Donnerstag, 16. April 2015

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Zuerst möchte ich mich für Euren vielen, so unglaublich herzlichen und teilweise auch sehr persönlichen  und berührenden Kommentare und Mails zu unserem neuen "Familienmitglied" Usca bedanken!!!!.......
 
......... Die Resonanz zu Usca im letzten Post war ja wirklich überwältigend  !!! - sowohl im positiven wie leider auch im negativen. Und gerade diese negativen Reaktionen haben mich wirklich geschockt und teilweise sehr traurig gemacht - sollte DAS das Ziel gewesen sein, dann wurde es erreicht.
Ihr wundert Euch vielleicht, dass ich das so ehrlich schreibe. Aber es sind nun mal meine Gedanken und die gehören zu meinem Blog dann einfach auch dazu. Ich weiß leider noch nicht, wie das zu regeln sein wird in der Zukunft - sperre ich die Kommentare, die anonym abgegeben werden? Aber sperre ich damit nicht auch die Menschen / Leser / User aus, die gerne hierher kommen und ein paar Zeilen hinterlassen wollen?
 Der Held hatte mir geraten: achte doch nur auf die freundlichen, fairen und / oder herzlichen Kommentare - ignoriere doch die häßlichen Kommentare. Doch so einfach ist das leider nicht!
Und ich weiß auch, dass ich nicht die Einzige im Netz bin, die diese negativen Erfahrungen macht / gemacht hat. Aber dadurch wird es ja nicht besser! Ich selbst bin ein Mensch, dem es gut geht - was ist aber, wenn Menschen, die vielleicht grad nicht auf der "Sonnenseite" des Lebens stehen und die dann so attakiert werden ? - hat sich da jemals einer dieser selbsternannten "Gutmenschen" Gedanken zu gemacht. Ich möchte diese Gedanken hier jetzt garnicht weiterdenken - dann wird mir nämlich endgültig übel!
 So hat sich mal wieder für mich gezeigt: das Netz hat eben wie auch das richtige Leben ZWEI GESICHTER / Seiten und ich frage mich einfach, woher nehmen manche Menschen das Recht, andere Menschen anzugiften, anzugreifen, sie zu verletzen - woher nehmen sie sich das Recht, andere Menschen zu verurteilen oder gar anzufeinden? Woher nehmen sie das Recht, egal, um was es geht, etwas Negatives sich herauszusuchen / in einem Bericht zu sehen und das dann einem anderen Menschen verbal um "die Ohren zu schlagen"?
Wie heute auch schon Katja von VERSPONNENES geschrieben hat: Jeder Leser (neudeutsch User) kann weiterklicken - NIEMAND muss es sich antun, unseren oder jeden anderen Blog zu lesen und die Bilder anzuschauen. Wie hat Katja so schön geschrieben: dann klick weiter! Und genau diese 3 Worte sind richtig - wem es nicht bei uns gefällt, tut es Euch nicht an - klickt bitte weiter. Ihr schaltet doch beim Fernsehen auch weiter, wenn Euch ein Programm nicht gefällt!
Und jeder, der sich auf meinem Blog gut aufgehoben fühlt, über den freue ich mich von Herzen und hoffe, dass er / sie sich wohlfühlt und gerne wiederkommt!!!
Bisher sträube ich mich einfach noch, zu unterbinden, dass anonyme Leser hier nicht mehr kommentieren können - andererseits, auch anonyme Leser haben einen Namen. Und wäre es da nicht ein Akt der Fairness und des Respekts, dann zumindest mal mit seinem richtigen Namen zu "unterschreiben"? Oder ist es gar jemand, der einen eigenen Blog hat, aber sich hinter der Kommentarfunktion "anonym kommentieren" versteckt? Oder macht das Netz so frei, dass nichtmal mehr ein Mindeststandard der Umgangsformen miteinander gewahrt werden braucht? Oder ist es dann einfach die Feigheit - das Wissen, dass solche fiesen Kommentare eigentlich sich "nicht gehören", um es mal vorsichtig zu formulieren?

