Montag, 6. September 2021

Kronen und noch ein wenig mehr.............

Als ich eben die Bilder der vergangenen Tage gesichtet hab, ist mir aufgefallen, daß derzeit scheinbar Kronen hier bei uns das "sagen" haben......

....... Ursprünglich wollte ich nur über die antiken Schrotsäcke berichten. Alleine sie sind schon einen Post "wert". Kennt Ihr das? - Ihr seht etwas irgendwo und seit einfach nur schockverliebt, fasziniert - denkt: meine Güte, was es nicht alles gibt und gab.

 

So ging es mir mit den antiken Schrotsäcken, als ich sie bei einer schweizer Kollegin, der Marlise auf einem Foto in ihrem Insta-Account entdeckt hab. Marlise und ich kennen uns schon gefühlt ewig. Sie hat einen komplett anderen Stil - aber so unverkennbar und besonders und genau wie wir stöbert sie immer in Frankreich nach besonderen Schätzen. Was uns wohl auch neben der menschlichen Seite eint: sie kombiniert ebenfall alte Schätze, die auf den ersten Blick nicht zusammengehören und am Ende ergibt alles ein grandioses stimmiges Bild. Ich rief sie an und fragte, was das ist und was sie dafür haben möchte. ............Das sind antike Schrotkugelsäcke..........Die hab ich bei einem Brocanteur in Südfrankreich gefunden............ Wir wurden uns schnell einig und wenige Tage später brachte der Postbote ein Paket. Ich war hin und weg. Schaute sie von allen Seiten an und bewunderte, dass jeder Sack tatsächlich anders war.

Der erste Sack wurde sofort aufgetrennt und kam in die Maschine bei 60 Grad und Bundwäsche. Ich war ja selten so gespannt und ungeduldig, dass die Waschmaschine ihren Job beendet. Rausgeholt und entwirrt  staunte ich nicht schlecht. Die Chancen standen ja 50/50 ob der Druck überleben würde......... und ja, er hatte es geschafft und so konnte die Idee umgesetzt werden:

Das "Verrückte" ist, dass dieser Sack nicht nur die verschiedenen Aufdrucke aus der Krone und Zahlen hat, sondern sogar einen Teil meines Monogramms. Ich hatte ja wirklich Herzchen in den Augen.

Ich hatte eine Weile nachgedacht: apliziere ich "ordentlich" umgebügelt oder eben so fransig mit den offenen Kanten. Ich hab mich für offen entschieden - nur so wirken die alten Spuren. Die Säcke tragen so viel Geschichte in sich, da gehören für mich die offenen Kanten einfach dazu............

Für alle Kissen, die ich nähe nehme ich ja nicht nur die antiken Leinenstoffe, sondern sie bekommen auch immer alte oder sogar antike Metallknöpfe - so hat sich aber auch mit der Zeit eine kleine Knopfsammlung hier "angehäuft". Von ganz aussergewöhnlichen / selten Exemplaren behalte ich mir immer mal welche zurück. Und siehe da - es war mir noch nie aufgefallen: da sind einige mit einer Krone als oder im Motiv dabei.

Was ich ja beeindruckend finde: man hat früher schon alles mögliche personalisiert - häufig sogar auch Knöpfe!:

 Nachdem der erste Sack in der Waschmaschine "überlebt" hatte, wurden abends vor dem Fernseher dann auch die meisten anderen Säcke aufgetrennt - eine ziemlich fisselige Arbeit. Sie waren vernäht, als müssten die Säcke Wackersteine tragen............. garnicht so weit hergeholt - denn Schrot hat ein erstaunliches Gewicht. Hab ich dann gemerkt, als hier und da sich in den Nähten noch kleine Schrotkügelchen versteckt hatten und dann beim auftrennen herausfielen!

 Sie scheinen früher gegossen worden zu sein - jedenfalls, wenn man ganz genau hinschaut, sieht man: Jede ist geringfügig anders geformt.

 

 Natürlich wollte ich wissen: wie alt sind diese Säcke eigentlich............ Manchmal spielt einem ja auch Freund "Zufall" in die Hände. Für meine Drucke verwende ich immer antikes Papier / Buchseiten - also nehme ich solche alten Bücher gerne mit, wenn ich sie finden kann. So auch ein Buch von gesammelten Gesetzen aus dem Jahr 1845. Weiß der Himmel warum, ist da auch eine Sammlung Kronen abgebildet. Eine der Kronen ähnelt der Krone auf den Säcken - also liegt es ja nahe, daß die Säcke etwa aus dieser Zeit stammen..........

 genauso, wie die alten Knöpfe...............

