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Freitag, 5. Juni 2020

Herr und Frau Rotschwänzchen...............


Uns sagt man ja nach, dass wir viel arbeiten würden.......... das kann man verschieden sehen. Wenn man alles als Arbeit sieht, mag das stimmen. Wenn man aber gerne arbeitet, weil man für seine Arbeit "brennt", dann fällt die Arbeit nicht nur leichter, sondern oft merkt man es erst, wenn man mal irgendwo stillsitzt. Und DANN beginnt der Kopf zu rattern, man entwickelt Ideen, macht sich Gedanken über Neues. Denn das ist klar: Stillstand bedeutet Rückschritt und vor allem, ein Stück weit ist man wohl auch davon "getrieben", alles nicht nur schöner zu machen, sondern auch anders. NEUE Ideen zu entwickeln. SEINE EIGENEN Ideen zu entwickeln. Seinen EIGENEN STIL weiter zu gehen (schreibt man das so). 
Und wo geht das besser, als wenn man wo ist, wo man seinen Gedanken freien Lauf lassen kann?: richtig, im "kleinen Haus". 
Und vor ein paar Tagen war genau solch ein Moment. Ich war drinnen beschäftigt und hing meinen Gedanken nach und der Held saß auf der Treppe und genoß eine wohlverdiente Pause - denn immerhin hat er grad Urlaub.
Plötzlich rief er mich - ganz leise: Schätzchen komm mal - sei aber ganz leise - das MUSST DU SEHEN



Na, Schätzchen kam (ich (ganz leise (als wenn ich sonst laut durch die Gegend poltern würde)))........und dann sah ich SIE
Ich glaube, das sind Herr und Frau Rotschwänzchen - wie ich aus Tante G später gelernt hab.




Sie machen permanent ein ganz komisches tschiependes Geräusch - fast wie bei einem Sonar, dass die Tiefe misst. Als wenn sie sich dauernd vergewissern wollten, daß der / die andere noch da ist.
Eine Weile haben die Beiden erstmal alles beäugt - schliesslich gehören wir ja scheinbar in ihren kleinen Knopfaugen garnicht da hin. Sie schaut ja eher neugierig.............



Aber HERR Rotschwanz schaut schon ziemlich grimmig. Der zeigt sehr deutlich, wie doof er uns findet und uns eigentlich auch nicht traut! Und wir ja nicht nur eigentlich, sondern auch uneigentlich da nun wirklich nicht hingehörten - schon garnicht, wenn wir nahe an seiner Einflugschneise sitzen.



Sie haben dann sich immer weiter rangetastet - Frau Rotschwänzchen saß dann auch mal auf der Rückenlehne vom Liegestuhl - also war deutlich mutiger als er!



Plötzlich schoß sie unter das Laubendach und verschwand - so schnell konnten wir garnicht schauen - und schon garnicht die Kamera ausrichten. Keine Chance.....und es war ja auch kein Nest zu erkennen - nichtmal der Ansatz davon. Nirgendwo........ zack war sie wieder draussen und weg. Das Spiel wiederholte sich mehrere Male - irgendwie kamen wir Menschen uns dann schon ein wenig "veräppelt" vor.
Es war nicht zu erkennen, wohin sie flogen und verschwanden.




Und dann, als wenn sie uns zeigen wollte: hey, bitte lasst alles, wie es ist und faßt nichts an............ blieb sie vor dem Nest sitzen - auf den alten Pötten. 



Im ersten Moment dachte ich noch: na klasse, macht ja nichts, dass die über 100 Jahre alt sind .............. dann fallen sie halt runter. 