Wenn man den Blog als Teil seines Lebens ansieht so wie ich - und ja, der Blog ist ein Teil meines Lebens geworden, denn ich zeige unser Leben - dann ist es für mich ähnlich wie mit meinem Haus oder einer Wohnung. Ich gehe doch auch nicht einfach in anderer Leute Häuser und "mache sie an" (wie die Jugend so schön sagt) - das verbietet mir schlichtweg meine Erziehung und der Respekt vor meinen Mitmenschen oder eben demjenigen, dessen "Haus" ich betrete. Wenn mir das "Haus" oder der Mensch nicht gefällt, dann gehe ich nicht auf Besuch dort hin - warum auch? Und damit meine ich jetzt nicht, dass, wenn ich gefragt werde, ich nicht auch sagen kann, was mir nicht gefällt - aber dann eben höflich und mit Respekt - eben so, dass der Fragende sich nciht niedergemacht fühlt. Wie hat meine Oma schon immer gesagt:"Kind, Du kannst alles sagen - es ist aber eine Frage des WIE!"

Dieses alles ist jetzt einfach aus mir herausgesprudelt - es MUSSTE einfach sein! Und so versuche ich jetzt mal, wieder die Kurve zu den für uns schönen "Dingen" des Lebens zu bekommen!..........

...............vor ein paar Tagen schon holte ich mir diese Zweige der Blutpflaume aus unserem Garten ins Haus - zumindest glaube ich, dass dieser Baum so heißt. Im Herbst dann bilden sich kleine rote Pflaumen aus, die nicht größer als kleine Kirschen sind - aber eßbar..............

.............waren die Knospen noch völlig geschlossen, als ich die Zweige geschnitten hab, stehen sie nun in voller Blüte und verströmen einen feinen süßlichen Duft...............

.............UND heute wurde bei uns im Garten zum ersten Mal in diesem Jahr der Rasen gemäht - ich LIEBE frisch gemähten Rasen - alles wirkt dann so "jungfräulich" und im Garten duftet es nach frischem Rasenschnitt...........

.......Die Fellträger mögen es natürlich garnicht, wenn der Rasen gemäht wird - denn in dieser Zeit müssen sie im Haus bleiben. Sie müssen dann ja nun nicht unbedingt umherspringen - nicht dass noch einer unter die "Messer" gerät........

..........umso mehr freuen sie sich dann, wenn sie wieder in den Garten dürfen. Usca blüht von Tag zu Tag mehr auf - man merkt ihr an, dass sie den Garten genießt. Manchmal springt sie mit allen Vieren gleichzeitig hoch- wie ein junges Zicklein. DAS erstaunt mich dann, denn sie ist ja schon eine alte Omi! Überhaupt geht es ihr soweit gut - die Ärzte gestern in der Tierklinik meinten, dass, wenn sie noch ein paar Aufbaupräparate, frische Luft und gutes Fressen bekommt, sie durchaus noch eine ganze Weile das Leben geniessen kann. ............

.............na klar sind ihre Knochen nicht mehr die Jüngsten, das Herz klingt zwar alt aber kräftig. Sie hat eine alte Verletzung am Rückrat - aber niemand weiß ja leider, was sie schon alles erlebt hat. Und wir merken einfach, sie genießt jeden schönen Moment, jede Streicheleinheit. Ist bereit, sich auf die neue Lebenssituation einzustellen, hat mittlerweile gelernt, dass der Striegel was angenehmes sein kann, und liegt dann im Gras und schließt sogar geniesserisch die Augen, wenn ich ihr die Wolle aus dem Pelz bürste. ...............

.......Und auch unser Martha-Mädchen war gestern zur Kontrolle mit - ihr Vorderbein wurde wieder geröngt. Der "künstliche" Bruch ist mittlerweile fast völlig geschlossen. Und auch diese gute Nachricht hat uns natürlich sehr gefreut! Aber wir hatten es ja fast geahnt, denn sie rennt, springt läuft durch den Garten und freut sich des Lebens..........
 
........Traut sich mittlerweile sogar schon alleine GANZ IN DEN SEE - na da hab ich nicht schlecht gestaunt!...........

............und da es die letzten Tage so schön sonnig und warm war, stehen auch die weißen Sternmagnolien im weißen Beet in voller Blüte / Pracht da..........

.......Ihre Blüte empfinde ich jedes Frühjahr wieder als absolutes Highlight..........
 
..........ich werde jetzt raus in den Garten gehen und die Fellträger noch ein wenig "bespaßen" und wünsche Euch allen einen wunderbaren Abend - macht es Euch richtig schön ! - Eure Jacqueline
 

Montag, 13. April 2015

Usca, eine alte Lady.........

 ...........seit heute haben wir ein neues Familienmitglied!!!!!!!!!!! Usca, ca. 12 Jahre alt aus der Slowakei.............

