Samstag, 22. Januar 2022

so fängt das Jahr doch gut an!

Nie im Jahr kann man glaube ich Verfall und Neubeginn in der Natur so gut sehen, wie jetzt grad im Januar. Wenn einerseits die herabgefallenen Blätter aus dem letzten Jahr zerfallen und gleichzeitig sich die Schneeglöckchen durch die Gartenerde ans Licht kämpfen.

Und so, wie jetzt gaaaaaaaaaaanz langsam wieder die Tage länger werden, kehrt genauso langsam aber unaufhörlich das "Leben" in den Garten zurück. Sogar die ersten Erdbewohner scheinen schon wieder aktiv zu werden. Die ersten frischen Maulwurfshügel waren bereits hinten im Garten zu entdecken und als ich mir die ersten "Bollen" mit Schneeglöckchen ausgebuddelt habe,flutschte auch gleich noch ein dicker fetter Regenwurm mit raus. Der war so nicht geplant und flog gleich wieder ins Beet.

Genauso tapfer schieben sich ganz langsam die Lenzrosen  hervor. Ich konnte es kaum glauben - aber die brauchen auch nur noch wenige Tage, daß auch sie ihre Blüten öffnen werden. Was die paar warmen vergangenen Tage am Anfang des Jahres so ausgemacht haben in der Natur....................

Aktuell liegt hier alles wieder unter einer feinen Schneedecke - die Erde ist wieder beinhart gefroren. Selbst bei wenigen Minusgraden fühlt es sich bei uns wieder an, wie -15° und man kann höchstens an den Topfblühern erahnen, daß es irgendwann wärmer werden könnte...............

Dabei "dursten" wir doch alle nach etwas mehr Wärme - wobei, die Sonne jetzt schon wieder stärker wärmt , hab ich vorhin draussen festgestellt. Auch das Vogelgezwitscher hat begonnen und die ersten Vogelschwärme zogen schon übers Haus.

Ich selbst bin ja der Typ, wenn die Winter/Weihnachtsdeko verräumt ist, dann dürfen die Hasen und Eier hervorkommen, die dann uns aber auch bis lange in den Herbst begleiten. Auch wenn ich mich wiederhole: besonders die Eier sind für mich ein Sinnbild des Lebens - darum sind sie für mich / uns auch keine reine Osterdeko!

Vor 10 Tagen hat etwas begonnen, damit hab ich in "3 kalten Wintern" nicht gerechnet............. muß aber ein wenig mehr ausholen:

 

Die meisten Leser hier wissen, daß wir uns im Tierschutz mit unserem eigenen Tierschutzverein engagieren. Und immer wieder versuche ich, mir Dinge auszudenken, wir man die "Kassen" etwas auffüllen kann. Denn ohne Moos ist bekanntlich ja nichts los.................... Und schon vor vielen Jahren hatte ich alte Buchseiten mit historischen Motiven bedruckt und als Geschenke unseren Kunden beigelegt. Diese "Tradiotion" hatte ich vor einer Weile wieder aufleben lassen - schon,weil es mir selbst große Freude macht, meine Motive druckreif zu bearbeiten. Vorlagen durch antike Postkarten haben sich hier ja genügend in den vergangenen Jahren angesammelt.

Und plötzlich kamen mir die alten / antiken französischen Rechnungen und Belege wieder in den Sinn............ob es funktionieren würde, sie zu bedrucken? Würde das wirken? Na, wer es nicht probiert.................wird es auch nie erfahren

Und siehe da, es klappte - mir gefiel es richtig gut und ich erzählte einer Freundin davon - sollte ich versuchen, diese Drucke im TS anzubieten? ob den Menschen das gefallen würde?........es gibt so Ideen, da mach ich es spontan und bei anderen Ideen brauch ich einfach noch mal die Meinung von "außen"......... 

