Montag, 20. Juni 2016

wenn der Nachbar dreimal in die Hände klatscht.................

................., dann ist Kirschenzeit. Ja, nun ist es wieder soweit. Händeklatschen begleitet mich derzeit den ganzen Tag bzw. seit Tagen. Damit aber kein falscher Eindruck entsteht: nein, es ist kein Beifall klatschen. Es ist der verzweifelte bzw. zweifelhafte Versuch der Nachbarn um uns herum, "schlimme (Fress)Feinde" zu verjagen.................


.............denn: es ist Kirschenzeit - die Süßkirschen sind reif. Ein Baum nach dem nächsten wird nun von Horden von Staren "angegriffen". Einige Nachbarn versuchen ja auch, mit riesigen Netzen ihre Bäume bzw. Ernte zu "schützen". Nu muss aber dazu gesagt werden: keiner unserer Nachbarn (und auch wir nicht) lebt von seiner Ernte wie die Obstbauern z.B. - und die Bäume tragen mehr, als Menschen mit normalen Appetit überhaupt verzehren können. ..................


...................Und so ist es wahrlich ein Spektakel! Man hört das hysterische Klatschen, eine schwarze schiepende Wolke hebt sich gen Himmel und kurze Zeit später schwebt ein Piepmatz nach dem nächsten wieder schiepend vom Himmel auf den Baum, der gerade "attakiert" wird. Es wirkt fast, als würden die Stare lachen - den klatschenden Menschen vielleicht gar auslachen?!?............


........Der einzige Nachteil ist: für wenige Tage im Jahr können wir unsere Wäsche nicht unter dem Kirschbaum zum trocknen aufhängen. Denn den roten Kirschsaft kriegt man aus der Wäsche nicht mehr raus. Und die Vögel haben ja auch Hinterlassenschaften, die sie wahllos unter sich fallen lassen. Auch diese Hinterlassenschaften machen sich natürlich nicht so gut auf weißer Wäsche! Und heute nun waren auch wir dran. Also nicht wir, sondern unser großer alter Kirschbaum im Hof. ..........
 

..............Na, da bin ich aber geflitzt und hab erstmal meine Wäsche "gerettet"............
 

 .....aber ansonsten hab ich den Anblick bzw. das jedes Jahr wiederkehrende Naturschauspiel einfach genossen. NIEMALS können wir all die Kirschen essen, die der Baum trägt. Und warum nicht was abgeben? Wenn man die Stare genau beobachtet, dann kann man durchaus auch Parallelen zur Spezies Mensch finden...........
 

...........sie suchen sich zuerst die schönsten, größten und reifesten Früchte aus. Nie haben sie genug. Der ganze Baum hängt voll und sie streiten sich um EINE rote reife Kirsche als wäre es die einzige leckere Frucht am Baum............
 

............... Die wird dann angepickt und anstatt sie erstmal zu vertilgen, bevor die nächste angepickt wird, hüpft Herr bzw. Frau Star mit von Kirschsaft triefendem Schnabel zur nächsten Kirsche, die dann nur angepickt wird. Es wirkt fast so, als würden sie mit all dem Überfluß garnicht zurecht kommen. Als wäre es einfach zuviel an Leckerem, was sie da vorfinden..........
 

...........der rote Saft der Kirschen tropft aus dem Baum, 100erte von reifen halbverzehrten Kirschen liegen unter dem Baum und werden verrotten...........
 

...........WENN da nicht unsere Fellträger wären. Die fühlen sich grad wie im Schlaraffenland! Denn die reifen Früchte fallen ihnen buchstäblich ins Maul. Und tatsächlich, alle unsere Fellträger geniessen diese "süßen Tage".............
 

...................Sie fressen die heruntergefallenen Kirschen im ganzen, was sie nicht verdauen, finden wir später dann und so manches "heiße Lüftchen" lassen sie abends dann auch noch fahren. Und was ganz putzig ist: die Fellträger lernen tatsächlich voneinander. Was der Eine frißt, fressen dann auch die Anderen. Sogar Bulinka, die ja erst ein paar Wochen bei uns ist, ist bereits auf den Geschmack gekommen. ........
 

...........und sind die Bäuche dann voll, wird "Siesta" gehalten. Fressen kann schließlich anstregend sein............
 

........und so tobt derzeit das Leben bei uns nicht nur unter, sondern auch im und über dem Kirschbaum im Hof.............


...........Und bevor nun alle Kirschen angefressen sind, hab ich dann noch für uns eine Schüssel Kirschen für den Nachtisch heute abend "gerettet"...........
 

...........denn leider kenne ich keine Rezepte für Süßkirschen. Im letzten Jahr hatte ich mich mal an Marmelade aus Süßkirschen versucht - aber die schmeckte dann eher "blaß" und süß wie flüssige Marshmallows. Das war nun so garnicht mein "Ding".............


