Posts mit dem Label FEUERHÜTTE werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label FEUERHÜTTE werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Mittwoch, 9. November 2022

von altem Leinen, Wichtel-Pullis und kleinen Fellträgern

Es ist ein "alter Hut", daß ich es LIEBE, mit bzw. aus alten Materialien etwas Neues entstehen zu lassen.  Besonders das antike Sackleinen mit all seinen wunderschönen Structuren hat es mir ja angetan. Da kannst Du hundert alte Säcke im Regal haben, Dutzende Ballen Leinen - schaut man sie an, stellt man fest,, feinste Unterschiede" gibt es immer. Sie wurden halt noch von Hand gefertigt! Dazu häufig die alten Aufdrucke auf den Säcken. Nicht nur das Leinen selbst, sondern eben auch die alten Aufdrucke erzählen Geschichten. Von Menschen, die wohl schon lange nicht mehr leben. Die das Leinen erstmal zu dem haben werden lassen, was es ist: ein nahezu unverwüstlicher Stoff, den man für fast alles verwenden kann. Vom Feinleinen für die Wäsche bis hin zu gröbstem Leinen, daß man früher für die Heudecken verwendet hat. Oder noch gröber dann eben die Jutesäcke für Holz, Kohlen, usw.................... Damals wurde auch noch repariert - teilweise so kunstvoll, daß es wirkt wie ein Kunstwerk.

 

 Wußtet Ihr, daß das Leinen(säcke) nähen früher "Männersache" war? Eine Arbeit, die besonders in den Wintermonaten dann erledigt wurde, wenn draußen nicht so viel zutun war. Wer einmal versucht hat, durch mehrere Lagen dickes Sackleinen einen Nadel mit einem Leinenfaden zu bringen, kann das gut verstehen!

 

Eine meiner letzten "Kreationen", neben den verschiedenen Weihnachtsstiefeln aus dem antiken Leinen, waren jetzt auch die Handschuhe - die "Santa-Glove's" ............heißt eigentlich auch nichts anderes, als die Handschuhe vom Weihnachtsmann. Ich fand aber den Begriff so schön!

 

 Und war überwältig, wie sie im Shop "eingeschlagen" sind.................

 

 Ich persönlich denke: eigentlich sind sie garkeine "typische Weihnachtsdeko" - die können auch gut noch bis Winterende dann dekoriert bleiben - denn die echte Kälte für Fäustlinge kommt ja auch meist erst nach dem Jahreswechsel............... daran mag ich noch garnicht denken.............

 

 Wo ich dann ja doch etwas schmunzeln mußte: als der Held abends nach Hause kam und den Handschuh am Kranz hat hängen sehen, ist er spontan mit der Hand reingeschlüpft und meinte: ups, die sind ja sogar mir zu groß......... einer dieser Momente, wo man so schön gemeinsam lachen lachen kann!

 

 Heute früh dann im Büro: eigentlich hatte ich einen Stapel Rechnungen zu schreiben, aber das gehört leider nicht zu meinen Lieblingsbeschäftigungen und ich bin immer für jede Ablenkung dankbar.......ging mir so durch den Kopf, wie unsere Kinder früher, als sie noch klein waren, auch Fäustlinge hatten. Wißt Ihr, welche ich meine? Die mit einem langen Band dran, das man durch die Ärmel gezogen hat, damit sie nicht so schnell verschwinden konnten, wie Socken in der Waschmaschine.........Die Kinder haben sie gehaßt und sind lieber mit blaugefrorenen Fingern durch die Gegend gestapft und die Fäustlinge schlodderten herum, landeten im Matsch, Schlamm und Sand......warum nicht mal versuchen, eine kleinere Variante, anzufertigen? Aber nicht zum befüllen, sondern bereits ausgestopft?! - und verbunden mit einem Band?!

 

 Na, das war doch einen "Versuch" wert! Also eine Schablone erstellt,..........

 

  zugeschnitten, genäht, gestopft, genäht und FERTIG............war die "Kindheitserinnerung".

