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Mittwoch, 29. Juli 2020

Hochsommer


Der Hochsommer ist für mich persönlich ja die schönste Zeit im Jahr.
Ich liebe nicht nur die Wärme, sondern auch, dass so vieles blüht und reift.


Es ist die Zeit, wo gefühlt "alles vorhanden ist".
Ob nun die Pelargonien in vollster Blüte stehen.


oder auch schon die ersten Äpfel reif werden - was bei uns auch immer für die Fellträger die schönste Zeit im Jahr ist.
Für sie ist ab jetzt, wo bereits der Augustapfel reif wird, bis in die Weihnachtszeit, die Selbstbedienungszeit angebrochen.


Jetzt müssen wir das Futter für einige der Damen mächtig reduzieren, da sie sonst kugelrund von den vielen Äpfeln werden............
Es ist aber auch eine Zeit, in der man / Frau mindestens so kreativ sein kann wie in der Vorweihnachtszeit.


Für mich DIE Zeit der Kränze. Da wird dann "altbewährtes" verarbeitet, wie die Kletten.
Sie machen hier den Anfang, bevor es dann die Tage mit den Hortensien weitergehen wird.


Wie man die Klettenkränze wickeln kann, hab ich vor einigen Jahren schonmal gezeigt. Wer mag, schaut einfach IN DIESEN ALTEN POST


Und bei uns kommen sie seither auch nicht mehr "aus der Mode". Sie sind einfach nur vielseitig. Ob nun rustikal


oder eher romantisch in Szene gesetzt. Hier trifft die Klette dann sogar schon auf Weihnachten. Und nicht, dass Ihr jetzt denkt: nun ist sie völlig "durchgeknallt" und dekoriert im Sommer schon für Weihnachten......................
Nein, so "durchgeknallt" bin ich dann doch nicht.
Aber genauso, wie ich fast ganzjährig gerne Eier in Szene setze, gibt es einigen antiken Weihnachtsschmuck, den finde ich auch ganzjährig schön. Wie eben dieser antike Stern, der für mich eher die Funktion von einem "Medaillon" hier übernimmt.


Oder auch ganz schlicht, wie hier an der Puppe im Flur:


Also wurden unter der Pergola am Wochenende einige Kränze wieder gewickelt.
Und auch das ist doch Luxus: arbeiten mitten in der Natur.


Hat man den "Dreh" erstmal raus, arbeiten die Hände fast blind.


Jeden Tag nehme ich mir im Moment ein wenig "Auszeit", geniesse die Pergola. Nach den vielen Jahren, die sie hier nun schon steht, ist sie zwar "in die Jahre" gekommen und wird wohl im nächsten Jahr dann abgebaut. Der Unterboden ist an manchen Stellen leider abgesackt und es sind in der Beplankung dadurch Kuhlen entstanden. aber sie wird dann auch an der gleichen Stelle wieder aufgebaut. wird einen neuen Unterboden bekommen müssen und an gleicher Stelle wieder aufgebaut. Eine Arbeit, vor der wir uns seit zwei Jahren drücken..............
Aber sie ist inzwischen auch ein herrlich "verwunschener" Ort geworden. Herrlich eingewachsen. Ein echter Rückzugsort.
Aus einer spontanen Idee heraus ist bereits vor ein paar Tagen auch dieser Kranz entstanden:


Bei uns im Garten haben sich an einigen Stellen über die Jahre große Büsche von wilden Rosen entwickelt. Die lassen mich nun nicht unbedingt vor Freude jubeln, aber die Hagebutten ernähren im Winter einiges hungriges Getier.Und solange sie nicht alles überwuchern, dürfen sie dann auch stehen bleiben. Was zu groß wird, wird dann eben gestutzt.



Bei einem meiner Gänge durch den Garten hatte ich mir für eine Deko einen kleinen Handstrauß von den jetzt noch unreifen grünen Hagebutten gepflückt gehabt. Das hat mir in der Vase unglaublich gut gefallen. Warum nicht einen Kranz daraus wickeln?
DAS ist dann tatsächlich Fleißarbeit. Aber ich denke, die Arbeit hat sich gelohnt.


Ich bin gespannt, wie der Kranz amEnde dann eingetrocknet aussehen wird..............





Aus einigen "Resten" der Kletten ist dann noch eine kleine Tischdeko entstanden.