 

"Probier es, sonst wirst Du es nie erfahren".........recht hatte sie.......... und so hab ich es probiert - hab die verschiedenen Drucke /Motive auf FB und Insta gezeigt, eine zeitlich begrenzte Aktion daraus gemacht und es brach ein wahrer Sturm los - ich saß nur noch am Rechner und schrieb und druckte.............. Es war schier unglaublich / Gänsehaut pur - neudeutsch sagt man wohl: es ging viral............ Ich war auch verblüfft, wie viele Menschen uns und auch unsere Arbeit kannten. Bis nach Finnland, Holland, Belgien, Frankreich und USA sind sie gereist. Das ist schon ein tolles Gefühl!

Nach der Aktion nun sind die "Blätter" nun in den ONLINESHOP gestellt worden - und auch hier geht von jeder verkauften Rechnung 1 € wieder in die Tierschutzkasse 

DAS ist übrigens mein perönliches Lieblingsmotiv - das dunkle Küken. Ich kann es nicht erklären, aber mich rührt es unglaublich an.

 In den letzten Jahren im Frühjahr hatte ich mir immer wieder vorgenommen, mal wieder Weidenkränze zu wickeln. Aber irgendwas kam dann aber immer dazwischen...... ist wohl wie überall.

 

 Man nimmt sich viel vor und schafft niemals alles. Aber diesmal! - und nein, dafür wurden NICHT die Weiden in freier Wildbahn geplündert - das ist nämlich verboten! Sie stehen als Bienenweiden unter strengem Naturschutz! Es sei denn, man findet mal einen umgestützten Baum bzw. abgebrochene Äste nach einem Sturm - aber das ist leider eher selten bei uns. 

Mich erinnern die Weidenkätzchen immer wieder an meine Kindheit - sie wuchsen in einem Park, in dem wir als Kinder spielten und meine Mutter lauerte dann immer auf den Frühjahrsschnitt der Gärtner dort. Davon durfte man sich dann so viel man wollte mitnehmen. Ich hab als Kind immer gedacht, würden man die kleinen Weidenkätzchen abrebbeln und in ein Nest legen, würden daraus echte kleine Katzenkinder entstehen ......  das hat nie geklappt.

Dafür ist die Schwäche für die Weidenkätzchen geblieben!

Viel mehr gibt es aktuell eigentlich auch nicht zu berichten - alle hier sind soweit wohlauf. Sogar unser Methusalem Grete mit ohne Stimme turnt noch munter durch die Gegend. Wie es allerdings in dieser Stellung bequem sein kann, ist mir persönlich ein Rätsel. Auch wenn das Foto nicht perfekt ist, ich zeig es einfach mal hier.........das alte Mädchen kam mit geschätzten 9 Jahren zu uns. Inzwischen ist sie auch schon 6 Jahre bei uns. Ich hab noch nie einen solch sturen Schäferhund erlebt - gleichzeitig wirkt sie sehr zufrieden, ist extrem verschmust und immer freundlich. Verblüffend, wenn man bedenkt, aus welcher Hölle sie kommt. Aber so ist es wohl: Tiere leben im hier und jetzt.

Paßt gut auf Euch auf und genießt die schönen Momente in vollen Zügen, Eure Jacqueline


Freitag, 31. Dezember 2021

WELCOME 2022

Tja, was schreibt man zu dem vergangenen Jahr? ..................... ich könnte jetzt darüber schreiben, was wir so alles erlebt haben, was wir geschafft haben, was gut war und was war schlecht. Was uns traurig oder glücklich gemacht hat. Was jedem einzelnen von uns abverlangt wurde? Welche sinnbefreiten "Spaziergänger" einen haben den Kopf verständnislos schütteln lassen. Welche schockierenden Ereignisse uns haben kaum schlafen lassen.  .............. aber bringt das was? 

 

Wohl eher nur bedingt, denn die schlechten Erlebnisse möchte man ohnehin schnell vergessen - sie sind ja auch nicht mehr zu ändern. Und alles was gut war, das tragen wir in unseren Erinnerungen mit uns weiter. Davon können wir gedanklich zehren, wenn es dann vielleicht mal wieder doch nicht so "rund" laufen sollte.

