Montag, 21. Januar 2019

Habt IHR das gewußt? - 21.01. ist der Tag des EICHHÖRNCHENS...................


Tja, was es nicht alles gibt - aber ich finde, DAS ist mal ein schöner "Gedenktag"! 
Wer liebt sie nicht, diese kleinen possierlichen Nager? 
Und durch einen puren Zufall hab ich heute im Netz einen Artikel gelesen, dass eben heute - am 21.01.2019  TAG DES EICHHÖRNCHENS ist.




Irgendwann im Hochsommer bin ich durch einen puren Zufall auf eine Seite in FB gestoßen, die sich um verletzte und / oder verwaiste Eichhörnchen kümmert: DAS HÖRCHNENHOTEL - sie hatten damals einen Aufruf gestartet, dass sie diese kleinen Plüschmäuse suchen, die es im großen gelben Mäbelhaus I......K..........A wohl zu kaufen gibt. Sie nehmen diese Mäuse als Kuschelersatz, wenn sie Hörnchen-Babys wieder aufpäppeln - die klammern sich im Schlaf dann an diese Mäuse. Dieser Aufruf schlug damals ein wie eine "Bombe" im Netz - innerhalb weniger Wochen hatten sie weit über 1000 Mäuse gespendet bekommen. Da sich auch hier Menschen, die sich um die Hörnchen kümmern, zusammengeschlossen haben, wurden diese Mäuse dann über die ganze Republik an die verschiedenen Auffangstationen für die Hörnchen verteilt. 
Also hab ich mich mal ein wenig mehr mit dem "Thema" rund um die Eichhörnchen beschäftigt und gesehen, was da für eine tolle Arbeit geleistet wird. Kleinste Hörnchen, die aus ihren Nestern gefallen sind, werden wieder aufgepäppelt, kommen in Auswilderungsvolieren und werden später dann wieder in die Freiheit entlassen. 
Futterstationen werden gebaut, aufgehängt und befüllt, usw. 
Ich schaute mir auch Ihre Wunschliste mal an - was sie so suchen: u.a. NÜSSE jeglicher Art! Na, und Walnüsse haben wir ja wirklich reichlich hier. SEHR BELIEBT auch bei unseren Fellträgern!




Und dieses Jahr war unser uralter Walnussbaum wirklich übervoll mit Nüssen! - nicht besonders groß, weil es ja ein trockenes Jahr war - aber dafür Massen, die wir im Leben nicht hätten verwerten können!

 

Also fragte ich an, ob sie diese Nüsse haben möchten - und JA, SEHR GERNE war die prompte Antwort. Fast täglich bin ich dann im Frühherbst mit Körben "bewaffnet" in den Garten gegangen zum Nüsse sammeln.



 
Es waren zu schöne Momente - so mancher Fellträger versuchte, mir die aufgesammelten Nüsse dierekt wieder aus dem Korb zu"klauen" - klar, war auch für sie bequemer, als sich selbst auf die Suche zu machen! 
Und immer wieder staune ich, mit welcher Geschicklichkeit die Fellträger die harten Schalen der Nüsse nicht nur knacken, sondern es auch schaffen, sich die Nüsse dann aus dem Gehäuse zu puhlen.
was ich ganz besonders erstaunlich finde: die Nüsse, die in ihren Schalen vom Baum fallen, werden von den Fellträgern NICHT angerührt. Als wenn sie instinktiv wissen, dass diese Schale für sie ungeniessbar ist.




In 10kg-Paketen wurden die Nüsse verschickt und haben dann zum Dank u.a. dieses zauberhafte Foto bekommen - da geht einem doch das Herz auf!





Was ich auch nicht wußte bis dahin: sie sammeln auch die Korken aus ECHTEM KORK von Weinflaschen. Man glaubt es kaum - sie dienen den Hörnchenkindern als Beißring, wie wir es von unseren Menschenkindern kennen. Es erleichtert den Hörnchen das Zahnen............... Wir haben unsere Korken nie weggeschmissen sondern gesammelt. Es war uns viel zu schade, diesen wertvollen Rohstoff  Kork einfach im Müll zu sorgen - nun durften die gesammelten Korken einen "guten Zweck" erfüllen und wurden ebenfalls verschickt.
Vor ein paar Monaten hatte ich eine sehr alte Schokoladenform von einem Eichhörnchen gefundenund natürlich MUSSTE ich ausprobieren, ob sich daraus ebenfalls Betonfiguren giessen lassen


 


Es hat geklappt!




