Posts mit dem Label Häkelwahn werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Häkelwahn werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Samstag, 28. Dezember 2019

UVOs dauern manchmal länger................


An dieser Häkeldecke hab ich diesmal wirklich lange dran "rungehühnert" / gearbeitet /gehäkelt. Ich weiß nichtmal, warum sie mir so schwer fiel. Aber sie war ein echtes "UVO" - also eine "Unvollendete".
(Und man muss ja neuerdings drauf hinweisen: unbezahlte WERBUNG wegen Markennennung)



Gefertigt aus 100% weichestem Baby-Alpaka (von JDL) - ich hab den Faden 3-fach genommen / verhäkelt mit einer 8er Häkelnadel. Wie bei der letzten Decke in cremeweiss auch. Dadurch wird die Decke herrlich dick und warm.
Auch das Muster ist wieder gleich - ich mag dieses Waffelmuster sehr gerne. Es ist nicht nur sehr schön (in meinenAugen), sondern arbeitet sich eigentlich durch das reine Stäbchenmuster auch schnell und vor allem sieht dann auch die Rückseite sehr schön aus.



Entsprechend schwer ist die Decke auch geworden - es wurden genau 2kg verarbeitet.



Die schmalen Seiten haben wieder eine Kante aus 2 Reihen Luftmasschen (immer 10 Maschen zu einem Bogen) - das wirkt "verspielt" und paßt trotzdem gut zu dem schlichten Muster der Decke.



Insgesamt sind es knapp 1 m auf knapp 2 Meter geworden. Also groß genug zum Einkuscheln oder, dass man sich die Decke auch gut mal wie eine Stola um die Schultern legen kann.



Inzwischen wird auch wieder an einer Häkeltasche aus den übergebliebenen Grannys gehäkelt. Sie ist einen Tick kleiner als die anderen Taschen vorher in der Bodengröße, weil ich schlicht vergessen hatte, die Grannys noch zu umranden, bevor ich die Seiten begonnen habe. Sozusagen dann später für den "kleineren Einkauf".



Und parallel zur Tasche wurde dann auch wieder eine Decke begonnen - diesmal wieder gestrickt und aus reiner Schurwolle - 4fädig (ebenfalls von JDL). Das gleiche Modell hatte ich vor einigen Monaten bereits mal in cremeweiß gestrickt gehabt. Diese Wolle ist deutlich leichter als die Alpaka-Wolle und beim Stricken kann man neben dem Fernseher auch besser "blind" arbeiten. Also "blind häkeln krieg ich leider bisher nicht hin.
Auch wenn die Decke lockermaschig wirkt: ich kann nur von der anderen Decke her sagen, dass diese Decken trotzdem unglaublich warm dann halten!
Mir selbst kommt es immer so vor, als würde stricken länger brauchen als häkeln, um voran zu kommen. Aber bei den dicken Nadeln "metert" es sich ganz angenehm.



Übrigens: alle meine Handarbeiten sind immer sicher verstaut in diesen beiden Koffern, die beim Sofabett im Wohnsimmer auf einem Hocker stehen.

 

Bin ich nicht so diszipliniert und vergesse mal, die Handarbeit ordentlich wegzulegen / verstauen, kann es durchaus passieren, dass einer der Fellträger dann der Meinung ist, mir "helfen" zu müssen - dem ist schon manches Knäuel zum Opfer gefallen.
Und wichtig ist auch immer: abschliessen. Was ich früher bei unseren Kindern kindersicher verstauen musste, sind es heute eben die Handarbeiten, die ich hundesicher verstauen muss. Ja, auch Fellträger erziehen zur Ordnung!



und immer dabei / mín meiner Nähe: Bambi Vila - die kleine Maus ist wirklich eine absolute Zuckerpuppe, ein Sonnenschein, eine kleine Prinzessin.



Und sowas von fotogen - egal, wann man auf den Auslöser drückt - sie sieht immer zucker aus. Und egal, wo wir mit ihr hinkommen: ihr fliegen die Herzen der Menschen einfach zu.



Inzwischen wiegt sie "stolze" 4,4 kg und ist etwa 5 cm in der Länge und auch in der Höhe gewachsen. Im täglichen Leben merkt man das nicht - aber ich merke es, weil der erste Strickmantel nun inzwischen hinten 5cm vor dem Bürzel endet und insgesamt nicht mehrso locker sitzt wie am Anfang.



Übrigens ebenfalls aus Baby-Alpaka 3fädig gestrickt (nicht von mir) und den liebt sie ganz besonders. Den hat sie meistens im Haus an, da wir nicht besonders warm geheizt wohnen und so gut wie immer die Haustür offen steht, damit die Fellträger nach eigenem Willen rein und raus können. Das ist besonders für die alten Damen wichtig, die nicht mehr so gut halten können.



