Dienstag, 31. Dezember 2019

was war - was kommt?


Ich glaube, diese Frage stellen sich wohl die meisten Menschen am Ende eines Jahres!
Auch: was war richtig, was war falsch - was war gut - was brauch ich nicht mehr?
Auch wenn man immer wieder über das Jahr seine Entscheidungen vielleicht überdenkt - aber jetzt, an diesen "Übergangstagen" vom alten ins neue Jahr, da kommen sie dann recht massiv - diese Gedanken.
Vielleicht liegt es daran, dass man diese Tage langsamer angeht? Dass man sich mehr Auszeit nimmt?



Wenn ich an meine Arbeit denke, dann weiß ich, sie gefällt mir noch immer - ich arbeite noch immer mit dem gleichen Herzblut daran. Es macht mir nach wie vor eine große Freude, Dinge zu finden, aufzuarbeiten und zu arangieren, Fotos zu schiessen und zu bearbeiten. Pläne für Um-, An-, Aus- und Neubauten zu schmieden. 
Der Held liest hier mit und ich weiß genau, dass er grad eine leichte Panik in den Augen haben wird - was hat sie denn nun wieder vor......................
Ich hab für mich gemerkt: ich hab mehr Pläne, Ideen und Vorhaben, als ich je in meinem Leben wohl umsetzen kann. Das ist gut und fühlt sich auch richtig an - mir wird also nie langweilig werden. Sowas hält auf Trab. 
Heißt es nicht so schön: wer rastet, der rostet. An dem Spruch ist viel Wahres dran. So oft hab ich schon Menschen gesehen, die wenig bis keine besonderen Interessen oder gar Hobbys haben. Fällt dann die Arbeit weg, fallen sie in tiefe Löcher, aus denen sie nicht mehr oder nur sehr schwer herausfinden.
Andererseits: hat man zuviele Interessen, Hobbys, Aufgaben kann man sich auch leicht verzetteln. Wächst auch der Druck: das musst Du noch machen, das musst Du noch schaffen, das ist noch immer nicht fertig, das bleibt schon ewig liegen, das schiebst Du schon ewig vor Dir her. Und ist man erstmal in dieser Spirale drin, dann kommt man auch da nur noch schwer wieder raus. Die Auswirkungen kennen viele von uns - sie nennen das Streß, Ein neumodisches und leider auch oft inflationär genutztes Wort. Wieviel Streß ein Mensch braucht oder aushält ist ohnehin sehr individuell. Genauso, wie jeder damit umgeht.
Trotzdem ist es wichtig, von Zeit zu Zeit mal drüber nachzudenken: brauch ich das alles noch? Will ich das alles noch? Kann ich das alles noch (er)tragen?
Leichter ist es ohnehin, wenn man nicht alleine ist - ob man nun einen Lebenspartner hat oder einen Freund / Freundin. Zu Zweit geht alles leichter und einfacher. Man tauscht sich aus, man redet miteinander. Man spornt sich an oder bremst sich auch mal aus. Man achtet aufeinander. 