Und so entstanden einige dieser Betonhörnchen und ich finde es einen schönen Anlaß, HEUTE zum TAG DES EICHHÖRNCHENS diese Betonhörnchen abzugeben!
Sie sind etwa 13/14 cm hoch und aus wetterbeständigem Beton gegossen. 3dimensional - also sehen beide Seiten gleich aus. 
Aktuell ist nur eine begrenzte Anzahl der Hörnchen verfügbar - die 4 sofort verfügbaren / getrockneten Hörnchen sind alle ausverkauft  - aber aktuell werden neue HÖRNCHEN nachgegossen (Trocknungszeit etwa 4 Tage). Jedes weitere Hörnchen ist jetzt eine "Vorbestellung"!

Jedes Hörnchen kostet 19,50 € + 5,50 € Porto - der Erlös fliesst zu 100 % in unseren NOTFALLTOPF der princessgreeneye-TIERSCHUTZHILFE e.V.i.G. und wir werden für den Erlös entweder dann Dinge kaufen, die das Hörnchen-Hotel aktuell benötigt, um in der kommenden Saison wieder ihre Schützlinge versorgen zu können oder ihnen direkt das Geld dann für die Hörnchen zur Verfügung stellen, damit sie selbst entscheiden können, was gerade wichtig ist. Darüber "verhandeln" wir grad noch. 
Wer ein Hörnchen möchte, schreibt mir bitte eine Mail an zuluberlin@gmx.de




Ansonsten geht hier alles "seinen Gang" - langsam kehrt die Routine wieder ein, liegen gebliebenes wird aufgearbeitet und die Fellträger erfreuen sich am wenigen Schnee, der bei uns gefallen ist.




Und sie sammeln sich die letzten Äpfel aus dem Herbst noch auf - ich staune immer wieder, in welchen Ecken und unter Büschen sie immer noch ein paar Äpfel finden.






Ich möchte mich auch von ganzem Herzen für alle Eure Kommentare im letzten Post hier bedanken! 

 

UND im letzten Post hatte ich mich vermutlich etwas "quer" ausgedrückt: NATÜRLICH haben wir Strafanzeige gestellt!
Ansonsten versuchen wir einfach, jetzt wieder UNSER LEBEN zu leben!



Mit einem sehr seltenen Foto vom Herzenshund vom Helden, dem Krümel Klara (sie ist unser kleinster Fellträger hier), möchte ich Euch heute liebe Grüße hier lassen - es ist so selten, dass die Maus mal still sitzt und sich fotografieren läßt. Sie rennt sonst immer hier herum wie ein aufgezogener "Duracell-Hase""! - Eure Jacqueline



 

Sonntag, 20. Januar 2019

ich konnte Dich nicht beschützen............


