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Mittwoch, 20. Juli 2016

Der richtige Tag.........................

Duscha, Du steinalte "Tüddeltante", wie sehr hatten wir uns gewünscht, dass Du den Sommer noch in vollen Zügen geniessen kannst. Und dabei hatten wir gewußt, dass Du schon steinalt bist, mehr Trauriges in Deinem langen Leben gesehen hast, als mancher Mensch verkraften würde. Nie werden wir Deine riesigen gütigen Augen vergessen...............


........Deinen Starrsinn - wenn Du irgendwo lang laufen wolltest, hast Du alles "umgebrackert", was Dir im Weg war. Du konntest auch richtig "giftig" werden, wenn einer der anderen Fellträger Deiner Futterschüssel zu nah kam. Es reichte schon ein Blick von Dir und alle anderen "kuschten" vor Dir - jeder wußte Bescheid, was Du willst.......
 

............ Du warst eine stille Greisin, die nie "viel Worte" gemacht hat, Du warst einfach da..............
 

 .........Du und Dein dicker Pelz. Man konnte Dich bürsten, so viel man wollte (wenn Du es zugelassen hast). Jeder andere Fellträger wäre schon längst nackt gewesen - Dein Pelz wurde nicht weniger. Oder Dein Freiheitsdrang - Du bist immer nur langsam vor Dich hingezockelt. Aber wehe, die Gartentüre war offen. So schnell konnten wir garnicht schauen, warst Du um die Ecke. Bist durchs Dorf gezockelt, hast Dir alles angeschaut, wir haben Dich stundenlang gesucht, gefunden, nach Hause gebracht, Du bist auf Deine Decke getapert und hast wohlig gegrunzt. Ja, so warst Du, Du alte Tante.............



..............Du mochtest auch keine Dunkelheit - also brannte für Dich nachts immer eine Lampe - dann konntest Du in Ruhe schlafen. Den zentralen Platz im Haus, das war DEIN Platz - von dort hattest Du alles im Blick. Und wehe, da lag ein anderer drauf, dann bist Du so lange um Deinen Platz gezockelt, bis der andere Fellträger entnervt aufgestanden ist. Auf Deine stille Art hast Du uns gezeigt, dass Du gerne bei uns bist - hast Dich dann in unsere Nähe gelegt..............
 

.....hast die Sonne genossen, ach so viele kleine Momente, wo Du gezeigt hast, Du genießt das Leben auf Deine Art. ...........
 

........Von Anfang an, als wir Dich geholt haben, wußten wir: jeder Tag, den Du bei uns bist, ist ein Geschenk von Dir an uns und von uns an Dich. Niemand konnte uns sagen, wieviel Zeit Dir diese vermalledeiten Tumore lassen werden. Es waren dann genau 5 Monate und 5 Tage. Dann hatten die Tumore "gewonnen" - und wir mussten Dich gehen lassen. Eine Entscheidung, die das Herz zerreißt. Tage des auf und ab. Wann ist der "richtige Tag"? Den gibt es wohl nicht. Oder doch? Du bist friedlich in meinem Arm eingeschlafen. Hast mir zum Abschied die Hand geleckt - hast mir gezeigt, das es der "richtige Tag" war. Duscha, Du alte gute Seele - DANKE

Samstag, 20. Februar 2016

Duscha und das Dachzimmer..........

 Wie ich diese beiden Themen jetzt in einen Post verwoben bekomme weiß ich noch nicht. Das Dachzimmer/Gästezimmer im "kleinen Haus" hat sich in den letzten  Wochen ganz schön verändert..........



..............und zu Duscha gibt es auch einiges zu berichten: .................