Wenn ich an unser zurückliegendes Jahr denke, dann sehe ich, dass wir meistens mit 300 auf der Überholspur gefahren sind. Ich sehe aber auch, was wir geschafft haben. Wenn ich vor allem dran denke, dass wir "nebenbei" einen Tierschutzverein aufgebaut haben. Wenn ich sehe, wieviele Menschen uns vertrauen. Wenn ich sehe, wievielen Tieren und den Menschen dahinter wir geholfen haben - und zwar Länder übergreifend. Wenn ich an den Josef denke, der ein sensationelles Zuhause bekommen hat. Wenn ich sehe, dass wir es im Verein mit vielen Menschen zusammen geschafft haben, 1,5 Tonnen Hilfsgüter noch kurz vor Jahresende mit 2 Paletten nach Kroatien zu schaffen. 
Wenn ich sehe, wie wir es mit den vielen Spendern zusammen geschafft haben, die offenen Tierarztrechnungen der Tierschützer in Kroatien zu drücken. 
Wenn ich auch sehe, was wir in der ersten Jahreshälfte in der Türkei geschafft hatten - wieviele Tiere durch die Spenden geimpft werden konnten, Tierarztrechnungen und Futterrechnungen bezahlt werden konnten, wieviele Sachspenden wir organisieren konnten.
Wenn ich sehe, dass wir innerhalb weniger Monate in Spanien etwa 80 Katzen impfen und gegen Parasiten behandeln lassen konnten.
Wenn ich sehe, wie wir mit den Spendern zusammen immer wieder bei verschiedenen Notfe/ällen schnell und unkompliziert helfen konnten.
Wenn ich das alles sehe: das macht einfach glücklich. 
Ich sehe aber auch die Arbeit, die Zeit, die seelische Kraft, die dahinter steckt. Und die war größer, als ich es mir früher hätte vorstellen können. Das ist mehr als ein Full-Time-Job. DAS muss man WOLLEN!
Es ist naiv, zu glauben: hey, das mach ich mit links, das mach ich mal eben nebenbei. Ja, es stimmt - vieles macht man "nebenbei". Aber vieles "nebenbei" ist dann doch wieder ein großer Haufen, den man ohne Menschen, denen man vertraut, auf die man auch Aufgaben verteilen kann, die auch mal ein Ohr haben, wenn man das Gefühl hat, die Arbeit erdrückt einen, niemals schaffen kann. Ein Berg, der einen überrollen würde. Und ich bin sehr dankbar, dass um uns inzwischen einige Menschen sind, die Aufgaben übernehmen. Die mit schauen, dass alles "rund läuft". Die einen auch auffangen.
Dazu gehören Freunde, aber auch unseren eigenen Kinder, Enkelkinder und auch unsere Fellträger, die uns "erden", die uns zeigen, dass sie uns brauchen. Die jeder auf seine Art uns zeigen, was sie brauchen. 



WENN ich mir was für das NEUE JAHR vornehme, dann ist es, dass vieles neu geordnet werden muss. Wie das genau aussieht, das weiß ich noch nicht. 
Ich weiß nur, wir müssen eine Struktur finden, dass wir eben nicht mehr mit 300 auf der Überholspur dahinrasen. Schnell fahren macht Spaß - es darf aber auch nichts Unvorhergesehenes in der Quere sein - dann kommt man mächtig ins schleudern....................
Ich denke, mit diesem Vorsatz hab ich mir schon recht viel vorgenommen fürs NEUE JAHR und dieser Vorsatz fühlt sich gut an! - Eure Jacqueline

 

Sonntag, 29. Dezember 2019

WELCOME 2020

Einer der schönen "Nebeneffekte", wenn man eigentlich Urlaub hat, ist bei mir, dass oft die Ideen "einfach so" kommen.
Ich hatte im Lager ein wenig sortiert und gleichzeitig begonnen, den Weihnachtsschmuck so nach und nach wieder wegzuräumen.



Die Tafel wirkte nun ziemlich leer .........................
Eigentlich hatte ich die Wetzstahltüten gesucht, weil ich eine davon mit einem Wetzstahl in der Küche aufhängen wollte. 
Aber, warum nicht an einem Draht aufhängen, Blumen rein und vor die Tafel hängen? 
Nun ist das mit Blumen im Winter ja so eine Sache. Im Garten blüht aktuell nichts bei uns und der Blumenladen im Ort hatte bereits zu. Wir leben nicht ineiner großen Stadt, wo an jeder Ecke noch eventuell ein geöffneter Blumenladen zu finden ist. Bei uns ist improvisieren "angesagt" ................

 

Vor ein paar Tagen hatte ich einen Bericht über eine "Räucherin" in Bayern im Fernsehen gesehen. Wie sie ganzjährig (auch im Winter) durch die Gegend streift und allerlei auch abgestorbene aber duftende Pflanzenteile sammelt und zum räuchern verwendet.
Nun ist Räuchern an sich nicht so "mein Ding" - aber Duftendes, ja, das mag ich sehr in Räumen.
Und so war schnell die Idee "geboren", draussen / im Garten zu schauen, was man noch duftendes findet - Kräuter eben.
Es wurde ein Mix aus Duftendem, Grünem und Getrocknetem.