 

 und da ich grad beim Thema "Kronen" bin...............

Leider waren uns zwei unserer Federvieh-Damen aus dem letzten Frühjahr jetzt im Sommer eingegangen. Und so durften ein paar neue Damen einziehen. Unter anderem SIE: ich nenne sie immer Schneeweißchen. Sie ist tatsächlich schneeweiß. Hat nahezu weiße Beine (wenn es nicht grad regnet), einen weißen Schnabel, hellgraue Augen UND die Federn auf ihrem Kopf wirken, als würde sie eine Krone tragen. Sie MUSSTE einfach mit zu uns.

Sie ist ein eher zickiges Mädel. Läßt sich nicht anfassen und geht im Gehege eher ihre eigenen Wege........ Ganzjährig versuchen wir ja, alles mögliche Grünzeug ihnen zur Verfügung zu stellen - immer weit verstreut im Gehege, dass sie tagsüber was zutun haben. In den Sommermonaten gibt es alles aus dem Garten - besonders Salat, Gurken und Gemüse - sie LIEBEN es.

 

Jetzt aktuell gibt es noch das Fallobst. Verschiedene Äpfel, Pflaumen und Birnen.

Zu ulkig ist es, wenn sich in einem der Äpfel mal eine Schnecke versteckt hat. Die Federvieh-Dame, die sie als erstes findet, rennt dann laut gackernd mit ihrer Beute durchs Gehege. Will eigentlich nur erzählen: ätsch, schaut mal, was ich habe................ Ende vom Ganzen: sie gibt an und die Anderen jagen es ihr dann ab. weil fressen und angeben, das schaffen sie dann doch nicht gleichzeitg.......Für sie dann viel Gezeter um nichts..........irgendwie drängen sich ja dann doch Vergleiche zu uns Menschen auf...............

Aktuell reift hier auch eine Sorte Birnen, die sind fast so klein wie große Pflaumen. Also eher Naschbirnen oder auch "Fingerfood-Obst". Sie wachsen an einem steinalten Birnbaum ganz hinten im Garten. Für die Fellträger ist es immer ein Fest, wenn sie reifen.  Sie halten gelagert nicht lage. Und immer ist es auch ein Wettrennen zwischen den Fellträgern, allerlei sonstiges Getier (wie Bienen, Wespen und nachts den Mäusen) und uns. Ich suche sie nicht nur für die Federvieh-Damen zum zufüttern, sondern auch für uns dann die aus, die noch keinen Ditsch haben, keine offenen Stellen usw. 

Der Baum an sich ist so groß, dass ich jedes Jahr fürchte, er würde einen Sturm nicht mehr überleben. Ich hab mal von einer alten Bewohnerin hier im Dorf gehört: der stand schon immer da - ist ein Orientierungsbaum. Ein was?.......... sie erklärte mir dann, daß man früher bestimmte Bäume gepflanzt haben soll, die groß wurden und besonders aussahen. So konnte man sich von weitem an ihnen orientieren. Ich hab das noch nicht recherchiert - aber klingt ja doch logisch.

Aktuell duftet es also bei uns in der Küche, als würde man in der Krone von einem Birnenbaum sitzen.......... und perfekt passen sie dazu, die antiken Motive, die ich auf die alten Buchseiten gedruckt hab............

Das war es mal wieder für heute............... Ihr habt mir übrigens eine große Freude gemacht - so viele Nachrichten, daß Ihr Euch freut, dass es im Blog weiter geht. DANKE dafür!

Und wie man auf diesem Foto sehen kann - Bambi Vila ist immer dabei. Und wenn auch nur ihr Pfötchen ins Bild blitzt.

Kommt alle gut in die neue Woche und genießt das tolle Spätsommerwetter - Eure Jacqueline

 

Montag, 30. August 2021

schafgarbe und die Wildgänse

 Lange ist es her, dass der letzte Post hier geschrieben wurde............. tatsächlich 3 Monate - der Sommer ist fast vorbei und so vieles ist passiert. In der Zeit hatte ich sogar den einen oder anderen Post in Vorbereitung - wie diesen hier , der auch schon wieder 5 Tage "alt" ist. Also die Bilder zumindest.

