Freitag, 20. November 2020

Tannenbäume und Silberglas................

Als ich gestern die kleineren Tannenbäume zugeschnitten hab, da hatte ich ein ganz bestimmtes "Bild" im Kopf, wie sie am Ende aussehen sollten - ich hatte eine Girlande im Kopf...................alles sollte ganz schlicht werden.

Die zugeschnittenen und auf der Maschine vorgenähten "Bäumchen" wurden dann abends vor dem Fernseher noch mit antikem Leinenzwirn umsteppt, befüllt, bekamen ihren Stamm und zur "Krönung" noch einen Aufhänger. Sie sind nämlich wesentlich kleiner als die Bäume mit dem Standfuß.

Bäumchen um Bäumchen wurde dann an einem alten Gartenmetermaß aufgehängt. Das hatte ich vor langem schon von einem französischen Markt mitgebracht und nie gewußt, was ich damit mal "anstellen" will. So hielt es bis vor ein paar Tagen noch seinen "Dornröschenschlaf" hier im Regal. 

Nun baumelt es an der alten Schultafel ...........jeder der Drahtstäbe ist genau 20 cm lang. Unglaublich, wie früher die Menschen schon mit einfachsten Hilfsmittteln solch eine Präzision hinbekommen haben.

Aber nur die Bäumchen, das war mir dann in der Vorweihnachtszeit doch etwas zu schlicht - was lag also näher, als sie mit alten Hohlglasketten zu kombinieren.

 

Heute früh dann hab ich also meinen Koffer mit den Hohlglasketten rausgekramt, in denen die Ketten schlummern, die noch restauriert werden müssen.

Eine Arbeit, die ich das ganze Jahr schon vor mir hergeschoben habe. Und nach einem Jahr wieder vorgekramt, das ist, als hätte man einen unverhhofften Schatz gefunden.

So hängen und liegen sie jetzt erstmal mehr oder weniger "hingeschlenzt" auf dem Konsoltisch. Aber ich liebe es ohnehin sehr, wenn Deko nicht wie Deko wirkt, sondern wie: ach, hab ich mal abgelegt, nun liegt es da.

Der olle Tannenkranz ist noch ein Überbleibsel aus dem letzten Jahr - und mit Sicherheit nicht jedermans Geschmack. Zum Glück hat der Held sich mittlerweile dran gewöhnt. Grad das Spröde und Unvollkommene am Kranz finde ich als Stilbruch besonders schön! Ein frisch gebundener Kranz hätte wohl nicht halb so viel Wirkung.

Solche "abgelagerten" Kränze hab ich ja schon öfters in die Weihnachtsdeko eingebaut. In den letzten Jahren heb ich die alten Kränze sehr gezielt auf. Was ich an den alten Kränzen so erstaunlich finde: sie duften fast noch intensiver als, wenn man sich frische Kränze ins Haus holt.

Und vermutlich muss ich rein rechtlich jetzt einfügen: Vorsicht (Eigen)Werbung!

Ich wurde angeschrieben, ob die Bäume auch in den Verkauf gehen - ja, man kann sie erwerben - die größere Variante mit dem Standfuß (um die 45 cm groß sind bereits im Shop eingestellt - zu finden   KLICK HIER  


 Dagegen sind diese Hängebäumchen mit um die 20/25 cm tatsächlich eher klein.............


Das war jetzt mal wieder kein "Sensationspost" - aber es geht ja auf die Weihnachtszeit zu und für mich selbst ist es auch immer wieder schön, zu sehen, wie hier die Weihnachtsdeko Schrit für Schritt sich entwickelt. 

Ist schon komisch: Kaum wird es kalt, steigt auch die "Lust", sich mit Weihnachten "ernsthaft" zu beschäftigen. Bis jetzt war es hier bei uns so warm, der kriegt man doch Gedanken an Weihnachten schlicht nicht hin.

Nun hat es aber noch über eine Woche bis zum 1. Advent  und da wird hier bestimmt noch so einiges "passieren. So langsam kommen auch die Ideen.

