor allem, wenn, dass es glimpflich verläuft - Eure Jacqueline

 

die Hundsrose oder Kartoffelrose

Ein echtes Highlight jedes Jahr ist ja die Rosenblüte bei uns. Also, wenn die ersten Rosen ihre Knospen öffnen. Meist beginnt das ja eher un...