Die Zutaten waren also schnell zusammen - weil die Wetzstahl-Hüllen teilweise unten nicht wasserdicht sind, musste noch etwas her, wie man die frischen Pflanzen etwas länger frisch halten kann. Ich weiß leider nicht, wie man die Teile im Fachjargon nennt. 

 

Alles, was man also braucht:

* die Weztstahltüten oder alles andere, was man gerne aufhängen möchte. Ich könnte mir auch gut vorstellen, z.B. einfach Notenpapier zu einer Tüte zu rollen und aufzuhängen.

* festen Draht

* Blumen, Kräuter, Äste, Gräser, usw. 

* Blumenzange + Messer + Schere für den Anschnitt

* diese Wasserspeicher (gibt es im Floristenbedarf für einen schmalen Taler)



Um den Draht vor der Tafel spannen zu können, hab ich rechts und links einen kleinen Nagel in die Tafel geschlagen und daran den Blumendraht gespannt. Danach einfach die Tüten oder was man immer da auch dranhängen möchte positioniert.
Der Rest ist dann schnell erledigt. Immer die kleinen Röhrchen mit Wasser füllen, Pfropfen drauf, einen Stengel einstecken und anschliessend auf die Behältnisse verteilen.




Zum Schluss kamen noch die Pflanzenteile dazu, die kein Wasser brauchen wie Fenchel und einzelne Lärchenzweige - FERTIG





Bei mir ist es eine Mischung aus Salbei, Rosmarin, Lavendel, Buchs, Olive, eingetrocknetem Fenchel und Lärche geworden. 
Und da der Jahreswechsel nicht mehr weit ist, ein schnelles WELCOME 2020 mit Kreide auf die Tafel geschrieben.




Zur "Auflockerung" kam dann noch ein Kränzchen aus frischem Rosmarin mit dazu - ich hatte einfach zuviel abgeschnitten - zum wegwerfen schlicht zu schade!





Passend dazu eine antike Neujahrskarte zwischen die Boule-Kugeln gesteckt - FERTIG. 




Eine Deko, die in den nächsten Wochen einfach nur durch verschiedene andere Pflanzenteile, kleine Blumenzwiebeln, o.ä. abgewandelt werden kann.



Ich weiß nicht, ob ich noch dazu komme, einen weiteren Post hier zu / vor Sylvester zu setzen - darum wünsche ich Euch schon heute: 
Kommt gut ins NEUE JAHR - jeder auf die Weise, die er / sie für sich selbst richtig findet. 
Ich selbst bin nicht so der "Sylvester-Typ" - mir behagt diese "Du-Musst-heute-fröhlich-sein"-Feierei nicht so sehr. Und die Fellträger lassen wir über die "Knall-Zeit" definitiv nicht allein. Auf diese Idee würdenwir nichtmal kommen. 
In den vergangenen haben wir es uns zu Zweit gemütlich gemacht, haben meist lange beim Raclette gesessen, das an diesem Tag doch recht einseitige Fernsehprogramm "genossen" und später dann aufs Neue Jahr angestossen. 
Eure Jacqueline

Samstag, 28. Dezember 2019

UVOs dauern manchmal länger................


An dieser Häkeldecke hab ich diesmal wirklich lange dran "rungehühnert" / gearbeitet /gehäkelt. Ich weiß nichtmal, warum sie mir so schwer fiel. Aber sie war ein echtes "UVO" - also eine "Unvollendete".
(Und man muss ja neuerdings drauf hinweisen: unbezahlte WERBUNG wegen Markennennung)



Gefertigt aus 100% weichestem Baby-Alpaka (von JDL) - ich hab den Faden 3-fach genommen / verhäkelt mit einer 8er Häkelnadel. Wie bei der letzten Decke in cremeweiss auch. Dadurch wird die Decke herrlich dick und warm.
Auch das Muster ist wieder gleich - ich mag dieses Waffelmuster sehr gerne. Es ist nicht nur sehr schön (in meinenAugen), sondern arbeitet sich eigentlich durch das reine Stäbchenmuster auch schnell und vor allem sieht dann auch die Rückseite sehr schön aus.