Ich wünsche Euch viel Freude bei Euren Weihnachtsvorbereitungen und noch viel wichtiger: macht es Euch gemütlich und bleibt gesund! - Eure Jacqueline

 

 

Sonntag, 15. November 2020

Ursprünglich sollte vorher noch ein ganz anderer Post hier kommen - der muss nun doch noch etwas warten, denn erst sind nun die LEINENBÄUME dran:

Ich weiß nicht, wie Euch das geht - es gibt Zeiten, da hat man schlicht keine Ideen - die "kreative Ader" ruht dann sozusagen. Und dann gibt es wieder Zeiten, da kann der Tag garnicht genug Stunden haben, um all das umzusetzen, was einem durch den Kopf schwirrt.

 

Im Moment beschäftige ich mich ja wieder viel mit antikem Leinen. Und da überlege ich dauernd, was man noch so altem Leinen "fabrizieren" kann. 

 

Eine dieser spontanen Ideen waren die LEINENBÄUME gestern abend.................... ok, nun sind Tannenbäume aus Stoff bzw. Leinen um die Weihnachtszeit ja ein eher "abgegrastes" Thema. Auch, die Baumform auf das Wesentlichste zu reduzieren oder sie auf Kissen zu aplizieren. Aber auf diese Art hatte ich sie bisher noch nicht gesehen. Und Tannenbäume haben ja auch eine große Symbolkraft: Stehen sie doch für das Leben

 

Und so sind gestern abend mal 5 Rohlinge entstanden und im letzten Tageslicht wurden noch schnell ein paar Äste geschnitten. Abends vor dem Fensehen dann wurden sie gestopft, nochmals grob umstickt, der Stern kam dran und die Stöcker wurden eingefügt. Bereits schon da merkte ich: das kann was werden..................

Heute früh dann waren schnell ein paar Holzstämme gefunden und der Held hat mir die Standfüsse zurechtgesägt. Mittig kam ein passend großes Lock in die "Füsse" - FERTIG 

 

Und ja, ich freue mich drüber - sie gefallen mir - grad auch, wenn sie wie ein "Wald" beieinander stehen.

Er hier ist mein "Liebling" - vielleicht, weil er ein wenig windschief ist. Als hätte ihn das Leben gebeutelt. Als hätte er schon so manchem Sturm getrotzt. 

Etwas ganz besonderes ist für mich übrigens diese alte Filmrollendose, die wir vor ein paar Wochen auf einem Markt gefunden hatten. Der Aufdruck SFB - das war früher einer der zwei Regionalsender in Berlin, der direkt nach dem Krieg auf der Westberliner Seite entstanden war - SENDER FREIES BERLIN

Ich bin zwar nicht direkt nach dem Krieg geboren, sondern erst 1965 - aber dieser Radio- und Fernsehsender war meine Kindheit.  Und so liegt jetzt bei uns ein Stück Kindheitserinnerung in der Deko.

Und als Display für die LEINENBÄUME finde ich sie sehr passend.

Paßt gut auf Euch auf! Besonders in diesen Zeiten, die für uns alle nun wirklich nicht einfach sind.

Ich persönlich denke, wenn wir alle ein wenig aufeinander achten und jeder auch ein wenig Rücksicht auf seine Mitmenschen nimmt, dann kriegen wir das als Gesellschaft auch hin. 

Eure Jacqueline

Samstag, 3. Oktober 2020

My little primitve art pic...............

........ Klingt auf jeden Fall wesentlich schöner / freundlicher, als wenn ich sagen würde:

meine primitiven Schweine - ok, Schweinchen würde auch wieder netter klingen.

 


Schon lange begeistern mich viele Künstler in den USA, die Tiere, Pflanzen usw. in "primitive-art" fertigen. Unglaublich, welche Ausstrahlung die Teile oft haben. Und diese Künstler widerum haben sich von alten Spielzeugen inspirieren lassen, die die Farmer früher für ihre Kinder aus alten Stoffresten gefertigt hatten. Da gibt es ganz zauberhafte Stücke - aber oft einfach unerschwinglich. Was ja auch klar ist. Sie sind meist aus Holz, Leinen, Filz oder Baumwolle gefertigt worden und wurden bespielt. Was soll da groß "überlebt" haben. 

