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Freitag, 15. Mai 2015

nochmals auf Entdeckungstour und was sonst noch so los ist.............

Der Held und ich waren bzw. sind immer noch sehr beeindruckt, wie viele von euch mit uns um das Gutshaus mitfiebern, wie neidfrei Ihr Euch mit uns mitfreuen könnt - die Resonanz war / ist wirklich überwältigend. Und Ihr beflügelt uns mit Euren anspornenden Wort. Und so haben wir inszwischen die ersten Gespräche geführt - viele Details wurden erklärt - vor allem zur weiteren Vorgehensweise. Dass ich darüber hier nicht schreiben / "sprechen" kann, habt bitte Verständnis dafür!..............

.......und so möchte ich hier noch ein paar Fotos zeigen, die gestern an Vatertag entstanden sind. Gestern waren wir nochmals da - diesmal mit den Grundrissen in der Hand haben wir versucht, uns zurechtzufinden. Das war garnicht so einfach - auch wenn es der 2. Rundgang war, haben wir immer noch Schwierigkeiten, die einzelnen Räume den Gebäudeteilen zuzuordnen. Und über so manches haben wir gestaunt, haben manches erst jetzt so richtig wahrgenommen - haben auch über manches geschmunzelt. z.B. über eine Badewanne, die in einen Schrank eingebaut ist - die man bei Bedarf herausziehen kann. Also sowas hatte ich ja auch noch nicht gesehen. Und nein, die Wanne ist leider nicht antik - eher Ostalgie denke ich. Erstaunt waren wir wieder, wie gut die Steinfliesen im Eingangsbereich...........
 
.......und die Bodenfliesen im mittleren Treppenhaus noch erhalten sind. Und auch da musste ich dann schmunzeln mit der Bemerkung zum Helden: die Farben sind ja genau unsere Farbpalette - hätten ja auch blau und grün sein können............

.....wenn wir allerdings an die vielen Quadratmeter altes Linoleum denken, das als erstes aus den Räumen entfernt werden muss, damit das Holz darunter wieder "atmen" dann kann", dann kriegen wir schon ein wenig "Fracksausen". Dafür entschädigen die sensationell schönen alten Türen..........
 
.........in einigen Räumen liegen ja noch manch "vergessene" Stücke der ehemaligen Bewohner - u.a. war in dem Gutshaus früher ein Kindergarten und ein Jugendfreizeitheim untergebracht gewesen. So finden sich an manchen Wänden diverse Sprayereien und verschiedenes ausrangiertes Inventar steht bzw. liegt in den Räumen auch noch rum. Und klar, dass ich mir das auch gleich mal näher anschauen musste. Und was fand ich da? Eine alte Lehrkarte. Und schwupps hab ich sie an einen alten Nagel gehängt - der Held musste über mich schmunzeln: Du kannst es nicht lassen - klar, nichts ist gemacht, aber Du dekorierst schon!.......
 
.......Am meisten erstaunt war ich ja über die alte Küche ......

..........die hatte ich soviel kleiner in Erinnerung - und da kann man mal sehen, wie einem die Erinnerung einen Streich "spielen" kann. Wir haben sie mal ausgemessen: ca. 6x6 m ist der Hauptraum groß ...........

...Viele von Euch hatten ja nach dem Denkmalschutz gefragt - ob wir davor nicht Bedenken haben. Ja, anfangs hatten wir Bedenken. Aber jetzt, nach den ersten Gesprächen, sind wir da schon wesentlich beruhigter. Wir würden ja ohnehin nicht auf die Idee kommen, etwa die alten Bodensteine rauszureissen - da freuen wir uns doch viel zu sehr, dass sie noch erhalten sind. Oder gar den alten blauschwarzen Fliesenspiegel hinten in der Ecke abzuschlagen. Bis jetzt haben wir noch nicht ergründen können, warum der dort angebracht ist - was darunter / dahinter ist..............

......oder das schöne Sprossenfenster rauszubrechen, durch das man in den Vorraum der Küche schauen kann............
 
.......ich würde ja zu gerne wissen, wofür der Vorraum der Küche früher genutzt wurde - vielleicht haben wir ja Glück und bekommen das noch raus...........
 
..............ja gut, die Lichtschalter werden bestimmt ausgetauscht - die sind ja nun wirklich nicht optisch wertvoll - aber darüber wird sich der Denkmalschutz eher freuen! ..........
 
..............- und wir freuen uns auch hier über die noch erhaltenen alten Türen..........
 