Diesen Post zu schreiben, fällt mir unsagbar schwer. Ich hab es lange vor mir hergeschoben und trotzdem gehört auch diese Zeit ja zu unserem Leben dazu.
Es war wesentlich leichter mal "husch" was in FB zu posten und dann schnell wieder auszuschalten aber ich für mich "brauche" diesen Post - sozusagen, um zur Ruhe zu kommen...............
Seit Dienstag herrschte hier nur noch "Chaos" und dabei begann der Tag "ganz normal":
Aufstehen, Kaffee, die meisten Fellträger schlafen noch, die "Tagesgeschäfte" der Fellträger im Hof wegräumen und ach, bring ich doch alles gleich nach hinten auf den Kompost, Tor auf nach hinten und alle Fellträger schiessen aus dem Haus und laufen mit mir bis ganz nach hinten im Garten............ Noch ein wenig im Hof geräumt und dann ging es ans "Tagesgeschäft".......... und schon während eines Telefonates mit einer Freundin fiel mir auf: HIER STIMMT WAS NICHT............ die Fellträger sind irgendwie anders - vor allem Mr.Gin: Du ich muss aufhören, irgendwas stimmt mit den Hunden nicht............. da ging es Mr.Gin schon im wahrsten Sinn des Wortes BESCHISSEN. Wässeriger Durchfall, kränkelnder Allgemeinzustand. Also ein Telefonat mit dem Helden: soll ich sofort kommen und ihn holen oder reicht es noch, wenn ich die Sitzung um 13 Uhr hinter mich bringe? .......... nein, ich denke, das reicht, wenn Du danach kommst. (wie ich diesen Satz später bereut hab, aber der Held hat einen "normalen" Job, da muss man ja auch dran denken)............ Kaum aufgelegt, ging es auch bei Fiona los - NEIN, das war dann nicht mehr NORMAL............also wieder den Held angerufen: DU MUSST SOFORT KOMMEN - Fiona geht es auch nicht gut und Mr.Gin baut immer mehr ab - der kann nicht mehr laufen.............. einer der wenigen Momente, wo ich es verfluche keinen Führerschein zu haben.................Also ließ der Held alles stehen und liegen - der Chef, ein toller Mann, hatte Verständnis, und kaum eine Stunde Später war der Held hier. Schnell umziehen, Mrgin ins Auto, Fiona ins Auto - da blutete sie bereits aus der Nase - schnell nochmals ins Haus und da schien auch Yildiz irgendwie "anders".............. Schatz, Yildiz nehmen wir auch mit - weg der Geier, was hier los ist................. auf dem Weg in die Klinik, der sich zog wie ein Kaugummi, der Anruf in der Klinik: wir kommen mit DREI Hunden - vermutlich vergiftet........... und allen drei Fellträgern ging es minütlich schlechter..............in der Klinik warteten sie schon auf uns Gin wurde reingetragen, Fiona wurde reingetagen und Yildiz schaffte es grad noch so auf ihren eigenen Beinen.......... da Hirn schaltet ab, man funktioniert nur noch. ..............die Ärzte gaben uns Halt: wir tun jetzt alles................. bei Mr.Gin merkte man förmlich, wie die Kraft ging und trotzdem waren die Ärzte noch voller Hoffnung. Der Held war bei Fiona - neben mir lag Yildiz - ihr ging es ja von allen noch am "besten".......... MrGin kam kam auf Station - die ganze Zeit hatte ich ihm versprochen: ALLES WIRD GUT............. nein, nichts wurde mehr gut. Kaum waren alle Fellträger versorgt, ging es wieder auf die Autobahn - wir mussten ja schauen, wie es den anderen Fellträgern ging - diese Angst, was wird uns erwarten, wenn wir nach Hause kommen?????????????? kaum auf der Autobahn kam ein Anruf aus der Klinik: Mr.Gin hat es nicht geschafft................. NEIN............... ein Moment, da fällt man nur noch in ein Loch, das Hirn schaltet ab, man hört nichts mehr, man sieht nichts mehr..................irgendwie kamen wir nach Hause. Hundebellen - es war das schönste Geräusch in dem Moment für mich - alle durchzählen  alle begutachten ............. Hoppla, irgendwie sieht das Martha-Mädchen garnicht gut aus............. ICH FAHRE MIT IHR SOFORT IN DIE KLINIK.............also sauste der Held wieder los. Nein, ich blieb Zuhause - wer weiß, was ncoh kommen würde.............. Aus sie musste in der Klinik bleiben - bei ihr hatten wir das meiste Glück: die Ärzte kriegten sie zum erbrechen und was da herauskam ist UNSAGBAR: Reste von Schneckenkorn und Wurstreste............... Und anhand davon konnten uns auch die Ärzte aufklären, wie es sich zugetragen haben musste: Irgendwer musste in den frühen Morgenstunden Wurstköder mit Schneckenkorn präpariert über das Tor geworfen haben, denn die Inkubationszeit sind etwa 4-5 Stunden bis sich erste Symptome zeigen, die man natürlich nicht sofort auf eine Vergiftung schiebt. Wie auch.............. Die Fellträger waren doch nur auf dem Gelände gewesen - man traut doch niemandem so eine Greueltat zu - wie quer im Hirn muss man denn sein, um sowas durchzuführen?
Bei uns dürfen die Fellträger Tag und Nacht rein und raus, wie sie es wollen. Es sind ja auch alte Hunde dabei, die eben nicht mehr die ganze Nacht ohne Gassi schaffen würden. Und es ist unser Zuhause - da fühlt man sich doch sicher. Naja, und scheinbar war Mr.gin der Verfressenste und hat am meisten abbekommen..................Vielleicht hat auch einer der anderen Fellträger sich erbrochen und so konnte das Martha-Mädchen es finden und aufnehmen? Wir wissen es nicht genau - manche Fragen werden sich nicht klären. auf dem Heimweg hatte der Held noch Halt bei der Polizei gemacht, denn es hätte ja durchaus auch ein Kind treffen können - wir haben Enkelkinder - was wäre dann passiert?
Eine unruhige Nacht folgte - dauernd schaute ich, wie es den verbliebenen Fellträgern ging..............am Morgen dann: Martha-Mädchen können sie abholen - wenn sie die nächsten Stunden sich weiter so gut macht. Und der Held holte sie am Mittag aus der Klinik............ wie es mit Yildiz und Fiona weitergeht: wir wissen es nicht...................am Donnerstag durften wir dann auch Yildiz holen und seit gestern ist auch Fiona wieder da. Hier Zuhause ist es nicht mehr wie vorher. Dauernd sucht man alles auf dem Grundstück ab - dauernd beobachtet man, ob mit den Fellträgern alles in Ordnung ist. Ein Besuch von den Enkelkindern wurde erstmal abgesagt - man weiß ja nie...........