 

 

 Beim Nähen kann ich so herrlich abschalten - die Gedanken wandern lassen. Ich denke über dies und das nach..... z.B. über das "Wichtelhema" - grad auf Insta sieht man sie jetzt häufiger, die Wichteltüren und Wichtelgeschichten überhaupt. Ein zauberhaftes Thema (keine Ironie!), und so vielfältig. Oft so süße Geschichten, die darum gestaltet und beschrieben werden. Mir fiel wieder das Märchen von den Wichteln vom armen Schuster ein - was hab ich diese Geschichte früher geliebt. Und komisch, was einem manchmal so in den Sinn kommt..........: Was machen Wichtel eigentlich, wenn sie ihre Sachen waschen müssen? Ich weiß, ich bin eine erwachsene Frau - aber warum darf an sowas nicht denken?.........Klar, sie haben wohl mehr als eine Jacke und hängen sie zum trockenen auf die Leine......... Und damit war dann meine Idee "im Kopf" geboren: probiere doch mal kleine Wichteljacken / Pullis aus - und ich sag Euch gleich: das kann jeder ausprobieren !!! 


Man / Ihr braucht nicht viel dazu!: 

etwas Stoff - was Ihr mögt und auf Lager habt - bei mir (wie soll es anders sein) war es altes Leinen(Rest) zum ausprobieren


Ihr schneidet Euch eine grobe Schablone zurecht und heftet / näht den Rohling zusammen - ich hab beides ausprobiert - komplett per Hand genäht und auch mit der Maschine zusammengenäht. 

Zum Schluß wird oben ein ovales Loch für den Halsausschnitt ausgeschnitten. Und zu einen zünftigen Wichtel-Pulli gehört natürlich auch ein kleiner Drahtbügel - den "zwirbelt"  Ihr Euch aus Draht zurecht - ich habe dafür Blumenbindedraht genommen. Der ist so herrlich "schidderig"!

FERTIG

 

 In meiner Fantasie sind die kleinen Wichtel ja keine Perfektionisten - also sind auch die Wichtel-Pullis nicht "perfekt" - aber genau so sind sie für mich / in meinen Augen PERFEKT. Zum Schluß wurden sie an den Bügeln an eine Wäscheleine gebunden

 

 Und dann bin ich wirklich wie ein kleines Kind umher gewandert und hab geschaut, wie es wirkt........ im Bad..........

 

 Das Licht war hier allerdings recht dürftig.......

 

 

 

 dann ab in den Hof..............

 

 weiter zu einem alten Zaunteil.................

 

 an dem Baumstummf der alten Weide vorbei..........

 

 zum alten Apfelbaum.............

 

 .............hier flatterten die Wichtel-Pullis ganz schön im Wind............

 

Bis an die Tür der Feuerhütte............

 

 

 

 Ein Wichtelpulli hing dann plötzlich ganz "sinnfrei" an der Holzleiste...............

und ein anderer an der Türklinke............

Und all das blieb natürlich nicht unbeobachtet - unsere beiden "Fellträger-Zwerge" waren natürlich auch mit dabei!

Und nein, Ihr seht nicht doppelt! - das ist unser "Neuzugang" FINCHEN. Sie ist NOCH etwas kleiner als Bambi Vila und kommt aus dem gleichen Ort in Kroatien wie Vila. Ich hab sie das erste Mal auf Fotos Anfang Septmber gesehen .................. ein direkter "Schuß" ins Herz und dann war klar: FINCHEN kommt zu uns. Daß sie klein sein würde, war klar - aber so klein - noch etwas kleiner als Bambi Vila, das hatte ich nicht erwartet!

Sie war im Shelter abgegeben worden - keiner wußte so ganz genau, woher sie kam. Ein eher schüchternes kleines Mädchen, die sich sofort der Vila angeschlossen hat und immer um mich rum ist.


Die Beiden sind sich ohnehin vom Wesen her sehr ähnlich - beide sind sie kleine Schisser. Aber was sie beide bis zur Perfektion können: sich in Position setzen, wenn ich die Kamera im Anschlag hab. Ich brauche nichts zu sagen - sie machen es beide ganz von allein.

Eines hab ich für mich grad gemerkt, während ich hier den Post geschrieben hab: DAS hat mir sehr gefehlt! Ein Post war schon im August mit Bildern vorbereitet gewesen - aber immer war was dazwischen gekommen............... und Bilder von blühenden Hortensien passen dann nun doch nicht in den November..................

Paßt alle gut auf Euch auf - Eure Jacqueline

Montag, 27. Dezember 2021

It's cold outside......................

 It's cold outside ist die eher vornehme Umschreibung für: es ist schweinekalt draußen...................