........wir waren vorgestern mit Ihr in der Tierklinik, um den Allgemeinzustand abklären zu lassen. Sie wurde u.a. geröngt um den Zustand der Knochen zu sehen. Sie war so brav - hateinfach still dagelegen. Das ist nun wirklich nicht selbstverständlich. Viele Hunde müssen zum rötgen eigentlich sediert werden. Die gute Nachricht: die Knochen sind für eine solch alte Dame noch verhältnismäßig gut. Geringe Veränderungen in den Gelenken sind in dem Alter leider normal. Darum bekommt sie nun eine "Kur" aus entzündungshemmenden Schmerzmitteln und parallel einen "Cocktail" in dem auch Teufelskralle für die Gelenke enthalten ist. Diese "Therapie" hatte vor einem Jahr bei Usca auch wahre Wunder bewirkt und so hoffen wir, dass wir damit auch der Duscha Erleichterung bringen können. Das große Blutbild hat ergeben, dass einige Werte recht schlecht sind - die kriegen wir aber mit entsprechender Ernährung in den Griff. Schlimme Organwerte waren zum Glück nicht dabei. Die Wucherung am Ellenbogen ist leider durch das jahrelange Leben / liegen auf hartem Boden entstanden - der Knochen hat eine Art "Überbein" gebildet - aber das bereitet ihr keine Schmerzen. Das ist doch auch eine gute Nachricht.......
 

.....was uns sehr traurig gemacht hat: die beiden Milchleisten sind voll mit kleinen Tumoren - und auch drei beieinander liegende größere Tumore sind dabei. Würden wir die Milchleisten komplett entfernen lassen, wären das zwei sehr schwere und langwierige OPs im Abstand von 4 Wochen, die selbst für einen jungen Hund eine schwere Belastung sind. Und es sind zwei sehr schmerzhafte OPs bis sie verheilt sind und die auch ihr Herz sehr belasten würden - und das ist nicht das Allerbeste, auch wenn sie keine akuten Herzbeschwerden hat. Und selbst dann weiß man noch immer nicht, ob nicht auch im Körper bereits der Krebs gestreut hat. Darum haben uns die Ärzte von diesen OPs dringend abgeraten. Wir werden aber die größeren Tumore entfernen lassen, sollte dies erforderlich werden. Das wäre dann sozusagen eine Parliativ-Op. Denn Duscha ist ja schon um die 13 Jahre alt - für eine Schäferhündin schon ein wahrlich hohes Alter. ............
 

......ansonsten macht sie sich richtig gut. Sie frißt, schläft viel, baut langsam eine Bindung zu uns auf, tüddelt durch den Hof und Garten, die anderen Fellträger behandeln sie wie die "Alterspräsidentin - alle haben Respekt vor ihr ohne dass sie den einfordern muss. Wenn jetzt noch ein paar Kilochen purzeln und sie doch noch wieder ein paar Muskeln aufbaut, wird es auch für ihre alten Knochen leichter, das Gewicht zu tragen - wer weiß, vielleicht springt sie dann ja in ein paar Wochen wie ein junges Reh durch den Garten ?!? Und was man auf diesem Foto gut sehen kann: unser großes Martha-Mädchen sieht neben der Duscha aus wie ein schlanker Zwerg.............
 

.....aber Martha ist ohnehin die meiste Zeit mit ihrem geliebten Mr.Gin Seite an Seite. Wo er ist, ist sie auch............
 

.......und nun muss ich mal versuchen, die Kurve zum Dachzimmer/Gästezimmer im "kleinen Haus" zu bekommen..........
 

............ schon lange wollte ich einiges im Dachzimmer verändern. Das ist einer der wenigen Räume, wo ich immer das Gefühl hatte: hier krieg ich nicht wirklich Atmosphäre und ich kann nichtmal erklären, warum das so ist. Den Ausschlag für einen neuen Versuch gab dann dieser antike Schaukelstuhl...............



............schon lange hatte ich mir einen Schaukelstuhl gewünscht. Aber die richtig schönen Stücke sind sehr rar geworden und sie brauchen auch viel Platz. Durch einen Zufall dann hab ich ihn gefunden und er musste einfach mit. Und dann kam die Frage vom Helden: "Wohin mit diesem Teil?"
"Ach, stell ihn doch erstmal ins Dachzimmer, da ist er nicht im Weg"
Also wuchtete er den Schaukelstuhl ins Dachgeschoß. Und ich finde, da vor dem Fenster macht sich das Schmuckstück richtig gut - Es fehlt zwar noch ein kleiner passender Tisch o.ä. aber das wird sich mit der Zeit schon noch finden. Traumhaft schön sind ja die Malereien an der Rückenlehne - so fein gemalt, daß ich auf den ersten Blick dachte, es wären Intarsien.............