Entsprechend schwer ist die Decke auch geworden - es wurden genau 2kg verarbeitet.



Die schmalen Seiten haben wieder eine Kante aus 2 Reihen Luftmasschen (immer 10 Maschen zu einem Bogen) - das wirkt "verspielt" und paßt trotzdem gut zu dem schlichten Muster der Decke.



Insgesamt sind es knapp 1 m auf knapp 2 Meter geworden. Also groß genug zum Einkuscheln oder, dass man sich die Decke auch gut mal wie eine Stola um die Schultern legen kann.



Inzwischen wird auch wieder an einer Häkeltasche aus den übergebliebenen Grannys gehäkelt. Sie ist einen Tick kleiner als die anderen Taschen vorher in der Bodengröße, weil ich schlicht vergessen hatte, die Grannys noch zu umranden, bevor ich die Seiten begonnen habe. Sozusagen dann später für den "kleineren Einkauf".



Und parallel zur Tasche wurde dann auch wieder eine Decke begonnen - diesmal wieder gestrickt und aus reiner Schurwolle - 4fädig (ebenfalls von JDL). Das gleiche Modell hatte ich vor einigen Monaten bereits mal in cremeweiß gestrickt gehabt. Diese Wolle ist deutlich leichter als die Alpaka-Wolle und beim Stricken kann man neben dem Fernseher auch besser "blind" arbeiten. Also "blind häkeln krieg ich leider bisher nicht hin.
Auch wenn die Decke lockermaschig wirkt: ich kann nur von der anderen Decke her sagen, dass diese Decken trotzdem unglaublich warm dann halten!
Mir selbst kommt es immer so vor, als würde stricken länger brauchen als häkeln, um voran zu kommen. Aber bei den dicken Nadeln "metert" es sich ganz angenehm.



Übrigens: alle meine Handarbeiten sind immer sicher verstaut in diesen beiden Koffern, die beim Sofabett im Wohnsimmer auf einem Hocker stehen.

 

Bin ich nicht so diszipliniert und vergesse mal, die Handarbeit ordentlich wegzulegen / verstauen, kann es durchaus passieren, dass einer der Fellträger dann der Meinung ist, mir "helfen" zu müssen - dem ist schon manches Knäuel zum Opfer gefallen.
Und wichtig ist auch immer: abschliessen. Was ich früher bei unseren Kindern kindersicher verstauen musste, sind es heute eben die Handarbeiten, die ich hundesicher verstauen muss. Ja, auch Fellträger erziehen zur Ordnung!



und immer dabei / mín meiner Nähe: Bambi Vila - die kleine Maus ist wirklich eine absolute Zuckerpuppe, ein Sonnenschein, eine kleine Prinzessin.



Und sowas von fotogen - egal, wann man auf den Auslöser drückt - sie sieht immer zucker aus. Und egal, wo wir mit ihr hinkommen: ihr fliegen die Herzen der Menschen einfach zu.



Inzwischen wiegt sie "stolze" 4,4 kg und ist etwa 5 cm in der Länge und auch in der Höhe gewachsen. Im täglichen Leben merkt man das nicht - aber ich merke es, weil der erste Strickmantel nun inzwischen hinten 5cm vor dem Bürzel endet und insgesamt nicht mehrso locker sitzt wie am Anfang.



Übrigens ebenfalls aus Baby-Alpaka 3fädig gestrickt (nicht von mir) und den liebt sie ganz besonders. Den hat sie meistens im Haus an, da wir nicht besonders warm geheizt wohnen und so gut wie immer die Haustür offen steht, damit die Fellträger nach eigenem Willen rein und raus können. Das ist besonders für die alten Damen wichtig, die nicht mehr so gut halten können.



