ja, Lora, das ist zwar ein Name eher für einen Papagei, aber der Name gehört einer ganz besonderen Hundedame !!! Eine etwa 6jährige "Einwanderin" aus Rumänien, die dort vermutlich als "Zuchtmaschine" gehalten worden war bis sie ausrangiert und weggewofen wurde. ................
.........Aber ich möchte gerne die "Geschichte"von Anfang an erzählen: Allerdings auch eine Geschichte, für die man (am Anfang) Nerven braucht- ich kriege noch heute eine Gänsehaut, mir steigen Tränen in die Augen, wenn ich wieder dran denke an die ersten Bilder von Lora und der Geschichte dahinter: Sie wurde Mitte August in der Nacht von Tierschützern in Rumänien gefunden. Sie hatte einen ca. 10 Tage alten Welpen bei sich, der den Namen Tommy bekam. Ihr gesamter Rücken war eine einzige stinkende und bereits mit Maden besetzte Wunde - die Einzelheiten dazu erspare ich Euch jetzt. In der Nacht wurde sie gefunden und sofort zum Tierarzt gebracht..........
................ - dort wurde sie ärztlich erstversorgt und morgens bekam ichdie Fotos von ihr von den Hundepaten geschickt. Ich kann es nicht besser besser beschreiben: ich rief erst den Helden an, erzählte ihm alles, schickte ihm die Bilder und es war klar: Lora kommt zu uns, sobald sie reisen darf. Wir schickten ein erstes Geld für sie und ihren Sohn runter, damit entsprechendes Kraftfutter für sie dort gekauft werden konnte, sie bekam einen kuscheligen Platz ...........
.....Und ich muss sagen, die Pflegestelle unten in Rumänien hat sich unglaublich aufopfernd um die beiden gekümmert. Regelmäßig kamen Bilder .................
....innerhalb kurzer Zeit schlossen sich die schlimmen Wunden auf ihrem Rücken ............
......Ein Foto, dass mich auch sehr anrührte, wie sie brav beim Tierarzt auf dem Tisch saß, als wenn sie wüßte: hier wird mir geholfen..............
........auch der kleine Tommy gedieh prächtig - und wir haben so dringend nach einem guten Platz für ihn in Deutschland gesucht. ...........
.............Denn eines war von Anfang an klar: er würde niemals in Rumänien zurückbleiben. Wir haben hier alle Möglichkeiten "durchgespielt", wie wir es möglich machen können, dass eben der kleine Tommy auch kommen kann. Die Option, dass er ebenfalls zu uns kann, wäre wirklich die allerletzte und vorrübergehende Möglichkeit gewesen, denn so toll unser Mr.Gin mit all seinen Mädels klar kommt, einen Rüden duldet er nicht neben sich. Über Wochen zog sich die Suche hin nach seinen / Tommys "Menschen" und er wuchs und gedieh..............
............ Immer zärtlich bewacht von seiner Mama Lora....................
.......In der Zwischenzeit verheilte der Rücken immer besser - sah der Rücken Anfang September noch so aus:............
..........begannen bald dann auch die ersten Haare wieder zu spriessen. Uns hat das sehr erleichtert. Denn wäre der Rücken nach der Verletzung nackig geblieben, hätte sie im Winter immer einen Jacke tragen müssen..........
..................Und irgendwann dann kam die erlösende Nachricht: Tommy hat seine Menschen gefunden. Er wurde von einem Paar adoptiert, dass ebenfalls einen großen Hof hat mit Pferden und anderen Hunden - also ein Paradies für ihn. Na, da waren wir sehr erleichtert, denn über die Zeit war uns der kleine Kerl wirklich ans Herz gewachsen - auch wenn wir ihn nur von Bildern kannten..............
.....ist das nicht ein Herzensbrecher - mit diesen bezaubernden Ohren und diesem Blick ?!?..........
.....in der Zwischenzeit wurde auch schon getestet, wie sich Lora denn mit anderen Hunden vertragen würde - wir sollten vorbereitet sein. Ich fand das von der Pflegestelle sehr umsichtig! Und auch diesen "Wesenstest" hatte sie mit Bravour bestanden..........
..........Ende Oktober dann kam die Nachricht: Mitte November würden Lora und der kleine Tommy ausreisen dürfen. Alle Vorbereitungen vor Ort und auch hier wurden getroffen. Wir schickten eine Decke runter, auf der ich einige Zeit gesessen hatte, damit sie schon den Geruch von ihrem neuen Zuhause in die Nase bekommen würde. Und dann kam der große Tag - letzten Freitag wurde sie verladen und machte sich auf ihre große Reise zu uns. Dies war das letzte Foto, dass wir bekamen, bevor wir sie dann am nächsten Tag in Empfang nehmen konnten. Ein Bild zum Steine erweichen - war sie doch zum ersten Mal ohne ihren Sohn getrennt................
