Dienstag, 12. Februar 2019

nicht gross aber herrlich warm............

ja, mal wieder ist eine Strickdecke fertig geworden - ein absolutes Kuschelschätzchen!

 

Ich hatte es ja schon öfters geschrieben: ich arbeite IMMER ohne Anleitung - ich kann das einfach nicht. Diese Musteranleitungen übersteigen schlicht meinVerständnis. 
Dafür hab ich dann aber eine Idee im Kopf, was daraus werden soll und EIGENTLICH sollte DAS ein Poncho werden. Deswegen hatte ich für dieses Exemplar auch weniger Maschen angeschlagen.

 

 Und wie das dann so ist: man (also ich) strickt, und strickt und strickt - zwischendurch wird begutachtet, wie weit das Teil schon gediehen ist, ausprobiert, abgehalten und weiter gehts.
Und als ich mir dann den "Poncho" irgendwann wieder vor den Körper gehalten hab, ging er mir plötzlich bis zu den Knien ................... ich hatte den Moment verpaßt, wo ich die Maschen für denHals abnehmen muss..............NEIN, ich wollte NICHT wieder einen Großteil aufrebbeln, dafür war mir meine Arbeit dann doch zu schade.



 Und so hab ich dann beschlossen: es wird eine schmalere Decke, die man sich einfach mal husch über die kalten Beine legen kann - z.B., wenn man im Gartenstuhl sitzt, oder die man sich auch mal gut wie einen überbreiten Schal um die Schultern legen könnte, wenn einem fröstelig ist. SEHR praktisch auf langen Autofahrten dann. Ungefähr so:



Diese Decke ist wieder aus der Wolle MOHAIR TWEED von JDL entstanden - diesmal in der Farbe SOFT LINEN LODEN aus 70% Merino und 30 % Mohair. Unglaublich warm und weich!
Jedes Mal, wenn ich diese Wollfarbe anschaue, erinnert sie mich an die steinigen Hügel von Schottland, wo der Landlord in seiner abgetragenen Lodenjacke mit seinem Hund durch matschige Hochmoore stapft. Ein heftiger Wind treibt die regenschweren Wolken am Himmel vor sich er. Und wenn die Beiden nach Hause kommen, dann wartet ein loderndes Kaminfeuer auf sie ................. GENAU diese Bild entsteht bei mir im Kopf, wenn ich mir die Decke anschaue.

 

Die Seiten sind wieder im rechts-links-Perl-Muster gestrickt - mittig dicke Zöpfe.
Dann hab ich lange probiert, welche Abschlusskanten denn gut passen würden. Diesmal hab ich gefühlte 30 x die Kante von neuem begonnen. Und am Ende war es dann ein ganz simples Luftmaschenmuster, das der Decke einen "feminen touch" in meinen Auge verleiht.

 


 Ich hab mit 2 Fäden (also immer aus 2 Knäuel ein dickes Knäuel gewickelt) mit einer 8er-Stricknadel verarbeitet.
Das Ergebnis sind 90 auf 180 cm.

 

 Als ich die Fotos von der Decke gemacht hab, war dauernd die Xanthi in meiner Nähe. Ein paar Schnappschüsse sind von ihr also auch gleich entstanden. Jedesmal, wenn ich die Maus anschaue, dann bewundere ich, wie SCHÖN sie geworden ist.




 Gleichzeitig fällt mir immer wieder ihr melancholischer Bick auf. Sie schaut immer, also würde sie den gesamten Schmerz der Welt auf ihren Schultern tragen. Dabei ist sie im "wahren Leben" ein aufgewecktes und agiles Mädchen geworden. Oft ein wenig überschwenglich, will sie immer alle zusammenhalten. Wird ganz "wuschig" wenn sich nicht alle anderen Fellträger in ein und die selbe Richtung bewegen - will immer alle im Blick haben.
Im Moment ist sie in ihrem 2. Fellwechsel, seit sie bei uns ist und ihr jetzt nachwachsender Pelz ist weich wie Seide. Kein Vergleich zu dem stinkenden und struppigen Bürstenfell, das sie am Anfang hatte.

 

Wüßte man es nicht so genau, könnte man glauben, ich rede hier von zwei verschiedenen Fellträgern.