 

Aber dann ging mir so durch den Kopf: Diese beiden Eltern sind so winzig klein - wesentlich kleiner als ein Wellensittich. Also können die auch nur wenige Gramm wiegen. Da dürfte es kein Problem sein - und wenn, dann sind die Pötte eben der "Preis" dafür, dass ein winziges Vogelpaar eben in Ruhe seine Kinder großziehen kann. Wir würden ja auch nicht wollen,dass man uns die Wohnung unter dem Hintern wegzieht.
Und das Nest muss entweder unzählige Kinder beherbergen oder aber ein RIESENvogelKIND. Gehört hat manjedenfalls nichts - auch nicht, als die Eltern angeflogen kamen..........
Wir haben irgendwann nicht mehr mitgezählt, wie oft sie alleine in dieser kurzen Zeit mit Beute im Schnabel eingeflogen kamen.



Ich weiß garnicht, wie lange die überhaupt brüten bzw. die Jungen im Nest bleiben. Aber ich freu mich drauf, im Spätsommer dann mal mir das Nest anzuschauen. Es wird eine schöne Erinnerung an ein wunderschönes Naturerlebnis bleiben. Eines kann man schon jetzt sagen: Herr und Frau Rotschwänzchen sind wirklich kreativ - auf diese Idee muss man bzw. Vogel tatsächlich erstmal kommen, an dieser Stelle sein Nest zu bauen!
Ich wünsche Euch allen ein behagliches, und schönes Wochenende und geniesst Euer Zuhause, denn das Wetter soll ja nicht so berauschend werden. Und vor allem: verwirklich Eure eigenen Ideen - Eure Jacqueline

Dienstag, 21. Januar 2020

wenn es kalt ist mit Anleitung

Manchmal ist es garnicht so einfach, einen Post zu beginnen. Man möchte einiges berichten - es sind aber eher kleine Begebenheiten, die zu einem "großen Ganzen" zusammengefügt werden wollen.
Denn schließlich soll solch ein Post ja auch "Sinn" machen und in sich "Rund" sein.
- und bevor Ihr weiterlest, muss ich darauf hinweisen, dass er "Werbung wg. Markennennung enthält".

 
Aktuell haben wir ja an sich grandioses Wetter - meistens strahlender Sonnenschein, zwischendurch mal Regen, wenig Wind und tagsüber recht angnehme Temperaturen (wenn man bedenkt, dass wir ja erst Januar haben). Trotzdem ist es natürlich ziemlich frisch. Erst recht, wenn man so wenig Fell (Unterfell) wie die kleine Vila hat.
Da ist es nur verständlich, dass sie sich gerne einkuschelt.  So sieht das immer aus, wenn ich im Büro sitze - die kleine Maus neben mir auf dem Stuhl.


 

Vor kurzem fielen mir im Fundus ein paar alte dänische Postsäcke in die Hand. Die Grundfarbe ein schöner Sand oder auch Leinenton (je nach Exemplar) mit einem wunderschönen Aufdruck ABER roten Streifen. Aber wenn ich mit einer Farbe nur schwer umgehen kann, dann ist das Rot - also zumindest solch ein kräftiges Rot. Darum hab ich die Säcke bisher auch nicht verarbeitet gehabt.

 

Dafür haben die Säcke aufgetrennt eine schöne Größe - fast 80x80 cm - also die perfekte Grundlage für Hundekissen. Und über ein Hundekissen für das "kleine Haus" hatte ich schon öfters mal nachgedacht. Die großen Fellträger sind ja alle recht gut gerüstet mit ihrem dicken Fell und liegen gerne auf Decken und Matten. Wie hier die alte Hilde - die hat inzwischen auch begriffen, wie gut man auf dem Hundebett schlafen kann.

 

Die kleine Vila und auch der Jorgos mögen es eher richtig kuschelig.
Ich weiß, das sind jetzt "Probleme auf ganz hohem Niveau" - aber warum auch nicht die Fellträger verwöhnen. Und wenn das Ergebnis dann auch was fürs Auge ist - dann haben alle was davon!
Dann kam mir in den Sinn: warum nicht ein anderes altes Leinen auf die Roten Streifen aplizieren ............ gedacht, getan .....

 

....... Ist zwar eine Fleissarbeit - aber das Ergebnis hat mir richtig gut gefallen!