Vila hat das mit dem Gassi draussen inzwischen soweit begriffen, dass die "Unfälle" im Haus deutlich weniger werden - vor allem, wenn ich drauf achte, dass sie nach draussen geht, wenn sie grad wach wird oder nach dem Fressen.
Wir haben hier die Erfahrung gemacht, dass "Winterwelpen" deutlich länger brauchen als die "Sommerwelpen", um stubenrein zu werden. Vielleicht,weil sie auch nicht so begeistert sind, in die Kälte zu marschieren, um die Geschäfte zu erledigen. Aber so ist das eben und wird schon werden - bisher haben wir früher oder später alle stubenrein bekommen!
Wir gehen ja schliesslich auch nicht so gerne aufs unbeheizte Klo......................



So ganz langsam lebt sie sich hier auch ein. Ist nicht mehr über jedes Geräusch komplett entsetzt. Hat gemerkt, dass das Rudel auch mal lebhaft ist. Kriegt nicht mehr jedesmal gleich einen Infarkt, weil mir was runter fällt. Kommt, wenn ich sie rufe (wenn auch oft erst nach dem 2. oder 3. rufen), setzt sich brav hin, bevor sie an den Napf geht (klappt selbst bei den großen ja auch nicht immer). Und entwickelt sich rundum zu einem absoluten "Mama-Hund" soweit man diesen Zwerg als Hund bezeichnen kann. Der Held nennt sie eigentlich nur abwechselnd Puschi, Mickey-Maus oder Meerschweinchen - aber das eher um mich zu ärgern. Aber "trauen" tut sie ihm noch lange nicht! Das wird noch dauern.
Und andere fremde Männer, da bricht sie noch schier in Panik aus. Da krabbelt sie ganz tief in ihre Tasche dann oder duckt sich ganz klein auf meinem Arm - das haben wir gestern gemerkt, als wir uns mit unserem großen Sohn getroffen haben. Der immer einen guten Draht schnell zu einem Fellträger aufbauen kann. Bei Bambi Vila? - keine Chance. Selbst nach Stunden stand ihr jedesmal das Herz fast still,wenn er sie nur mit den Fingerspitzen berühren wollte.
Immer wieder stelle ich mir vor, was gewesen wäre, sie wäre zu einem Mann oder Männerhaushalt vermittelt worden. ........................ und genau das ist der Knackpunkt: Bisher hat sich ohnehin niemand für Bambi Vila als Adoptant interessiert - aber wie werden wir damit umgehen,wenn sich mal jemand ernsthaft meldet? Sie wird vermutlich niemals ein "souveräner Ersthund" werden.
Mit Routinen kann sie gut umgehen. Aber wehe, sie kommt in eine neue Sitaution. Da springt sie mir aus Panik dann förmlich in die Arme....................... Im Moment kann ich nur sagen: schauen wir mal - warten wir mal ab. Manches wird sich bestimmt noch "ausschleifen". Bis dahin wird der Zwerg eben von Hacke bis Nacke ( nicht nur von mir) verwöhnt!
Übrigens hab ich vor kurzem einen eigenen Instagram-Account (eigentlich für alle unsere Fellträger) für Bambi Vila eingerichtet. Aber Auslöser sozusagen war Bambi-Vila - mal zu zeigen, wie sich Fellträger mit der Zeit so entwickeln, wenn sie aus der Fremde zu einem kommen. Also sprichwörtlich von der Straße (in Vilas Fall vom Feld) aufs Sofa.
Wer also mag, geht in Instagram auf #BambiVila



Und was ganz putzig oft ist: rufe ich Vila kommt Frieda auch gleich mit angerannt - ok, auch sie ist meistens in meiner Nähe - aber wenn grad mal nicht, weil sie draussen auch mal mit den anderen Fellträgern spielt (dann vorzugsweise mit Jorgos und Yildiz) kommt sie angesaust und legt sich dann mit einem wohligen Grunzen in meiner Nähe ab.
So einfach es ist, die Vila zu fotografieren, so schwierig ist es bei Frieda. Gefühlte 96 Bilder muss man (ich) schiessen, bis mal eines gelungen ist. Und selbst dann wirkt sie immer, als würde sie das Leiden Christi auf den Schultern tragen. Als wenn sie eine Aversion gegen Fotoaperate / gegen das Fotografieren hätte.



Anders, wenn ich sie per Zufall mal im Profil "erwische" - dann zeigt sich ihre ganze Schönheit.




Inzwischen geht es ja stramm auf den Jahreswechsel zu!