 

Übrigens liegen auch zwischen folgenden 2 Fotos ziemlich auf den Tag genau 12 Monate dazwischen - denn genau so lange ist der (inzwischen nicht mehr so kleine) Herzkäfer JORGOS bei uns!



Unfaßbar, was dieser kleine Kämpfer in den vergangenen 12 Monaten erlebt und mitgemacht hat und vor allem, wie er sich ins Leben zurückgekämpft hat.
Inzwischen ist aus den 4 kg Fell und Knochen mit den großen Knopfaugen  ein 60 cm großer, schlaksiger Fellträger mit einem RIESENHERZ geworden und noch immer ist er mein HERZKÄFER!
Ich wünsche Euch allen viele schöne Momente und paßt gut auf Euch auf - Eure Jacqueline



Freitag, 8. Februar 2019

sich einfach freuen

ja, diese Momente gibt es auch bei mir, dass ich denke: Dass es sowas gibt........... und so erging es mir vor ein paar Wochen, als ich ein antikes Patisserie- bzw. Konditor-Set durch einen puren Zufall entdeckt hab.



Ich hab genauer nachgefragt, weil ich sowas noch nie gesehen hatte. Die einzelnen Pieker, Spachtel und "Kämme" dienten zum modellieren von Marzipan, Zuckerguss, Creme und Schokolade und scheinen aus Bein oder Elfenbein zu sein. Ich bin mir da nicht so sicher. Die dunkleren Spitzen sind aus Bakkelit.



Was ich mit diesen Werkzeugen machen werde, weiß ich schlicht noch nicht. Wir haben einen Konditor-Meister in unserem Freundschaftskreis - wenn wir den das nächste Mal treffen, werde ich ihm diese Teile mal zeigen. Vielleicht hat er Interesse daran, sie bei sich in der Innung auszustellen. Ich glaube, da wären diese Teile wirklich am besten aufgehoben. 



Ganz besonders hab ich mich über diese antiken Eierhälften gefreut!!!! - sie sind alle aus Keramik und in einem tollen Zustand.
Auch wenn sie benutzt wurden, scheint jemand sehr sorgsam damit umgegangen zu sein.

 

Sie sind ziemlich klein - zwischen 3 und 6 cm lang - ich vermute einfach mal, dass sie als Formen für Tortenverzierungen gedient haben. DIE werde ich auf jeden Fall hüten wie einen Schatz! Bisher kannte ich solche Formen sonst nur aus Metal oder später aus Plastik.



und ansonsten? - Läuft unser Leben grad ziemlich unspektakulär - man könnte tatsächlich sagen, die Tage plätschern so dahin.

 

UND ich geniesse es im Moment, das schöne und milde Wetter! Hab mir tatsächlich (wieder) angewöhnt, mir mittags eine Auszeit zu nehmen und (m)eine Kaffeepause im Hof zu machen. 
Ja, das ist KEIN gestelltes Foto für den Blog - da sitze ich dann mittags / nachmittags tatsächlich!



Besonders geniessen kann man die Aussicht in den winterlichen Hof allerdings im Moment noch nicht, denn alles ist noch im tiefen Winterschlaf.
Dieses Jahr haben wir allerdings Glück - die Fröste waren bisher nicht besonders hart und so hat vieles bis jetzt überlebt, was sonst längst druassen erfroren wäre - wie z.B. der Rosmarin auf dem Tisch.



Aber, wenn man ganz still sitzt, dann hört man schon deutlich, dass der Frühling in den Startlöchern steht!: Man sieht zwar die Blätter noch nicht spriessen, aber man kann ihn wirklich hören! Die ersten Vögel beginnen mit den typischen Frühjahrsgeräuschen.Die ersten Kraniche hab ich auch schon über unser Haus ziehen gesehen (und gehört, denn sie geben ja sehr typische Laute von sich).
Mir geht es wohl wie euch allen auch: keine Jahreszeit wird so sehnlich erwartet wie der Frühling!