 

 Immer wieder mal fragte mich auch der Held an: Schätzchen, warum schreibst Du nicht mehr? Er liest ja hier mit. Oft hat er in der Vergangenheit durch einen Post erfahren, was ihn so Neues erwarten würde, wenn er abendsnach Hause kam............. auch einige Leser hier schrieben mich an: alles in Ordnung? Ich vermisse Ihre Posts............. Das hat mich wirklich gefreut und dafür möchte ich mich bedanken!

 

 Lange hab ich überlegt, ob ich den Blog hier so weiterführe wie früher. Ja, ich hab immer gesagt, es ist mein virtuelles Tagebuch und das stimmt auch! Anfangs war es wirklich "nur" die fehlende Zeit - grad die Arbeit im Tierschutz hat unglaublich viel Zeit genommen. Zeit, die ja irgendwo herkommen muss. Es vergeht so gut wie kein Tag, an dem nicht mindestens 2-3 Stunden dafür "drauf gehen". Zeit, die sehr wichtig ist! Zeit, die ich gerne "investiere", weil man sieht, welchen Erfolg sie bringt. So viele Tiere, denen mit dieser Zeit so sehr geholfen werden konnte und kann.

 

Und dann sitzt man da und überlegt: Bestätigst Du jetzt Spendeneingänge, bestellst Du Futter, das so dringend benötigt wird, bezahlst Du Rechnungen, schreibst Du mit einem der Tierschützer, weil dringende Fragen geklärt werden müssen oder schreibst Du jetzt einen Post? Ideen und Bilder sind genug da.

Und Du denkst: der Post kostet locker mal 1-1,5 Stunden. Die Bilder müssen bearbeitet werden, der Text, um was es geht, muss geschrieben werden. Alles muss in "Form" gebracht werden, usw. und zack sind 1,5 Stunden tatsächlich um................ Wie leicht ist es da, mal einen Post auf dem FB-Profil zu setzen. Das geht relativ schnell. Oder auf Instagram. Auch da kann man mehrere Bilder gleichzeitig in einem "Post" einstellen - einige wenige Sätze dazu - mehr interessiert die Menschen auch nicht, ein paar Hashtags dazu - fertig.

Wer also schneller "informiert" sein möchte, findet meinen Account dort unter princessgreeneye.antiques

Und dann kommt der große Unterschied zu hier: die Resonanz! Die Leser nehmen Anteil - ja, sie reagieren - nicht nur mit Herzchen und Likes, sie kommentieren wirklich. Da geht es garnicht darum, immer gelobt zu werden - aber man schreibt nicht in den "leeren Raum". Die Kommentare geben einem das Gefühl, da ist jemand auf der "anderen Seite". Der macht sich seine Gedanken über das was er / sie sieht und hinterlassen einen Kommentar. Auch sie geben was zurück: ihre Zeit für diesen Kommentar. Denn das weiß ich aus Erfahrung: auch Kommentare schreiben kostet tatsächlich Zeit! Sie geben mir also was zurück. Zeigen damit: hey, ich war hier.

Und das ist es wohl, was mir über die letzten 1-2 Jahre hier wirklich gefehlt hat. Den Blog hab ich irgendwann eröffnet ohne zu wissen, wie es wird. Mit der Zeit fand auch ein Austausch statt. Die Intensität der Posts hat sich nicht verändert - vermutlich ein wenig die Inhalte. Mir hat mal jemand gesagt: sie sind nachdenklicher geworden - nicht mehr so "leicht". Das kann gut sein. Man selbst erlebt ja auch einiges, was einen prägt und vermutlich fließt all das auch in den Blog ein - wenn er denn wirklich wie ein Tagebuch gedacht ist.

Und, daß er gelesen wird - das seh ich ja. Dafür gibt es die Statistiken. Ich kann nicht sehen, wer ihn anklickt - aber ich kann die "berühmten Klickzahlen" sehen. Und die haben sich kaum verändert. Das bedeutet: er wird konsumiert (der Blog). Sowohl von ausserhalb - also den klassischen Lesern - als auch gezielt, wenn ich den Post auf FB teile. Und das freut mich wirklich - wenn ich dann dort die vielen (teilweise auch sehr ausführlichen) Kommenater lese. Sie sind für den Schreiber eines Blogs am Ende des Tages wirklich das "Danke"! Und genau deswegen und weil es mein Tagebuch bleiben soll, wird auch der Blog jetzt weitergeführt.