Die Rückseite ist ebenfalls dickes altes Leinen und innen ist ein ausrangiertes Federkissen eingezogen. Das hatten wir noch - und wenn man die Maus so anschaut, denke ich, sie ist mit dem Ergebnis auch recht zufrieden. Anfangs hat sie noch etwas komisch geschaut.



Als sie aber merkte: sie DARF das - sie darf sich auf das Kissenlegen, da hat es dann nicht lange gedauert und die Maus hatte sich zusammengerollt und schlief tief und fest. 



Das Kissen liegt recht "promiment" am Eingang zum Wohnzimmer und wenn ich im "kleinenHaus" unterwegs bin, kann sie von diesem Kissen aus genau verfolgen, wo ich bin - hat von dort einen guten Überblick. Das ist ihr unglaublich wichtig und scheint ihr Sicherheit zu geben.



Genauso "fehlte" uns schon länger mal eine kleine Decke - eine kleine sogen. Hundedecke. Eine Hundedecke, die schnell mit in die Tasche kann, wenn man unterwegs ist und sie sich drauf legen kann, wenn wir irgendwo sitzen. Bisher hatte ich immer ein Handtuch dabei - wirklich warm ist das nicht.
Oder auch abends vor dem Fernseher - sie geniesst es dann, wenn ihr eine Decke übergelegt wird.



Und so hab ich vor ein paar Tagen eine kleine Kuscheldecke angenadelt. 
Ich hatte die Decke bereits in FB gezeigt gehabt und hatte da einige Nachfragen, ob es auch eine Anleitung für die Decke geben würde.




Gab es bisher natürlich nicht - weil ich grundsätzlich nicht nach Anleitung arbeite. Egal, ob nun häkeln oder stricken. Ich hab eine Idee im Kopf und probiere, bis es funktioniert.



insgesamt war das Ziel eine Decke von etwa 90 x 90 cm - im Ergebnis ist sie jetzt gut 80 cm breit mal 95 cm lang (durch die eingearbeiteten Zöpfe zieht sie sich in der Breite etwas zusammen) - verwendet hab ich reine Schurwolle von JDL in der Farbe Silbergrau bzw. HELLGRAU - 4fädig verarbeitet (also 4 Knäuel auf einmal) mit einer 8er Stricknadel.
Wollverbrauch bei dieser Größe etwa 600 gr

Gerne hier die Anleitung dazu:
- zuerst 80 Maschen anschlagen
- 1. Reihe re / li im Wechsel - die 2. Reihe genauso zurück
- 3. Reihe li / re im Wechsel - die 4. Reihe dann genauso zurück 
- 5. Reihe wieder re / li im Wechsel - 6. Reihe genauso zurück 
so entsteht diese "genoppte" Optik

- 7. Reihe die ersten 15 Maschen re / li - danach 10 Maschen glatt  rechts (für die Zöpfe) - wieder 10 Maschen re / links - danach wieder 10 Maschen glatt rechts .............. usw............... die letzten 15 Maschen wieder re/li
So hin und zurück die nächsten Reihen Stricken (die Rückseite natürlich dann seitenverkehrt: was auf der Vorderseite glatt rechts gestrickt wird, wird auf der Rückseite dann glatt links gestrickt)

- 13. Reihe wird die erste "Verschränkung" für den Zopf eingearbeitet: 5 glatte Maschen auf die Zopfnadel (ich nehme immer eine ganz normale "Socken-Stricknadel" mit 2 Spitzen (funktioniert auch gut) ziehen und nach hinten legen, Maschen 6-10 glatt rechts stricken und danach die nach hinten gelegten 5 Maschen  stricken. Schon hat man den ersten "Zopf".
Ich hab die "Zopfdrehung" immer NACH 12 Reihen (also in der 13. Reihe) eingebaut.