Mr.Gin, DICH konnte ich nicht beschützen



Du warst 2010 in meine Hand geboren worden und hast am gleichen Geburtstag wie unser Sohn - 10. Mai



Du warst der Ruhigste von allen - Du liebtest den Platz hinter der Leiter.



Du warst mein Beschützer, Du warst mein dauernder Begleiter, Du hattest ein Herz wie ein Löwe, du warst mein BERSTEINAUGE



Du warst ein Kämpfer, denn bereits 2014 ziemlich zur gleichen Zeit, gab es einen solchen Anschlag bereits bei uns und Du hattest es geschafft..................... Du warst bei der Hausrenoviereung immer so nah bei mir, dass Dein seidiges Fell voller Farbe war



Du warst so ein "harter Kerl" und hattest ein großes weiches Herz - vom ersten Augenblick, wo das Martha-Mädchen zu uns kam, ward Ihr Zwei ein Paar. Ihr ward unser Liebespaar hier. NICHTS und NIEMAND durfte ihr war tun! ja, sie sucht Dich hier - das merkt man sehr deutlich! - sie trauert um dich!



Du liebtest das Wasser, Du liebtest das Spiel, ich brauchte Dich nur anschauen und Du wusstest, was Du tun sollst oder auch nicht nicht. Du warst unser Autohund - Du hast auf die Transporter aufgepasst, wenn wir verladen haben, Du hast einem Dieb ins Bein gebissen und Du warst gleichzeitig ein Sensibelchen. So vielen Fellträgern, die in der Zeit zu uns kamen, hast Du Sicherheit gegeben, hast so manchen Welpen hier mit erzogen, hast ihnen vorgemacht, wenn sie Kommandos lernen mussten, hast den unsicheren unter ihnen gezeigt, dass sie keine Angst haben brauchen. Hast ihnen gezeigt, wie schön das Leben sein kann, hast ihnen gezeigt, wie man die Himbeeren vom Strauch klaut. Hat man Dich gerufen, dann warst Du da. Hast aber auch hinter dem zaun allem vor dem Zaun klar gemacht, dass das Dein Revier ist. Aber das hast Du als Deinen Job angesehen - hinter dem Zaun, das war Dein Rudel, Deine Familie, Deine Gefährten. Für die hättest Du Dein Leben gegeben. Und ICH - ICH konnte Dich nicht beschützen - das wäre eigentlich MEIN Job gewesen.................

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Mein KLEINER mit dem großen Herzen, mein Bernsteinauge - ich weiß, Du bist jetzt "da oben" und sitzt neben USCA und irgendwann................................ Du fehlst so sehr - ALLEN HIER

 

Montag, 31. Dezember 2018

Und wieder ist ein Jahr rum........



