Dienstag, 12. März 2019

Von Hasen und Eiern............................


In diesem Jahr hab ich mich wirklich "schwer getan" mit der Osterdeko bei uns im Haus. 



Ich merke für mich selbst, dass es von Jahr zu Jahr ein wenig "schwieriger" wird. Denn es kristallisieren sich immer mehr die Lieblingsstücke heraus, die ich gerne das ganze Jahr um mich herum hab. Sozusagen das "Kerngerüst" - dass dann eben nur immer wieder mit Neuem bestückt werden soll - den Jahreszeiten entsprechend. 




Aber mit den Ideen ist das so eine Sache - das (Deko)Rad kann ohnehin niemand mehr neu erfinden. Viele Ideen, die ich für uns hier in den letzten Jahren entwickelt hab, gefallen mir auch heute noch. Und so sind in diesem Jahr einige Ideen aus den letzten Jahren hier in die Dkeo mit eingeflossen. Und klar, trotzdem sieht es dann auch wieder anders aus.



wie z.B. die Eier an der Wand - eine Idee, die ich auch im letzten Jahr schon in der Dekoration hatte. Letztes Jahr gerade übereinander - dieses Jahr eben schräg nach oben.



Diese Weidenzweige hatten wir am Wochenende auf der Landstraße geschnitten.
natürlich nicht vom lebenden Baum, sondern, was ohnehin schon weggeschnitten war!



In diesem Jahr fällt es bei uns ganz besonders auf, WIEVIEL bzw. wie extrem bei uns die Wegränder beschnitten werden - ich werde das niemals verstehen. 
Da wird gejammert, dass der Boden erodiert, dass die Sandstürme auf den Feldern in der trocknenen Jahreszeit zunehmen und der Mutterboden davongetragen dann wird - und dann begnubst man dermaßen alles entlang der Straßen und Wege, dass der Wind auch so richtig toll "freie Bahn" hat?!?



Wie sinnfrei ist das bitte? Zumal: alle Welt beklagt, dass das wilde "Getier" nirgendwo Schlaf- und Nistplätze findet - na wie denn auch, wenn alles abgesäbelt wird. 
Erst werden mit den haushohen Arbeitsmaschinen, die schwer wie Bunker sind, die Felder verdichtet, dass der Boden nicht mehr atmen kann und dann werden die Wegränder abgemäht, damit diese Riesenteile die Straßen möglichst bequem entlang kommen. 
Ja, das macht mich zornig - je mehr ich darüber nachdenke. Und man darf auch nicht vergessen: wir wohnen in einem vielgepriesenen Biosphärenreservat - nur so behandelt wird die Gegend leider nicht.................. da wird so viel über Nachhaltigkeit parlamentiert - aber wo es wirklich Sinn machen würde, mal über Nachhaltigkeit und die Umwelt schonen nachzudenken, was nichtmal was kosten würde, darf gerodet werden bis der Arzt kommt.
So traurig das alles ist - uns hat es die Zweige für die Osterdeko beschert. 



Meine geliebten Hasen kamen ganz zum Schluss - ich hatte keine "zündende Idee", wie ich sie dieses Jahr sicher vor den neugierigen Schnauzen der Fellträger aufstellen kann. 
Da kam mir das alte Blumenregal gerade recht!



So stehen sie jetzt zwar ziemlich gedrängt - ABER SICHER!



Mir würde das Herz bluten, wenn sie Schaden nehmen würden! 
Dieser ist ürbigens mein Lieblingsstück - er ist nicht bemalt, sondern beflockt.



Das verleiht ihm eine gewisse "Weichheit".



Und dazu der Kontrast vom alten Metall. Ich mag es einfach, die Eier so "hinzuschlenzen". Ich kann ewig davor stehen und die verschiedenen Motive betrachten. 
ich weiß ja selbst, das "früher NICHT alles besser war"! - aber wenn ich mir die Vielfalt betrachte, dann ist es einfach schön, zu sehen, welche Formenvielfalt es mal gab.



Und auch mein altes Hasenbild durfte wieder an die Wand. Mit Schrecken hab ich allerdings jetzt festgestellt, dass es von Jahr zu Jahr mehr "Gilb" im Papier annimmt - obwohl es die meiste Zeit des Jahres sicher im Dunkeln in der Kammer steht um genau das zu verhindern.



Ich hatte schon in den vergangenen Jahren drüber berichtet, dass dieses Bild mich schon ein Leben langbegleitet. Ein Urgroßonkel hatte es 1918 gemalt bzw. gezeichnet  und es hing lange Zeit bei meinen Großeltern auf dem Plumpsklo.
Nun hüte ich es wie einen Schatz und hoffe mal, dass später auch eines unserer Kinder es weiter aufbewahren wird.