......dies ist übrigens der Blick, wenn man von der Eingangstreppe hinunter in einen Teil des Gartens schaut - auf drei stattliche alte Bäume. Der Held träumt jetzt schon davon, wenn unten auf den Pfosten dann große bepflanzte Mauervasen stehen werden........

......auf dem Heimweg gestern hab ich mir dann auch meinen ersten Wiesenblumenstrauß fürs Arbeitszimmer gepflückt.........

.......heute am frühen Morgen war ich wieder ganz verzaubert von dem besonderen Licht, das die Sonne durch die Fenster geschickt hat..........
 
........ich habe das Gefühl, dass, seitdem wir auf dem Land wohnen, ich vieles aus / in der Natur noch wesentlich stärker / intensiver wahrnehme als früher. Ob es nun die Jahreszeiten sind, besonderes Licht oder auch Vogelzwitschern. Ich habe das Gefühl, dass es von Jahr zu Jahr mehr verschiedene "Vogelstimmen" sind, die man bei uns hören kann. Werde ich da nur sensibler oder ist es vielleicht tatsächlich so, dass die Vielfalt der Vögel wieder steigt?.........
 
........über solche Dinge philosphieren wir in ruhigen Momenten ganz gerne. Gestern Abend war wieder so ein ganz besonderer Abend: wir haben unter der Pergola gesessen, alle Hunde um uns rum und haben die Erlebnisse der vergangenen Tage nochmals Revue passieren lassen...............

.............haben Pläne geschmiedet, Ideen ausgtauscht und manches auch wieder verworfen. Haben gestaunt über unsere "Feuerhunde" / Fellträger, wie sehr sie scheinbar auch offenes Feuer lieben - sich nahebei ohne Angst ablegen und anscheinend die Ruhe genauso geniessen wie wir. Nur Usca zieht eine weitere Distanz zu offenem Feuer vor. Die hatte sich zu mir an die Bank verkrümelt gehabt. ..........
 
..........Und mitten rein bekamen wir dann einen "Hilferuf". Ein noch ganz kleines (4,5 Monate altes) Schäfermix-Mädchen sucht dringend ein gutes Zuhause. Ob wir nicht bereit wären, sie zur Pflege aufzunehmen, da all bis dahin versuchten Endvermittlungen erstmal fehlgeschlagen waren. Ansonsten würde sie in den nächsten Tagen aus dem Tierheim in der Slowakai an einen dortigen Bauern vermittelt werden und würde wohl den Rest ihres Lebens dann an der Kette verbringen. Und das sollte unbedingt verhindert werden. Und so ist sie heute abend auf dem Weg nach Deutschland und wir werden morgen diese kleine Maus erstmal als "Pflegeeltern" in Empfang nehmen und dann gemeinsam mit der Organisation versuchen, hier in Deutschland ein schönes Zuhause für sie zu finden. Sie kommt aus dem gleichen Auffanglager wie unsere Usca und hat dort die letzten Wochen alleine in einem kleinen Zwinger verbacht da sie ja gegen erwachsene Hunde dort im Kampf um das Futter kaum eine Chance gehabt hätte...........
 
.......Und so sind wir schon sehr gespannt, was uns da für ein kleiner "Hosenmatz" ins Haus schneien wird. Hier wird es wohl nie langweilig werden. Habt alle ein schönes Wochenende und genießt dieses tolle Wetter - Eure Jacqueline

Sonntag, 10. Mai 2015

wir haben einen Traum..............................


..............ohja, so stimmt der Titel von diesem Post tatsächlich! Schon lange suchen wir ein Anwesen, wo wir nochmals SO RICHTIG von vorne anfangen können - wo dann ALLES unter einem Dach vereint ist: Leben, arbeiten und auch der Laden. ................