 

Und ab hier ist es jetzt nur noch "Fleissarbeit" - man nadelt, bis die gewünschte Länge erreicht ist. Dann werden die letzten 6 Reihen wieder wie am Anfang re/li im genoppten Muster gestrickt und zum Schluss abgekettelt.
Unten und oben die kleine Bogenkante ist 2 fädig mit einer 4er Häkelnadel aus Stäbchen angehäkelt.
 - FERTIG -

Ich hoffe mal, dass die Anleitung halbwegs verständlich ist - ich bin kein Profi im Anleitungen schreiben.



Ansonsten passiert hier aktuell nicht viel. Wir "renovieren" im Hof am Wohnhaus zur Zeit (wenn Wetter und Zeit es zulassen) den Gemüsegarten - aber darüber gibt es noch keine Fotos.

 

Im Garten und auch im Hof vom kleinen Haus ist alles noch im tiefen "Winterschlaf - lediglich ein paar Töpfchen mit Schneeglöckchen wurden verteilt, dass es nicht ganz so trist wirkt.

 

Das war es mal wieder. Habt alle eine schöne Woche und paßt gut auf Euch auf - Eure Jacqueline

Mittwoch, 24. Juli 2019

Zuwachs bedeutet auch Anbau

Ja, so ist das, wenn man eine "Leidenschaft" hat - wie bei mir mit den Pelargonien / Geranien. Immer wieder mal kommen bei uns neue Sorten hinzu - es ist wirklich unglaublich,wie vielfältig diese Pflanzenart ist.
Noch so klein - aber schon eine solche Blütenpracht, die POETRY MOTION  

 

 Naja, und dann überlegt Frau natürlich, wo bzw. wie kann man noch Stellflächen "herbeizaubern". Und da haben sich zwei Bereiche im Hof vom "kleinen Haus" wirklich angeboten!:
zum einen ein Konsoltisch vor den alten Türen. Ein Platz, der ja da ist und der einfach nicht genutzt worden war. Es muste lediglich ein kleine Steinsäule wegziehen und schon war der Platz vorhanden.



Und so hat der Held mir diesen Konsoltisch aus zwei alten Säulen und einer ollen breiten Holzbohle zusammengezimmert. Ein Prinzip, dass wir hier schon öfters mal gebaut hatten. Die Holzbohle wird auf den alten Säulen aufgesetzt (unsichtbar fixiert) und die ganze Konstruktion dann an den Türen mit Winkeln unter der Bohle nochmals fixiert - HÄLT!



Hier stehen jetzt im Moment einige weiße Schönheiten und bekommen nur am Vormittag die pralle Sonne ab. Denn viele weiße Geranien/Pelargoniensorten haben die Angewohnheit, bei zuviel Sonneneinstrahlung von weiß zu rosa in den Blüten zu wechseln.



Und die zweite zusätzliche Stellfläche konnten wir mit einem Regal an der Wand zum Heizungsraum schaffen. Also nicht WIR, sondern sowas kann ich auch alleine bauen - das ist ja nun wirklich kein "Hexenwerk"!



Die Wand war immer so kahl gewesen - manchmal dauert es einfach etwas länger, bis einem das Licht aufgeht, dass ein simples Regal DIE LÖSUNG wäre. Einfach zwei alte Regalträger (ehemalige Haken für Feuerlöscheimer), ebenfalls eine breite Holzbohle drauf und an den Trägern (unsichtbar von unten) fixiert - fertig ist das Regal.



Und hier stehen jetzt einige Pelargonien, die alle in Rosa blühen werden. Ich bin gespannt, denn die meisten werden erst in den nächsten Wochen ihre ersten Blüten zeigen. Es sind ja alles noch "Babys".

 

 Ausser SIE,eine NOEL GORDON



Sie hat traumhafte gefüllte Blüten in einem dunklen und keinesfalls schrillen Rosa - und ganz samtige Blätter.



Sie kam in der letzten Woche hier an ..................... Die Neuankömmlinge mussten warten, dass sie in Töpfe gepflanzt werden konnten, denn schöne Töpfe waren inzwischen zur "Mangelware" bei uns geworden.



