Tja, was würde ich wohl ohne meine "alte Hilde" machen?!?.....................
..................wer die "alte Hilde" ist? Hilde ist meine Nähmaschine - Baujahr 1960er Jahre - also etwa so alt wie ich. Noch eine echte Qualitätsmaschine ohne irgendwelchen neumodischen Computerkram, ziemlich ohne
Schnörkel. Kann all das, was meiner Meinung nach eine Nähmaschine können
sollte und schnurrt bei der Arbeit wie eine Katze, ist ein ganz fleissiges "Weib", quält sich tapfer durch die unmöglichsten Materialien, murrt eigentlich nie. Und wenn sie dann mal murrt, okay, dann hat sie tatsächlich was. Dann stimmt was nicht mit ihr! Dann hat sie keinen leichten Husten, dann ist es was Ernstes!................
................... Und genau solch ein Fall war vor etwa 10 Tagen: Ich wollte mich an einen Berg vorbereiteter Leinenkissen machen. Das mache ich immer so, dass ich einige Stücke vorbereite und en block arbeite. Denn es würde sich nun wirklich nicht lohnen, für eine einzelne Kissenhülle zur Auswahl das eingelagerte Leinen hervorzuholen, Bügeleisen und Bügelbrett, Lineal, Schere und was weiß ich noch alles aufzubauen, um dann diese eine Kissenhülle vorzubereiten und zu nähen. Das mache ich gerne mal abends in der Küche. Die sieht dann zwar aus wie ein "Schlachtfeld", aber es ist einfach gemütlich. Der Held sitzt dann oft dabei, wir unterhalten uns und ich schneide, bügle und hefte die Nähstücke vor. Und so lagert hier fast immer solch ein Stapel mit Stücken, die mich anlachen: näh uns endlich!............
.........wie gesagt, ich wollte nähen und auf einmal machte "Hilde" ein sehr häßliches Geräusch und sagte keinen Mucks mehr. Ich vergleiche Hilde immer mit einem alten VW Käfer. Man sieht sie ja heutzutage nur noch selten im Straßenverkehr - aber schöne Erinnerungen wecken sie allemal. Vor allem, da konnte man / Mann noch selbst dran schrauben! Wie oft hat mein Vater früher unter unserem alten weißen Käfer gelegen, hat dran rumgeschraubt, gehämmert, ausgebeult und danach lief er (der Käfer) wieder freudig durch die Straßen. Oder er (der Käfer) kam in einen urige Hinterhofwerkstatt, die Reparatur kostete eine "kleines Geld" und mein Vater war happy, wenn er seinen Käfer zurück hatte. Auch meine Tante hatte einen solchen ollen alten verbeulten Käfer und war glücklich damit. Naja, und meine Hilde ist wohl so ähnlich. Man kann auch heute noch nahezu alles an ihr wieder richten. Nur ich selbst natürlich nicht - nein, ich kann ja einiges, aber Hilde wieder zum laufen bringen, das schaffe ich nicht! Und ich weiß aus Erfahrung: solch eine Reparatur dauert ihre Zeit. Hilde muss erstmal nach Berlin gekarrt werden und die Werkstatt wartet nicht nur auf uns. Nunja, der Held bekam den "Auftrag", Hilde zur Reparatur zu bringen und ich suchte im 1,2,3-Auktionshaus nach einer "Ersatz-Hilde" für die Übergangszeit. Ich dachte mir, selbst wenn meine Hilde zu reapraieren war, eine Ersatzmaschine ist ja auch nicht verkehrt. Man weiß ja nie........Na, man glaubt es kaum - aber meine Hilde ist nicht die Hilde, die drauf steht! Laut Aufdruck ist sie eine Pfaff 360er Automatik - ABER schaut man sie genau an, ist sie eine 362er Automatik nur eben mit der falschen Beschriftung. ..............
..................Was mir ja eigentlich egal ist - aber wenn man genau das gleiche Maschinchen wieder haben will, ist das schon SEHR entscheidend! Also lange Rede: ich fand eine entsprechende Hilde mit dem Versprechen GENERALÜBERHOLT die auch einen halbwegs annehmbaren Preis hatte und die auch recht schnell eintraf. Doch, was soll ich sagen: diese alte "neue" Hilde machte so garnicht, was sie sollte, sie war KAPUTT!!! Nee, da war echt der Wurm drin. Also Briefmarke auf den Popo und zurück. Und vorgestern nun, kam MEINE "alte Hilde" wieder zurück. Es war tatsächlich nur eine Kleinigkeit gewesen. Was war ich glücklich! Nun "schnurrt" sie wieder, meine "alte Hilde"............
