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Donnerstag, 23. November 2017

a primitve star..............schlicht schön mit einer Prise Aufregung.............

Heute morgen ganz spontan beim ersten Kaffee kam mir der Gedanke, aus den Lärchenzweigen einen ganz primitiven Stern zu "zwirbeln". Ob das mit diesen feinen Ästen funktionieren würde, wußte ich nicht. Aber einen Versuch fand ich es wert!
 

 Übrigens: bis jetzt glaube ich, dass es solche Sterne aus LÄRCHENzweigen noch nicht gegeben hat - sollte es solche Sterne doch schon geben, würde ich mich über einen Hinweis sehr freuen, denn ich möchte mich nicht mit "fremden Federn" schmücken!
Im letzten Jahr hatte ich mir bereits aus Schwemmholz einen solchen "primitive star" gebastelt.

 

und ihn in diesem Jahr lediglich durch einen Lärchenkranz ergänzt, der durch Zufall tatsächlich innen hineinpaßte. Dieser Stern hängt nun in der Milchküche über der Bank.
 

Ich hab mir also die verbliebenen Reste von den Lärchenzweigen in die Küche geholt und mir auf dem Tisch erstmal 6 in etwa gleich lange Bündel aus der gleichen Menge Zweigen zurecht gelegt. Die Zweige wurden dann mit Draht umwickelt bzw. zusammengefaßt. Mir ist dabei aufgefallen, dass es gut war, dass die Zweige durch den Regen der vergangenen Tage sehr feucht und somit elastisch / biegsam waren. Ich denke, mit trocknen Ästen hätte das nicht so gut geklappt. Dann hab ich die Zweige so zurechtgelegt, dass sie in 2 Dreiecken versetzt übereinander lagen und mit feinem Bindedraht zusammengebunden.



Es ist eine etwas fummelige "Arbeit", aber es hat tatsächlich geklappt und der Stern HÄLT - auch wenn er etwas "schidderig" aussieht!



Je feiner der Draht, desto unsichtbarer sind natürlich auch die Verbindungsstellen, wie man auf dem folgenden Foto ganz gut erkennen kann



Und dann musste natürlich ausprobiert werden: wo sieht er am schönsten aus - wo wirkt der Stern in meinen Augen am schönsten. Über dem Arbeitstisch im Wohnzimmer?



Ich glaube, das Hildchen hat da keine eigene Meinung zu



Oder doch lieber über den Tisch, wo häufig die Fotos für den Shop entstehen?



Ich denke, es wird wohl ein "Wanderstern" werden. Wo ich grad bin und der Stern hinpaßt, da wird er dann hängen. Und wenn die Zweige in den nächsten Tagen austrocknen, dann werden sich auch die kleinen Zapfen öffnen und der Stern wird dann auch noch etwas "voller" wirken.



Meine Bastelleien heute morgen wurden natürlich auch von den Fellträgern sehr aufmerksam verfolgt. Besonders die "kleine" Yildiz, unsere türkische Prinzessin, hat alles genauestens begutachten müssen.



Wobei, soooooooooo klein ist die Maus eigentlich garnicht (mehr). Sie hat inzwischen mehr als 60cm Schulterhöhe bei guten 34,5 kg bei einem in der Tierklinik anhand der Zähne geschätzten 6 Monaten. Also ist sie wohl eher ein "schweres kleines" Mädchen. Ganz anders, als zu der Zeit, wo sie im späten Sommer in der Türkei verletzt unter einem Auto liegend von einem Tierschützer gefunden worden war. Da war sie grad ein paar Wochen alt und hatte gebrochene Knochen. Seit Tagen sollte sie da laut der Anwohner schon gelegen haben.
 