Ganz klassisch ein paar alte Weckgläser, die mit allem verziert wurden, was grad zu finden war.


DAS ist ja auch etwas, das ich am Hochsommer besonders liebe:
Abends lange draussen sitzen. Ein Glas Wein, eine leichte Decke für die Beine und über "Gott und die Welt" reden........................ Die Decke braucht man bei uns weniger gegen die Kälte, als gegen die Massen an Moskitos, die bei uns in diesem Jahr schwirren.


Sie sind eine ganz schreckliche Plage in diesem Jahr. Zumindest in unserer Gegend. Die Natur freut es, dass es viel geregnet hat. Die Tümpel hier in der Landschaft sind einigermaßen gefüllt und sind jetzt auch ein Eldorado für die Mücken(larven).
Und die Mückenweiber stürzen sich natürlich hungrig auf alles, was Blut in den Adern hat.


Über die kleinen Kürbisse hab ich ja auch nicht schlecht gestaunt. Sie waren nicht "geplant".


Ich hatte im letzten Winter einige Zierkürbisse in einem Kübel vergessen gehabt und eigentlich ist Kürbis auch nicht winterhart. Scheinbar lagen sie aber so geschützt, dass aus den Samen sich im Frühjahr dann kleine Pflänzchen gebildet hatten.
Nun bin ich ja grundsätzlich ein neugieriger Mensch - ich ließ die Pflänzchen also stehen und wartete ab. Vernichten kann man ja schliesslich immer noch.
Und siehe da, es waren Zierkürbisse. Und die ersten sind jetzt bereits "reif" und zieren nun den Tisch.


Eine Kombination, die ich dieses Jahr ganz neu ausprobiert hab, ist Klette zusammen mit den  Blütenständen der Kletterhortensie.
Ich fand grad den Gegensatz zwischen der eher "ruppig" wirkenden Klette und der "tanzenden" Kletterhortensie so toll.



Und auch als Halskranz einer Schneiderpuppe bin ich wirklich verliebt in diese Kombination.


Das war es mal wieder.
Keine Sensationen - eher kleine Episoden aus dem Alltag.


Vor diesem Post hatte ich mich ein wenig gedrückt gehabt. Es ist der erste Post mit der neuen Oberfläche des Blogger. Die meinten nämlich, einige Funktionen verändernzu müssen.
Was früher für mich "fast im SChlaf" funktioniert hatte, musste ich mir nun erstmal mühsam zurecht fuchsen. Ich bin ja eher der Typ: never change a running system............... naja, ist nicht zu ändern - also werd ich mich auch daran gewöhnen.
Ich hoffe mal, dass es für Euch als Leser keinen großen Unterschied macht oder Ihr es im besten Fall nichtmal bemerkt.
Paßt weiterhin gut auf Euch auf und genießt auch die kleinen Auszeiten! - Eure Jacqueline


Dienstag, 2. Juli 2019

im Urlaubsmodus


Ich glaube, wir haben tatsächlich genau zum richtigen Zeitpunkt bei uns den Urlaub eingeläutet. Kaum hatte der Held den ersten Urlaubstag, war hier herrlichstes Sommerwetter und mit einem mal wurde alles gleichzeitig (ernte)reif.



Ob es nun die Kräuter im Gemüsegarten waren oder die Johannisbeeren.



Die ersten Tage hatte ich noch alle Hände voll in unserer TS-Gruppe auf FB mit den monatlichen Verkaufs- und Auktionstagen zutun - aber immer wieder auch zwischendurch wurden bereits ein paar Stunden freie Zeit dazwischen geschoben. 
 

Dann saß ich unter der Pergola - und nein, die große Schüssel mit kaltem Wasser dient nicht der Deko - da hab ich dann immer wieder meine Füße reingehalten.



Ist schon schön - oben hab ich Kräuter gerebbelt und gebündelt und die Beine standen im kühlen Wasser. So läßt sich der Sommer wunderbar "aushalten". Es war fast so, als würde ich an einem kühlen Bach sitzen und die Beine baumeln lassen.



Dazu kühle Limo - was will der Mensch mehr? 

 

Solch eine Limo ist ja auch schnell gemacht - etwas Minze und / oder Melisse (manchmal noch aufgeschnittener Ingwer dazu), Zitronen in Scheiben geschnitten und alles mit Wasser aufgefüllt. Ein paar Stunden im Kühlschrank ziehen lassen. Das ist leckerer als jede gekaufte Limonade.