 


Bisher ist es bei uns recht ruhig., ist noch kein Feuerwerk bei uns im Dorf entzündet worden. Was ich SEHR ANGENEHM finde! Ich verstehe ohnehin nicht, warum man ein Neues Jahr mit Dreck und Lärm "begrüßen" muss. Das hab ich schon als Kind nicht verstanden. Ein paar schöne Raketen am Himmel finde ich auch schön - aber der Lärm, das Jaulen und Zischen dabei, das hat mir schon als Kind große Angst gemacht. Und ich bin ein Mensch - könnte also sagen: viel Lärm um und für nichts, Dir passiert schon nichts. Also mit Ratio dran gehen - aber wenn ich an die Tiere denke, dann bin ich sehr froh um jedes Krachteil, das nicht entzündet wird.
Ich hab gestern mit einer Freundin in Holland gesprochen - da sind sie teilweise noch "bekloppter" - da werden aus einer "Tradition" wohl auch ganze Milchkannen zum knallen gebracht. Das muss man nicht verstehen. Und sie berichtete mir auch, dass sie übers Jahr die Vögel bei sich füttert - sind es normalerweise um die 50 Federtiere am Futterplatz - nach Sylvester kommen grad noch 10 % zur Futterstelle - das ist doch Wahnsinn....................

 

also bleibt zu hoffen, dass es (halbwegs) so friedlich bleibt hier. Und wo es nicht so friedlich sein könnte: Ich wünsche niemandem was Böses, aber in dem Fall darf es dort dann gerne wie aus Eimern schütten / regnen...............Es wäre den Menschen und den Tieren sehr zu wünschen!
Und vor allem freue ich mich, dass wir inzwischen den dunkelsten Tag des Jahres überschritten haben - so gaaaaaaaanz langsam wird es dann wieder etwas täglich etwas früher heller werden. Man hat also wieder mehr vom Tag. Von Jahr zu Jahr merke ich mehr, wie wichtig mir das Tageslicht ist. 

 

Habt alle ein wunderbares und vor allem friedliches Wochenende - Eure Jacqueline


Samstag, 12. Oktober 2019

eine kleine (Häkel)Geschichte



Ich möchte Euch heute eine kleine Geschichte erzählen:
Seit Monaten geht es in diversen Häkelgruppen in FB um gehäkelte Taschen / Einkaufsnetze, das Für und Wider diverser Wollsorten, was ist nachhaltig, warum und wieso, ja oder nein und welches ist das schönste Modell. Den"Oberhype" entfachte dann die "EDDA" - es gab darüber Anleitungsfilmchen auf diversen Onlinekanälen, usw. Eigentlich"kloppten" sich die User um ein Thema, das so alt ist, das es bereits zumindest in meiner Kindheit schon gab. Das Einkaufsnetz, dass zumindest meine Mutter und auch meine Oma immer dabei hatten, wenn sie zum einkaufen gingen. Damals gab es noch nichtmal Platiktüten. Es wurde also grad nicht das Rad neu erfunden. Es gab lediglich eine "Wiederauferstehung" einer alten Idee.
Und klar, auch ich konnte mich diesem "Hype" auch nicht komplett entziehen - wollte sie für uns privat mal ausprobieren. Nun bin ich ja nicht so der "Anleitungstyp". Ich hab mir natürlich diese Anleitung auch angeschaut - hab hin und her überlegt, wie ich die für mich häkeln kann, ohne permanent "sklavisch" mich an diese Anleitungen zu halten. Häkeln tu ich meistens abends auf dem Sofa oder eben im Auto oder auf Tour - beides für mich keine Orte, wo es Sinn macht, gleichzeitig auf das Häkelteil und den Minibildschirm eines Handys zu starren. Das kann nur im Chaos enden.
Herausgekommen am Ende ist dieses Netz - größer als in der Anleitung und vor allem auch mit längeren Henkeln, denn ich mag es, Taschen auf der Schulter zu tragen.
Und es hat auch schon die ersten Einkäufe "überlebt" - ich war verblüfft, wieviel da rein passt. Sozusagen ein Netz, dass mit seinen Aufgaben wächst. Gehäkelt aus reinem Leinen aus dem Garn von JDL, da ich denke, dass es für solche Zwecke einfach perfekt ist.



Sie begleitet uns nun immer im Auto - griffbereit im Kofferraum. Ich hatte zwar noch eine weitere Variante begonnen, aber seitdem liegt die Tasche jetzt erstmal bei den"UFO's".
Dann fielen mir bei Aufräumaktionen im Wollschrank plötzlich alte bzw. übrig gebliebene Grannys in die Hände, von Häkeldecken, die ich in den vergangenen Jahren gehäkelt hatte.
u.a. diese hier  - ............... Wahnsinn, wie die Zeit vergeht und entsprechend schlecht ist auch die Bildqualität.............:



Also sollten die Grannys nun zu einer Tasche werden. 
Ein wenig probieren, die Grannys entsprechend anordnen, etwas versuchen - die Idee war ja im Kopf. Es klappte und fertig war die Tasche. Sie erinnerte mich ein wenig an meine Schulzeit in der Oberschule - damals war es unglaublich "hip", mit gehäkelten Einkaufstaschen die Bücher in die Schule zu tragen. 

