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Dienstag, 26. Mai 2020

Arbeiten am Pflanzplatz


Im Frühjahr ziehen ja nicht nur die Pelargonien nach draussen, sondern so viel wie möglich wird auch draussen gearbeitet. 
Ob es nun das Putzen der neuen Schätze ist, oder dass das Eine oder Andere repariert werden muss, usw.. Dafür haben wir im Hof einen eigenen Platz. 
Und merkwürdiger weise nennen wir diesen Bereich hier nicht Arbeitsplatz sondern  PFLANZPLATZ - schon lange, bevor ich mich überhaupt so intesiv mit den Pelargonien beschäftigt hab. Der Name hat sich einfach etabliert.



Was man leider auf den Fotos nicht sehen kann: von hier kann ich den gesamten Hofbereich gut überblicken. Und häufig liegen so auch friedlich die Fellträger dann im HOf verteilt, wei: sie haben ja "Mama" im Blick.
Hier kann auch gesägt und geschliffen werden, ohne, dass uns der Dreck gleich ins Haus fliegt, Strom liegt gleich nebenan im Lagerraum, und eine Hoflampe gibt es dort auch (etwas versteckt unter den Weinreben).

 

Das "Kernstück mit Blick in den Hof aber ist der 2,5 lange alte Arbeitstisch. So massiv gebaut, da kann man "ein Schwein drauf schlachten", wie der Held immer sagt. Und von der Arbeitshöhe her perfekt für uns - so ist aufrechtes arbeiten gut möglich.



Die Arbeitsplatte ist mittlerweile nicht mehr so schön und wir werden in diesem Jahr wohl noch eine Metallplatte aufziehen lassen müssen. 
Dafür brauchen wir aber erst eine trockene Zeit, damit das Holz auch komplett durchtrocknen kann (sonst würde es zwischen Holz und Platte später faulen).



Der Bereich ist wie ein U "möbliert" - möglichst kurze Wege und trotzdem genug Bewegungsfreiheit.



Es ist ein recht windschützter Bereich. Von hinten die Mauer zur Scheune 



 - an der Stirnseite die Rosenbepflanzung vom Gemüsegarten 
 

und die lange Seite in den Hof, da haben die Strauchrosen inzwischen auch eine gute Höhe erreicht.



Und wie man sehen kann, stammen einige der Bilder noch aus den letzten Tagen mit Frieda................... sie fehlt mir unglaublich und hat eine große Lücke ins Rudel gerissen.



Viele Pelargonien haben vor ihrem Auszug aus dem Winterquartier in ihre Sommerquartiere einen "radikalen" Rückschnitt und frische Erde bekommen. Was im ersten Moment einem selbst schon weh tut, tut den Pflanzen selbst aber gut und ich hoffe, dass sie es dann im Sommer mit reichlich Blüten zeigen werden. 



Viele der Pelargonien sind erst im letzten Sommer als kleine Ableger zu uns gekommen und ich freue mich über jede Einzelne, die den Winter gut überstanden hat. Die Meisten stehen erstmal zu "aklimatisieren" im Pflanzzimmer.



Vom Abschnitt wurden natürlich auch gleich neue Stecklinge genommen und kamen / kommen in den "Pelargonien-Kindergarten".



Die meisten Fotos "sprechen ohnehin für sich".......................darum werde ich die meisten Fotos einfach heute mal unkommentiert lassen..................






wenn die unbek. ELMA ihre Blüten öffnet:



wie dieses Schätzchen heiß, weiß ich leider nicht - wir haben sie in unserer Gärtnerei im Ort gefunden:



Die CITRONELLA läßt sich mit den fliederfarbenen Blüten auch noch etwas Zeit - aber der Duft der Blätter ist himmlisch!




Nach dem Motto: Platz ist in der kleinsten Hütte, wird hier im Pflanzzimmer natürlich auch jeder noch so kleine freie Platz genutzt!












Vorne in der Mitte, diese Pelargonie ist ein Geschenk von Matthias Alter, der die Klostergärtnerei Maria Laach führt. Die Pelargonie bekam er aus Österreich - es soll eine sehr alte Sorte sein, deren Sortenname mit den Jahren verschütt gegangen ist. Und einen Setzling bekam ich von ihm geschenkt. Er hat das Ziel, dass die alten Sorten weiter gestreut werden, damit sie erhalten bleiben. Für mich war das eine große Ehre und ich werde sie hüten wie einen Schatz. Er hat ihr, bis herauskommt, wie sie wirklich heißt zusammen mit einer anderen Pelargonien-Expertin den Übergangsnamen WEISSE AUS ÖSTERREICH gegeben.



 seit 2 Tagen öffnet sie nun auch ihre Blüten - ein Traum in Weiß!