..............und so wie der Schaukelstuhl nun aufgestellt ist, hat man einen tollen Blick aus dem Fenster.........



......und wenn dann in ein Zimmer ein neues Möbel einzieht, dann ist ja auch das Rücken und schieben angesagt. Es dauert so seine Zeit, bis alles am richtigen Ort steht. Bis eine Harmonie entsteht..............
 

........und da der Koffer aus der Ecke unter der Dachschräge nun vor den Balken steht, hat nun auch der schöne antike Salonstuhl einen Platz gefunden unter der Dachschräge. Diesen Stuhl fand ich selbst so wunderschön, dass er ewig bei uns im Haus immer im Weg stand. Ich wollte ihn einfach nicht hergeben auch wenn es bis jetzt eben keinen richtigen Platz für ihn gab!..............



.........überhaupt ist die Dachschräge mit den Balken davor eine kleine Herausforderung und trotzdem mag ich sie nicht missen - denn genau dieser Alkoven, wie ich den Bereich hinter dem Gebälk nenne, gibt dem Raum seinen besonderen Charme...............
 

.........lange hab ich nach farblich passender alter Bettwäsche gesucht - und hab sie dann durch einen puren Zufall gefunden. So ist das wohl auch normal: wenn man nicht mehr damit rechnet, dann findet man das, was man schon so lange sucht!............


................ und die Suche nach schwarz-weißer antiker Bettwäsche ist tatsächlich wie die Suche der berühmten Nadel im Heuhaufen......
 

.......Madame Colombine scheint die Bettwäsche zu gefallen.................



........auch hat das Zimmer einen neuen "Arbeitsbereich" bekommen............
 

....."zusammengezimmert"aus alten Waschbeckenhalterungen und einem antiken Fensterbrett..........
 

.......es ist genügend Platz für eine Lampe, Laptop und was man sonst am Schreibtisch so brauchen könnte und trotzdem wirkt der Raum nicht so "zugestellt".....


.......sogar Platz für ein wenig Deko ist noch zwischen Schreibtisch und Kleiderschrank..........


...
 

....und das lange Regal darüber "schreit" ohnehin danach, so manchen alten Schatz drauf und dran zu platzieren............
 

........über den alten Schrank freue ich mich jedes mal wieder, wenn ich den Raum betrete. Er hat genügend Stauraum und ist trotzdem nicht so groß, dass er den Raum "erschlägt"...........



.......besonders liebe ich noch immer die kleine Schminkecke..............
 

.........die Spiegel "zaubern" immer wieder neue Bilder, je nachdem, wie man vor der Ecke steht........
 

........hier hat sich auch nur wenig verändert. Lediglich die Stehleuchte kam dort weg............



.......und große ist der Bereich ohnehin nicht..................



......lediglich die Ecke links im Raum, mit der bin ich irgendwie noch nicht so richtig "happy"..........
 

.......Der Salonsessel steht da eigentlich nur, weil ich bisher keinen anderen schönen Platz gefunden hab. Ich liebe diesen Sessel wegen seiner bezaubernden Form ohne gleich kitschig zu wirken - aber wirklich "Sinn" macht er da eigentlich nicht - aber bisher konnte ich mich auch nicht von ihm trennen................
 

......aber ich denke, bei jedem gibt es so kleine Bereiche, wo man immer wieder überlegt, wie "kriege ich das hin?".............
 

..........mal schauen, im Moment besteht da ja keine Eile..............



.......Ich wünsche Euch allen ein wunderschönes Wochenende - macht es Euch kuschelig. Das Wetter lädt ja nicht grad zu langen Spaziergängen ein.........
 

........aber ein gemütlicher Nachmittag, mal in einem schönen Buch stöbern, ist ja auch mal was.........
 