 

Regelmäßig veranstalten wir ja in unserer Tierschutzgruppe auf FB Versteigerungs- und Auktionstage und da bot ich die Tasche dann an. Es war für mich garnicht so einfach, einen Preis zu finden. Denn schaute man in FB, da wurden solche handgefertigten Taschen teilweise für Spottpreise verramscht. Es gab in den diversen Gruppen wahre Diskussionsschlachten, wenn es um die Preisgestaltung ging. Das Für und Wider, ob man denn überhaupt Geld für Selbstgehäkeltes nehmen dürfte, naja, es gäbe ja in Billigdiskountern schon welche für unter 10 € und was weiß ich nicht noch alles. Man konnte sich teilweise nur an den Kopf fassen. Achja, dass man ja Wolle auch schon für unter einem Euro kaufen könne, wurde dann auch noch ins Feld geführt. Dann ging es schlussendlich oft noch darum, welche Fußabdrücke ja Wolle überhaupt und sowieso auf der Welt hinterlassen würde. 
Mich beruhigte dann nur, dass meine Wolle ja nun schon seit Jahren im Schrank lag. Ich also auf vorhandene Resourcen sozusagen zurück griff.
Meine "innerliche unterste Schmerzgrenze" waren dann 39 € + Porto (sonst hätte ich sie behalten) und zu diesem Preis bot ich sie dann auch an - und am Ende hatte sie eine neue Besitzerin.



Meine Taschen kamen also "an" und so kramte ich weitere Grannys hervor - warum sollten sie im Schrank weiter schmoren? Ich hatte somit "Projekte", die relativ schnell gingen - also zumindest mal schneller, als eine ganze Decke zu häkeln und die Wolle hatte ich ja auch noch von damals da. 

https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEiYMo-kQjQlpGtVA-A7IzZe8CSDFjvlYbzN4zWHhrFX7wjScjucuxEldX2oJYd9psrIkgQN5tgwgmcssKfh_s-wizIzViKLpUuBZXQKmaRyCqWCVltfQR2KiZGGhEQ1IVugAcgI4oWj8Ro/s640/P1140163.JPG

Dies ist auch ein Foto von damals - ist übrigens fast auf den Tag genau 7 Jahre her - ich hatte auf damaligen Wunsch auch eine Anleitung zu den "Mühlen-Grannys" gebastelt und hier in den Blog gestellt - wer mag, kann also gerne mal schauen:
 https://princessgreeneye.blogspot.com/2012/10/granny-decke-zwischenbericht-mit.html

Mein "Ziel" für dieses nächste kleine Projekt war dann eine Tasche mit "Boden" - dafür wurden 2 Grannys zusammengesetzt und oben kam das Netz aus Stäbchen und Luftmaschen.. 

 

Ich dachte mir: im unteren Bereich so, das kleine Dinge nicht rausfallen können - oben durfte es gerne "luftiger" dann werden.



oben längere Henkel, eben, dass die Tasche wieder auf die Schulter paßt.




Die Fotos waren "im Kasten" und an dem Wochenende kam meine Freundin zu Besuch. U.a. kamen wir dann auch auf das Thema dieser Häkeltaschen, weil ich bereits das nächste Exemplar auf der Nadel hatte. 
Sie: zeig doch mal die fertige Tasche............... ich holte sie hervor, sie schmiss sich die Tasche über die Schulter, schaute mich an mit völlig verzücktem Gesicht: DAS IST MEINE - was willst Du dafür haben................ Na, da war ich erwischt - sie war doch meine Freundin und am liebsten hätte ich sie ihr geschenkt. 
Ich erzählte ihr eben von diesen "Geschichten" um Häkeltaschen aus dem Netz ............. Sie: nun komm doch mal zum Punkt, was willst Du haben............... also meinte ich: naja, meine erste Tasche brachte im Netz für den TS 39 €. Ich dachte, ihr fallen die Augen aus: neeeeee, dann gebe ich Dir wenigstens 50 € - und selbst das ist eigentlich viel zu wenig, für all die Arbeit!
Nunja, sie hatte ja recht - aber, dass sie das so raushaute, berührte mich ungemein. Die Tasche hatte also eine neue Besitzerin und unser TS-Konto war um 50 € "reicher".