Geniesst die Freuden des Lebens - es gibt sie! - Eure Jacqueline

 

Mittwoch, 30. Januar 2019

das große EIGENTLICH und aus der Beton-Bäckerei

Dies ist mal wieder ein Post, der mit einem "eigentlich" beginnt. Einem "eigentlich", weil ich diesen Post "eigentlich" schon vor gut einer Woche schreiben wollte - ich Gedanken war er "eigentlich" schon längst fertig.................. aber wie auch bei Euch, kommt dann doch wieder was dazwischen......... auch ich bin zwischendurch mal zu müde, um doch noch all die Gedanken niederzuschreiben. Aber "eigentlich" zeigt dieser Post genau das, was mich hier in jeder freien Minute eben auch beschäftigt hat.



Über dem Thema, was man so alles mit alten Schokoladenformen anstellen kann, "brüte" ich immer mal wieder schon seit Jahren - ob nun im November 2010 HIER oder auch Schokoladenhasen selbst herzustellen 2011 HIER     um nur einige wenige Beispiele zu nennen. 

Mein schönstes Ergebnis bis dahin hatte ich ja im letzten Jahr mit den Versuchen mit Rotband gehabt - HIER - nicht nur, weil unser Enkel damals dabei war, sondern weil die Ergebnisse schon recht vielversprechend waren.
In diesem Jahr nun endlich wollte ich mit "echtem Beton" wieder weitermachen und so hab ich am Anfang viel rumprobiert, ausprobiert, auch manchen "Unfall" oder auch Reinfall gehabt. Wie wohl jeder, der sich ein bestimmtes Ergebnis wünscht!



Und so sieht es hier seit Jahreswechsel fast permanent SO aus bei uns im Wohnzimmer:




Es sieht also bei weitem nicht immer bei uns so "geleckt" / ordentlich aus, wie viele immer denken - eigentlich wohl nicht anders, als bei Euch auch. Und manch einer wird sich fragen: warum im Wohnzimmer? Ihr habt doch wahrlich genug Platz..............



Ja, aber auf diesen Tisch können wir am ehesten im täglichen Leben "verzichten", das Wohnzimmer ist immer konstant gleich warm und vor allem: die Teile müssen ja immer nach ein paar Stunden aus ihren Formen genommen werden. ist schon schön, wenn man dannam abend nicht nochmals in die Werkstatt rüberhuschen muss.  Die herausgenommenen Elemente stehen dann am Ende des Tisches und können dort erstmal antrocknen und vorne kann ich neu "anrichten".............. und wenn ich ganz ehrlich bin: ich arbeite gerne an diesem großen Tisch - da ist es durch die vielen Fenster am längsten hell, die Fellträger finden es auch klasse, wenn ich bei ihnen bin (die liegen dann nämlich schön um meine Füße herum) 

 

oder hängen einfach nur ab!


 

und anfangs ahnte ich auch noch nicht, welche Dimensionen das Ganze annehmen würde!
Naja, und die "Arbeitsformen" haben inzwischen ihren Platz in der Vitrinen im Wohnzimmer gefunden - also alles nah beieinander!
Allerdings hatte ich auch bereits wieder vergessen, was das für eine staubige Angelegenheit das sein kann. Staubwischen ist also mein 2. "Hobby" im Wohnzimmer geworden.............



Die Pötte mussten aus der Vitrine weichen und die "Arbeitstiere" sind eingezogen!





wer bzw. was nicht gebraucht wird, steht eben wartend im Schrank.



Und als wir dann merkten, dass die Mengen zunehmen würden, mußten wir uns hier natürlich dann doch Gedanken machen, wo all die fertigen Exemplare dann lagern würden!
Schon länger sollten an einer Wand in meinem Arbeitszimmer Regale montiert werden. Eine Arbeit, die ich lange vor mir hergeschoben hab - irgendwas war immer wichtiger.



An sich ist das ja keine große Tat, muss halt nur gemacht werden............... nun ja, der Held hat die Regale angebaut und schnell war klar, auch dieser Platz würde zum Zwischenlangern nicht reichen..............