........., Eure Jacqueline

Montag, 15. Februar 2016

Duscha - große Seele...................................

ja, der Name DUSCHA bedeutet je nach Schreibweise und Landessprache GROSS oder SEELE. Vor ein paar Tagen - also etwa einer Woche, hab ich sie im Netz auf FB entdeckt. Da ich ja auf vielen Tierschutzseiten immer mal wieder dort "unterwegs" bin, immer wieder unter den Neuigkeiten ja auch viele arme Geschöpfe gezeigt werden werden, die der eine oder andere auch teilt, mit dem man so dort "befreundet" ist, war ich plötzlich auf irgendeiner Seite gelandet und sie "sprang" mich praktisch an. Ich blieb an ihren Augen hängen....................



................schon auf den ersten Blick war zu sehen: das ist ein ganz altes Mädchen - ein "lost girl". Ich laß mir den Text durch und mir ging es wirklich durch und durch. Es ist mir unbegreiflich, wie ein Tier es aushält 11 Jahre seines Lebens im Zwinger eingesperrt zu leben. ............

 

..................Sie wurde als wahre "Hundessele" und als sehr groß beschrieben und saß laut Text in Polen. So weit wohnen wir ja nicht von Polen entfernt. War schon ein komisches Gefühl, zu wissen, dass so nah bei einem ein solch trauriges Wesen einsaß. Ich fand eine Mailadresse und schrieb spontan der Verfasserin des Textes. Wer wir sind, wie wir leben, was wir schon so mit unseren Fellträgern erlebt haben usw. Ich schrieb mir einfach alles von der Seele - hängte ein paar Fotos von unseren Fellträgern und dem Garten etc. an und schickte die Mail ab. Die arme Maus war zu diesem Zeitpunkt schon 100fach geteilt worden. ..........

 

...........Am nächsten Tag bekam ich Nachricht: "wenn es Ihnen recht ist, dann würden wir morgen bei Ihnen vorbeischauen zur Vorkontrolle". Natürlich war es mir recht und eigentlich rechnete ich mir keine großen Chancen aus. Denn wenn ein Hund so oft geteilt wird, dann finden sich häufig auch liebe Menschen für ihn. Am nächsten Tag kamen die Damen dann - gleich zu dritt. Wie ich später erfuhr, war die Dame, die den Verein führte, zu Besuch bei den Tierschützern in Polen und die hatten Duscha und einige andere vergessene Seelen in einem Dorfshelter gefunden. Dieser Shelter sollte geschlossen werden - bis zum September müssen alle "Insassen" dort vermittelt werden. Und für Duscha "rechneten" sie sich keine großen Chancen aus - immerhin sollte sie schon mindestens 13 Jahre alt sein. Dass sie 11 Jahre ihres Lebens in dem Shelter verbracht hatte, war Fakt. Und so kamen die Damen dann zu uns - und wir waren uns auf anhieb sympathisch. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte ich mir nie Gedanken drüber gemacht, dass es auch in Polen, unserem direkten Nachbarland, auch so viel Tierleid geben könnte. ...............



.................unsere 6 Fellträger benahmen sich vorbildlich. Wir wanderten durch den Garten und unterhielten uns. Später saßen wir noch eine Weile zusammen, ich erzählte unsere "Hundegeschichten" - auch, dass wir zur Zeit so traurig waren / sind wegen Seven. Und die Damen erzählten von ihrer Arbeit, wie es in Polen mit dem Tierschutz so läuft und natürlich von Duscha. Dass sie sehr groß wäre, für einen Tierheimhund steinalt ist, sie früher immer die Welpen, wenn sie im Tierheim abgegeben wurden, beaufsichtigt hatte, usw.. Irgendwann meinten die Damen: es sind noch 2 andere Familien in der engeren Wahl, aber bei Ihnen (also uns) soll Duscha ihren Lebensabend bekommen. Das war am Donnerstag. Abends kam der Held heim und wußte bis dato NICHTS. Ich hatte ihm nichts erzählt - wollte ihn nicht schon vorher verrückt machen. Was, wenn es mit Duscha nicht geklappt hätte?!? Ich erzählte ihm, dass wir am Samstag einen "Ausflug" nach Polen machen müßten. Er schaute mich an und meinte: Du hast Dich verliebt?!? .........ja und da erzählte ich es ihm und zeigte ihm die Bilder. Er machte zwar anfangs keine freudigen Bocksprünge aber konnte mich verstehen. Warnte mich aber: "Dir ist klar, sie ist sehr alt? Dir ist klar, da kommt viel Arbeit auf Dich zu?" Ja, all das war mir klar. Auch, dass jeder Tag für Duscha zählte. Und jeden Tag, den sie es noch schön haben könnte, wäre ein ihr geschenkter Tag. Und so fuhren wir am Samstag nach Polen - tief ins Landesinnere. Ein wunderschönes Land, wie wir festgestellt haben. Da wohnen wir so nah an der Grenze zu diesem Land, aber waren noch nie richtig dort gewesen. Nach einigen Verwirrungen kamen wir dann an einem Haus idyllisch am Waldrand gelegen an - einem wahren Hundeparadies, in dem 2 Tierschützerinnen mit ihren 5 Hunden und unzähligen Katzen wohnen. Jedes Tier hatte so seine Malessen und durfte dort einfach "sein". Wurde so geliebt, wie es war. Und dann kam Duscha. Hochbetagt wanderte sie durch den Garten, die ganze Zeit wedelte sie leicht mit dem Schwanz. Ich hockte mich hin, sie kam zu mir und leckte mir die Hand. Das Eis war gebrochen. Wir erledigten die Formalitäten und leinten sie an. Willig kam sie mit als hätte sie ihr Leben lang nichts anderes gekannt....................