Durch einen schieren Zufall und ein Gespräch mit einem befreundeten Händler, der uns einen Tip dann gab, konnten wir dann am Wochenende in einer ehemaligen Gärtnerei einen wahren "Schatz heben"!
ALTE TONTÖPFE / PFLANZTÖPFE



Noch von Hand gepresst - die neue Industrieware in Fuchsrot mag ich einfach nicht.
Und da kam mir / uns dieser Schatz wirklich wie ein Geschenk des Himmels!
 Für MICH sind diese alten Töpfe nicht "nur" schön, für MICH stehen diese alten Töpfe auch für Nachhaltigkeit, die jeder für sich schon in solch kleinen Dingen beginnen könnte. Sie werden leider immer seltener, da sie in der Vergangenheit einfach oft zerschlagen wurden, weil jeder ja unbedingt Pflanzen im Plastiktopf haben / kaufen will.
Ich hatte auch vor Jahren schon in der Gärtnerei bei uns im Ort nach solchen alten Töpfen gefragt - die Antwort: die haben wir in Massen zerschlagen und entsorgt - sowas will doch keiner haben..................
Wie oft schon hab ICH mich geärgert, wenn man neue Pflanzen kauft - ob nun große Rosenstöcke oder kleine Balkonpflanzen: Was da an Massen von Plastikmüll / Wohlstandsmüll produziert wird, kann man vermutlich garnicht mehr hochrechnen. Und ich wage zu behaupten, dass mindestens 95 % der Plastiktöpfe sofort, nachdem die Pflanzen eingegraben oder in Kästen oder Kübel getopft wurden, dann schlicht im Müll landen. Vielleicht ein paar Hobbyzüchter, die sie dann für Nachzuchten noch verwenden. Aber selbst Hobbyzüchter könnten auch gut auf Zellulose-Anzuchttöpfe umsteigen. Man muss es nur wollen! 
Nichtmal die Gärtnereien wollen sie zurück - angeblich aus "hygienischen Gründen" und weil ihnen die Pflanzen ja "schon so geliefert werden".............. Ja, ich hatte unsere Gärtnerei gefragt und genau diese Antwort bekommen! Also wandern sie entweder erstmal in die Garage und werden dann von Zeit zu Zeit auf dem Wertstoffhof entsorgt oder sie wandern auch bei uns sofort in den Müll.
Und soweit ich das weiß, sind diese vermalledeiten Plastiktöpfe nicht nur grottenhäßlich, sondern auch NICHT recycelbar. Die meisten sind noch nichtmal aus recyceltemPlastik............DAS ist WAHNSINN !!!!
Ich frage mich ernsthaft, warum nicht endlich z.B. auf kompostierbare Töpfe wieder umgestiegen wird. Es kann mir keiner erklären, dass die "zu teuer" wären, wenn sie in großen Stückzahlen produziert werden würden. Unsere Molkerei hier im Ort verkauft ihre Milchprodukte doch auch in Schläuchen, die abbaubar sind. Und selbst wenn die Milch oder eben auch die Pflanzen dann ein paar Cent teurer wäre, wenigstens ist die Verpackung "vernünftig"!
Und für die Pflanzen sind die guten alten Tontöpfe sogar noch "atmungsaktiv" - dauerhafte Staunässe kann garnicht erst entstehen, da es sich um ein poröses Material handelt,über das überschüssiges Wasser auch verdampfen / abziehen kann. Einziger Nachteil: man muss genauer schauen, ob / wann nachgegossen werden muss und, dass man vorsichtiger mit ihnen umgehen muss, weil sie natürlich auch reissen / brechen könnten. Aber das ist ja zu verschmerzen, denke ich.
Ja, dieser wirklich unnütze Plastikmüll regt mich schon lange sehr auf!




 Und so wurde dann am Sonntagabend noch fleissig "getopft".

 



und natürlich beschriftet und sofort ins "Pflanzenbuch" eingetragen.