Für mich ist das Pflanzzimmer aber nicht nur "Abstellraum" für die Pelargonien, sondern oft auch "Pausenraum". Ich setz mich dort gerne mal für einpaar Minuten hin und nehme eine kleine Auszeit. 


Das Pflanzzimmer ist übrigens immer mit "Absperrgitter" verschlossen - würde ich das nicht machen, würden die Fellträger dort wohl "Party" machen.




Warum auch immer, LIEBEN die Fellträger frische Erde in den Töpfen. Was sie erreichen können, wird dann beschnüffelt, ausgegraben und oft auch die Erde dann verspeist. Ich hab auch noch nicht herausgefunden, woran das liegt. Ich hab schon so viele Sorten an Pflanzerden versucht............... 
Und so wird entweder eben abgesperrt oder hochgestellt oder eingesperrt.............





UND, was auch hilft: die Erde mit kleinen Feldsteinen abzudecken. Und davon haben wir hier in der Gegend zum Glück genügend!



Es gibt einfach keine "klare Linie" - diese Blattschmuckpelargonie z.B. hat keinen Schutz auf der Erde und die Fellträger gehen (zum Glück) trotzdem nicht dran.



Das war es mal wieder. Ich freue mich, dass der Blog auch noch nach so vielen Jahren gerne von Euch gelesen wird!
Ganz liebe Grüße an Euch alle (auch von der alten Grete, die jeden warmen Sonnenstrahl sehr genießt) und paßt weiterhin gut auf Euch auf! - Eure Jacqueline

 

Freitag, 22. Mai 2020

FRIEDA




genau ein Jahr warst Du bei uns - am 13.05. kamst Du nach 49 Stunden auf dem Transporter aus Bosnien in Postdam an........
 

....... nur Haut und Fell ........

 

.......ich hab noch nie vorher einen Hund so lange pullern sehen............... Den Helden hast Du sofort verbellt. Und auch später war der Held nur Luft für Dich (ausser, er hat hat Futter verteilt). Da hast Du bis zum Schluss Charakter gezeigt. Ich hatte Dich im Frühjahr gesehen und Du hast Dich mit deinen schwarzen Augen und großen Ohren sofort in mein Herz gebrannt. Die Ähnlichkeit zu Usca war beängstigend - selbst ihre Lieblingsplätze mochtest Du. Ich hab immer zum Held gesagt: Dich hat Usca zu unsgeschickt...........

 

...... Es war klar, dass Deine Nieren nicht in Ordnung sind. Dann kamst Du an und wir Zwei hatten sofort einen "Draht" zueinander. Du wurdest mein Schatten, wie die anderen Schäferdamen auch. Du warst die ruhige Fraktion. Ja, Du konntest Dich mächtig aufregen, wenn Yildiz und Jorgos zu schlimm tobten. Aber ansonsten warst Du glücklich,wenn Du in meiner Nähe sein konntest. War ich nicht da,bist Du im Hof gekreist. Wenn Du Dich auf Dein Lager gelegt hast, hast Du immer einen erleichterten Schnaufer gelassen. Hab ich abends nach Dir geschaut, dann lagst Du neben meinem Bett. Hab ich Vila gerufen,dann kamst Du auch gleich mit an. ............Als Du ankamst, da wußten wir nichtmal, ob Du die erste Woche überstehst. Du hast immer weiter abgebaut. Anämie, die Bauchspeicheldrüse tanzte Polka, die Nieren waren im Keller und so ziemlich jede MM-Krankheit war Deine. Die Ärzte in der Klinik machten uns nicht viel Hoffnung. Du hast ausgesehen, wie ein verhungerter Schrubber.......