.......Ich wünsche Euch allen einen schönen Abend - genießt das schöne Wetter und die langen hellen Abende! Ich werde jetzt in den Garten gehen und schauen, wie es unter dem Kirschbaum aussieht - Eure Jacqueline

Samstag, 18. Juni 2016

Lavendelblau..............................

Beim Lavendel werde ich mir nie sicher sein: ist er nun blau oder violett? ................



...................stellt man was Blaues oder Graues daneben, wirkt er (auf mich) blau ...........
 

...............und steht was fliederfarbenes daneben, wirkt er (auf mich) violett. ............



.......zur Zeit haben in unserem Garten ja nicht nur die Rosen "Hochkonjunktur", sondern auch eine Lavendelsorte nach der nächsten ist "reif", um geerntet zu werden............
 

.....Ich mag den Duft von Lavendel SEHR - er hat nicht nur eine beruhigende Wirkung auf mich,  sondern erinnert mich auch an gemütliche Kaffeekränzchen alter Damen. Vor kurzem saßen wir in einem Cafe neben einer älteren Dame. Irgendwann öffnete sie ihre Tasche und der Duft von Kölnisch Wasser zog mir fein in die Nase. Meine Tante hatte früher auch immer eine Flasche Kölnisch Wasser in der Tasche. Es half ihr in (fast) allen Lebenslagen. Ein paar Tropfen im Nacken verrieben wirkten angeblich erfrischend. War jemandem "plümerant", bekam er die Flasche Kölnisch Wasser unter die Nase gehalten. Waren die Hände z.B. vom Hühnchen essen verschmiert, wurden sie mit Kölnisch Wasser abgerieben. Auf einen Mückenstich wurde Kölnisch Wasser getupft. Aber alle diese Erinnerungen hab ich nur an Situationen im Sommer. Ich weiß garnicht, was sie im Winter gemacht hat. ......



......Im Garten bei uns in der hintersten Ecke blühen ganz versteckt hohe Glockenblumen...........
 

................auch sie haben die Farbe von Lavendel - in meinen Augen eben Lavendelblau. Sie duften nicht - sie sind einfach nur schön......



...............die gleiche Sorte in weiß blüht im weißen Beet. Und so hab ich mir von beiden Sorten einige Stengel geschnitten..................



................ich wußte allerdings nicht so recht, wohin mit ihnen im Haus. In der Waschküche, durch die wir ins Haus kommen, stehen einige Krüge auf einem Regal. Von der Größe her sind sie perfekt für diese langstieligen Blumen......
 

........ähnlich wie Gladiolen blühen sie von unten nach oben auf und so sind es zwei Sträuße, die sich recht lange in der Vase halten. ...............



......über das folgende Bild mußte ich dann doch etwas schmunzeln: Schaut man genau hin, entdeckt man im Spiegel die bunten Waschmittelflaschen, die gegenüber auf dem Fenstersims in einer Kiste stehen............
 

............... Ein guter Beweis, dass bei uns auch "gelebt" wird. Eine Frage, die ich ja öfters mal zu hören bekomme: lebt Ihr auch dort? ...........
 

..............Ja, wir leben hier auch - auch wenn ich natürlich versuche, alles, was nicht meinem "Begriff" von dekorativ entspricht, irgendwo "verschwinden" zu lassen. Wie z.B. Glühbirnen und weitere Waschutensilien, die in dem kleinen Schrank in der Waschküche verschwinden.........
 

........Und ist es nicht einfach nur schön, wenn man einen Raum betritt, einen frische Blumen "anlachen"? Mir ist das wichtig - sie heben einfach meine Stimmung!............



......Ich wünsche Euch allen ein entspanntes und schönes Wochenende - macht es Euch so richtig schön! - Eure Jacqueline

Dienstag, 14. Juni 2016

Rosenzeit...............

Zuerst möchte ich mich bei Euch für die überwältigende Reaktion zum letzten Post über die Ladenhaus-Eröffnung bedanken. Ich freue mich sehr, dass es (das Ladenhaus) Euch gefällt! Zu süß fand ich ja die Kommentare: wann darf ich einziehen ......naja, so viele Zimmer und Betten hat das Ladenhaus dann leider doch wieder nicht. Aber auf jeden Fall ist es ein toller Antrieb, so viel Zuspruch zu bekommen!.............



........Seit Sonntag dann hab ich tatsächlich mal auf "Ruhemodus" geschaltet. Und vor allem muss nun hier auch einiges aufgeholt werden, was die letzten Wochen liegen geblieben ist. Fragt mich nicht, wie der Gemüsegarten aussieht - es ist ein Trauerspiel. ABER das Unkraut (ok Beikräuter) fühlt sich wohl. Mal schauen, wieviele Karren wir da rausholen werden die nächsten Tage. Aber schön ist, dass es mir die Rosen nicht allzu übel genommen haben, dass sie die letzten Wochen etwas vernachlässigt wurden - oder waren sie sogar ganz froh darüber? ..........
 