................Einige werden jetzt vielleicht denken: na, die spinnen doch - aber: im Moment ist alles auseinandergezogen - und hier bei uns ist es tatsächlich eng. Ich weiß, das klingt, wenn man nur den Blog kennt, völlig verrückt. Ja, das Wohnhaus ist groß - aber häufig arbeite ich in der Küche oder auch im Wohnzimmer. Gerade, wenn ich z.B. abends noch Stühle beziehe, dann stehen die in der Küche auf dem Tisch, weil in der Werkstatt z.B. andere Möbel auf den Arbeitstischen zum trocknen stehen. Die Lager sind teilweise weit voneinander entfernt. Und jeden Abend fährt der Held mindestens einmal zum Laden und wieder zurück, um Ware hinzubringen oder von dort für den Versand abzuholen - das sind je 6 km. Klingt erstmal nicht viel, aber selbst wenn man nur 6km = 12 km hin und zurück mal 30 Tage im Monat rechnet, kommt man bereits auf 360 km im Monat = 4.320 km im Jahr. Und wenn man nur jeden Abend eine halbe Stunde Zeit einrechnet, dann kommt man im Jahr auf 180 Stunden, die er nur dafür unterwegs ist. Den verbrauchten Sprit und Verschleiß am Auto  rechne ich jetzt lieber nicht aus. Dies sind nur zwei Aspekte, die uns haben suchen lassen. Und ja, das "kleine Haus" ist ja auch noch da - aber, dort ist die Grundstücksfläche für die Fellträger einfach mit 300qm zu klein, als dass sie dort glücklich sein könnten. Und so haben wir immer wieder mal mehr und mal weniger intensiv gesucht, rumgefragt, angeschaut, verworfen, usw. Und letzte Woche bekamen wir von einem lieben Herrn einen Anruf / Tip, dass in unmittelbarer Nähe ein Gutshaus zum Verkauf steht. Du lieber Himmel - DAS war doch genau DAS, wonach wir suchten..............

...........am nächsten Tag machte der Held einen Besichtigungstermin aus und am Freitag war es dann soweit: wir fuhren in das Dorf (liegt nur ca. 15 km von uns entfernt) und es gefiel uns auf Anhieb. Großer Dorfteich in der Mitte, eine schöne kleine Kirche (wie unsere hier im Dorf auch) und dann sahen wir das Schmuckstück - ein Traumhaus, UNSER Traumhaus..............

....................RIESENGROSS, auf einem RIESIGEN Arreal - besser gesagt in einem Park und dann noch mit See für die Fellträger. Da war es mir dann schon fast egal, wie es von innen aussehen würde. Wir liefen erst um das Haus und durch den Park...........
 
..........Und dann war auch der Makler da. Ich fühlte mich wie Scarlett O'Hara in "vom Winde verweht" als wir die Treppe hinaufgestiegen sind. ..........
 
...........Es wurde aufgeschlossen und wir fühlten uns beide sofort wie Zuhause - einfach unglaublich. Der Held wanderte die Räume (4m hohe Decken im Erdgeschoss) mit dem Makler ab, besprach technische Details, kletterte bis aufs Dach und ich? - ich machte mich mit Usca auf Entdeckungstour. Ja, die alte Dame hatten wir mit - sie wich nicht von meiner Seite und so fühlte ich mich nicht so alleine. Und bei jedem Raum, den ich betrat, hatte ich das Gefühl, "angekommen" zu sein. So dieses spezielle Gefühl, wenn man ein Haus betritt, durch ein Haus läuft, die Athmosphäre erlebt. Ich kann es leider nicht besser beschreiben. Ich selbst hatte dieses Gefühl noch nicht so oft - aber hier war es eben sofort da. Und es ist ein Haus mit Geschichte in einem Dorf, dessen Geschichte bis ins 13. Jahrhundert zurückreicht. Eine sehr bewegte Geschichte. Na, das paßt ja dann zu uns - wir haben ja auch schon so einiges erlebt. Und so wollen wir auf jeden Fall das Wagnis eingehen. .............

...............und so wanderte ich durch die unzähligen Räume, Flure, Kammern - alles ziemlich gut erhalten. Noch alle originalen Türen vorhanden (allerdings nicht mehr die originalen Klinken (aber man kann schliesslich nicht alles haben)), vieles, was nicht mehr so gut erhalten ist, kann mit relativ einfachen Mitteln wieder hergerichtet werden. Und was mich dann umgehauen hat, war eher eine Kleinigkeit: ein alter Stahlschrank ohne Schloss - einfach so ins Mauerwerk eingelassen. Nichtmal der Denkmalschutz hat den Öffnungsmechanismus gefunden. ...............

............Diese Tür, die nach aussen führt, liegt neben der Küche und stammt aus dem 16. Jahrhundert ............

............genau wie die Küche mit der imposanten Gewölbedecke. Sie ist neben dem Kellergewölbe der älteste noch erhaltene Raum im Haus. OK, aufräumen muss man hier noch...................

................und wenn man im ersten Stock aus dem Fenster schaut, hat man u.a. diesen genialen Blick auf den alten Speicher aus dem Jahr 1857. Ein grandioses Gebäude das leider dem Verfall preisgegeben ist, da der Besitzer leider nichts an dem Gebäude macht.............