............... gefühlt (für mich) eines der aufregensten, rasantesten und auch anstrengensten Jahre überhaupt - das vergangene Jahr 2018. Ein Jahr, dem ich gerne LEBE WOHL sage. Wo ich froh bin, dass es vorüber ist.  Ein Jahr, das mich sehr vieles gelehrt hat und in dem wir Dinge erlebt haben, die mit Sicherheit leerreich waren, aber die man nun wirklich nicht nochmals braucht. Und darum freue ich mich, dass wir heute Nacht dann sagen können: GOODBYE 2018 - WELCOME 2019



Ok, es kommt noch die "Ballerei", aber so lange wir hier leben, war es vor Sylvester hier noch nie so friedlich und wurde noch nie so wenig geballert, wie in diesem Jahr kurz vor Sylvester.
Auch, als wir gestern nochmals in Berlin waren, fiel uns auf, wie wenig Knaller und Raketen vorab schon gezündet wurden.
Was mir persönlich ja sehr entgegen kommt - ich VERABSCHEUE diese Knallerei. Es fällt mir schwer, an den ganzen Böllern und Raketen irgendwas Schönes zu finden. Und ja, ich gehöre zur Franktion derer, die sagen: Die Knallerei auch an Sylvester gehört in "staatliche Hände". Gerne soll in jeder Stadt zentral irgendwo ein öffentliches Feuerwerk gezündet werden: Menschen, die es geniessenkönnen, können hingehen und es sich anschauen. Vielleicht auch in der Fernsehübetragung bewundern. Die Menschen, die die Knallerei aus welchen Gründen auch immer nicht mögen, bleiben davon weitestgehend verschont. Niemand bräuchte um sein Haus bangen, dass es Feuer fängt, es würde deutlich weniger Verletzte geben. Und ich persönlich hab auch kein Problem damit, wenn dieses Feuerwerk dann aus Steuergeldern bezahlt werden würde.
Die Belastung für die Umwelt wird auf ein Minimum reduziert, die Städte sehen am 01.Januar dann nicht aus wie nach einem Krieg und weniger Sylvesterschrott müsste weggeräumt werden.
Von der Lärmbelastung mal ganz abgesehen. Viele reden in den letzten Tagen davon, wie belastend diese Knallerei für die Tiere ist. Was ja auch wirklich stimmt. Auch unsere Fellträger können zum Teil nur schwer mit der Ballerei umgehen. Sie sind aufgeregt und haben auch Angst. Für wild lebende Tiere sind diese Tage ebenfalls eine Tortur. 
Aber was mir schon immer aufgefallen ist und ich auch ziemlich makaber finde: NIEMAND hat mal über die Menschen gesprochen. Jedenfalls hab ich darüber nichts lesen oder hören können. Menschen, die vielleicht sogar einen Kreig erlebt haben. Für diese Menschen grenzt ein Feuerwerk mit Knallerei an Folter. Meine Großmutter lebt ja leider nicht mehr - aber als sie noch lebte, war Sylvester für sie der schlimmste Tag des Jahres. Sie hat sich gefürchtet, es kamen viele Erinnerungen hoch, von denen sie mir nur einen Bruchteil damals erzählt hat. Und auch heute leben unter uns viele Menschen, die Kriege mit den dazugehörenden Geräuschen erlebt haben.



Sylvester ist für mich eher ein Tag, an dem spätestens bei uns "entweihnachtet" wird - alle glitzernden Schätze bis zum Spätherbst in den Kartons verschwinden und eine luftige Deko Einzug hält.



Und so bekam der Arbeitstisch im Wohnzimmer heute eine "Übergangsdeko" mit Stücken, die auch das Neue Jahr für mich symbolisieren. Auch die gläserne Cloche, die mir sagt: Hey, bald beginnt auch wieder die Gartenzeit. In den Beeten wühlen, schauen, wie sich die ersten grünen Spitzen aus dem Boden schieben.
Aber auch die eiserne (Friedens)Taube, die für mich für das Vogelgezwitscher steht, dass ich hoffe, bald wieder hören zu können und die knospigen Hyazinthen, die ja ebenfalls den Neubeginn in der Natur dann symbolisieren.




Durch Zufall hatte ich gestern in Berlin versilbertes Schleierkraut entdeckt - und so war die Idee geboren, es zu Zahlen zu binden. Eine Deko, die ja sehr schnell gemacht war. Schlicht und einfach.




Ich möchte mich aber auch bei Euch bedanken, dass Ihr mich / uns im vergangenen Jahr hier im Blog begleitet habt. Mit uns gezittert und gebangt habt, Euch mit uns gemeinsam über schöne Momente gefreut habt.
Und so wünsche ich uns allen, dass das kommende Jahr nur schöne Erlebnisse bereit hält, dass wir gesund durch das kommende Jahr kommen und es auch weiterhin schaffen, uns an den schönen Dingen des Lebens zu freuen! - Eure Jacqueline

 


Donnerstag, 27. Dezember 2018

zwischen den Jahren....................