........Der Held hob sie auf den Rücksitz und ich setzte mich zu ihr. sie schaute zwar anfangs etwas verwirrt und machte den Anschein, als hätte sie ein dringendes Bedürfnis. So haben wir einen Zwischenstop in einem Wald gemacht. Sie hat sich so gefreut, mit uns ein Stück durch den Wald zu laufen. Das hat man ihr absolut angesehen. Sie hat mächtig viel auf den Rippen 8um die 40 kg, also viel zu viel für die alten Knochen) - kaum Muskeln - und, was wir beim Spaziergang dann gut sehen konnten, eine schlimme Stelle am rechten Ellenbogen. Sowas hab ich noch nie gesehen. Keine Ahnung, ob es ein "Überbein" aus einer alten Verletzung oder ein Geschwür ist. Sie scheint aber keine Schmerzen beim Laufen zu haben, zumindest humpelt sie nicht. ...........



.........dann wieder rein ins Auto und weiter gen Heimat. Die ganze Zeit hat sie es genossen, von mir gekrault und gestreichelt zu werden. Hat sich problemlos überall anfassen lassen. ...........
 

................mir ist aufgefallen, sie hat die gleiche wunderschöne Zeichnung um die Augen wie unser Martha-Mädchen. Und dann kam der 2. große Schreck: ich fühlte eine Geschwulst etwa so groß wie einen Avokado-Kern am Gesäuge. Mir ist fast die Luft weggeblieben. Spätestens jetzt war klar, dass wir in dieser Woche noch mit ihr in die Tierklinik fahren. Das muss auf jeden Fall beides abgeklärt werden. Aber ansonsten benahm sie sie sich auf der Fahrt wie ein "alter Hase". Irgendwann hat sie sich dann hingelegt. ...........
 

...........Zuhause sind wir dann erstmal ins "kleine Haus", damit sie sich aklimatisieren und durchschnaufen kann. Der erste Weg ging an den Wassernapf und dann wurde erstmal alles gründlich inspiziert...................



..........am Kühlschrank machte sie eine lange Nase...............
 

.......und entdeckte dann die kuschelige Decke. So hat sie erstmal etwas gedöst. Dann hat der Held Paula und Mr.Gin, die Rudelanführer, geholt und wir sind gemeinsam eine kleine Runde zum kennenlernen gelaufen................