Das Schöne an einem neuen Jahr ist doch, daß es noch vor uns liegt! I ich mag diesen Vergleich von einem Buch, daß noch komplett ohne Inhalt ist - viele leere Seiten. Rein und weiß, ohne Flecken, Risse, Knicke. Ohne häßliche Bilder und "Schreibfehler". Vielleicht sind genau deswegen auch die ersten Blumen, die das neue Jahr hervorbringen wird, die Schneeglöckchen, so weiß und sie wirken so "unschuldig?!

Ich mag sie so sehr, die Schneeglöckchen. Meiner Meinung nach ist es die tapferste und mutigste unter den Blumen. Sie schieben ihre ersten Blätter schon aus der oft noch gefrorenen Erde, wenn es klirrend kalt ist. Es ist mir ein Rätsel, wie sie das schaffen. Wie können sie wissen, daß es an der Zeit ist? Welche Kraft muss in den winzigen Zwiebeln stecken?

Sie sind mit so wenig zufrieden. Recken ihre grazilen Blütenköpfe immer in Richtung Licht und strotzen sogar tiefen Temperaturen, wenn sie erstmal draussen sind.

Vielleicht sollten wir Menschen uns daran mal ein Beispiel nehmen.............. nicht so viel schimpfen über Dinge, die eh nicht zu ändern sind. Nicht jede Situation so auszuwerten, daß wir denken, wir wurden benachteiligt? Eher fragen: wie kann ich es beim nächsten Mal machen, daß es besser läuft??!

Aber keine Sorge, ich schwinge mich jetzt zum Moralapostel auf - denn ich schaffe dieses positive Denken auch nicht immer. Auch hier wird mal gehadert, geflucht, geschimpft, geweint und geärgert. Dafür sind wir alle "nur" Menschen. 

 

Trotzdem denke ich, all das hilft ja nichts - freuen wir uns über das, was wir haben. Freuen wir uns an den kleinen Dingen, die wir gerne mal übersehen. An denen wir vielleicht auch achtlos manchmal vorüber gehen. Diese kleinen Dinge sind es aber, die das Leben schön machen!

 

Ich freue mich z.B. riesig über meine Schneeglöckchen. Diese hier sind die ersten, die ich je selbst im Topf angezogen / vorgetrieben habe. Ich war mir nicht sicher, ob es klappen würde. Bisher hatte ich sie mir immer im Garten aus den Beeten gestochen für die Töpfe im Haus.

Und siehe da, es war ganz einfach. Mal schauen, ob es mit den Perlhyazinthen und Tulpen auch so gut klappen wird. Ich hatte noch vor ein paar Wochen eine verspätete Zwiebellieferung bekommen und so garkeine Lust, im nassen Garten auf den Knien robbend gefühlte zwölfunddreißigtausend (Tulpen)Zwiebeln zu versenken. Aber davon erzähle ich einem anderen Post, wenn man schon Ergebnisse sehen kann.

Jetzt freuen wir uns also auf Dich, Du Neues Jahr  2022.

Was Du wohl bringen magst? Wir wissen es nicht und genau das ist gut so!

Halten wir es wie die Schneeglöckchen: seien wir tapfer und geniessen wir die schönen Augenblicke!

Eure Jacqueline

 

Montag, 27. Dezember 2021

It's cold outside......................

 It's cold outside ist die eher vornehme Umschreibung für: es ist schweinekalt draußen...................

 

denn das ist es wirklich derzeit bei uns, denn -11° ist nicht wirklich kuschelig, würde ich sagen.  Wir scheinen derzeit im Eiskeller Deutschlands zu wohnen. Und mit solch einer Kälte kann ich persönlich wirklich nicht so gut umgehen. Eine frühere Freundin von unserem Sohn hatte es mal auf den Punkt gebracht: bei uns in der Urkraine ist es im Winter noch viiiiiiiiel kälter. Da sind -25° völlig normal - aber bei Euch fühlen sich schon -5° wie -25° an. Bei uns in der Ukraine ist die Luft viel trockner und so fühlt man die Kälte dann auch nicht so sehr............ und damit hatte sie vollkommen rech! Denn diese hohe Luftfeuchtigkeit bei uns ist es, die einem so dermaßen in die Knochen zieht, daß man das Gefühl hat, das Blut gefriert einem in den Adern.