Vor 2 Tagen dann wurde die 3. Tasche fertig - also ein ähnliches Modell von meiner 2. Tasche. Übrigens: MEINE Idee - eine ähnliche Tasche hab ich zumindest noch bei keinem auf der Seite entdecken können.
Ich wollte sie diesmal / gestern im Laden fotografieren.................... sie lag also wenig dekorativ auf dem Ladentisch, Kunden kamen und gingen und es fehlte die Zeit für Fotos. Eine Kundin entdeckte dann die Tasche auf dem Tisch: was ist das? ................. DAS?, das ist eine Tasche, die ich gehäkelt hab - ich wollte grad heute Fotos machen und dann wird sie für den TS verkauft im Netz.............. ach, darf ich mal sehen?................... ja klar, gerne!
Die Kundin nahm die Tasche, bekam Herzen in den Augen, schmiss sich die Tasche über die Schulter und meinte: NEHME ICH.................. na, Sie kennen doch den Preis noch garnicht! .............dann nennen sie mir doch den Preis. Ich erzählte ihr also die Geschichte ......... klar, das zahle ich Ihnen auch - die ist ja wunderschön. Ich war geplättet. ........... darf ich noch ein Foto von meiner Tasche machen? - das möchte ich gerne in meinem Blog schreiben. ........... ja, machen Sie gerne - mich freut es!

 

Am Ende  packte ich ihr die Tasche ein - ihre anderen Käufe natürlich auch und sie gab mir das Geld und.............. rundete nochmals satt auf und meinte, das legen sie bitte in ihre TS-Büchse. Ich staunte nur noch Bauklötze. Selten, aber ich war sprachlos.



Ansonsten ist natürlich auch sehr viel bei uns in den vergangenen Wochen passiert. Mal schauen, dass ich das in der nächsten Zeit hier alles noch berichten kann.



Ich wünsche Euch allen ein wunderbares Wochenende - Eure Jacqueline

 

Mittwoch, 10. Juli 2019

wer / was ist schon perfekt? Hauptsache, man hat ein Herz!

Wenn wir alle mal ganz ehrlich zu uns selbst sind: wer von uns ist schon perfekt?
Ich persönlich denke: PERFEKT gibt es nicht - es sei denn, man spricht von einem perfekten Tag. Was aber dann so viel bedeutet wie: der Tag war wunderschön, der Tag war, wie man ihn sich erträumt / gewünscht hat.

Nichtmal in der Natur gibt es "perfekt". Eine Blume oder Blüte kann wunderschön sein - aber perfekt? 

 

Selbst eine Rose ist nicht "perfekt"! Mal sind ein paar Blütenblätter geknickt oder ein Krabbeltier hat ein winziges Löchlein reingeknabbert, der Kopf ist zu schwer für den schlanken Stil, usw. Oft sind sie grad besonders schön, weil sie eben NICHT perfekt sind!

 

Oder in der Tierwelt: auch ein Tier ist nicht perfekt. Man sagt zwar gerne: ein Tier ist perfekt an die Umwelt angepaßt - aber das stimmt doch garnicht. Sie sind optimal an die Umwelt angepaßt - was so viel bedeutet wie: besser geht es eben nicht...................
Was jetzt nach Haarspalterei klingt, ist es aber nicht - wenn man nur eine Weile mal darüber nachdenkt. 
Es gibt ja auch nicht DEN perfekten Menschen - JEDER Mensch hat Fehler. Vielleicht sind nicht alle Fehler gleich schlimm - oder mich stören vielleicht die Fehler, die mein Mann, Freund, Partner hat, nicht so sehr - aber perfekt ist er nicht. Nichtmal mein "Held. Und da bin ich auch sehr froh drum! DENN, wenn er perfekt wäre, würde ich mir doch als seine Frau permanent wie "ein Würstchen" neben ihm vorkommen. Denn ICH bin garantiert NICHT perfekt. Ich hab auch so meine Fehler. Manche sind vielleicht liebenswert, manche kann man vielleicht als "Marotte" abhaken, aber mancher Fehler kann den Partner, Kind oder wen auch immer auch gerne mal in den Wahnsinn treiben.
Was mich zu diesen Gedanken gebracht hat?: Vor kurzem hatte ich einen Schriftwechsel mit einer lieben Frau, die ich über den Tierschutz auf FB "getroffen" hab. Sie engagiert sich sehr stark im Tierschutz - vor allem für Katzen. Und sie häkelt wie eine "wilde Hilde" süße Kleinigkeiten wie Spülschwämme, Katzenschlüsselanhänger und eben auch Herzen. Und über ihre Herzen kamen wir irgendwann ins Gespräch. Wie man sie gestalten kann, wer welche Vorlieben dabei hat usw. - sie häkelt in fröhlichen Farben, verziert mit Perlen usw. Naja, und ich bin ja eher der Freund der "Nichtfarben" - von schrillem Grau, einem fröhlichen Schwarz, einem bescheidenen Weiß oder auch gerne mal einem schreienden Beige, usw.. Farben, die ihr nun nicht so sehr "liegen". Irgendwann meinte ich: ich probier mich jetzt einfach mal an einem Herz.
Gesagt, getan - und Wolle hab ich ja hier mehr als genug. Auch Häkelnadeln in allen Stärken................ und so hab ich eines Abends dann mal angefangen. Hab mir überlegt, wie es gehen könnte - auf die Idee, mal auf den einschlägigen Plattformen nach Anleitungen zu suchen, bin ich natürlich nicht gekommen. Ich wollte es selbst herausfinden. Na, das war was.............. und das Ergebnis war dann ein SEHR unperfektes Herz. Das Bild hab ich ihr abends noch geschickt und sie tröstete mich dann: naja, fürs erste Mal nicht schlecht. 
Recht hatte sie. ABER irgendwie war es auch ein "echtes Herz" - nicht perfekt - mit Fehlern - aber ein Herz. Und ist es nicht unerheblich, wie ein Herz aussieht - ist es nicht dann doch wichtiger, was es symbolisiert? Was in einem Herzen sozusagen "steckt"?