Zwischen "den Jahren" ist für mich immer eine eher ruhige Zeit. Da wird einen Gang zurückgefahren. 
Ich weiß, für viele ist die Vorweihnachtszeit eine "stade" Zeit, eine ruhige Zeit. Das klappt bei uns natürlich schon wegen dem Geschäft nicht. Viele möchten ihre Ware noch rechtzeitig vor dem Fest, auch viele Projekte im Tierschutz wollten noch Aufmerksamkeit haben, usw. Aber, wenn dann Heiligabend vorbei ist, dann schalte ich schon ganz automatisch eben einen Gang zurück, geniesse es, mal weniger zu tun.

 

In dieser Zeit dann versuche ich immer, noch das Eine oder Andere fertigzustellen, auch mal Ideen umzusetzen oder auszuprobieren. Am dringlichsten war es mir aber, noch meine aktuelle Häkeldecke fertigzustellen.



Ich hatte sie im Spätsommer begonnen - auch diese wieder aus 100% sahneweichem Baby-Alpaca. Eine meiner liebsten Wollsorten derzeit überhaupt.

 

Diesmal 3fädig gehäkelt mit einer 6er Häkelnadel - also die Fäden von 3 Knäueln gleichzeitig verarbeitet.



Auch hier wieder ganz schlicht im Wabenmuster. Man (also ich) brauch nicht viel nachzudenken, die Nadel arbeitet schon fast von alleine.




 Was ich ja bei diesem Muster so besonders schön finde: dass auch die "linke Seite" dann ein schönes schlichtes Muster bekommt.

 

Eine ganze Weile hatte ich dann keine Idee, wie ich die schmalen Seiten "versäumen" kann. Es sollten Fransen sein, aber keine aus Fäden, die einem in der Nase kitzeln. Und so wurde es schlußendlich eine Zackenkante mit gehäkelten Fransen dran.






Diese Decke ist diesmal nicht ganz so groß geworden - ca. 100 x 190 cm  und insgesamt hab ich dafür 2.200 gr Wolle verbraucht.




Also noch immer groß genug, um sich einzukuscheln - ich LIEBE ja GROSSE Decken!



Bereits im letzten Frühjahr hatte ich ja mit alten Hasenformen "experimentiert" um daraus dauerhafte Dekoteile zu fertigen. Damals hatte ich es mit Rotband versucht, weil ich eigentlich weiße Teile haben wollte. Der musste ewig trocknen und grad, wenn es filigrane Teile sind, eignet der sich nicht so gut (rechts auf dem Foto). Und so hab ich es in diesem Jahr mit Beton versucht. In den letzten Tagen hab ich verschiedene Mischungen versucht und das Endergebnis (links auf dem Foto) gefällt mir SEHR GUT! 



Und so sind aus verschiedenen verschiedenen Schokoladenformen einige "Beton-Rohlinge" entstanden. 




Ja, ich weiß! - Weihnachten ist nahezu vorbei und Ostern noch weit hin...................... Aber nach Weihnachten ist irgendwann auch wieder VOR Weihnachten (diese Kerle leg ich mir jetzt einfach "auf Halde")

 

und gedanklich darf man sich dann auch schon mit der Osterdeko auseinander setzen!




Und ein Hase ist ja nun trotzdem noch ein Hase - und aus Beton könnte er auch gut das ganze Jahr irgendwo draussen in einem Kübel oder im Beet stehen!



Vor Jahren mal hatte ich bei einem Bauvorhaben aus Resten einen Beton-Guglhupf gegossen - unglaublich, aber der existiert noch. Hat ein wenig Moos angesetzt aber ansonsten ist er noch "frisch" wie am ersten Tag. Und so denke ich, dass ich auch die Hasen dann getrost in die Aussendeko werde einbauen können. Wenn andere Menschen Gartenzwerge aufstellen, darf es auch mal ein Betonhase im Garten dann sein!



Was wirklich interessant ist: je länger man sich mit diesem Thema beschäftigt, desto mehr Ideen kommen einem, was man noch wie verändern oder auch verbessern kann.