So mancher, der bis hier gelesen hat, wird sich vielleicht wundern: was hat das mit den Fotos zutun? - ja, da schließt sich dann der Kreis:

Jedes Jahr um diese Zeit wächst bei uns die wilde weiße Schafgarbe. Und jedes Jahr um diese Zeit muss dann mindestens einer dieser Kränze einfach sein. Dieser hier ist nicht besonders groß - einfach, weil es bei uns zu viel regnet und die Blüten der Schafgarbe sehr leiden. Und so findet sich derzeit nicht genug Material für große Kränze.

Und für einen solchen Kranz braucht es tatsächlich einen dicken Strauß wie diesen. Da gab es tatsächlich mal ein, zwei Tage, wo es mal nicht geregnet hat. Die Gelegenheit wurde genutzt - der Strauß kam mit nach Hause.

Das Bild hat eine kleine Geschichte:

Auf einer unserer Touren in den letzten Wochen fand ich dieses imposante Gemälde. Ich war sofort fasziniert und fragte nach dem Preis. .............. und ging erstmal weiter. Das Bild aber hatte sich in meinem Kopf eingebrannt - es hatte mich gefangen. Rief in meinem Kopf: nimm mich mit, bevor es ein anderer tut. 

Genau meine Farben - eine unfaßbare Stimmung. Warum auch immer - es erinnerte mich an meinen Großvater. Er liebte das Meer und es hing bei ihnen (meinen Großeltern) ein großes Gemälde im Wohnzimmer über dem Sofa. Eine rauhe See mit einem einzelnen Schiff. Das Bild ging irgendwann an meinen Onkel über. Mein Großvater LIEBTE dieses Bild und bekam immer so ein besonderes Gesicht, wenn er es anschaute. Daran erinnert mich dieses Bild. 

 

 Irgendwann bin ich zum Händler zurück: ich möchte nur das Bild, der Rahmen interessiert mich nicht ........... der Händler hatte noch einige Schätze und so wurden wir uns (ohne Rahmen) einig. Ein Preis, mit dem wir beide "leben" konnten. Der Held sah dann später das Bild und meinte nur trocken: was willst Du mit diesem Schinken - wie sollen wir den heile nach Hause bekommen? 

Du machst das schon - Hauptsache, es geht nicht kaputt..............


Und wirklich - er hatte eine gute Idee: Er baute aus Gurten eine Art Hängematte und das Bild reiste hängend unter dem Autodach heile nach Hause. 

Das Bild ist wirklich ein "Schinken" - wohin also damit. Wir leiden wahrlich nicht an Platznot - aber ein so großes Bild braucht eine große Wand............ es blieb nur der Platz über dem Konsoltisch. Also mußte die Tafel weichen. Und die Wirkung ist fantastisch - sogar der Held ist jetzt von begeistert. Er meinte, als es hing: stimmt, es ist ein grandioses Bild. Ich kann Dich verstehen und hätte nie gedacht, dass es tatsächlich so schön ist. Es paßt perfekt.................... na, was will ich mehr!

 

 Das Schilfgras wächst hier bei uns um jeden kleinen Tümpel und ich finde, es paßt als "Blumen" perfekt zum Bild.

Oft stehe ich vor dem Bild und staune, wie der Maler es geschafft hat, dass die Wildgänse dermaßen realistisch wirken.

Man fragt sich: kommen sie an und ziehen sie weg?

Das alte belgische Regal daneben beruhigt das Ganze noch dazu - es stiehlt dem Bild nicht die Show. Es wirkt eher wie ein "Platzhalter" oder eine Eegänzung.

Den 2. Kranz hab ich aus Mühlenbeckia gebunden und paßt, würde ich sagen, als Kontrast perfekt zur Schafgarbe, die ja doch eher lieblich ist.

Und wer ist noch hier "neu eingezogen"?: der Noel - aus Serbien. Und nach den ersten großen Sorgen, die er uns gemacht hat, hat der alte Zausel sich wirklich gut eingelebt. Und ist immer an meiner Seite. Er beobachtet immer alles, was ich so mache. Legt sich auf eine Matte und schaut zu.