................Ich weiß es nicht. Auf jeden Fall sie blühen, als bekämen sie Geld dafür. ............
 

......Wir hatten aber auch geniales Wetter die letzten Wochen - fast nur Sonnenschein und hohe Temperaturen und wenn ich dran gedacht hab, lief der Sprenger stundenlang. Denn was hier bei uns an Regen herunter gekommen ist in den letzten Wochen, ist nicht der Rede wert (was mit Sicherheit auchunsere Wasserrechnung in diesem Jahr "sprengen" wird)............
 

................ Auch der Regenguß in der letzten Nacht hat nicht mal den Boden unter den Bäumen erreicht. ................



.......heute morgen hab ich mir dann mal die Zeit genommen und bin durch den Garten gestromert, um mal wieder ein paar Impressionen einzufangen und, um mir Rosen fürs Haus zu schneiden........
 

.......Die Blüten bzw. Blütendolden dieser Rose sind so schwer und hängen teilweise am Boden, dass ich einen dicken Strauß für die Vase im Wohnzimmer geschnitten hab................



...........gestern hab ich auch den ersten Lavendel im Vorgarten abgeerntet. Ich schneide ihn ja immer, wenn sich die ersten Blüten öffnen. Damit hab ich die besten Erfahrungen gemacht. Der Duft ist schon genauso intensiv, wie, wenn er voll erblüht ist, "fleddert" aber beim trocknen nicht so aus..........



............die beiden Rosen an der weißen Tür im Beet sind in diesem Jahr förmlich "explodiert"............



...............die Tür ist nur noch von der Rückseite zu sehen. Wer mag, kann gerne HIER schauen, wie "spillerig" die Rosen noch vor 2 Jahren ausgesehen haben...............



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........und es herrscht ein "Leben" in den Rosen, dass es eine wahre Freude ist....
 

...........häufiger werde ich mal gefragt, was ich mache, damit die Rosen so viele Blüten hervorbringen..........



.................nicht viel! Die Rosen in diesem Garten bekommen einen Rosen-Flüssig-Dünger (weil die Fellträger bei Mist-Düngung mir die Rosen vor lauter "leckerem Duft" ausgraben würden) und ich schneide mir in der Saison viele Blüten für die Vase ab, was scheinbar auch das Wachstum anregt. Sie bekommen viel Wasser, ich versuche, regelmäßig verblühte Blüten auszuschneiden und die Rosen werden im Herbst nicht beschnitten. Da halte ich mich an die Bauernregel, dass der Rosenschnitt erfolgen soll, wenn die Forsytien im Frühjahr blühen. Auch häufeln wir die Rosen zum winter nicht an - ABER: wir setzen sie auch immer sehr viel tiefer in die Erde, als in vielen Rosenratgebern empfohlen wird. Das funktioniert bei uns prima. Und auch bei uns gibt es immer wieder mal eine Rose, die in einem Jahr etwas blühfaul ist. Aber meistens hat sie sich im nächsten Jahr dann wieder erholt. So, wie diese rote Rose. Im letzten Jahr dachte ich noch, sie würde eingehen. Mehr machen wir nicht.............



..........dies ist eine meiner liebsten rosa Rosen - mich beeindruckt immer wieder, wie dicht gefüllt sie ist. Welche Perfektion die Blüten haben und wie lange die Blüten halten. Nur duften tut sie nicht................


.............den Namen weiß ich nicht mehr. Ich kann mir leider nur die wenigsten Rosennamen merken......
 

.........einen dicken Strauß hab ich mir zum trocknenden Lavendel ins Arbeitszimmer gestellt..........
 

...........es ist ein Strauß aus Duftrosen - und so duftet es derzeit bei mir im Arbeitszimmer wie in einem Blumenladen................


........dazu mischt sich der Duft vom blühenden Salbei. Der Nachteil ist nur, dass nun unzählige Bienen und Hummeln herein fliegen - angelockt vom intensiven Duft. .........



.......So ist eben die Natur. Und wir leben ja mitten in der Natur. Da gehört das eben auch dazu. Genauso, wie abends das Quaken der Frösche im Dorfteich, der "Duft" von gedüngten Feldern, Staub zur Erntezeit oder auch mal ein Traktor, der abends noch durchs Dorf donnert, weil ein Feld bestellt oder geerntet werden muss. Wir haben für uns auch gemerkt, seitdem wir hier leben, in der Natur und mit der Natur, dass wir in vielen Bereichen ein großes Stück gelassener geworden sind. Vieles nicht mehr so ernst nehmen. Manches auch nicht mehr so wichtig ist. ............
 

.......... - Eure Jacqueline
 

die Hundsrose oder Kartoffelrose

Ein echtes Highlight jedes Jahr ist ja die Rosenblüte bei uns. Also, wenn die ersten Rosen ihre Knospen öffnen. Meist beginnt das ja eher un...