Sie wurde also in die Tierklinik in Alanya gebracht und dort operiert. Als ich die ersten Bilder von ihr sah, brach es mir fast das Herz. Ich zeigte dem Helden die Fotos und wir übernahmen erst nur die OP-kosten. Yildiz ging mir nicht mehr aus dem Kopf, denn sie musste aus Mangel an Unterbringungsmöglichkeiten wieder zu ihrem "Stammplatz zu ihren beiden Schwestern zurück. Wo die Mutter war, wußte ohnehin niemand. Die kleinen Mädchen waren also ziemlich auf sich allein gestellt. Nur kurze Zeit später dann war klar: wir werden Yildiz zu uns holen. Wir haben ja hier eher ein "Seniorenheim". Ausser Nanni natürlich, unser damaliges Nesthäkchen, die unter den ganzen alten Damen ziemlich verloren war. Nanni wollte ja keiner, also brauchte sie einen Spielgefährten im gleichen Alter. So war der Plan.
Also haben wir zugesagt, Yildiz zu uns zu holen, was aus der Türkei ein schwieriges Unterfangen ist, da viele Voraussetzungen erfüllt sein müssen, es viele Wochen / Monate dauert, bis alle Tests, Titer, etc. vorliegen, die auch noch von den türkischen Behörden "abgesegnet" werden müssen, usw. Auch musste ja Yildiz in dieser Zeit irgendwo bleiben und gesund gepflegt werden. Das hat dann Ali für uns gemacht, der sie ja auch gefunden hatte. Er sorgte für sie und wir steuerten das Futter bei. Und einen besseren "Hundesitter" gibt es einfach nicht! Dann bekam Yildiz zu allem auch noch Parvo, obwohl sie bereits ihre Impfung hatte. Und das ist eine Krankheit, an der die meisten Welpen dann auch sterben. Aber Yildiz hat eine Woche gekämpft und den Kampf gewonnen. Naja, mit der Zeit wuchst Yildiz dank der Toppflege zu einem wunderschönen Mädchen heran und dann nahte der Tag, dass sie ausreisen durfte. Eine Flugpatin hatte sich leider in Nichts aufgelöst und so musste sehr holterdipolter ein anderer zuverlässiger Flugpate gefunden werden. Wir hatten einfach Glück! Meine Flüge wurden gebucht, dass ich Yildiz entgegenfliegen konnte und dann war der Tag da: Yildiz machte sich auf den Weg gen Deutschland und ich flog mit der letzten Maschine nach Köln um Yildiz nachts um 2.00 Uhr in Köln zu empfangen. Meine Freundin Sylvia von den Hundepaten wartete mit mir gemeinsam, bis die kleine Prinzessin endlich gelandet war. Die letzten Stunden ziehen sich ja immer wie Kaugummi.
 

Und was ich ganz besonders aussergewöhnlich fand: Eine ganz liebe Kundin, mit der ich auch einen herzlichen persönlichen Kntakt "pflege", mit der ich mich einfach richtig gut verstehe, hatte das alles mitbekommen und kurzerhand angeboten: ich fahre Euch von Köln nach Frankfurt - ist doch ein schönes Abenteuer............sie stand also tatsächlich nachts um 3 Uhr dann in Köln und wir sind rüber nach Frankfurt gefahren, denn nur von dort konnte ich mit Yildiz mittags dann nach Berlin zurückfliegen.
 

Und Yildiz hat das alles mit einer Seelenruhe mitgemacht - war der absolute Hingucker auf dem Flughafen. Jeder, der sie gesehen hat, war sofort hin und weg von dem tapsigen Riesenbaby. Und Yildiz? War total tiefenentspannt!



Und dann endlich konnten wir unsere Rückreise antreten. Am späten Nachmittag waren wir dann endlich in Berlin.
 

Haben noch einen Abstecher in der Tierklinik in Berlin eingelegt, was wir in den ersten Tagen ohnehin mit jedem neuen Fellträger machen und irgendwann am späten Abend dann waren wir endlich Zuhause. Alle Irrungen und Wirrungen waren vergessen. Und was ich besonders erstaunlich finde: Unser Rudel hat so cool reagiert. Sie wurde ausgiebig beschnuppert, es gab ein paar Knuffe und Grunzer, dann war alles geklärt. Und Yildiz? versucht immer in meiner Nähe zu sein und lernt unglaublich schnell. Wir hatten aber auch unglaubliches Glück!: Ali kann gut Deutsch und ich hatte ihn gebeten, mit Yildiz möglichst viel auf deutsch zu reden. Das macht ihr jetzt die Eingewöhnung natürlich viel leichter!



Und natürlich muss sie auch noch weiter viel lernen. Nur der Plan, ob sie wirklich zur Spielgefährtin für Nanni wird, das muss sich erst die nächsten Tage und Wochen zeigen. Denn 5 Monate Altersunterschied sind es zwisschen den beiden ja trotzdem noch. Zur Zeit reagiert Nanni noch mit kompletter Ignoranz Yildiz gegenüber.



Ja, so sahen also unsere letzten Tage aus und ich bin gespannt, was die nächsten Tage und Wochen bringen werden. Eure Jacqueline

die Hundsrose oder Kartoffelrose

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