Sollte irgendjemand einen "Trick" wissen, wie man die Verfärbungen im Papier aufhalten kann - ich bin über jeden Tip sehr dankbar. Ich selbst hab nichts darüber im www zu diesem Thema finden können.



Es sind heute so viele Fotos entstanden, dass ich sie jetzt einfach mal unkommentiert aneinander gereiht hier einfügen werde:

 














































Das war es dann für heute mal wieder.
Paßt bei dem stürmischen Wetter alle gut auf  Euch auf und laßt Euch nicht wegwehen! - Eure Jacqueline

 

Kommentare:

  1. Hallo,
    Papier mit viel Holzanteil ist leider vor dem Vergilben nicht geschützt. Ob diese Methode funktioniert
    http://www.helpster.de/papier-bleichen-so-gehen-sie-bei-vergilbten-stellen-vor_108994 habe ich noch nicht aus
    probiert.
    Aber ich denke das auch die Gefahr besteht das die Zeichnung zerstört wird.
    Vielleicht kann man das Bild einscannen,abfotografieren und auf gutem holzfreiem Papier ausdrucken.
    Dann hat man ein Exemplar das auf jeden Fall nicht noch weiter vergilbt.
    Das Original möglichst vor Sonnenlicht schützen.
    LG Conny

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    1. wow Conny, vielen Dank. Da hast Du mehr gefunden als ich. Aber an das Mittel trau ich mich wirklich nicht ran - da wäre meine Angst, das Motiv zu zerstören, viel zu groß. Ist ja eine Bleistiftzeichnung.
      Vermutlich werde ich es wirklich mal einem Restaurator zeigen - vielleicht kann der was retten.
      Ich danke Dir sehr für Deine Mühe - liebe Grüße, Jacqui

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  2. Liebe Jacqui, das Gilben aufhalten, das geht nur mit Museumsglas - das verhindert, dass es weiter durch Sonnenlicht geschädigt wird. Anderes würde wahrscheinlich mehr schaden als nützen. Das Bild einscannen würde ich auch vorschlagen, bei guten Copyshops kann man vielleicht die Sättigung ´rausnehmen.
    Das ,was Du über die Lieblinge bei der Deko, die Dauerbrenner schreibst, kann ich so gut nachvollziehen - und da isser wieder der schönste aller Hasis, der mit dem Zweig, hach, der ist wirklich der Oberhammer - wie der alleine schon guckt...
    Mit den Wegrändern, ich werd´s mein Lebtag nicht verstehen, wieso man vom Acker nicht ein wenig was lassen kann. All die Tierlein, bis jetzt haben sie es geschafft, dann kein Schutz mehr, immer noch ist es kalt, und sie haben plötzlich kein Zuhause mehr (mal abgesehen von der Respektlosigkeit der Natur gegenüber!).
    Wenn ich sowas sehe, ist es für mich jedesmal ein Tritt in den Magen - auch, weil es unsere Gesellschaft spiegelt, so roh und unglaublich DUMM.
    Hab es trotzdem stärkend, bald haben wir schon mehr Licht als Dunkelstunden :))) Alles Liebe, Deine Méa


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    1. ja, Mea, ich glaube Repektlosigkeit trifft es sehr gut! Dass etwas gerodet und "Ordnung" gemacht wird, versteh ich ja noch. Selbst die Korbmacher haben ja früher die sogenannten Kopfweiden abgeerntet. Aber hier wird es aus lauter Bequemlichkeit und Dummheit gemacht. Das regt mich ja so maßlos auf.
      Ich wußte nichtmal, dass es Museumsglas gibt - danke für diesen tollen Tip!
      Ja, Täglich bleibt es nun länger hell - es ist ein wahre Freude.