 

Aber dann hab ich dann doch mal geschaut, wie es die "Profis" machen. Das ließ mir ja keine Ruhe. Natürlich fand ich auch ein Video (eigentlich unzählige) - ellenlang ....... und dann abends auf dem Sofabett, während der Fernseher lief, ganz klein auf dem Handy. Viel versteht man da nicht und sehen tut man noch weniger. 
ABER ich hab gesehen, wie "man das macht" - der Groschen war gefallen. Und so hab ich das 2. Herz in "Angriff" genommen. Es dauerte eine Weile - mehrmals Stellen wieder aufribbeln inclusive, denn für mich war es unmöglich, mich "sklavisch" an die Anleitung zu halten. Dafür hab ich einfach kein Talent, das ist nicht mein Ding - ich bin eher der "Freestyler". Probiere so lange, bis es hinhaut.

 

Und siehe da, das Ergebnis war ein wohlgeformtes Herz - wenn auch nicht perfekt. Ich hab es mir dann eine Weile angeschaut und da kamen mir eben diese Gedanken: MUSS es denn perfekt sein? Und wie schon oben geschrieben: wer oder was ist schon perfekt?

 

Beim häkeln kann ich so herrlich meine Gedanken schweifen lassen. Komischerweise denke ich beim häkeln nie über Dinge nach, die ich noch tun muss - sondern irgendwann beginnen die Gedanken zu wandern. Hochtrabend könnte man sagen: ich beginne, zu philosophieren. 

 

Mir persönlich war es wichtiger, dass die Herzen "Charakter" haben und vor allem, dass sie schön in der Hand liegen. Dass sie der Hand schmeicheln, dass man sie gerne berührt. Dass sie einem ein "warmes Gefühl" geben. Und ich persönlich liebe es bei Schlüsselanhängern, wenn sie eine gewisse Größe haben, dass man sein Schlüsselbund in der Tasche auch leichter wiederfindet. Denn meine Taschen z.B. sind immer sehr groß und der Held zieht mich immer damit auf: In Deinen Taschen musst Du sogar einen Klappstuhl noch suchen, so groß sind sie.
Recht hat er.
Sie müssen immer so einiges beherbergen - man weiß ja nie, was man / Frau so alles unterwegs noch so braucht. Ok, vielleicht keinen Klappstuhl...............


Und ja, so kam ich am Ende auf die Idee, dass die Herzen ja auch eine "Aussage" für unsere Tätigkeit im Tierschutz sind: HELFEN MIT HERZ




Mir selbst machen die Herzen im Moment unglaublich viel Spaß! Sie dauern nicht so lange wie eine Decke und sind trotzdem Unikate. Es gibt keines 2x - eben weil sie nicht perfekt sind. Selbst wenn sie aus der gleichen Wolle gehäkelt sind. Und wenn die Herzen helfen, dass im Tierschutz was "bewegt" werden kann, dann macht es gleich doppelt so viel Freude, sie zu arbeiten! So ist jetzt erstmal mein "Plan".



Und da wir ja grad beim Thema "perfekt" sind:
am Montag hab ich in Berlin  beim Blumenhändler meines Vertrauens DIESE weißen Disteln entdeckt.
Die blaue Variante kannte ich ja - ich kannte auch die grüne Variante - aber so fast weiß, dass sie schon wieder leuchten, so hatte ich sie noch nie gesehen. Ich war "schockverliebt"!



Leider hatte der Blumenhändler nur noch wenige Stengel vorrätig. Der "Plan" war ein Halskranz - so, wie ich welche 2013 mal aus den blauen Disteln gebunden hatte - wer mag, schaut gerne mal  HIER   -



Und so bekam diese alte Madame heute ihren grünlichweißen Distelkranz für den Hals.
Er ist nicht "perfekt" - aber paßt perfekt zur unperfekten Madame! Ein herrliches Wortspiel, wie ich finde!