........und dann ging es ab nach Hause. Auch, als die anderen Fellträger dann sie begrüßt haben, hat sie all das mit stoischer Gelassenheit akzeptiert, alle haben sich beschüffelt und gut war es. Sie hat sich sofort auf die weiche Decke im Flur im Wohnhaus gepackt und hat nur noch geschlafen. Lediglich unterbrochen von Wasser saufen und ab in den Hof fürs Bedürfnis. Wir waren baff. So unkompliziert haben wir uns das in unseren kühnsten Träumen nicht erhofft. Auch Sonntag hat sie fast den ganzen Tag geschlafen - abends hat sie sich dann übers Futter gestürzt. Innerhalb kurzem war die Futterschüssel leer und so sauber, ich hätte sie auch so wieder weghängen können. Sie sieht nicht mehr so gut, das haben wir inzwischen gemerkt und sie wird in dunklen Räumen sehr unsicher. Also lassen wir ihr nachts das Licht im Flur brennen und sie schläft dann wie ein Murmeltier. Heute dann, kam schon mehr "Leben" in die Old-Lady. Sie folgte mir jedesmal mit in den Hof, und ließ sich dann wieder mit einem zufriedenen Schnaufen auf ihre Decke fallen. Später dann kam sie sogar mit zum spielen in den Garten..................


.........zuckelte durch den Garten, schaute sich alles ganz aufmerksam an. Man merkte förmlich, wie sie sich straffte, direkt ein wenig "jünger" wirkte. ...........



............Die anderen tobten wie die "Kaputten" durch den Garten, rannten den geworfenen Äpfeln hinterher. Sie stand da meist am Rand und man konnte ihr förmlich die Gedanken ansehen: wie kann man nur so bekloppt sein und Äpfeln hinterher laufen. Die alte Usca steht ja inzwischen den anderen in nichts mehr nach. Rennt genauso nach den Äpfeln, fängt sie ein und verspeist sie dann genüßlich.............


........wir staunen immer wieder, wie glücklich sie wirkt. Und wenn sie dann ihren Kopf mit ihren großen Ohren so schief legt und einen mit den "tiefen" Augen anschaut, da schmilzt dann jedesmal wieder mein Herz. Ich könnte sie dann nur noch knuddeln, knutschen und herzen. Und auch das Martha-Mädchen, unser "Windhund", tobt durch den Garten als hätte sie nie was an den Knochen gehabt,..........
 

......Und Lora: auch wenn das Fell an der operierten Stelle noch nicht so gut nachgewachsen ist - sie freut sich des Lebens. Äpfel jagen hält sie zwar für überflüssig - aber sie rennt durch den Garten, wenn sie gut gelaunt ist, galoppiert sie auch aus reiner Freude, genießt lange Spaziergänge und läßt sich die Äpfel schmecken, die die Anderen für sie fangen....................



......Und dann waren unsere Fellträger ja heute der Meinung: es muss "angebadet werden. Heidernei, schon vom zusehen fing ich an zu frieren - aber die Fellträger sprangen mit Anlauf in einem Riesensatz ins Wasser. Ich frag mich da: merken Hunde nicht, dass wir erst Februar haben und das Wasser noch schnatterkalt ist?..........
 

............und sogar die Old-Lady Duscha traute sich ans Wasser hat ein paar Schlucke genommen.............



......auf dem Rückweg dann hab ich gemerkt: es war so richtig, sie zu uns zu holen. Sie ist nicht nur sehr groß sondern auch wirklich eine Seele von Hund. Sogar unser Mr.Gin, der eher uns "Rauhbein" ist, hat sich von der mütterlichen Duscha bereitwilllig das Wasser aus dem Pelz lecken lassen..............
 

 ........Auf uns wirkt es zumindest, als fühlte sich Duscha angekommen. Sie ist so eine Bereicherung - sie ist einfach da. Man muss sie einfach kurz kraulen, wenn man an ihr vorbeiläuft. Man könnte glauben, sie fängt gleich an zu schnurren wie eine Katze, wenn man ihr die Wange krabbelt. Hält ganz still, wenn man vorsichtig ihren Kopf in die Hände nimmt und mit ihr spricht. Zuckelt durch den Tag, tapert in den Garten, wenn sie muss. Schaut einen mit ihren leicht glasigen Augen ganz tief an, den Kopf leicht schief, immer ein Ohr halb geklappt. Schön, Duscha, dass Du da bist - wir wollen und werden es Dirr schön machen! - Eure Jacqueline
 

die Hundsrose oder Kartoffelrose

Ein echtes Highlight jedes Jahr ist ja die Rosenblüte bei uns. Also, wenn die ersten Rosen ihre Knospen öffnen. Meist beginnt das ja eher un...