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  3. Liebe Jacqui, das Bild vor Tageslicht zu schützen wäre auch mein Tipp gewesen, am besten mit einem Museumsglas, so wie Méa es beschreibt. Dass es diese Art von Gläsern gibt habe ich erst grade gestern im TV erfahren, in der Sendung "Bares für Rares". Das Bild ist es ja wirklich wert, geschützt zu werden- so schön! Und als Erinnerung unwiederbringbar.
    Deine Hasen sind zauberhaft- die haben so was Putziges, ohne dabei kitschig zu wirken (so ganz anders als das ganze Zeug, was man jetzt wieder so in den Läden entdecken kann...). Bei mir gibt es nur ganz, ganz wenig Dekoratives zu Ostern, und bis jetzt hatte ich nicht das kleinste Verlangen, die paar Dingelchen rauszuholen. Vielleicht auch deshalb, weil es gestern hier Bettlaken geschneit hat? ;oD
    Und was diese rigorose Fällerei und Roderei anbelangt: Du hast ja schon gesehen und kommentiert bei mir (merci dafür!), dass das ein Thema ist, das mich auch richtig wütend und oft auch fassungslos macht. Ich frage mich immer: Denkt denn kein einziger an die Konsequenzen? Geht es immer nur darum, möglichst ungehindert über die Felder, Wege und Strassen fahren zu können, oder darum, Geld zu sparen bzw. Geld zu verdienen?? Der Mensch ist einfach dumm. Er lernt nie aus eigenen Fehlern. Das könnte ihm, vielleicht schon in naher Zukunft, zum Verhängnis werden.....
    Herzliche Grüsse und Knuddels an die Meute!

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  4. Ich muss zugeben obwohl shabby oder Generell altes nicht so wirklich mein Ding ist. Finde ich es so sehr hübsch und Stimmig . Ich Dekoriere ja seit Jahren nicht mehr wirklich aber es hat mir sehr gut gefallen was Du Arangiert hast 😍 lg Tati

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  5. Liebe Princessin, mein Tipp wäre auch,daß Du Dich mit einem guten Papier-Restaurator (guck vielleicht auch mal bei Studiengängen nach,ich glaube,in Potsdam z.B.) in Verbindung setzt. Da gibt es wirklich Fachleute (denke dabei an die Beseitigung der Schäden beim Einsturz des Köllner Stadtarchivs usw).Eine Expertise ist sicher nicht ganz billig,aber solche Familienerbstücke mit Herzblut dürften es wert sein...!Für Kleidung etc legt man viel bereitwilliger Geld auf den Tisch und zögert sooft bei "Dienstleistungen"...

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  6. Bei Euch hoppelt's ja allerfeinst durch die Wohnung! Sogar auf dem Kissen! Die alten braunen Hasen gefallen mir besonders, das sind Schätzlein für's Herz.♥ Die total abgesäbelte Weide am Wegrand - ein trauriges Bild. Ich hoffe, daß sie austreibt. Und wieder herrlich grün wird im Frühling. Auch bei uns, am Traunfluß entlang wurde radikal Kahlschlag betrieben, wenn ich meine Radltour mache, bin ich oft traurig. Aber die Natur findet Wege und Kraft um sich wieder durch zu setzen. Wünschenswert!
    Hoppy Easter! (Weil's zu den Hasen paßt....).
    Die Eva aus Österreich

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  8. Liebe Jacqueline, daß mit dem sinnlosen Beschneiden und Fällen vieler Büsche und Bäume kann ich nur bestätigen. Jedes Jahr werden hier bei uns gesunde Bämue an der Straße gefällt und angeblich werden irgendwo dafür Neuanpflanzungen geschaffen, die ich hier noch nirgends entdeckt habe. Das Schlimme daran ist hier, daß man keine neuen Bäume am Platz der gefällten mehr pflanzt, weil die ja alle viel zu dicht an der Strasse stehen. Das heißt, die Lücken werden nie mehr geschlossen werden und in einigen Jahren gibt es hier keine Baumallee mehr.
    Zur Zeit sieht man hier wieder viele Hasen auf den Wiesen, die nur schwer Schutz finden, weil es kaum noch Bewuchs zwischen den Weiden gibt. Und viele Hasenbabys kommen beim nächsten Gülleguss oder beim Mähen der Weide (ich würde es mal Sportmähen nennen, so schnell wie die über die Weiden rasen) ums Leben. Selbst eine Katze wurde hier schon geschreddert. Es ist einfach nur noch traurig. Die Natur wird verspottet.

    Liebe Grüße aus dem Moor von Kerstin & Hund Ludwig

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  9. Deine Osterdeko - mit allem Drum und Dran - ist zauberhaft, wie immer. Die Idee mit der "Hasenleiter" grandios und sehr wirkungsvoll! Bei uns fällt mir das dieses Jahr auch vermehrt auf, dass seeehr viel geschnitten wird. Schicke dir Hohenlohische Grüße
    Sonja

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Ich staune immer wieder

Ich staune tatsächlich immer wieder über die Kraft der Natur! Oder auch ber die "Wucht" der Natur. Wie sie auch mit Widrigkeiten ...