Und so ist heute mal wieder ein eher "gedankenschwerer" Post entstanden, der alles andere als "perfekt" ist, aber widerspiegelt, was mir so durch den Kopf geht.
Paßt alle gut auf Euch auf und seid nicht so streng zu Euch selbst, wenn mal was nicht so funktioniert, wie es eigentlich sollte. Niemand muss perfekt sein! - Eure Jacqueline

 

Freitag, 27. April 2018

eine Decke für KOMOTINI.....................

Vor ein paar Wochen hab ich diese Häkel-Decke begonnen
 

und heute früh ist sie fertig geworden - da hab ich die letzten Fäden vernäht. 

 

Gehäkelt im "FREESTYLE" (also ohne Anleitung) - etwa 190 x 110 cm

 

mit Nadelstärke 4,5 aus etwa 1,6 kg  aus wool/cotton blend - DARK CREAM Altweiss von JEANNE D'ARC LIVING

 

Dieses Garn aus 55% Wolle und 45% Baumwolle ist so butterweich, dass man niemals vermuten würde, dass das Garn einen so hohen Wollanteil hat!
Und aus aktuellem Anlaß möchte ich die Decke VERSTEIGERN für die Fellträger im öfffentlichen Shelter in KOMOTINI / Griechenland - unserem HERZENSPROJEKT!

 

Die Auktion soll ab SOFORT laufen und endet am 29.04.2018 / 20 Uhr
Mindestgebot 100 € (der reine Materialwert liegt bei etwa 200 €) - das Porto innerhalb Deutschlands tragen wir und bei Auslandsporto finden wir bestimmt auch eine Lösung!
Ein Gebot kann entweder hier in den Kommatern abgegeben werden oder per mail an zuluberlin@gmx.de oder natürlich auch als Kommentar auf FB wo wir die Decke auch zur Auktion zeigen - darum werde ich hier immer den aktuellen Gebotsbetrag nachtragen!

AKUTELLES GEBOT: ENDGEBOT Verene Pichon 220€
Isabella B. via Mail 210 €

Verene Pichon via FB 180 €

RESERL via Blog 150 €
Ruth Beer via FB 120 €
Katharina M. via Mail 100 €



 Bereits vor einigen Wochen hatte ich ja schonmal eine Decke für die dringenst benötigen Floh- und Zeckenmittel versteigert und die Mittel sind gekauft, auch an die Hundepaten verschickt worden und gehen demnächst per Trappo nach KOMOTINI / GRIECHENLAND. Sind also noch auf dem Weg!
Aber es pressiert einfach: zum einen, weil die Zahl der dort untergebrachten Hunde derzeit leider ständig steigt - aktuell liegt die Zahl bereits bei über 400 Hunden - UND weil die bereits auf dem Weg befindliche Menge natürlich niemals über das Jahr reichen kann!
Vom Erlös der Decke werde ich noch am Montag dann weitere Spotons bestellen und dann selbst am kommenden Freitag mit nach Thessaloniki nehmen - ja, ich fliege nächsten Freitag wieder runter und das hat einen sehr traurigen Grund und ist eine etwas längere "Geschichte":



Bereits im Sommer vor 2 Jahren wurde bei CASSANDRA der vermalledeite HERZWURM festgestellt, der durch eine Mücke, die es nur im Mittelmeerraum gibt, übertragen wird. 
Ich kann mich an den Tag noch erinnern, als wäre es gestern gewesen! Es war der 30. Juni 2016 - unser Hochzeitstag und wir saßen im Auto und wollten uns eigentlich einen schönen Tag machen. Ich wollte während der Fahrt durch Berlin "nur mal schnell" schauen, ob es "was Neues" gab und da wurde CASSANDRA auf der Hundepaten-Seite gezeigt.  Die Maus traf mich wie ein Blitz ins Herz - mir standen die Tränen in den Augen. Der Held sah mich an und war völlig verwirrt - wieso konnte ich so traurig an einem doch eigentlich so schönen Tag sein? Ich erzählte ihm von CASSANDRA und dass mir meine Freude auf ein Hochzeitsgtagsgeschenk grad mächtig vergangen sei. .................. ich hätte NUR EINEN Wunsch: dass wir die Kosten für das Medikament übernehmen würden. .............. Zuerst dachte der Held, ich würde Scherze machen - NEIN, das war mein voller Ernst! Und der Held organisierte das Medikament und es wurde nach Komotini geschickt. 
Holen / adoptieren konnten wir CASSANDRA damals nicht, denn aktuell hatte ich grad denWelpen LUDWIG aus Thessaloniki abgeholt, den wir gesund pflegen wollten und Cassandra musste ja auch erstmal die schwierige Behandlung gegen den Herzwurm überstehen.
 Im August kam dann Lisa zu uns, wo wir den Kampf um sie dann leider verloren haben und immer wieder fragte ich nach, wie es Cassandra geht.............. gut, die Behandlung schlug an! UND: "wenn sie erst gesund ist, hat sie gut Chancen, in Griechenland vermittelt zu werden - sie ist ja "im besten Hundealter"".............. und das ist ja auch das höchste Ziel der Hundepaten - die Hunde fit zu machen, dass sie eben eine Chance im eigenen Land haben ..................... die Wochen / Monate vergingen - im Herbst kam dann die damals schwer kranke FIONA zu uns. Immer weider hörte ich: CASSANDRA ging es ja gut..................
naja, unser Leben ging weiter, ich dachte oft an CASSADRA, aber war mir sicher: sie wurde bestimmt vermittelt! 
Vor ein paar Tagen flog dann Britta (auch eine Tierschützerin) nach Griechenland und wollte auch das öffentliche Shelter besuchen. Wir sprachen drüber, dass es ja sinnvoll wäre, mal die Hunde zu fotografieren, die dort einsaßen, zu schauen, was im "argen" wäre und zu schauen, wo man noch unterstützen kann. Mittags kamen dann die schockierenden Nachrichten - sie erzählte mir, dass einige Tiere krank wären und schickte mir Fotos.



