Dienstag, 24. Dezember 2019

Der 24.


Für uns selbst geht so langsam ein sehr turbulentes Jahr zuende und ich merke für mich selbst, das ich recht nachdenklich werde. Darüber nachdenke, was war gut und was war weniger gut, was würde ich genauso wieder machen und was sollte sich für 2020 dann bitte ändern. 



Aber das ist wohl mal einen Post zu einem späteren Zeitpunkt "wert".
Heute ist der 24. - der Heilige Abend. 



Der Tag, an dem für die Kinder der Weihnachtsmann bzw. das Christkind kommt. Der Tag, der für uns alle von Kindesbeinen an ein ganz besonderer Tag ist. Ein Tag, wo es tatsächlich mal auf der gesamten Welt ein wenig ruhiger ist.
Für die Eltern meist noch ein recht hektischer Tag - der Braten muss vorbereitet werden, der Baum muss nochmals kontrolliert werden (wenn er schon in der Vorweihnachtszeit geschmückt wurde) oder er wird überhaupt erst am 24. aufgestellt - wie bei uns - traditionell im Laufe des Tages.



Anfangs hab ich ihn geschmückt - später dann die Kinder. Inzwischen sind die Kinder aus dem Haus - und so bin ich es dann wieder. 
War er früher sehr üppig bei uns geschmückt - so wurde er über die Jahre immer schlichter. Inzwischen mögen wir es besonders, wenn das Haus zwar geschmückt ist - aber am Baum reichen schlicht Kerzen. Der Baum für sich ist Schmuck genug!
Und nein, bei uns steht er noch nicht - der Held holt jetzt noch die letzten frischen Dinge wie Milch und Brot und dann werden wir Zwei wohl gemeinsam den Baum aufstellen. 
Es wird auch das erste Jahr sein, an dem wir alleine feiern - ein Tag, vor dem ich mich immer gegruselt hatte. So lange ich zurückdenken kann, waren immer alle bei uns. Es gab feste Rituale - wie wohl in allen Familien. Rituale, die sich über die Zeit gebildet hatten oder die ich von meinem Eltern übernommen hatte.
Inzwischen haben unsere Kinder selbst eigene kleine Familien - dort werden sich nun die eigenen Rituale bilden. Und inzwischen bin ich soweit, dass das auch sehr richtig so ist! Auch wenn es weh tut. So weh hat es wohl unseren Eltern oder deren Eltern früher auch getan. Ich hab mich mit arangiert und finde den Gedanken sehr schön, mit meinem Helden einen 100% entspannten Tag zu geniessen.



Komplett ohne an die Zeit denken zu müssen. Nur wir Zwei und natürlich unsere Fellträger. Und auch bei ihnen hab ich das Gefühl, dass sie spüren, dass es ein ganz besonderer Tag ist. Sie sind friedlicher als sonst, knötern oder zicken sich kaum an. Liegen eher faul in unserer Nähe herum.



Oder wuseln mir ständig zwischen den Beinen herum, weil ich ja ansonsten, wenn ich nicht permanent beoachtet werde, in einem unvorhergesehenen Erdloch verschwinden könnte - wie das "Bambi Vila". Hier auf dem Foto kann man mal gut erkennen, wie klein sie eigentlich ist, wenn man auf den Stuhl neben ihr achtet.



Sie wird noch sehr lange brauchen, um die innere Ruhe aufzubauen, dass ihr nie wieder etwas Schlimmes passieren kann. Hier bei uns taut sie so langsam auf - merkt, dass es bestimmte Rituale und feste Tagesabläufe gibt. Lernt die ersten Kommandos, die das gemeinsame Leben ja sehr erleichtern. Legt langsam die Scheu vor dem Helden ab. Rennt nicht mehr panisch in meine Arme, wenn er nur den Raum betritt. Ob sie jemals ausserhalb des Grundstückes diese Ruhe entwickeln kann - das wird erst die Zeit dann zeigen. 

 

Sie ist noch weit davon entfernt, wie der Krümel Clara (der Herzenshund vom Helden), egal was passiert, so friedlich zu schlafen.


Und da ich grad von Ruhe rede:
Gestern war es nochmals recht turbulent bei uns. Die alte Paula (inzwischen stolze 16 Jahre alt) sah im Gesicht wie ein Preisboxer aus. Die ganze linke Gesichtshälfte stark geschwollen. Also ab in die Tierklinik. Sie musste sediert werden, da sie sich freiwillig nicht ins Maul von der Ärztin schauen ließ. Sie hatte sich scheinbar beim Spielen im Maul verletzt und es hatte sich in der Leftze ein großer Abzess vom Auge bis runter zur Nase gebildet. Das muss furchtbar weh getan haben. Mich hat nur erschrocken, dass sich solch ein Abzess innerhalb grad mal 24 Stunden bilden kann. Denn am Abend vorher war kaum etwas zu erkennen gewesen.
So wurde gleich die Gelegenheit genutzt, von einer Beule am Rücken eine Biopsie zu nehmen. So war der Plan - denn ich hatte große Angst, dass da was Bösartiges sich bildete. Und dann war da zumindest mal die Freude groß. Es war eine "Wasserbeule". Nicht angenehm, kann sich immer wieder bilden - aber gutartig.
Und ihre Hinterbeine mussten kontrolliert werden - sie lief in den letzten Wochen immer schlechter, obwohl wir schon viele Hilfsmittel wie Schmerzstiller, Entzündungshemmer und sogar Hanföl eingesetzt hatten. Und die Diagnose war mehr als niederschmetternd. Schwerste Arthrose in beiden Knien. Wäre sie jünger, könnte man über neue Kniegelenke nachdenken - aber in diesem greisen Alter ist das leider keine Option mehr.  Jetzt werden wir schauen, dass wir sie gut schmerzfrei bekommen - soweit wir das als Menschen überhaupt beurteilen können. Und genau drauf achten, wie sie sich fühlt. Der "Rest" wird sich dann zeigen.