Das war es mal wieder für heute - Eure Jacqueline 


Donnerstag, 27. Mai 2021

Schneebälle im Frühling

Ein Zierstrauch, den ich übrigens (fast) genauso mag, wie den Flieder, ist der Schneeball. 
 
 
 
Auch bei ihm ist es allerdings nur ein ganz kurzes "Zeitfenster", im dem er blüht. Aber dafür ziemlich spektakulär, wie ich finde. Er ist für mich die "Vorfreude" auf die Hortensienblüte. 
 
 
 
Seine "Blüten" sind ja, wie bei den Hortensien eigentlich eher farbige Hochblätter.
 
 
 
Kommt der Schneeball erstmal in "Fahrt" mit seinem Wachstum, dann können es wahrlich stattliche Büsche werden! 
 
 
 
Einer von ihnen bei uns im Garten hatte sich mächtig auf den Gehweg ausgebreitet - es war Zeit für einen kräftigen Rückschnitt an den Seiten - und der Abschnitt ist jetzt in die Vasen (Pötte) gewandert. Einer von ihnen begrüßt uns jetzt in der Milchküche. 
 
 
 
Die Bilder sind in einem Moment entstanden, wo es draussen fast stockduster war, weil mal wieder ein heftiger Regenschauer aufgezogen ist. Aber wie heißt es so schön: auf Regen folgt Sonnenschein - und der Garten dankt es. Alles wächst wie verrückt - mich erinnert es fast an die saftig grünen Gärten, wie man sie sonst nur aus England kennt. 
 
 
 
 Der Schneeball verhält sich in der Vase ähnlich kapriziös wie der Flieder. Auch beim Schneeball entferne ich nach dem Schnitt viele Blätter und stelle ihn sofort nach dem Schnitt in sehr warmes Wasser. So hält zumindest bei mir der Schneeball locker 3-4 Tage in der Vase.


Übrigens, heißt es nicht auch: Alles hat sein Gutes? In den letzten Jahren war es ja ziemlich trocken zu seiner Blütezeit immer gewesen und die Sträucher war VOLL mit solch schwarzem Viechzeugs. Oft wurden dann nur arg verkrüppelte Blütenbälle und Blätter ausgebildet. Ich hab nie gewußt, wie man dem Herr werden kann................ in diesem Jahr regnet es ja dauernd und siehe da: so gut wie kein schwarzes Viechzeug auf dem Schneeball. Sie mögen scheinbar das nasse Wetter nicht! 
Allerdings, ganz ohne "Mitbwohner" klappt es wohl nie, wenn man sich einen Strauß ins Haus holt, wie man sehen kann - aber das ist halt Natur!
 
 

Das war jetzt mal wieder eher ein kleiner "Dekopost". Aber grad die kleinen Dinge des Lebens sind es doch, die das Leben schön machen - finde ich zumindest.
Paßt alle gut auf Euch weiterhin auf - Eure Jacqueline 

Montag, 24. Mai 2021

Endlich ist wieder FLIEDERZEIT

Endlich, endlich steht hier der von mir so heiß ersehnte und geliebte Flieder wieder in der Blüte. Ein weiteres Highlight jedes Jahr für mich im Garten und auch draussen in der Natur.

An vielen Wegrändern und an den Bahngleisen wächst er hier "wild". Es ist ein wahres Naturschauspiel - jedes Jahr aufs Neue. Und trotzdem ist es dieses Jahr anders:

 

Man kennt den Flieder ja eigentlich, dass er wirklich überall klar kommt und dann diese riesigen Büsche bildet. Manche Leute ziehen sie auch als große Bäume.

Und wenn dann die Blütezeit ran ist, biegen sich die langen Äste unter der Last der Blütendolden weit herunter. Aber dieses Jahr sitzen überall, wo man schaut, deutlich weniger Blütenstände an den Büschen. Viele Büsche haben ungewöhnlich viel Totholz UND die Blütenrispen sehen auch etwas anders aus!

Meinem Empfinden nach sind die Dolden insgesamt kleiner und auch nicht so eng mit Blüten besetzt.