 Gestern,als ich die Decke fotografiert hab, kam irgendwann der Herzkäfer dazu. Kaum war die Decke weggeräumt war er auch schon mit einem Sprung auf dem Sofabett - seinem absoluten Lieblingsplatz. Dabei ist eine ganze Serie von Fotos entstanden - zwei davon möchte ich einfach mal hier noch schnell zeigen:



Mir kommt es oft so vor: keiner unserer anderen Fellträger ist so dermaßen fotogen wie der Herzkäfer. Als wenn er sich mit Absicht vor der Kamera "räkelt", damit schöne Fotos dabei herauskommen. Bei ihm ist tatsächlich (fast) jeder Schuß ein Treffer sozusagen.




Ich wünsche Euch allen eine wunderbare und kreative Zeit "zwischen den Jahren", aber auch Momente, wo Ihr einfach mal durchschnauft, die Seele baumeln laßt, Dinge tut, für die sonst im Jahr vielleicht nie die Zeit ist - Eure Jacqueline

 

Montag, 24. Dezember 2018

Traditionen müssen einfach sein!

ja, auch heute kommt der "traditionelle" Weihnachtspost von mir - der MUSS einfach sein. So wie ja auch sonst für mich / uns (Familien)Traditionen überhaupt sehr wichtig sind!



Eine der schönsten Traditionen an Weihnachten ist ja, dass unser großer Sohn Weihnachten IMMER bei uns / mit uns feiert. Eine Tradition, die ich ihm SEHR hoch anrechne. Wenn ich zu ihm sage: aber willst Du nicht mit Deinem Schatz feiern, dann kommt IMMER: Mama, Sie feiert bei ihren Eltern und ich bei meinen - na, da geht natürlich das Mutterherz auf. 

 

Genauso hält es ja der Held - er fährt IMMER nachmittags vom 1. Feiertag zu seinen Eltern und kommt dann erst am 2. Feiertag abends zurück - und das ist ok - das ist richtig so! Für uns fühlt sich das gut an.



Gensauso wie der traditionelle Weihnachtsbraten. 
Ich kenne das bereits aus meiner Kindheit, dass der immer an Heiligabend nach der Bescherung aufgetischt wurde. So halten wir das auch heute noch. Und als unser Sohn heute vormittag kam, wunderte er sich: Mama, gibt es keine Ente? .......... es juckte mich so sehr: Nein, heute gibt es vom Griechen, Frank wollte, dass ich mir nicht so viel Arbeit mache.............. Der arme Junge - er war fast den Tränen nahe........... NATÜRLICH gibt es den traditionellen Braten. Natürlich KEINE aus dem Kühlregal, sondern wenigstens eine vom Nachbarn - die kennt man das ganze Jahr, die dürfen draussen leben und ja, sie haben ein gutes Leben! .............. Was hat der Junge gestrahlt, als ich dan doch den Vogel ins Haus gebracht und vorbereitet hab. 




Wenn dann der Braten vorbereitet wird, die Füllung geknetet wird, der Rotkohl auf den Herd kommt, alles geschnipüpelt und geraspelt wird und dann der weihnachtliche Duft durchs Haus zieht. Nein, sonst wäre es kein Weihnachten für uns.





Und genauso ist es mit dem Baum: ein FRISCHER Baum mit ECHTEN Kerzen. Nicht spekakulär - ganz schlicht ohne "Gedöns". Er wird bei uns immer erst an Heiligabend vormittags aufgebaut.



In diesem Jahr wieder nur mit den traditionellen Baumkerzenhaltern, die in den Stamm gedreht werden. Wo mir dann wie "Hölle" die Haut juckt, weil sich die Tannennadeln in die Haut pieken beim eindrehen. 

 

Mit den dicken Haushaltskerzen, die man getrost brennen lassen kann, ohne, dass man Angst haben muss, dass man das Haus abfackelt. So kenne ich das aus meiner Kindheit und so wünschen wir uns das auch heute noch. Nur die untersten Zweige mussten einfach ab - sonst würden die Kangalen Yildiz und Hilde mit Schulterhöhen um die 75 / 80 cm den Baum schlicht umreissen. Sie sind ja doch recht stattlich............. so  sieht der Baum dann untenrum nicht unbedingt "elegant" aus - aber Kompromisse müssen einfach sein.
Manch einer wundert sich vielleicht, dass kein Baumschmuck am Baum hängt - aber ich selbst mag die Bäume genau so! Es ist so viel Baumschmuck bei uns überall dekoriert in der Vorweihnachtszeit - da finde ich den Kontrast zu dem schlichten Baum dann sehr schön!