.........und angefangen hat alles auf FB - dort wurde sie mehr als 500 mal geteilt, damit sie ein neues Zuhause finden kann und ich entdeckte SIE vor ein paar Wochen mit folgendem Text:
Usca - wartet schon ein ganzes Leben lang. Menschen kamen und gingen an ihr vorbei. Hunde kamen und wurden abgeholt. Usca ist irgendwie in der Warteschleife hängen geblieben. Auf dem Standstreifen abgestellt worden. Und immer noch voll mit Sehnsucht und Hoffen und Träumen von ein bisschen Glück mit Menschen, zu denen sie gehören darf!!!
Kontakt ...................
Usca ist 11 Jahre, kastriert. Sie hockt schon so viele viele Jahre im Tierheim, dabei ist sie eine solch liebe Hündin - und verträglich Das sollte doch bitte nicht ihr letzter Lebensabschnitt sein... Wo sie fast ihr ganzes Leben gewartet hat. Da muss doch noch was kommen!! Wo sie es jetzt noch genießen könnte,.... läuft im Rudel und statt der leeren Futterschüssel, wäre ein Stofftier schön, sie will immer etwas herum tragen. Verträglich und kann zu Kindern!!!
Mir haben die Bilder und die Geschichte das Herz zerrissen. Und so hab ich kurzerhand dort angerufen - mehrmals wurden die Termine verschoben, wann sie denn nun endlich nach Deutschland kommen darf - und nun ist es soweit - am Sonntag holen wir die alte Dame in Bad Berneck ab. Hotel für uns ist gebucht, denn sie soll morgens um 8 ankommen - da wollen wir doch ausgeschlafen sein! Ich hoffe so sehr, dass wir ihr - Usca - gefallen werden und sie uns in ihr altes Herz schliessen wird!

Und dazu waren diese Fotos eingestellt:..

.....bei diesem Foto folgenden schossen mir dann die Tränen in die Augen - es wirkt auf mich, als würde ihre ganze "Geschichte" auf diesem einen Foto dargestellt sein, denn wie mir dann auch in einem langen Gespräch mitgeteilt wurde, war die Hündin oft so verzweifelt und wohl auch einsam, dass sie immer irgendwas durch den Zwinger tragen musste............
 
........Zusammen haben der Held und ich dann noch am gleichen Abend entschieden: Usca kommt zu uns! Sie würde bestimmt gut ins Rudel passen: Martha-Mädchen und Mr.Gin spielen viel und gerne miteinander - sie wollen toben. Paula mit ihren ebenfalls 11/12 Jahren (so genau wissen wir es ja leider auch nicht) tobt zwar auch noch aber mit dem "Jungvolk" kommt sie nicht immer mehr so gut mit und liegt auch gerne mal nur in der Sonne und so könnten die beiden ja dann das Renterglück im Hof geniessen. Es folgten noch einige lange herzliche Gespräche mit einer Frau, die sich ganz den Tieren verschrieben hat und wir bekamen die Zusage, dass Usca zu uns kommen dürfte  Und dann hieß es mal wieder warten und es war wirklich ein Wechselbad der Gefühle, denn Usca kommt aus der Slowakei. Da ticken die Uhren scheinbar oft auch anders. Mal hieß es, sie kommt am Wochenende, dann sollte sie am 08.04. kommen und auch dieser Termin wurde umgeworfen und schlußendlich stand dann eben der 12.04. fest. Sie sollte mit einem Transport in Bad Berneck ankommen morgens um 8 Uhr - na, das ist ja auch nicht gleich um die Ecke bei uns. Und so wurde unser Sohn als "Dogsitter" für unsere anderen Fellträger gebeten, der Held buchte ein Hotel für die Nacht und die Reise konnte beginnen. Auf dem Weg haben wir noch Leine, 2 Halsbänder in 2 Größen (wir wußten ja nicht, wie groß / dick sie denn tatsächlich sein würde), ein paar weiche "Bestechungsleckerlis" und einen Wassernapf für unterwegs (hatten wir natürlich Zuhause vergessen einzupacken vor Aufregung) gekauft - klar, ein Spielzeug zum Tragen musste auch noch mit!............
 
.............. Und dann ab nach Bad Berneck. Die ganze Fahrt hab ich mir natürlich Gedanken macht - werde wir ihr gefallen, wie wird sie sein, was erwartet uns tatsächlich. Klar hatte ich mir /wir uns auch vorher schon solche Gedanken gemacht - das ist wohl auch normal - aber nun wurde es ja "ernst" und die Nervosität stieg weiter. Und die Nacht davor nun war nicht wirklich entspannend für mich und so war ich wirklich froh, als es hieß: AUFSTEHEN . Der Ort schlief noch als wir uns zum Treffpunkt aufmachten........
 