 

Nichtmal unsere Fellträger mögen im Moment gerne lange draussen sein. Die hohe Luftfeuchtigkeit ist es aber auch, die so besondere Eiskunstwerke erschafft!

Trotzdem muß Mensch und Tier ja mal raus. Hilft ja nichts. Einige unserer Fellträger tun ohne mich keine Pfote freiwillig vor die Tür. Also warme Stiefel an, zig Pullover und Jacken im Zwiebellook übereinander und wenigstens tapfer einen Rundgang am frühen Morgen durch den Garten tun.

Und dann entdeckt man sie, die Kunstwerke der Natur. Ist das nicht ein Traum? Schon faszinierend, wie die Rosen von einem Stachelpanzer aus Eis umhüllt sind.

 

Wie sich wahre Schuppenpanzer auf den Schneehauben überall bilden.

Schaut man ganz genau hin, dann wirkt es fast schon, wie aus einem Sciencefiction-Film.

Ich habe einen Film vor Augen (leider weiß ich den Titel nicht mehr), der spielte in einer Mondlandschaft, die aus solchen eisähnlichen Gebilden bestand. Wer weiß, vielleicht hatte der Regisseur auch solche Eisgebilde als Vorlage für seine Filmkulisse genommen?

Plötzlich schaut man auf die alten Sagen um die Rauhnächte in dieser Zeit mit einem ganz anderen Blick. Nein, keine Sorge, ich werde nicht abergläubisch, aber es ist schon faszinierend, wenn man über diese Sagen liest und dann in die eisige Natur schaut. Denn damals gab es noch keine gefütterten Winterjacken, keine warmen Winterstiefel mit dicker Sohle, usw. Wie schnell konnte man da draussen erfrieren..........

 

Meine Gedanken dabei: es war so dermaßen kalt für die Menschen, daß man sich zig Gründe ausdachte, um nur ja nicht raus zu müssen.

 

 In der Feuerhütte wirkt es, als hätte eine Eiskönigin hier dekoriert - alles, wirklich ALLES, ist mit Eisblumen überzogen. Nicht nur die Fensterscheiben

sondern wirklich alles, wo sich die Feuschtigkeit niederschlagen konnte.

 

 Die alten Marmeladengläser braucht man garnicht mehr künstlich eisen - das hat die Kälte hier schon erledigt.

Unglaublich schön, wie sich das Kerzenlicht in den Eisblumen bricht.

 Und während dann noch ein paar Fotos der Leinenschweine geschossen wuden,

 

 die in den letzten Tagen wieder entstanden sind,

hat sich die kleine Vila dankbar in ihre warmen Strickdecken gekuschelt.

 

 Sie friert grad auch bitterlich und trägt fast rund um die Uhr einen Pullover. Alle anderen Fellträger haben einen dicken (Winter)unter)Pelz entwickelt. Ihnen scheint diese Kälte relativ wenig anzuhaben.

 

 Aber bei Vila bildet sich eine solch wärmendes Unterfell leider nicht. Sie kommt zwar tapfer mit raus, aber ist auch dankbar für alles, was sie zusätzlich wärmt.

 

 Wir hier werden diese "Zwischentage" zwischen den Jahren jetzt sehr ruhig verbringen. Das Eine oder andere Räumen und viel Zeit vor dem Kamin verbringen. Kraft tanken für das Neue Jahr. 

Mal schauen, ob die Wettervorhersagen stimmen und die Temperaturen die nächsten Tage auf die um die Null Grad steigen - dann wäre es bestimmt romantisch, mit einem Glühwein und einem Lagerfeuer eine Zeit in der Feuerhütte zu verbringen. 

 

Macht es Euch schön - genießt ein paar ruhige Momente - Eure Jacqueline 

so fängt das Jahr doch gut an!

Nie im Jahr kann man glaube ich Verfall und Neubeginn in der Natur so gut sehen, wie jetzt grad im Januar. Wenn einerseits die herabgefall...