Und genauso, wie das Gedicht vom KNECHT RUPRECHT jedes Jahr vorgelesen wird. Und wie jedes Jahr werde ich fragen: wer soll lesen? - und wie jedes Jahr heißt es dann: na, DU Mama. Und natürlich lese ich dann vor - die einzelnen Wörter betonend, alles lauschen dann dem Text:

Knecht Ruprecht

Von drauss’ vom Walde komm ich her;
Ich muss euch sagen, es weihnachtet sehr!
Allüberall auf den Tannenspitzen
Sah ich goldene Lichtlein sitzen;
Und droben aus dem Himmelstor
Sah mit grossen Augen das Christkind hervor,
Und wie ich so strolcht’ durch den finstern Tann,
Da rief’s mich mit heller Stimme an:

„Knecht Ruprecht“, rief es, "alter Gesell,
Hebe die Beine und spute dich schnell!
Die Kerzen fangen zu brennen an,
Das Himmelstor ist aufgetan,
Alt’ und Junge sollen nun
Von der Jagd des Lebens einmal ruhn;
Und morgen flieg’ ich hinab zur Erden,
Denn es soll wieder Weihnachten werden!

Ich sprach: „O lieber Herr Christ,
Meine Reise fast zu Ende ist;
Ich soll nur noch in diese Stadt,
Wo’s eitel gute Kinder hat.“ -

„Hast denn das Säcklein auch bei dir?“

Ich sprach: „Das Säcklein das ist hier:
Denn Äpfel, Nuss und Mandelkern
Fressen fromme Kinder gern.“ -

„Hast denn die Rute auch bei dir?“

Ich sprach: „Die Rute, die ist hier:
Doch für die Kinder nur, die schlechten,
Die trifft sie auf den Teil den rechten.“

Christkindlein sprach:„So ist es recht;
So geh mit Gott, mein treuer Knecht!“

Von drauss’ vom Walde komm ich her;
Ich muss euch sagen, es weihnachtet sehr!
Nun sprecht, wie ich’s hier innen find’!
Sind’s gute Kind’, sind’s böse Kind’?
(Theodor Storm, 1817-1888, deutscher Schriftsteller)


Ein Weihnachtsabend ohne dieses Gedicht - es wäre undenkbar für uns.

 

 Und danach gibt es dann die Bescherung - jeder bekommt ein / sein Geschenk, das mit Ahs und Ohs der anderen ausgepackt wird - ganz in Ruhe.
Für mich allerdings gab es schon vor ein paar Tagen ein ganz besonderes Geschenk: die Tierschützer in der Türkei, die wir seit Monaten unterstützen, fragten mich, ob ich einen besonderen Wunsch hätte: ja, etwas, dass ich zu Kränzen verarbeiten kann. Etwas "typisches" aus Eurer Gegend, wenn es das gibt. Und so kamen hier schwarzer Pfeffer, Eukalyptus, Zypressenzapfen usw. an. 

 


Was hab ich mich darüber gefreut und daraus sofort Kränze gewickelt. Der Pfeffer (als Unterlage für den Kranz) hat einen Duft, dass einem schwipsig wird. Und einer der Kränze hängt jetzt bei uns im Eingangsbereich.
 

Ja, ich denke, Traditionen sind wichtig, sie sind der Halt, den wir im Leben brauchen. Diese immer wiederkehrenden Rituale, die in meinen Augen unsere Wurzeln und das Bindeglied sind zwischen den Generationen sind. Wir werden älter, aber die Traditionen halten uns die Erinnerungen wach, wie wir selbst noch Kinder waren - diese Gerüche und Abläufe, die uns die Kindheit wieder zurückbringen und die wir dann an unsere Kinder weitergeben - genauso, wie unsere Kinder sie dann an ihre Kinder weitergeben werden. 



Ich wünsche Euch allen gesegnete, harmonische und friedliche Weihnachten. Dass Ihr Weihnachten genau so feiert, wie es Euch guttut - Eure Jacqueline



Habt IHR das gewußt? - 21.01. ist der Tag des EICHHÖRNCHENS...................

Tja, was es nicht alles gibt - aber ich finde, DAS ist mal ein schöner "Gedenktag"!  Wer liebt sie nicht, diese kleinen possie...