.........und ich dachte mir, ich zeig Euch mal einen Teil von meinem Arbeitszimmer, in dem ich einen großen Teil des Tages verbringe. Das Arbeitszimmer liegt im 1. Stock, nimmt etwa ein Drittel der Grundfläche vom Haus ein und hat eine "offene" Decke - will heißen, geht bis in den Giebel (etwa 6m an der höchsten Stelle) mit entsprechend vielen Fenstern. Darum ist es auch so wunderbar hell (wenn der Nachbar regelmäßig seine Hecke zurückschneidet (aber das ist ein anderes Thema))............
..........Hinter der Bretterwand ist noch die gesamte Abseite - also genügend Stauraum für all den Kram, den man nicht täglich sehen will. In all den Kisten unter dem Tisch sind übrigens meine Lüsterschätze versteckt. Da hab ich mich von Mea anstecken lassen! Wenn ich irgendwann mal viel Zeit hab, dann will ich mich auch mal an einen defekten Lüster machen und ihn selbst neu "zusammenknüppern"! ............
...............Und alles, was in Reichweite sein muss, hat seinen Platz. Das Papiergeld ist übrigens altes entwertetes Geld aus der Inflationszeit! Nicht, dass hier ncoh einer denkt, wir haben es so üppig, dass es in den Regalen offen rumflattert...................
.....ich arbeite mit Freude mit alten Materialien und Werkzeugen. z.B. kommt KEINE neumodische Schere an eine alte handgeschmiedete Schere heran...........
.............. Da kann nichts abbrechen oder auseinanderfallen und irgendwann hab ich auch den Dreh herausbekommen, sie selbst nachzuschärfen. In der alten Box sind übrigens die Stecknadeln verstaut..........
...............eine defekte alte Terrine ist das Versteck für allerlei Nägel, Schrauben und Werkzeug, was ich immer mal schnell zur Hand brauche. Es macht nämlich keine Freude, wegen einem Nagel, den man in die Wand schlagen möchte, einmal quer durchs Haus in die Werkstatt zu rennen und später dann den Hammer wieder zurückzutragen!................
.......wenn alles schön verstaut ist, macht auch die Arbeit einfach mehr Spaß!.............
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...............dieses Regal füllt den Bereich zwischen Nähtisch und Arbeitsplatz...........
............bei den Geranienstecklingen hoffe ich sehr, dass wenigstens einige von ihnen Wurzeln ansetzen werden. Bei meiner Oma hat das früher immer geklappt. Sie hat sie einfach ins Wasserglas gesteckt und innerhalb kurzer Zeit hatten sie dann Wurzeln angesetzt. Nun hoffe ich, dass ich genauso viel Glück damit haben werde..................
........und rechts davon ist das "Allerheiligste" - mein Schreibtisch. Hier sitze ich auch grad und schreibe diesen Post. Da die Fenster gen Nordosten zeigen, ist es auch kein Problem, dass ich mit dem Bildschirm gegen das Licht arbeite. Übrigens rechts vom Schreibtisch ist die 2. Abseite. Die Fellträger haben dort einen weichen Platz und legen sich dort tagsüber zu gerne mal in ihre "Höhle"......
.......Überhaupt ist es schön! Alle Fellträger kommen tagsüber mal vorbei, stupsen mich für eine Kraulrunde an oder liegen einfach mal nur schnarchend im Weg....................
.......und so sah gestern mein "Tagwerk" aus - ich hab mich kaum von meiner Nähmaschine wegbewegt - hab genäht, als gäbe es kein morgen..............
........ich glaube, das Tagwerk (das ist ein Teil davon) von gestern kann sich sehen lasen................

.........ich hoffe, Euch haben die Einblicke inspiriert, dass man sich den Arbeitsplatz so schön als möglich machen sollte, denn so macht die Arbeit gleich doppelt viel Freude - Eure Jacqueline