.....................ABER: der Speicher ist bewohnt - schaut mal zum Fenster im ersten Stock hinauf. Von dieser Samtpfote wurde wir SEHR argwöhnisch beobachtet. Man sah ihr förmlich an, dass sie nicht wirklich begeistert war, uns zu sehen. Schliesslich wohnt sie dann, wenn wir den endgültigen Zuschlag bekommen, hier nicht mehr alleine............

..........Und da sind wir dann schon bei genau DEM Thema. Der Verkäufer erwartet von uns ein Nutzungskonzept. Das ist ja nun nicht wirklich schwer zu erstellen - aber, das muss dann durch den Gemeinderat durchgewunken werden, der Bürgermeister hat auch ein Wörtchen mitzureden, die Stadtversammlung muss zustimmen und das Denkmalamt muss uns auch klasse finden. Die vielen Instanzen sind vorgeschlatet, da das gesamte Gebäude und Areal unter Denkmalschutz stehen..........
 
............ Klar, und da wollen sie natürlich nicht, dass da eine Horde Wilder kommt und alles zerstört, was die letzten 400 Jahre überstanden hat. Oder irgend eine obskure Organisation sich da dann einnistet. Das ganze Areal können wir ohnehin nicht bewirtschaften..........

............und so werden wir, WENN wir den Zuschlag bekommen, 2/3 davon der Gemeinde abtreten - für uns bleibt dann wirklich noch genug übrig! 3x so viel, wie wir jetzt haben an Garten - also ich denke, da sind wir die nächsten Jahre gut beschäftigt und das Dorf behält seinen Park. Ich war heute verblüfft, als wir nochmals da waren. Ich hatte mir diesen Ausflug zum Muttertag gewünscht - ein Picknick dort am See. .........
 
...........Ich wollte einfach die Athmosphäre ohne Makler erleben. .........
 
......wir haben uns ans Seeufer gesetzt und die Stille genossen..........
 
...... und über die Zeit, die wir dort im Gras gesessen haben, kamen schon einige Dorfbewohner und spazierten durch den Park - das hatte ich so nicht vermutet gehabt. Ich war bisher davon ausgegangen: wenn man auf dem Land wohnt, ist kein Park nötig. Aber die Dorfbewohner scheinen mit "ihrem" Park sehr verbunden zu sein. Umso mehr wird es mich freuen, dass sie "ihren" Park zum größten Teil behalten können. Martha und auch Usca haben uns begleitet, haben brav bei uns gelegen bzw. sind brav in unserer Nähe geblieben - die Mädels waren wirklich vorbildlich! ...........
 
...........auch unseren "Nachbarn" haben wir gesehen - einen anderen "Herrn Storch", der in Sichtweite seinen Horst auf einem alten Schornstein errichtet hat. Er watete in Sichtweite durchs Gras und suchte scheinbar Brauchbares für seine Einrichtung..........
 
.....weitere 100 Nachbarn wohnen direkt hinter dem Zaun neben dem Park:.........
 
........Und so dreht sich nun seit Freitag bei uns alles nur noch um dieses Thema: Unser Traumhaus. Welche Unterlagen wir noch einreichen müssen, wann wir wo sein müssen, usw. und in Gedanken bin ich schon am aufräumen, umräumen, Tapeten runtereissen, Böden freilegen - das ganze "Programm" eben. Unsere Eltern und Freunde haben nicht schlecht gestaunt, als wir ihnen von unserem Vorhaben berichtet haben. Klar gab / gibt es auch Vorhabehalte. Ist das nicht zu groß? Schafft Ihr das? Da ist doch so viel noch zu tun.............

............. Wir denken, wenn nicht jetzt - wann denn dann?!? Unsere Kinder sind schon groß und gehen selbstständig durchs Leben. Wir haben zwar schon einige Jahre auf dem Buckel aber wissen was wir wollen und können. Und niemand treibt uns zur Eile. Wir können / könnten in unserem Rhytmus das Haus "erobern". Also: wenn nicht jetzt, wann denn dann?.........
 
......... Ja, es ist und wird ein Abenteuer - es ist ein Traum und wir werden unseren Traum leben, wenn wir den Zuschlag bekommen und freuen uns drauf! - Eure Jacqueline
 

die Hundsrose oder Kartoffelrose

Ein echtes Highlight jedes Jahr ist ja die Rosenblüte bei uns. Also, wenn die ersten Rosen ihre Knospen öffnen. Meist beginnt das ja eher un...