Vila hat das mit dem Gassi draussen inzwischen soweit begriffen, dass die "Unfälle" im Haus deutlich weniger werden - vor allem, wenn ich drauf achte, dass sie nach draussen geht, wenn sie grad wach wird oder nach dem Fressen.
Wir haben hier die Erfahrung gemacht, dass "Winterwelpen" deutlich länger brauchen als die "Sommerwelpen", um stubenrein zu werden. Vielleicht,weil sie auch nicht so begeistert sind, in die Kälte zu marschieren, um die Geschäfte zu erledigen. Aber so ist das eben und wird schon werden - bisher haben wir früher oder später alle stubenrein bekommen!
Wir gehen ja schliesslich auch nicht so gerne aufs unbeheizte Klo......................



So ganz langsam lebt sie sich hier auch ein. Ist nicht mehr über jedes Geräusch komplett entsetzt. Hat gemerkt, dass das Rudel auch mal lebhaft ist. Kriegt nicht mehr jedesmal gleich einen Infarkt, weil mir was runter fällt. Kommt, wenn ich sie rufe (wenn auch oft erst nach dem 2. oder 3. rufen), setzt sich brav hin, bevor sie an den Napf geht (klappt selbst bei den großen ja auch nicht immer). Und entwickelt sich rundum zu einem absoluten "Mama-Hund" soweit man diesen Zwerg als Hund bezeichnen kann. Der Held nennt sie eigentlich nur abwechselnd Puschi, Mickey-Maus oder Meerschweinchen - aber das eher um mich zu ärgern. Aber "trauen" tut sie ihm noch lange nicht! Das wird noch dauern.
Und andere fremde Männer, da bricht sie noch schier in Panik aus. Da krabbelt sie ganz tief in ihre Tasche dann oder duckt sich ganz klein auf meinem Arm - das haben wir gestern gemerkt, als wir uns mit unserem großen Sohn getroffen haben. Der immer einen guten Draht schnell zu einem Fellträger aufbauen kann. Bei Bambi Vila? - keine Chance. Selbst nach Stunden stand ihr jedesmal das Herz fast still,wenn er sie nur mit den Fingerspitzen berühren wollte.
Immer wieder stelle ich mir vor, was gewesen wäre, sie wäre zu einem Mann oder Männerhaushalt vermittelt worden. ........................ und genau das ist der Knackpunkt: Bisher hat sich ohnehin niemand für Bambi Vila als Adoptant interessiert - aber wie werden wir damit umgehen,wenn sich mal jemand ernsthaft meldet? Sie wird vermutlich niemals ein "souveräner Ersthund" werden.
Mit Routinen kann sie gut umgehen. Aber wehe, sie kommt in eine neue Sitaution. Da springt sie mir aus Panik dann förmlich in die Arme....................... Im Moment kann ich nur sagen: schauen wir mal - warten wir mal ab. Manches wird sich bestimmt noch "ausschleifen". Bis dahin wird der Zwerg eben von Hacke bis Nacke ( nicht nur von mir) verwöhnt!
Übrigens hab ich vor kurzem einen eigenen Instagram-Account (eigentlich für alle unsere Fellträger) für Bambi Vila eingerichtet. Aber Auslöser sozusagen war Bambi-Vila - mal zu zeigen, wie sich Fellträger mit der Zeit so entwickeln, wenn sie aus der Fremde zu einem kommen. Also sprichwörtlich von der Straße (in Vilas Fall vom Feld) aufs Sofa.
Wer also mag, geht in Instagram auf #BambiVila



Und was ganz putzig oft ist: rufe ich Vila kommt Frieda auch gleich mit angerannt - ok, auch sie ist meistens in meiner Nähe - aber wenn grad mal nicht, weil sie draussen auch mal mit den anderen Fellträgern spielt (dann vorzugsweise mit Jorgos und Yildiz) kommt sie angesaust und legt sich dann mit einem wohligen Grunzen in meiner Nähe ab.
So einfach es ist, die Vila zu fotografieren, so schwierig ist es bei Frieda. Gefühlte 96 Bilder muss man (ich) schiessen, bis mal eines gelungen ist. Und selbst dann wirkt sie immer, als würde sie das Leiden Christi auf den Schultern tragen. Als wenn sie eine Aversion gegen Fotoaperate / gegen das Fotografieren hätte.



