................eigentlich doch noch viel zu früh! Zumindest nach meinem Empfinden! Aber in diesem Jahr ist scheinbar ohnehin alles viel weiter. Alles wird früher reif,............
................ die ersten Bäume lassen bereits die Blätter fallen. Ich hab mal irgendwo gelesen, dass wenn bestimmte Früchte reif werden, sie ein Hormon verströmen, dass dann eben auch den Blättern an den Bäumen signalisiert: Ihr könnt dann mal abfallen..................
................. Die Rotdornbäume bei uns in der Straße sind bereits KAHL - und am Wassermangel kann es wirklich nicht liegen, denn geregnet hat es in diesem Sommer bei uns nun wirklich genug! Und heute morgen gab es bei uns den ersten Frühnebel - da hab ich dann nicht schlecht gestaunt - nein, die Fotos wurden nicht mit dem Weißzeichner bearbeitet!.............
......alles war pitschenaß - so, als hätte es geregnet. Am schönsten fand ich ja die vielen Spinnennetze, die aussehen, als hätten sie eine Verzierung aus winzigsten Perlchen.............
........Ich staune über diese Tiere ohnehin immer wieder, welche Kunstwerke sie schaffen können. Auch wenn sie nun wirklich nicht zu meinen Lieblingstieren gehören, haben sie für ihr Können meine vollste Bewunderung!..................
.......Den Fellträgern ist das ja ziemlich egal. Die drehen zwar bei fast jedem Wetter ihren Morgenrunden mit mir durch den Garten, aber für solche Schönheiten haben sie kein Auge. ..............
........ok, sie haben noch nicht so viel Elan wie später am Tag - auch sie lassen den Tag gemächlich beginnen. Schnüffeln hier, wälzen sich da, stehen so manches Mal ziemlich "dum rum", diskutieren auch mal in einer Sprache, die ich als Mensch nicht verstehen kann.............
......aber sie sind einfach dabei. Und genau dieses "dabei sein" der Fellträger überträgt sich dann auch auf mich: ich kann noch so aufgewühlt sein, mich über irgendwas mächtig ärgern, traurig sein. Sind die Fellträger um mich rum, ist das wie eine Beruhigungspille für mich..............
............. Auch, wenn ich am arbeiten bin - da kommt dann plötzlich so eine kalte nasse Nase an, stupst mich am Arm, wühlt den Kopf unter meinen Arm und holt sich eine "schnelle Streicheleinheit" ab - ja, genau in diesem Moment ist die Welt für mich wieder "rund".............
...........Aber, ich schweife ab! Hilde, mein "Hildchen", macht genau das, was ich heute morgen auch gemacht hab: in die Luft schnuppern. Ok, sie schnupperte, weil sie ein Geräusch gehört hat, dass sie nicht wirklich einschätzen konnte. ICH hab geschnuppert, ob es tatsächlich der Spätsommer / Herbst ist, der da in Riesenschritten übers Land kommt..................
..............Und ich denke schon, dass er (der Spätsommer / Herbst) zumindest mal kräftig an die Tür klopft - sich schonmal anmeldet. Die Luft morgens ist noch immer mild - aber nicht mehr so "schwer" wie noch vor ein paar Tagen. Das Licht nicht mehr so gleissend, was ich auch an der Kamera merke - die Bilder werden nicht mehr so grell..............
........... Aber die Sonne, wenn sie sich dann hochgekämpft hat, ja, die ist noch richtig warm. Und genau dieses Wetter ist es, was bei uns am Ladenhaus die Brombeeren ungewöhnlich üppig hat reifen lassen..............
..........Aber die Ernte dieser schwarzen Köstlichkeit, die erfordert wirklich Einsatz! Zuerst muss man durch den grünen "Dschungel"..............
.........läuft durch die "hohle Gasse" (das alte Mädchen Bulinka denkt sich vermutlich auch: wegen dieser paar Beeren kraxeln wir hier nun lang)...............
.................und steht dann vor einer "grünen Hölle", die man eigentlich nur mit dicker, piekssicherer Kleidung betreten kann.............
..........und dann kann man nur hoffen, nicht das Gleichgewicht zu verlieren, wenn man sich zu den schwarzen Beeren durchhangelt. Bereits im letzten Jahr hatten der Held und ich schon versucht, diesem Gestrüpp Herr zu werden. Keine Chance - ich denke, da müßte man mit wirklich schwerem Gerät ran - den Boden regelrecht ausbaggern. Oder Brandroden, was natürlich nicht geht, weil dann die Häuser gleich mit in Flammen aufgehen würden und man damit ja auch die Wurzeln noch nit heraus hat. Und vor allem: die Brombeeren werden sich wieder ihren Weg suchen, denn beim Nachbarn sieht es nicht anders aus.................
.......So freue ich mich einfach, ein paar dieser Beeren dem Gestrüpp abgetrotzt zu haben. Beim Nachbarn verdorren sie leider am Gesträuch - allerdings: allerlei Getier holt sich seinen Anteil. Das summt und surrt dort, dass es eine wahre Freude ist!................
.........Mal schauen, was wir mit den ergatterten Beeren machen werden. Vermutlich werde ich sie mit den Himbeeren mischen und eine Marmelade daraus dann kochen.............
.................. Ich werde mich jetzt in den Laden begeben, denn heute hab ich Ladendienst und wünsche Euch allen einen wunderbaren Tag - Eure Jacqueline