 

Ich selbst hab vor zig Jahren mal alte Steifftiere gesammelt - lang, lang ist es her. Aber die Liebe zu den Stofftieren blieb. Auch heute noch kann ich an keinem alten und abgeliebten Gesellen vorbei gehen.

Wenn man etwas sammelt, dann setzt man sich auch mit der Entstehungsgeschichte auseinander. Das erste Tier war ein Elefant aus Filz gewesen. Für eine Nichte oder Neffe damals von der Firmengründerin. Der war ganz schlicht gewesen. Und auch danach waren in den Anfangsjahren Filz und Leinen häufig verwendete Materialien für Stofftiere gewesen. Ein Teddy, Schwein und ein Räderesel aus meiner Sammlerzeit hab ich noch. Der Esel ist auch unglaublich schlicht gearbeitet und hat dabei trotzdem eine sehr große Ausstrahlung. 

Mich faszinieren nicht nur alte Stoffe, besonders altes Leinen in all seinen unterschiedlichen Strukturen, sondern kann, wenn ich sie schon verarbeite, nicht ein Fitzel wegschmeissen.

Das hab ich wohl von meinem Großvater geerbt, der konnte nichtmal alte Nägel wegschmeissen. Die wurden wieder gerade geklopft.

 

 

Für irgendwas wird es schon noch gut sein.

Selbst aus den ausgefransten Fäden wird dann eben ein Schwänzchen jetzt für das Schwein.

Das wäre für mich genauso, als würde ich alte Schriften oder Bücher wegschmeissen - geht garnicht!

 

Gestern abend dann hab ich mir die Zeit genommen. Ein Schwein sollte es werden. So schlicht und einfach wie es nur irgendwie geht - primitive eben. Trotzdem sollte es ja zu erkennen sein. Sozusagen perfekt unperfekt. Und klein sollte es werden.............. so, dass man es locker in die Hand nehmen kann oder irgendwo anhängen kann - ähnlich einem Talisman.

Eine grobe Skizze / Schnittmuster war schnell gemacht, der Rohling ausgeschnitten (alleine das in der Kleinheit eine Herausforderung) und ganz vorsichtig mit kleinstem Stich auf der Nähmaschine genäht. Das Befüllen war für mich dann der schwierigste Schritt. So fitzelig klein die Hülle - und die Füllwolle wollte auch nicht so, wie ich wollte. Schafwolle hatte ich leider keine mehr. Ich glaube, damit wäre es leichter gegangen.

Am Ende dann kam das "Fein-Tuning" wie Gesicht 

 

und Tasche auf dem Rücken.

Ob es wirklich Ähnlichkeit mit einem Schwein hat?:

Was es SEIN SOLLTE, wußte ich ja - aber würden das auch andere erkennen? Ich glaub, man könnte auch ein Nashorn ohne Horn oder Erdferkel darin sehen. Immerhin, der Held erkannte, was es sein sollte und meinte trocken: ein Handschmeichler. 

 

Und ein Schwein alleine ist ja auch nicht wirklich nett. Schweine haben gerne Gesellschaft - ein Kumpel mußte also noch her.

Bei im hatte ich das Schnittmuster etwas verändert, und so ist er nicht ganz so sportlich schlank wie der 1. Versuch.

Und egal, was jeder in den beiden Gesellen sieht - für mich bleiben es kleine Schweinchen, Glücksbringer. 

 

So, wie dieses silberne Schwein - ich hab es schon ewig. Ob es geholfen hat, kann ich zwar nicht belegen, aber ich glaube fest dran.

Beim basteln der kleinen Kerlchen ging mir so durch den Kopf:

Es gibt wohl kaum ein anderes Tier, mit dem so viel verbunden wird - ob nun positiv oder negativ.

Ob als Schimpfwörter (die laß ich hier mal weg) oder Sprichwörter: jemanden wie die Sau durchs Dorf treiben oder Schweinepreis. Genauso Vergleiche wie: dreckig wie ein Schwein. Dabei machen sie beim suhlen nur Körperpflege, wie ja Elefanten auch. Oder tatsächlich dann auch wieder als Glücksschwein z.B. an Sylvester.