Und so gerne ich ja auch im Haus dekoriere, so viel Fraude macht es natürlich auch, dann draussen die Pflanzen zu Gruppen aufzustellen, auch mal die Deko dann von A nach B oder auch C zu stellen.



DAS ist jetzt der Blick, wenn man den kleinen Innenhof betritt:



sozusagen "gärtnern" auf kleinstem Raum!





Und diese Collage MUSS ich einfach zeigen:
So oft sagen wir hier: egal wie sich der Herzkäfer verhält, er ist IMMER süß. Selbst wenn er schläft. Ihm schau ich beim  Schlafen mindestens genauso gerne zu wie früher unseren Kindern.

 

Das war es mal wieder - heute sollen wir ja wieder traumhaftes Sommerwetter bekommen. Ich werde wohl den größten Teil des Tages dann auf der Liege verbringen, da die Hüfte geschont werden will.
Habt alle eine schöne Restwoche (darf man sagen, wenn schon wieder Mittwoch ist!) und paßt alle gut auf Euch auf - Eure Jacqueline
p.s.: und auf sie freue ich mich schon sehr, wenn sie die Tage das erste Mal ihre Blüten öffnen wird!

Dienstag, 16. Juli 2019

aus Geranien-Glück wurde Pelargonien-Glück


Schon immer mochte ich "Geranien" sehr gerne - schon als Kind, als meine Großmutter sie auf jeder Fensterbank und in jedem Balkonkasten hatte (neben ihren heißgeliebten Fuchsien, die damals ihre Veranda säumten) hatte und für viele ist die "Geranie" wohl auch heute noch eine sehr "piefige/verstaubte" Pflanze, die "stinkt". 



Ja, es stimmt, viele Geranien haben diesen "typischen" Geruch - vor allem die Geranien, die man so in den Gartencentern findet. Diese sogenannten 0-8-15 Geranien. Wobei auch die sehr schön sind - mit wunderbaren großen Blütenbällen, die so dauerhafte Blüten haben und die noch bis in den späten Herbst hinein blühen, wenn alle anderen "Balkonpflanzen" schon die Flügel gestreckt haben. Selbst dann schieben sie noch tapfer Blütenbälle nach.



Oder auch diese Geranien-Wolken an den Fenstern und auf den Balkonen, wenn man in Bayern und Österrreich an den reich verzierten Häusern vorbeifährt. Wo ich mich schon als Kind gefragt hab: wie ist das möglich, solch eine Blütenpracht in jedem einzelnen Kasten.
(falls jemand weiß, wie diese Geranie auf dem folgenden Foto heißt, würde ich mich übrigens sehr freuen, wenn Ihr mir den Namen verratet!)



Und seitdem ich dann selbst Balkon und später Garten hatte, gab es auch immer diese 0-8-15 Geranien bei uns. In der Regel die stehende Version - die mag ich einfach am liebsten. 

 

Und wer einmal gesehen hat, wie die weißen Exemplare im Abendlicht dann leuchten, kann meine Faszination vielleicht ein wenig nachempfinden.

 

Naja, und es gibt wohl kaum eine Balkonpflanze, die so pflegeleicht sein kann, wie die Geranie. Sie mag ja eher weniger als zuviel Wasser - schliesslich sind es keine "Sumpfpflanzen"! 

 

Ab und an etwas Dünger dazu, pralle Sonne kein Problem und eine Geranie ist glücklich. Nur starke und länger anhaltende Regengüsse, die mag sie einfach nicht.



Mit der Zeit dann hab ich mich mal näher mit den Geranien befaßt und dabei auch gelernt, dass sie ja eigentlich PELARGONIEN heißen. Jeder Pelargonien-Sammler, der sein Hobby etwas ernster nimmt, kriegt einen "Anfall" wenn man über seine Lieblinge als "Geranien" spricht.