Anders, wenn ich sie per Zufall mal im Profil "erwische" - dann zeigt sich ihre ganze Schönheit.




Inzwischen geht es ja stramm auf den Jahreswechsel zu!

 


Bisher ist es bei uns recht ruhig., ist noch kein Feuerwerk bei uns im Dorf entzündet worden. Was ich SEHR ANGENEHM finde! Ich verstehe ohnehin nicht, warum man ein Neues Jahr mit Dreck und Lärm "begrüßen" muss. Das hab ich schon als Kind nicht verstanden. Ein paar schöne Raketen am Himmel finde ich auch schön - aber der Lärm, das Jaulen und Zischen dabei, das hat mir schon als Kind große Angst gemacht. Und ich bin ein Mensch - könnte also sagen: viel Lärm um und für nichts, Dir passiert schon nichts. Also mit Ratio dran gehen - aber wenn ich an die Tiere denke, dann bin ich sehr froh um jedes Krachteil, das nicht entzündet wird.
Ich hab gestern mit einer Freundin in Holland gesprochen - da sind sie teilweise noch "bekloppter" - da werden aus einer "Tradition" wohl auch ganze Milchkannen zum knallen gebracht. Das muss man nicht verstehen. Und sie berichtete mir auch, dass sie übers Jahr die Vögel bei sich füttert - sind es normalerweise um die 50 Federtiere am Futterplatz - nach Sylvester kommen grad noch 10 % zur Futterstelle - das ist doch Wahnsinn....................

 

also bleibt zu hoffen, dass es (halbwegs) so friedlich bleibt hier. Und wo es nicht so friedlich sein könnte: Ich wünsche niemandem was Böses, aber in dem Fall darf es dort dann gerne wie aus Eimern schütten / regnen...............Es wäre den Menschen und den Tieren sehr zu wünschen!
Und vor allem freue ich mich, dass wir inzwischen den dunkelsten Tag des Jahres überschritten haben - so gaaaaaaaanz langsam wird es dann wieder etwas täglich etwas früher heller werden. Man hat also wieder mehr vom Tag. Von Jahr zu Jahr merke ich mehr, wie wichtig mir das Tageslicht ist. 

 

Habt alle ein wunderbares und vor allem friedliches Wochenende - Eure Jacqueline


Dienstag, 24. Dezember 2019

Der 24.


Für uns selbst geht so langsam ein sehr turbulentes Jahr zuende und ich merke für mich selbst, das ich recht nachdenklich werde. Darüber nachdenke, was war gut und was war weniger gut, was würde ich genauso wieder machen und was sollte sich für 2020 dann bitte ändern. 



Aber das ist wohl mal einen Post zu einem späteren Zeitpunkt "wert".
Heute ist der 24. - der Heilige Abend. 



Der Tag, an dem für die Kinder der Weihnachtsmann bzw. das Christkind kommt. Der Tag, der für uns alle von Kindesbeinen an ein ganz besonderer Tag ist. Ein Tag, wo es tatsächlich mal auf der gesamten Welt ein wenig ruhiger ist.
Für die Eltern meist noch ein recht hektischer Tag - der Braten muss vorbereitet werden, der Baum muss nochmals kontrolliert werden (wenn er schon in der Vorweihnachtszeit geschmückt wurde) oder er wird überhaupt erst am 24. aufgestellt - wie bei uns - traditionell im Laufe des Tages.