Dieses Foto traf mich wie ein Schlag - ich konnte das Foto erst keinem Hund zuordnen, aber es war klar: dieser Hündin ging es RICHTIG schlecht - völlig abgemagert, verfilzt, ein Schatten ihrer selbst im hintersten Teil des Shelters untergebracht, wo sie nie jemand entdecken würde - einfach weil das Tierheim aus allen Nähten platzt!

 

Es wurde überlegt, mit dem Tierarzt gesprochen und innerhalb von Minuten war klar, wir holen sie nach Deutschland, versuchen alles, dass sie wieder gesund wird. Sie sollten sie reisefertig machen. Immer wieder überlegte ich: WER WAR DIESE HÜNDIN - sie kam mir bekannt vor aber ich konnte sie einfach nicht einordnen. Ich recherchierte, schaute die alten Gruppenfotos in FB durch - scrollte immer weiter zurück, bis................... OMG, es war tatsächlich CASSANDRA - sie hatte eben doch nicht das Glück gehabt, im eigenen Land vermittelt zu werden und war inzwischen alt und grau und wieder krank.
Ich erzählte es dem Helden: DEINE ENTSCHEIDUNG WAR ABSOLUT RICHTIG - ich buche die Flüge für nächste Woche..................... Zwischendurch erfuhr ich dann: sie hatte sich wieder infiziert, weil entsprechende Ungeziefermittel einfach fehlten. Zwar nicht so schwer wie Herzwurm - aber auch diese Krankheit hätte sie auf Dauer umbringen können und die Behandlung wurde noch am gleichen Tag begonnen
.


und dieser "Fall" von CASSANDRA zeigt mehr als deutlich, WIE EXISTENZIELL die Ungeziefermittel dort sind. Und genau deswegen mache ich DIESE Auktion! Noch jetzt beim schreiben dieses Blogs hab ich eisekalte Finger, mir läuft es kalt den Rücken runter, wenn ich an CASSANDRA denke. Auch wenn ich weiß, dass es jetzt einfach scheinbar ein "Wink des Himmels" war und sie noch ein paar ruhige Jahre bekommen soll. 




Aber ich möchte auch zeigen, es gibt auch gute Nachrichten: Wenn ich den kleinen JORGOS anschaue, dem es täglich besser geht - der täglich besser laufen kann, der täglich wächst und gedeiht.




Wo aber auch der Tag des Abschieds wohl langsam aber unaufhaltsam näher kommen wird, denn wenn er seine Hoden-OP überstanden hat, ist er fit für sein neues "für-Immer-Zuhause" - WENN sich jemand in ihn verlieben kann. Er wird auch dann niemals ein "unversehrter" Fellträger mit perfektem Gangbild sein - aber er kann viele Jahre ein gutes / glückliches Leben dann haben! Und ich hoffe, sehr, dass wir für ihn Bald "seine / seinen" Menschen finden werden!
Denn wie lange unser Mr.Gin noch den kleinen Jorgos friedlich mit sich auf einer Decke liegend akzeptieren wird, kann niemand vorhersagen.



Paßt alles gut auf Euch auf! - Eure Jacqueline

die Hundsrose oder Kartoffelrose

Ein echtes Highlight jedes Jahr ist ja die Rosenblüte bei uns. Also, wenn die ersten Rosen ihre Knospen öffnen. Meist beginnt das ja eher un...