Trotzdem werden es immer auch Geranien für mich bleiben - es hat sich bei mir einfach so "eingebrannt" im Kopf. Und ja, Pelargonien sind in ihrer enormen Vielfalt faszinierende Pflanzen, die bis auf Ausnahmen wirklich einfach zu pflegen sind und sehr glücklich machen können.

 

Übrigens kenne ich auch kaum eine Pflanze, die so leicht zu vermehren ist, wie die meisten Geranien. Ich kannte es noch von meiner Oma: die stellte abgebrochene / abgeschnittene Zweige einfach in ein Wasserglas und wartete, bis sie kleine Wurzeln bildeten - dann ab in den Topf. So habich das bisher auch gemacht - und meistens funktioniert das auch recht gut, wie man an diesen Exemplaren sehen kann.

 

Da fällt mir ein: wenn wir mit meiner Oma früher im Urlaub waren und sie sah irgendwo eine schöne Geranie, fragte sie (meistens) ob sie sich einen Ableger abknipsen darf. i.d.R. durfte sie. Manchmal hat sie einfach auch mal in einer Parkanlage einfach einen abgeknipst, mich dann mit einem Augenzwinkern angeschaut und gesagt: hey, das darf man nicht!................... ich war dann immer froh, dass kein Parkwächter in der Nähe war. Solche Parkwächter gab es früher tatsächlich noch und ich hatte mächtig "Schiss" vor ihnen. Die haben damals sogar verboten, dass man eine Rasenfläche betritt. Und die waren auf Zack, das könnt Ihr mir glauben. Damals wurden viele Parks pünktlich zum Sonnenuntergang auch noch abgeschlossen.
Es ist schon erstaunlich, was einem so alles wieder einfällt, was man früher so erlebt hat.



Bereits in den vergangenen Jahren hab ich immer wieder besondere junge Pelargonien dazugekauft - ich hatte hier ja schon einige Male drüber berichtet. Vergangenen Herbst dann hab ich leider die meisten Pflanzen zu spät ins schützende Haus geholt - manche auch schlicht falsch imWinter behandelt - aber manche haben trotzdem "überlebt".



Also wurde in den letzten Monaten wieder "aufgerüstet"

 

ich hab eine FB-Gruppe gefunden, wo man von den anderen Mitgliedern unglaublich viel über diese tolle Pflanzenart lernen kann. Und hab mich natürlich auch durchs Netz gewühlt auf der Suche nach Pelargonien, die mir gefallen und die ich dann auch bestellt hab. 



So ist mit der Zeit eine kleine, feine Sammlung wieder entstanden. 




In den Jahren zuvor haben mich die Namen eher weniger interessiert - manche konnte ich mir auch so merken. Manche hab ich doppelt und dreifach inzwischen, weil auch viele Anbieter die gleiche Pflanze unter verschiedenen Namen anbieten, die Beschreibungen manchmal kaum bis garnicht verfügbar sind - auch weil die Bilder, die im Netz kursieren oft garnicht zu den tatsächlichen Namen der Pflanzen passen. Unter dem Strich stört mich das auch heute noch kaum - ich halte mich ja nicht für einen Botaniker, sondern einfach für eine Liebhaberin von Geranien / Pelargonien.



Trotzdem hab ich es mir nun inzwischen angewöhnt, die Pflanzen, wo ich mir ziemlich sicher bin, wie sie denn heißen oder, die jetzt neu dazukommen und ein Namensschild haben, auch mit ihrem Namensschildchen zu versehen. Sieht auch irgendwie schöner aus. Lockert das "Bild" auch oft auf. Und im Netz kann man wirklich schöne Stecker finden. Mal schauen, wie langlebig diese Holzschilder sind.  Die hatte ich im 123-Auktionshaus für relativ kleines Geld gefunden.
Dies ist überigens eine meiner liebsten Pelargonien! 
Nicht nur, weil sie zauberhaft ist, sondern auch, weil sie den Namen unseres Sohnes trägt.