 

.......... Gefunden hatte man Dich in Bosnien in einer Kälberbuchte - niemand wusste, wieviele Welpen Du schon geboren hattest. Du hattest alte unbehandelte Beckenbrüche, darum war Dein Gang aus so einzigartig. Du warst für die Klinik ein medizinisches Wunder, dass Du überhaupt noch am Leben warst. Und Du hast Dich ins Leben zurückgekämpft. Die Leishmaniose ging gegen null. Babibiiose und Erlichioslose waren besiegt. Die Nierenwerte zumindest mal ok. Wir haben für Dich eine besondere Diät zusammengestellt - teilweise gegen das, was medizinisch angesagt war und es hat Dir geholfen. Wenn Du medikamente nehmen musstest, dann haben alle drauf geachtet, dass die Nieren geschont wurden. Du warst die Tante der Welpen - erst Josef - später Vila. ..... Du hast den Helden mehr oder weniger ignoriert......da warst Du sehr konsequent. Überhaupt konntest Du mit Männern nicht viel anfangen...... und in den letzten Wochen waren die Treppen bereits ein Krampf für Dich - aber Du wolltest in meiner Nähe sein. Nichts konnte Dich davon abhalten auch keine 13 Stufen......Du hast es gehaßt, fotografiert zu werden. Du konnstest der früöhlichste Fellträger sein, wenn ich die Kamera auf Dich gerichtet hab, sahst Du aus, wie das Leiden Christi ....... Und vor 2 Tagen dann wolltest Du nicht mehr in den Garten. Es wurde klar, die Nieren haben den Geist aufgegeben und ein "Schlaganfall" ( Viestibularsyndrom) kam dazu........ es war Zeit, Dich gehen zu lassen - Du warst der erste Fellträger bei uns,wo ich mir die eine Nacht und den einen Tag noch gestohlen hab. Es kam so plötzlich. Niemand hat damit gerechnet. Und nein - ich wollte Dich nicht gehen lassen, ich war feige.............. Ich,die immer gesagt hat, dass es der letzte "Dienst" ist, den wir Menschen Euch Fellträgern geben können. Ich habe versagt - hab mir diese 24 Stunden "geklaut". Vorhin dann hast Du die Augen zugemacht und bist nun auf dem Weg zu Usca und all den anderen Fellträgern.......... Ich weiß, wir sehen uns wieder. Und ich weiß, Du paßt mit den anderen Fellträgern zusammen auf uns auf. Ich weiß, es ging nicht mehr anders und trotzdem reisst es das Herz raus. Es tut so scheisse weh..............

 

Sonntag, 3. Mai 2020

Kleinigkeiten..............

Ja, sind es nicht oft die Kleinigkeiten, die uns ganz besonders freuen, die das "Salz in der Suppe" oder die "Sahne im Kaffee" sind - die uns das Leben ganz besonders schön machen? 
Kleinigkeiten, die z.B. einem Raum den "letzten Pfiff" geben, die einen ganzen Raum komplett verändern können?!?
Und da noch immer immer die Umgestaltung der Speisekammer hier bei uns nicht abgeschlossen ist (wenn das so weiter geht, wird das ein Jahrhundert-Projekt werden), freue ich mich über "Kleinigkeiten", die vor allem unseren Mitbewohnern, den Fellträgern und dem Federvieh, große Freude bereiten.

 

Zum einen war die schmale Wand der "Villa Huhn" sehr "nackig UND ich befürchtete, dass, wenn es hier Starkregen gibt und die Stalltür offen steht, der Regen mit Wucht ins Hühnerhaus fegt. 
Die Lösung am Ende war ein langes Regal über der Tür, das breit genug ist, dass es auch als "Vordach" durchgehen kann und auch zusätzliche Stellfläche für meine Pelargonien bietet. 
Der antike Jalousien-Kasten ist nicht nur Zierde sondern auch eine Art "Balkon", damit bei stärkerem Wind die Töpfe nicht am Ende noch das Federvieh erschlagen.



 So lange stand das Teil bei uns im Lager - ich hatte nie eine zündende Idee, wie der Kasten seinen Einsatz finden kann.

 

Der Held meinte nur: ich bau Dir das - ob ich das nun sinnvoll finde oder nicht. Wenn es Dich glücklich macht............... gibst ja doch vorher keine Ruhe.
Er kennt mich wohl mittlerweile recht gut............

 

An die Regalteile wurde dann einfach eine Clipskette gehängt, um daran irgendwelche Leckereien fürs Federvieh anzuhängen. Sie wollen schliesslich beschäftigt werden!
Ok, da hat mir dann der Held einen Vogel gezeigt............... aber soll er ruhig. Auf die Idee haben mich die Hühner selbst gebracht:
Sie versuchten an einem Lindenschößling, der noch in ihrem Gehege stand, hochzuspringen, um sich das junge Laub abzuzupfen.
Warum ihnen also nicht frisches Laub regelmäßig anbieten, wo sie sich ein wenig bemühen müssen?!?
Daran kann man später auch reifen Wein oder Äste mit Pflaumen oder anderen Früchten hängen. Oder mal ein paar Tannenzweige, os denen sie sich Kleingetier dann picken könnten. die Möglichkeiten sind ja unendlich. Oder Kräuterbüschel - denn Kräuter lieben sie, das hab ich schon bemerkt. Oder vielleicht auch mal ein paar Hirsekolben..........