 

denn das ist es wirklich derzeit bei uns, denn -11° ist nicht wirklich kuschelig, würde ich sagen.  Wir scheinen derzeit im Eiskeller Deutschlands zu wohnen. Und mit solch einer Kälte kann ich persönlich wirklich nicht so gut umgehen. Eine frühere Freundin von unserem Sohn hatte es mal auf den Punkt gebracht: bei uns in der Urkraine ist es im Winter noch viiiiiiiiel kälter. Da sind -25° völlig normal - aber bei Euch fühlen sich schon -5° wie -25° an. Bei uns in der Ukraine ist die Luft viel trockner und so fühlt man die Kälte dann auch nicht so sehr............ und damit hatte sie vollkommen rech! Denn diese hohe Luftfeuchtigkeit bei uns ist es, die einem so dermaßen in die Knochen zieht, daß man das Gefühl hat, das Blut gefriert einem in den Adern.

 

Nichtmal unsere Fellträger mögen im Moment gerne lange draussen sein. Die hohe Luftfeuchtigkeit ist es aber auch, die so besondere Eiskunstwerke erschafft!

Trotzdem muß Mensch und Tier ja mal raus. Hilft ja nichts. Einige unserer Fellträger tun ohne mich keine Pfote freiwillig vor die Tür. Also warme Stiefel an, zig Pullover und Jacken im Zwiebellook übereinander und wenigstens tapfer einen Rundgang am frühen Morgen durch den Garten tun.

Und dann entdeckt man sie, die Kunstwerke der Natur. Ist das nicht ein Traum? Schon faszinierend, wie die Rosen von einem Stachelpanzer aus Eis umhüllt sind.

 

Wie sich wahre Schuppenpanzer auf den Schneehauben überall bilden.

Schaut man ganz genau hin, dann wirkt es fast schon, wie aus einem Sciencefiction-Film.

Ich habe einen Film vor Augen (leider weiß ich den Titel nicht mehr), der spielte in einer Mondlandschaft, die aus solchen eisähnlichen Gebilden bestand. Wer weiß, vielleicht hatte der Regisseur auch solche Eisgebilde als Vorlage für seine Filmkulisse genommen?

Plötzlich schaut man auf die alten Sagen um die Rauhnächte in dieser Zeit mit einem ganz anderen Blick. Nein, keine Sorge, ich werde nicht abergläubisch, aber es ist schon faszinierend, wenn man über diese Sagen liest und dann in die eisige Natur schaut. Denn damals gab es noch keine gefütterten Winterjacken, keine warmen Winterstiefel mit dicker Sohle, usw. Wie schnell konnte man da draussen erfrieren..........

 

Meine Gedanken dabei: es war so dermaßen kalt für die Menschen, daß man sich zig Gründe ausdachte, um nur ja nicht raus zu müssen.

 

 In der Feuerhütte wirkt es, als hätte eine Eiskönigin hier dekoriert - alles, wirklich ALLES, ist mit Eisblumen überzogen. Nicht nur die Fensterscheiben

sondern wirklich alles, wo sich die Feuschtigkeit niederschlagen konnte.

 

 Die alten Marmeladengläser braucht man garnicht mehr künstlich eisen - das hat die Kälte hier schon erledigt.

Unglaublich schön, wie sich das Kerzenlicht in den Eisblumen bricht.

 Und während dann noch ein paar Fotos der Leinenschweine geschossen wuden,

 

 die in den letzten Tagen wieder entstanden sind,

hat sich die kleine Vila dankbar in ihre warmen Strickdecken gekuschelt.

 

 Sie friert grad auch bitterlich und trägt fast rund um die Uhr einen Pullover. Alle anderen Fellträger haben einen dicken (Winter)unter)Pelz entwickelt. Ihnen scheint diese Kälte relativ wenig anzuhaben.

 

 Aber bei Vila bildet sich eine solch wärmendes Unterfell leider nicht. Sie kommt zwar tapfer mit raus, aber ist auch dankbar für alles, was sie zusätzlich wärmt.

 

 Wir hier werden diese "Zwischentage" zwischen den Jahren jetzt sehr ruhig verbringen. Das Eine oder andere Räumen und viel Zeit vor dem Kamin verbringen. Kraft tanken für das Neue Jahr. 

Mal schauen, ob die Wettervorhersagen stimmen und die Temperaturen die nächsten Tage auf die um die Null Grad steigen - dann wäre es bestimmt romantisch, mit einem Glühwein und einem Lagerfeuer eine Zeit in der Feuerhütte zu verbringen. 

 

Macht es Euch schön - genießt ein paar ruhige Momente - Eure Jacqueline 

die Hundsrose oder Kartoffelrose

Ein echtes Highlight jedes Jahr ist ja die Rosenblüte bei uns. Also, wenn die ersten Rosen ihre Knospen öffnen. Meist beginnt das ja eher un...