Anfangs hab ich ihn geschmückt - später dann die Kinder. Inzwischen sind die Kinder aus dem Haus - und so bin ich es dann wieder. 
War er früher sehr üppig bei uns geschmückt - so wurde er über die Jahre immer schlichter. Inzwischen mögen wir es besonders, wenn das Haus zwar geschmückt ist - aber am Baum reichen schlicht Kerzen. Der Baum für sich ist Schmuck genug!
Und nein, bei uns steht er noch nicht - der Held holt jetzt noch die letzten frischen Dinge wie Milch und Brot und dann werden wir Zwei wohl gemeinsam den Baum aufstellen. 
Es wird auch das erste Jahr sein, an dem wir alleine feiern - ein Tag, vor dem ich mich immer gegruselt hatte. So lange ich zurückdenken kann, waren immer alle bei uns. Es gab feste Rituale - wie wohl in allen Familien. Rituale, die sich über die Zeit gebildet hatten oder die ich von meinem Eltern übernommen hatte.
Inzwischen haben unsere Kinder selbst eigene kleine Familien - dort werden sich nun die eigenen Rituale bilden. Und inzwischen bin ich soweit, dass das auch sehr richtig so ist! Auch wenn es weh tut. So weh hat es wohl unseren Eltern oder deren Eltern früher auch getan. Ich hab mich mit arangiert und finde den Gedanken sehr schön, mit meinem Helden einen 100% entspannten Tag zu geniessen.



Komplett ohne an die Zeit denken zu müssen. Nur wir Zwei und natürlich unsere Fellträger. Und auch bei ihnen hab ich das Gefühl, dass sie spüren, dass es ein ganz besonderer Tag ist. Sie sind friedlicher als sonst, knötern oder zicken sich kaum an. Liegen eher faul in unserer Nähe herum.



Oder wuseln mir ständig zwischen den Beinen herum, weil ich ja ansonsten, wenn ich nicht permanent beoachtet werde, in einem unvorhergesehenen Erdloch verschwinden könnte - wie das "Bambi Vila". Hier auf dem Foto kann man mal gut erkennen, wie klein sie eigentlich ist, wenn man auf den Stuhl neben ihr achtet.



Sie wird noch sehr lange brauchen, um die innere Ruhe aufzubauen, dass ihr nie wieder etwas Schlimmes passieren kann. Hier bei uns taut sie so langsam auf - merkt, dass es bestimmte Rituale und feste Tagesabläufe gibt. Lernt die ersten Kommandos, die das gemeinsame Leben ja sehr erleichtern. Legt langsam die Scheu vor dem Helden ab. Rennt nicht mehr panisch in meine Arme, wenn er nur den Raum betritt. Ob sie jemals ausserhalb des Grundstückes diese Ruhe entwickeln kann - das wird erst die Zeit dann zeigen. 

 

Sie ist noch weit davon entfernt, wie der Krümel Clara (der Herzenshund vom Helden), egal was passiert, so friedlich zu schlafen.


Und da ich grad von Ruhe rede:
Gestern war es nochmals recht turbulent bei uns. Die alte Paula (inzwischen stolze 16 Jahre alt) sah im Gesicht wie ein Preisboxer aus. Die ganze linke Gesichtshälfte stark geschwollen. Also ab in die Tierklinik. Sie musste sediert werden, da sie sich freiwillig nicht ins Maul von der Ärztin schauen ließ. Sie hatte sich scheinbar beim Spielen im Maul verletzt und es hatte sich in der Leftze ein großer Abzess vom Auge bis runter zur Nase gebildet. Das muss furchtbar weh getan haben. Mich hat nur erschrocken, dass sich solch ein Abzess innerhalb grad mal 24 Stunden bilden kann. Denn am Abend vorher war kaum etwas zu erkennen gewesen.
So wurde gleich die Gelegenheit genutzt, von einer Beule am Rücken eine Biopsie zu nehmen. So war der Plan - denn ich hatte große Angst, dass da was Bösartiges sich bildete. Und dann war da zumindest mal die Freude groß. Es war eine "Wasserbeule". Nicht angenehm, kann sich immer wieder bilden - aber gutartig.
Und ihre Hinterbeine mussten kontrolliert werden - sie lief in den letzten Wochen immer schlechter, obwohl wir schon viele Hilfsmittel wie Schmerzstiller, Entzündungshemmer und sogar Hanföl eingesetzt hatten. Und die Diagnose war mehr als niederschmetternd. Schwerste Arthrose in beiden Knien. Wäre sie jünger, könnte man über neue Kniegelenke nachdenken - aber in diesem greisen Alter ist das leider keine Option mehr.  Jetzt werden wir schauen, dass wir sie gut schmerzfrei bekommen - soweit wir das als Menschen überhaupt beurteilen können. Und genau drauf achten, wie sie sich fühlt. Der "Rest" wird sich dann zeigen.