Einzige Ausnahme ist bei uns der weiße gefüllte Flieder - die Dolden sind gleich. Aber auch an diesen Büschen deutlich weniger Dolden als in den letzten Jahren! Dieser Strauß im Wohnzimmer ist eine Kombination aus dem weißen gefüllten Flieder aus unserem Garten und weißem einfachem Flieder vom Feldrand.

Hier sieht man es deutlich, wie weit auseinander die Blüten an den Stengeln sitzen und wie klein die Blütendolden insgesamt sind.....................

Das Gleiche auch bei den fliederfarbenen Sorten. Ob bei uns im Garten oder wild wachsend.

UND, viele Blüten in den Dolden sind verkümmert - sie werden sich wohl garnicht erst öffnen.

Bei den wild wachsenden Büschen kann ich es mir höchstens noch damit erklären, dass die letzten Jahre so extrem trocken waren - im Garten, unsere Büsche, haben wir viel gewässert. Ob es der ungewöhnlich strenge Winter war? 

 

Aber dann hätte ich eher erwartet, dass die Knopsen sich garnicht erst öffnen.  Aber Flieder ist ja ohnehin bis hoch in die Skandiavischen Länder verbreitet und blüht dort prächtig. 

Zu gerne würde ich wissen, woran dieses Phänomen in diesem Jahr wirklich liegt!

Ich weiß nur, dass wir unsere Büsche in diesem Jahr dann noch mehr wässern werden müssen. Besonders, weil ich einige junge Büsche in sehr hellen / weißen Färbungen bestellt hab. Sie sollen dann hinter die "Feuerhütte" hinten im Garten gesetzt werden.

Vor zwei Tagen hab ich mich dann an die "Fliederernte" an einigen Büschen im Garten gemacht. Zum Glück ist inzwischen der hellfliederfarbene Flieder bei uns alt genug, dass er Blütendolden gebildet hat. Der dunkle Flieder hätte dieses Jahr alleine niemals ausgereicht!

Es ist wirklich ein Erlebnis für alle Sinne, wenn man die Ernte auf dem Küchentisch zur Verarbeitung ausbreitet. Flieder muss übrigens sehr schnell nach der Ernte (am besten am frühen Vormittag) verarbeitet werden, da er Wassermangel nicht gut verträgt und schnell in sie "zusammenfällt".


Bereits im letzten Jahr hatte ich in einem Post geschrieben, wie ich den Fliedersirup ansetze / koche - wer mag, schaut also gerne HIER   Darum auch das "alte Foto" aus dem letzten Jahr hier nochmals:

In diesem Jahr hab ich allerdings ausschließlich Bio-Zitronen verwendet. Den ersten Sirup im letzten Jahr hatte ich noch mit Zitronen bzw. auch mit Limetten angesetzt gehabt.

Und der Duft, der aus dem Eimer mit dem heiß übergossenen Flieder strömt, ist wieder einfach nur himmlisch / atemberaubend / betörend!

Und da es in diesem Jahr vorwiegend die helleren Blüten verwendet wurden, ist leider auch die Farbe vom Sirup nicht ganz so dunkel.......................

.............was aber dem Geschmack / Aroma keinen Abbruch getan hat! Die erste Schorle wurde bereits verkostet - angesetzt mit Ingwer und Minze aus dem Garten - HERRLICH !!!

Übrigens: ich mag ja auch das dunkle Strauchbasilikum unglaublich gerne im Essen oder an Salaten. Mehr durch Zufall hatte ich für die Fotos einen jungen Busch dazugestellt. Nicht nur farblich passen Flieder und das dunkle Basilikum gut zueinander - auch der Duft dieser beiden Pflanzen in Kombination ist einfach nur unglaublich! Ich werde also garantiert mal ein Dressing mit Fliedersirup und nur dem Strauchbasilikum ausprobieren!

Ich muss ja drauf hinweisen - das ist dann mal "Werbung": einige Gläser vom Sirup sind auch in den ONLINESHOP heute gewandert.

Nun wollen wir einfach mal hoffen, dass sich das kalte und oft ungemütliche Wetter bald verabschiedet und es endlich wärmer wird. Ja, ich geb es zu: ich kann es kaum noch erwarten!

Eure Jacqueline

 

die Hundsrose oder Kartoffelrose

Ein echtes Highlight jedes Jahr ist ja die Rosenblüte bei uns. Also, wenn die ersten Rosen ihre Knospen öffnen. Meist beginnt das ja eher un...