 

Die geernteten  Kräuter trocknen im Moment blitzschnell - man kann ihnen fast beim eintrocknen zuschauen!

 

 Der erste Lavendel ist bereits sogar schon gerebbelt und dunkel eingelagert. 



 Das Basilikum ist auch inzwischen getrocknet und wartet darauf, eingetütet zu werden.



Genau, wie der Liebstöckel - da war ich mit der Ernte schon fast zu spät dran. Der durfte (genau, wie der abgeblätterte Salbei) in Kisten und Körben im Pflanzzimmer trocknen.



Und selbst die Tomaten, die wie jedes Jahr unter dem Vordach vom Pflanzzimmer stehen, wachsen dieses Jahr besonders schnell. Aber die lieben die Wärme ja ebenfalls sehr!



Anders, als unsere Fellträger - die nutzen am Tage jeden Schattenplatz, den sie finden können.



und hängen schlapp in den Ecken rum - genau, wie die Hortensien, die ebenfalls sehr unter der Wärme leiden. Da kann man wässern, so viel man will.




Wir haben uns angewöhnt, dass die Fellträger, die nicht so gerne in den Teich springen, mehrmals täglich mit dem Wasserschlauch abgespühlt werden. Eine Prozedur, die sie bei normalem Wetter verabscheuen. Aber jetzt, wo es so warm ist, geniessen sie das sichtlich! Sie merken einfach, dass es ihnen gut tut.



In einer Blitzaktion haben der Held und ich dann Sonntag vormittag die Johannisbeeren geerntet. An dem Tag war es so warm hier, dass sie bereits am Strauch fast "gekocht" haben. Es war also "höchste Eisenbahn".



Und bevor mir die geernteten Früchte schlecht werden, wurden sie dann auch gleich noch zu Marmeladen verarbeitet. Das war mir einfach sicherer. Denn kein normaler Mensch würde sonst in der heißen Mittagszeit sich in die Küche stellen und Marmelade kochen! Also ich eigentlich nicht!



Gestern früh dann hab ich beim Spaziergang über die Felder bemerkt, dass sogar die Kletten bereits "reif" werden und an manchen Sträuchern fast schon am aufspringen / erblühen waren.




Zum Glück hab ich (fast) immer auch eine Tasche bei - sodass die erste Fuhre gleich mit nach Hause konnte. Und so wurden heute morgen die auch ersten Klettenkränze für dieses Jahr fertig. 

 

Diese "alte Madame" steht bei uns im Flur und perfekt zum Klettenkranz passen die Zweige des Eibisch, der bei uns grad mit der Blüte beginnt. 
Ich mag die kleinen weißen Blüten so gerne - sie ähneln sehr den Stockrosenblüten - sie sind nur deutlich kleiner.



 Übrigens: für alle, die noch genügsame und "sonnenhungrige" Pflanzen suchen, die eine schöne Größe erreichen mit den Jahren: für die ist der "Arznei-Eibisch" wirklich perfekt! Er kommt mit wenig Wasser aus, da er lange Pfahlwurzeln bildet und wird ziemlich stattlich in der Höhe. Unsere älteste Pflanze steht im Gemüsegarten und wird nahezu mannshoch. Der Eibisch bildet "Horste", die man im Herbst dann bis auf 10cm über dem Boden zurückschneidet. Im nächsten Jahr treibt er dann aus dem Boden wieder neu aus.
Die langen schlanken Zweige eignen sich auch gut für den Vasenschnitt. Wenn man beachtet, dass sie von der Pflanze schnell ins Wasser müssen (ähnlich wie Flieder ja auch). Dann hat man viele Tage was vom Strauß!



Hier noch ein paar Impressioenen rund um die Pergola.............. einfach nur unkommentiert:















Ich wünsche Euch allen wunderbare Sommertage - vor allem, dass Ihr sie genauso geniessen könnt wie wir. Ich weiß, nicht jeder verträgt die Hitze so gut. Dann wünsche ich Euch, dass Ihr ein kühles Plätzchen findet, von dem aus ihr den Sommer geniessen könnt - Eure Jacqueline

 

die Hundsrose oder Kartoffelrose

Ein echtes Highlight jedes Jahr ist ja die Rosenblüte bei uns. Also, wenn die ersten Rosen ihre Knospen öffnen. Meist beginnt das ja eher un...