In diesem Jahr hab ich mir auch für die Weihnachtsdekoration sehr viel Zeit gelassen bzw. mir wohl auch nicht so recht die Zeit dafür genommen.
Unsere traditionellen Weihnachtsspitzen MUSSTEN allerdings noch sein. Als ich eine der Kisten aus der Abseite geholt hab, war es allerdings ein trauriger Moment. Einige meiner schönsten Spitzen hatten schweren Schaden genommen - warum auch immer. Das war nicht mehr heraus zu finden. Grad auch um diese Spitze war es so schade - die heb ich trotzdem auf. Das Unterteil ist ja noch intakt. Und wie heißt es so schön: nobody is perfect.......................




Und Bruch gibt es wohl bei uns allen jedes Jahr beim Weihnachtsschmuck. Und meistens sind es eben die Herzensteile, die Schaden nehmen.



Die alte Blechtür ist nun gleich neben die Tür gewandert. Da wirkt sie viel schöner und ist derzeit auch die "Halterung" für die alten Watteteile.



Und auch der alte Hund darf nicht fehlen - wie bei uns im "richtigen Leben" ja auch nicht.




An die Stelle der alten Blechtür ist eine alte Werkstattvitrine gekommen.



Und alles wirkt dort jetzt viel harmonischer - sie fügt sich schön in das Bild dort ein. Grad wohl auch, weil sie nicht so schwer "beladen" wurde.






Auch ein wichtiges Ritual jedes Jahr bei uns, sind die frisch gebundenen Eukalyptuskränze.
Dieses Jahr kam ein "fetter" Kranz über den Kamin und davor die Baumspitzen.
Ich liebe diesen feinen Duft von Eukalyptus - besonders an Weihnachten. Auch wenn ich selbst den Eukalyptus das ganze Jahr in der Dekoration liebe. Dann aber eher, die verblassten Farben, wenn die Kränze dann älter werden.






Und auch der kleine Junge hat einen kleinen Kranz nun um.



Ja, das ist es eigentlich hier im großen und ganzen bei uns - jetzt wird hier der Weihnachtsbraten vorbereitet und dann werden wir Zwei einfach nur die gemeinsame Zeit geniessen.
Hier noch einige weitere kleine Impressionen - wo ich einfach nur die Fotos für sich sprechen lasse:

















 

Ich wünsche Euch und Euren Familien besinnliche Weihnachten - geniesst diese ruhigen Tage. Und wenn diese Tage mit viel Verwandschaft voll gepackt sind oder Ihr arbeiten müßt: achtet drauf, Euch auch ein paar ruhige Minuten einzubauen. Denn das ist ja der eigentliche Sinn von Weihnachten: Frieden, Ruhe und Besinnlichkeit. Auch wenn das jeder für sich selbst interpretieren muss. Es gibt kein richt oder falsch - nur ein: für jeden Einzelnen "richtig". Dass es sich eben "richtig" anfühlt.
Eure Jacqueline

 

Schlafzimmer-"Makeover"

Eigentlich ist der Post-Titel ein wenig übertrieben - es ist kein wirkliches "Makeover". Lediglich meine Bettseite hat ein "n...