In diesem Jahr hab ich mir auch für die Weihnachtsdekoration sehr viel Zeit gelassen bzw. mir wohl auch nicht so recht die Zeit dafür genommen.
Unsere traditionellen Weihnachtsspitzen MUSSTEN allerdings noch sein. Als ich eine der Kisten aus der Abseite geholt hab, war es allerdings ein trauriger Moment. Einige meiner schönsten Spitzen hatten schweren Schaden genommen - warum auch immer. Das war nicht mehr heraus zu finden. Grad auch um diese Spitze war es so schade - die heb ich trotzdem auf. Das Unterteil ist ja noch intakt. Und wie heißt es so schön: nobody is perfect.......................




Und Bruch gibt es wohl bei uns allen jedes Jahr beim Weihnachtsschmuck. Und meistens sind es eben die Herzensteile, die Schaden nehmen.



Die alte Blechtür ist nun gleich neben die Tür gewandert. Da wirkt sie viel schöner und ist derzeit auch die "Halterung" für die alten Watteteile.



Und auch der alte Hund darf nicht fehlen - wie bei uns im "richtigen Leben" ja auch nicht.




An die Stelle der alten Blechtür ist eine alte Werkstattvitrine gekommen.



Und alles wirkt dort jetzt viel harmonischer - sie fügt sich schön in das Bild dort ein. Grad wohl auch, weil sie nicht so schwer "beladen" wurde.






Auch ein wichtiges Ritual jedes Jahr bei uns, sind die frisch gebundenen Eukalyptuskränze.
Dieses Jahr kam ein "fetter" Kranz über den Kamin und davor die Baumspitzen.
Ich liebe diesen feinen Duft von Eukalyptus - besonders an Weihnachten. Auch wenn ich selbst den Eukalyptus das ganze Jahr in der Dekoration liebe. Dann aber eher, die verblassten Farben, wenn die Kränze dann älter werden.






Und auch der kleine Junge hat einen kleinen Kranz nun um.



Ja, das ist es eigentlich hier im großen und ganzen bei uns - jetzt wird hier der Weihnachtsbraten vorbereitet und dann werden wir Zwei einfach nur die gemeinsame Zeit geniessen.
Hier noch einige weitere kleine Impressionen - wo ich einfach nur die Fotos für sich sprechen lasse:

















 

Ich wünsche Euch und Euren Familien besinnliche Weihnachten - geniesst diese ruhigen Tage. Und wenn diese Tage mit viel Verwandschaft voll gepackt sind oder Ihr arbeiten müßt: achtet drauf, Euch auch ein paar ruhige Minuten einzubauen. Denn das ist ja der eigentliche Sinn von Weihnachten: Frieden, Ruhe und Besinnlichkeit. Auch wenn das jeder für sich selbst interpretieren muss. Es gibt kein richt oder falsch - nur ein: für jeden Einzelnen "richtig". Dass es sich eben "richtig" anfühlt.
Eure Jacqueline

 

4 Kommentare:

  1. Jacqui, ich wünsche Dir das schönste Fest :)))! Auch dem "neuen" Fellkrümel. Von HERZEN. Dein wundervoller Post war eine Augenweide, immer typisch Du und doch jedes Mal ein wenig anders.
    Dass Du den Baum erst jetzt schmückst, finde ich, hat Oberklasse! So entsteht er noch mit der Energie von Mittwinter.
    Und Du hast mich zu einem Lachanfall gebracht, da da eine Doppeldeutigkeit entstand: "Anfangs hab ich ihn geschmückt - später dann die Kinder." Der Brüller, ich stellte mir sogleich eine schwer entschlossene und inspirierte Jacqui vor, die emsig ihre Kinder schmückt... "Für den Baum tun es Kerzen..." Herrlich. Jahaa, Du kennst mich ja, ich bin ein Albernes ;)
    Lass Dich drücken, auf Wiedersehen im nächsten Jahr, Deine Méa

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    1. Liebe Mea, nun musste ich aber auch lachen - stimmt, es klingt sehr zweideutig.
      Und es war tatsächlich so - der Baum wirkte mit den Kerzen, so herrlich schlicht und trotzdem wunderschön.

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  2. Liebe Jacqui,
    Dir und Deiner Familie (incl. aller Fellknäuel,die ja Gott sei Dank nicht mehr wegzudenken sind) von ganzem Herzen ruhige und besinnliche Tage mit viel Lachen und Glück. Dein Blog ist, auch nach ich weiß nicht wieviel Jahren -zehnten, immer noch ein Genuß und eine Freude zu lesen. Bleib so, wie Du bist, dann bist Du goldrichtig.
    Deine Leserin Tina
    P. S. Ich fertige gerade wieder Büchlein für Deinen Tierschutz

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    1. wow, Du bist ja lieb - die waren ja wirklich der Hit!
      Und danke für die lieben Worte!!!!

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