Nun sind ja hinter den von uns nachträglich eingezogenen Bretterwänden noch die Dachschrägen - Bereiche, in die wir alle hier immer nur "reingeschmissen" haben - da lagerten Dinge, da wußte ich nichtmal mehr, dass wir die überhaupt haben. So viel ungenutzte Fläche................ und da hab ich den Helden lieb angeschaut und er hat sich dann im wahrsten Sinne erbarmt, alles aufgeräumt, hervorgeschafft, wir haben gesichtet und entschieden, was wir noch brauchen würden. Der Rest kam schlichtweg weg. Und das war erstaunlich viel. Es sammelt sich eben auch viel über die Jahre an - ist bei uns nicht anders wir bei allen anderen eben auch!



Bisher war ich ja auch immer von der "Fraktion":............ wer weiß, wann man es noch brauchen kann.................. inzwischen bin ich eher so: was ich lange Zeit nicht mehr in der Hand hatte, werde ich auch nicht mehr brauchen!



Hinter der Wand sind nun u.a. die ganzen halben Eier untergebracht - fein nach Muster und Größe in Obststiegen untergebracht.



Und natürlich sind bereits auch einige der Ergebnisse bei uns selbst verdekoriert worden - vor allem im Wohnzimmer!



Der Arbeitstisch sollte eh ein "neues Gesicht" bekommen!




Und so wurden die Eihälften, die ich ohnehin zum betonieren dauernd brauche, griffbereit in die Deko eingebaut worden.




Und bei manchen dingen bin ich schon froh, dass mir wegschmeissen noch immer schwer fällt!





z.B. sind die "Nester" aus den ehemaligen Adventskränzen entstanden - etwas vom erfrorenen Silberblatt dazu - fertig ist ein "Nest"



Und bereits zu einen liebgewonnenen Tradiotion ist es mir ja geworden, im Januar mit dem Schnitt der Magnolienzweige zu beginnen.



die mürben Farben vom Geäst finde ich, ergänzen sich perfekt zum Schimmer des Metalls den feinen Tönen des Betons! 

 

 
Inzwischen sind dies nun schon die 2. Zweige, die ins Wohnzimmer geholt wurden. Durch die Wärme blühen sie halt nur wenige Tage dann.



und noch rechtzeitig, bevor der Bodenfrost bei uns eingezogen ist, hab ich mir im Vorgarten die ersten Schneeglöckchen abgestochen. Ja, die hatten bereits etwa 5 cm weit die Spitzen aus dem Boden geschoben.



Nach der Blüte werden sie dann wieder in den Garten gesetzt.



 Vor kurzem wurde ich gefragt, ob ich auch Lieblingsstücke habe............... naja, an sich sammel ich die Schokoladenformen ja, weil sie mir grundsätzlich gefallen - aber ja, einige Lieblinge hab ich auf jeden Fall!
Eine wäre z.B. diese dicke Henne:

 

 

oder auch das "Schuckei" und das Ei, aus dem der Hund springt:







Mich erinnert dieses Ei immer an ein Medaillon - vermutlich weil es so unglaublich zart / filigran im Muster ist:



Es sind in den letzten Wochen sooooooooooooo viele Fotos entstanden, die möchte ich hier einfach jetzt mal "einfach nur so" zeigen - unkommentiert - ich denke,sie sprechen für sich.





















Ja, das war es dann mal wieder hier von uns - nun ist der Post doch wieder länger geworden, als ich dachte.......................
Soweit geht es auch allen Fellträgern wieder gut. Und darüber sind wir unglaublich froh! Unser Leben hat sich "normalisiert" und es macht einfach Freude, dass die Tage wieder vor sich hinplätschern. Dass man seinem Tagesgeschäft nachgehen kann. 
Das erste Vogelgezwitscher war auch schon zu vernehmen, was ja bedeutet, dass der Frühling zumindest mal so langsam in die Startlöcher geht. Das Licht verändert sich wieder, die Luft war heute schon fast mild und die Sonne gewinnt an Kraft.
Würde es nicht so pathetisch klingen, könnte man sagen: so ganz langsam kehrt das Leben zurück.



Genießen wir also die kleinen Freuden des Lebens und machen wir uns das Leben schön! - Eure Jacqueline

 

nicht gross aber herrlich warm............

ja, mal wieder ist eine Strickdecke fertig geworden - ein absolutes Kuschelschätzchen!   Ich hatte es ja schon öfters geschrieben: ich...