........Und dann machten wir uns am Samstag die 300 km auf den Weg zum Treffpunkt. Die Traces-Transporte fahren ja verschiedene "Haltestellen" an - und immer warten dort dann aufgeregte Adoptanten auf ihre Herzenstiere. Traces ist übrigens ein besonderes Transportsystem, das streng von den Behörden überwacht wird, damit die Tiere auf den Transporten auch wirklich gut behandelt werden. sie habeneine weiche Decke oder Einstreu, die regelmäßig kontrolliert und ggfs. gewechselt wird und frisches Wasser. Auch die Amtstierärzte der Regionen, in die die Tiere kommen, sind über die Ankunft der Tiere informiert. Mittags um 13 Uhr war es dann soweit - Lora stieg aus, sah mich, beschnüffelte meine Hand und ging dann mit mir mit. Sie stieg ins Auto, kletterte auf die Decke und legte sich hin - als hätte sie nie etwas anderes gemacht...........
........schaute irgendwann mal nach vorne, wer denn da das Auto steuert? - der Held.........
.......auf einem ruhigen Rastplatz machten wir dann eine Pause und sie konnte ihre Notdurft verrichten - da merkten wir: es war bitter nötig - sie hatte nicht in die Transportbox gemacht - sie hatte die ganze Zeit durchgehalten - das fand ich bewundernswert...........
.... sehr erleichtert und sichtlich entspannter fuhren wir dann die 2. Etappe bis nach Hause durch. Wir wollten vor der Dämmerung ankommen, denn hier warteten ja die anderen Fellträger auf uns. Der Held ließ Lora und mich am kleinenHaus raus und holte zuerst den Mr.Gin. Wir liefen eine Runde mit den Hunden und beide Hunde verhielten sich, als wenn es das Normalste der Welt wäre - genauso lief es dann mit Paula. Somit war klar - unser Rudel würde sich vertragen. Aber, dass es so unkompliziert laufen würde, hätten wir im Leben nicht geglaubt. Wir waren einfach nur erleichtert! Und so ging der Samstag mit einer Fütterung am Abend dann auch rum und wir hatten sogar eine ruhige Nacht. Lora akzeptierte die Decke, die wir ihr hinlegten und alle schliefen friedlich. Sonntag ging es dann zum ersten Mal in den Garten - es regnete den ganzen Tag in Strömen, darum gibt es davon leider keine Bilder. Sie wich und weicht mir nicht mehr von der Seite. Sie erklärt den anderen mit einem ganz leisen und tiefen Grollen, wenn es ihr zu nah wird. Und sie lernt unfaßbar schnell. Wir haben ja nun schon einige Adoptionshunde - aber so schnell, wie sie lernt, das hab ich noch nicht erlebt. Und so hab ich jetzt 2 permanente Schatten - Usca und Lora. Und es ist verblüffent, wie nun die alte Usca vieles der Lora vorlebt. So war es dann auch gestern auf dem ersten Waldspaziergang - alles ist ja für Lora noch neu! Aber sie sprang hinter Krümel Clara und Usca ins Auto und legte sich sofort genauso hin ....................
.......im Wald dann zeigt Usca ihr, dass Bäume keine Menschen fressen und dass hinter keinem Baum ein Hunde fressendes Monster hervospringt, dass Wasser was schönes ist und nicht nur den Durst löscht.............
......wir machten eine Pause - genossenden den traumhaften Blick über den See und konnten /unser Glück kaum fassen, dass bisher alles so ohne Probleme abgelaufen war. ........
.......und auf diesem Spaziergang wurde uns wieder so richtig bewußt, wie sehr sich die alte Usca in den letzten Monaten verändert hat, wie sie zu einem vertrauenden Fellträger geworden ist. Wie sehr sie sich verwandelt hat und wie sehr wir uns über jeden Tag freuen, den sie bei uns ist............
......Auch Krümel Clara, die noch immer die Kleinste im Rudel ist - und auch bleiben wird - hat sich mächtig gemausert. Sie ist inzwischen eine echte kleine Hundedame gewoden, die bereits ihre erste "Hitze" hinter sich hat und total auf den Helden fixiert ist. Ich werde nur beachtet vonihr, wenn der Held nichtda ist. Ok, auf diesem Bild ist sie auf irgendwas in weiter Ferne fixiert.............
.......und nun sind wir gespannt, was die nächsten Tage für uns und vor allem für Lora bringen werden. Denn eine große Kontrolle in der Tierklinik steht an. Ihre Rücken/Hüfthaltung ist extrem schlecht und auch säuft sie unverhältnismäßig viel mehr als die anderen Fellträger. Aber wir denken, es wird nichts sein, was nicht irgendwie zu beheben sein wird. Aber, wenn ich in diese Augen schaue, dann weiß ich, Lora wird das alles meistern und wirkönnen glücklich und dankbar sein, dass dieser Fellträger nun auch bei uns lebt!...............
..........ichwünsche Euch allen einen schönen Tag - Eure Jacqueline