Im Mittelalter wurden sie sogar stellvertretend für nicht anwesende Menschen zum Tode verurteilt. Und in Venedig stürzte man beim Verhöhnungsfest 12 Schweine vom Markusturm.

Ein weites Feld, was dem Schwein so alles zugeschrieben wird.

Mal schauen, was ich als nächstes ausprobiere - Spaß hat es auf alle Fälle gemacht.

Ich wünsche Euch allen einen wunderbaren Feiertag, viel Erfolg bei allem, was Ihr tun wollt und natürlich ein schönes Wochenende - Eure Jacqueline


Freitag, 25. September 2020

Nun ist er da...........

ja, nu ist er da, der Herbst - nicht nur kalendarisch - auch das Wetter ist entsprechend............


 

Und inzwischen ist es ja auch deutlich zu spüren, dass die Abende wieder länger werden - aber Jammern hilft nichts - also machen wir das Beste draus!

 

 Ich weiß nicht, wie es Euch geht - aber die Herbstzeit ist für mich nicht nur die beginnende gemütliche Zeit mit Kerzenschein und heißen Getränken, sondern auch die kreativste Zeit im Jahr. Also zumindest, was "Basteleien" betrifft. 

 

Da werden dann besonders gerne Kränze gewickelt............

- egal, in welcher Größe - 

 

 und dabei fallen mir dann auch dekorative Kleinigkeiten ein, die ich gerne mal ausprobieren möchte. Wie z.B. diese Anhänger. Sie sind ja eigentlich so simpel - aber die Wirkung ist toll.

Ob nun jahreszeitlich

oder versehen mit kleinen Botschaften


 

 können sie auch zu einem sehr persönlichen Geschenk werden! - z.B., wenn man der / die Beschenkte Anhänger später dann als Lesezeichen verwendet.

 

Man braucht auch garnicht viel für:

altes Leinen 

Strippe / Schnur

Stempel und Stempelkissen

und eine Ösenzange mit Ösen

ein paar Wortideen

und einen verregneten Vormittag / Nachmittag. Draussen regnet es. Durchs offne Fenster hört man den Landregen rauschen.

 

Dazu ein heisser Kaffee, Tee, oder was auch immer, ein wenig schöne Musik als nette "Untermalung"..........

So ging es mir zumindest heute morgen. Ich hatte noch Hortensien über und ein Kranz wollte fertig werden.

Bereits beim wickeln dann kamen mir die ersten Wortideen. 

 

 

Kränze wickeln ist ohnehin ähnlich wie meditieren für mich. Es ist ja keine Arbeit, bei der der Kopf große Arbeit hat. Die Hände wickeln ja fast von allein.

Und ist man dann erstmal dabei, bei den Anhängern, dann wird es fast zum "Selbstläufer" ............... nebenbei entstehen dann die Fotos.

Aktuell sind wir ja noch dabei, den vorderen Hof neu zu gestalten (dazu in einem anderen Post dann auch noch mehr). Und die Wannen vor dem Hoftor rufen förmlich danach, "bedekoriert" zu werden.

So manch eine(r) beschäftigt sich gedanklich vielleicht sogar schon damit, wie denn später die Weihnachtsdeko werden soll. Ja, ok, wir haben erst Ende September - 

 

aber möchte man noch so manches Geschenk selbst gestalten, dann kommt am Ende nachher Weihnachten doch wieder schneller als vermutet! Aber ich gebe zu, als ich dieses Schild gestempelt hab, das kam mir schon sehr merkwürdig vor!

Also verweilen wir doch einfach noch eine Weile im

Bevor dann irgendwann der 

kommt.

Nun bleibt mir noch, Euch einen wunderbaren Start ins Wochenende zu wünschen. Das steht ja nun wirklich bevor. Macht es Euch schön! - Eure Jacqueline

 


p.s. Bambi Vila ist übrigens mindestens so eine Frostbeule wie ich und liebt es besonders, wenn sie sich in ihrem Bürosessel einkuscheln kann.

Tannenbäume und Silberglas................

Als ich gestern die kleineren Tannenbäume zugeschnitten hab, da hatte ich ein ganz bestimmtes "Bild" im Kopf, wie sie am Ende auss...