Inzwischen wurde hier platzmäßig wirklich "aufgerüstet" - vor allem wurden viele geschützte Plätze besonders für die weißen und blassrosa Varianten geschaffen. Wie hier in der Türfüllung, die ungenutzt ist. So kann ich bereits von drinnen durch das Fenster morgens die schönen Blüten sehen.



Und ja, inzwischen hab ich mir auch ein Geranien/Pelargonien-Buch eingerichtet. Dort werden die Namen eingetragen, welche schon hier "wohnen" und mit der Zeit möchte ich dann darin auch meine Notizen und gedanken zu den Pflanzen dazutragen. Mal schauen, was draus wird.



Aktuell begleitet mich das kleine Buch tatsächlich auf Schritt und Tritt. Hätte ich auch nicht von mir gedacht, dass ich mal so "verrückt" werden könnte. Aber mich mit denPelargonien zu beschäftigen, sie zu beobachten, wie sie sich verhalten, wie sie sich entfalten, welche Wuchsfreudigkeit sie an den Tag legen, das ist tatsächlich faszinierend.



Trotz ihrer vielfältigen Schönheit nehmen sie kaum etwas übel - auch nicht, wenn ich mal vergesse oder schlicht keine Zeit habe, zu giessen. Selbst, wenn ihre Blätter mal etwas schlapp werden - ein paar Tropfen Wasser und sie sind wieder glücklich.
Vor allem das Pflanzzimmer bei uns auf dem Hof ist zu einem Geranien-Zimmer mutiert.



Da sitz ich dann mal in einer Pause und schau mit die Schätzchen einfach nur an, oder zupfe hier mal ein gelbliches Blatt ab, breche eine abgebrochene Blütendolde ab, usw. - freue mich einfach nur an ihrer Vielfalt.
Der Pflanztisch in der Ecke wurde vor einigen Tagen kurzerhand zum Geranientisch umfunktioniert




und eine weitere Stellfläche (gestern) unter dem Fenster eingebaut.





Als Pflanzbehälter muss einfach alles herhalten, was grad greifbar ist - ob nun alte kleinere Lagerboxen, alte Tontöpfe oder

 

alte kleine Metallschubladen (die ich ohnehin sehr liebe!).



Die alte Volliere im Hof ist nun ein "Geranien-Käfig" - jeder Platz wird hier genutzt,

 

denn, wie heißt es so schön: Platz ist in der kleinsten Hütte................

 

Genauso, wie im "kleinen Haus" - auch da wird derzeit jede noch so kleine Nische oder Regalbrett genutzt.



Jede noch so kleine Kante bietet Platz für eine weitere Pflanze.
Der Held verflucht mich manchmal schon, denn häufiger mal ist er es auch, der dann zum giessen rüber ins kleine Haus geht und dann wie an Ostern nach den Geranien sucht, um sie zu giessen.



Inzwischen ist der Hof im "kleinen Haus" zu einem meiner Lieblingsplätze überhaupt mutiert - jedes mal freue ich mich wieder, wie schön er über die Jahre geworden ist.




Diese Fotos sind leider etwas dunkel geworden, da es gestern schon recht spät war, als die Fotos entstanden sind - ich lasse sie einfach mal unkommentiert:















Häufig ist es so, dass Geranien / Pelargonien, die über den Postweg zu uns kommen, die ersten Tage erstmal etwas "schlapp" machen - sich erst eingewöhnen müssen.



Die gilbigen Blätter entferne ich dann erstmal - abgebrochene Stile und Blätter sowieso und sie bekommen frische Erde. Aber es dauert dann nur ganz wenige Tage, bis sie sich aklimatisiert haben und sich die ersten frischen Blätter zeigen.




Dieser Post ist über mehrere Tage entstanden und ist deswegen mal wieder auch etwas länger geworden - Eure (Pelargonien/Geranien-verrückte) Jacqueline

die Hundsrose oder Kartoffelrose

Ein echtes Highlight jedes Jahr ist ja die Rosenblüte bei uns. Also, wenn die ersten Rosen ihre Knospen öffnen. Meist beginnt das ja eher un...