Und genügend Bäume stehen hier nun wahrlich rum, wo mal ein paar frische Äste abgeschnitten werden können.



Noch, während ich das alles angebracht hab, waren die Damen schon neugierig dabei - als wenn sie genau wüßten, welche Leckerei ihnen da jetzt "serviert" werden würde.



Es war zu schön, zu beobachten, wie alles beäugt wird, die Damen versuchten ziemlich schnell, die leckersten Blättchen zu ergattern.



Als ich später ins Haus kam und dem Held berichtete, wie erfolgreich die Aktion war, meinte er nur:
Na, so, wie die verwöhnt werden, da haben die gar keine Zeit, um Eier zu legen.
Naja, vielleicht hat er ja recht - aber ich denke, sie sind einfach noch sehr jung - und wenn sie niemals Eier legen, dann ist das auch noch so.



Und mittlerweile haben sie auch gelernt, dass scheinbar alles, was die Zweibeinerin da ins Gehege bringt, auch lecker sein muss.
Hatte ich vor ein paar Tagen noch gedacht, dass sie nur Äpfel mögen,



haben sie inzwischen entdeckt, dass auch Zucchini sehr lecker ist. Auf jeden Fall wird sie nun mit Freude verputzt.
Bei Tilly kann man gut sehen, dass sie scheinbar noch immer im Federwechsel sind - und ich finde, sie werden mit jedem Tag hübscher. 
Aber vielleicht ist das auch nur, dass ich das so sehe - wie eine Mama, die die eigenen Kinder ja auch immer am schönsten findet.



Und noch eine Kleinigkeit ist hier entstanden - ebenfalls aus einem Zufall heraus:
eine zur Liegefläche umgewandelte Europalette. 
Das Hildchen liegt (wie viele unserer Fellträger) gerne mal erhöht. Ob es nun das Hundebett ist oder die umgebauten Traktorreifen. Sie liegen dort unglaublich gerne drauf. 
Und nach einer Schrankstreich-Aktion lag eine alte Palette nun da - und die hat bekannterweise ja Zwischenräume zwischen der Beplankung. Und was macht die Hilde?: klettert drauf und findet das klasse. 
Aber das war mir dann doch zu riskant!
Was, wenn die Fellträger toben und dabei zwischen die Beplankung kommen würden - ein Beinbruch wäre vorprogrammiert gewesen.
Also wurden die Zwischenräume mit Holzleisten geschlossen und eine weiche Decke kam drauf.
Das hättet Ihr live erleben müssen!
Sie kletterte sofort als erste drauf, liess sich mit einem wohligen Grunzen auf die neue Liegefläche mitten im Hof fallen und machte ein sehr zufriedenes Gesicht - als wollte sie sagen: das hat aber gedauert.............



Und das dann zu sehen, wie ein alter Fellträger mit sich und der Welt so zufrieden ist - wie man mit solchen Kleinigkeiten einen Fellträger glücklich machen kann, ist mit das Schönste, was man erleben kann.
Und die kleine Vila?!?: so oft, dass sie grad bei der Hilde versucht, zu "landen" - die von dem kleinen Energiebündel meist nur komplett genervt ist.
Da treffen dann zarte 7 kg auf stattliche 45 kg. Manchmal wird mir dann schon etwas mulmig. Und doch: sie macht sich dann noch kleiner, ist so flink und merkt auch genau, wann es besser ist, den Rückzug anzutreten.



Dann wird eben die alte Frieda "genervt" - und die kann das eigentlich genauso wenig leiden ............



Das war es mal wieder - schön, dass Ihr vorbeigeschaut habt!
Paßt gut auf Euch auf, geniesst die schönen Momente und kommt morgen gut in die neue kurze Woche - Eure Jacqueline



die Hundsrose oder Kartoffelrose

Ein echtes Highlight jedes Jahr ist ja die Rosenblüte bei uns. Also, wenn die ersten Rosen ihre Knospen öffnen. Meist beginnt das ja eher un...