..........und dann waren wir da - der Transport war auch gereade / zeitgleich angekommen und da stand sie nun vor uns - Usca- etwas desorientiert schaute sie sich um, sie hatte ja schon viele Stunden Fahrt hinter sich und hatte mit Sicherheit keine Ahnung, was da gerade mit ihr geschieht. Ich hockte mich vor sie hin, hielt ihr meine Hand hin, sie schnupperte daran, stupste die Hand und rutschte mit dem Kopf unter die Hand. Sie hatte ein völlig verschmutzes und verkrustetes Halsband um - es war kaum zu öffnen und es war wirklich erstaunlich: kaum hatten wir ihr das alte Halsband abgenommen und hatten ihr das neue passende Halsband umgelagt, war sie wie verwandelt! Ihr Blick wurde klarer, es war, als würde ein "Ruck" durch die Hündin gehen - sie drehte sich Richtung Ausgang vom Gelände und hatte keinen Blick mehr für die liebe Dame, die sie uns übergeben hatte........
 
..........nach dem dann alle Formalitäten erledigt waren, gingen wir vom Gelände und ein Stück in den Wald - sie sollte sich einen Moment die müden Beine vertreten und auch wir wollten einfach mal kurz durchatmen, bevor es an den Heimweg gehen sollte. Immer wieder blieb sie stehen, drückte sich an mich, beschnupperte mich, als könnte sie das alles nicht glauben.......
 
......und auch beim Helden war es nicht anders - es war zwar eine zaghafte Annäherung der Beiden - aber man merkte ihr an, sie fühlte sich sicher bei ihm..........
 
.......kurz bevor wir dann ins Auto gestiegen sind, entstand dieses Foto - sie drehte ihren Kopf nochmals in die Richtung zum Gelände, wo noch das Auto stand, mit dem sie gekommen war. Dann drehte sie sich um und stieg, wie, als wenn sie ihr Leben nichts anderes gemacht hatte, auf den Rücksitz von unserem Auto. Dieses folgende Foto ist wirklich ein Zufallsfoto und ich hätte nicht erwartet, dass es überhaupt was geworden ist, aber ich finde, es sagt so viel aus. Zumindest für uns, die wir es ja erlebt haben...........
 
.......und dann ging es Richtung Heimat - sie lag friedlich neben mir auf dem Rücksitz, gab keinen Mucks von sich und nickte immer wieder ein.............
 
............. Ich hatte ein paar der Bilder bereits auf FB gepostet gehabt und war überwältigt gewesen, wie viele Menschen gestaunt haben, dass wir einen "solch alten" Hund zu uns nehmen würden. Das war auch der Grund, dass ich bereits auf FB die Geschichte von unserer alten Bailey gepostet hatte:  

Es war für uns eine Spontanentscheidung gewesen und wir wissen, dass nicht klar ist, wieviele Jahre wir mit Usca haben werden - allzu viele werden es wohl nicht werden.
Ich muss Euch mal eine Geschichte erzählen:
Vor 6 Jahren hatten wir bereits mal eine uralte Schäferhündin gehabt - Bailey. Ein herzensgutes altes Mädchen - saß eine Woche allein in einer Wohnung ohne Versorgung - ihr Besitzer hatte sich aus dem Staub gemacht. Eine Mitarbeiterin vom Ordnungsamt hatte uns gefragt, ob wir sie nehmen.
Wobei die Geschichte ganz anders anfing: Nachbarn schwärzten uns damals an, wir hätten einen großen gefährlichen Hund (unsere Paula) und das Ordnungsamt stand vor der Tür - ich war so empört und meinte: so ein Unsinn, usw. - wir kamen ins Gespräch, meinte Paula wäre aus dem Tierheim hier in Angermünde und dass ich schon immer jedes Tier aufgenommen habe, was mehr als ein Bein und Blut in den Adern fliessen hat. Und sie erzählte mir, dass bald eine 12 Jahre alte Schäferhündin eine Unterkunft bräuchte, da ihr Besitzer "einfahren" soll. Naja, war ja klar, was ich sagen würde und so stand dann ungefähr eine Woche später ein "Schatten" von Hund bei uns vor der Tür - abgemagert, konnte sich kaum auf den Beinen halten, lebloser Blick und ein dickes Geschwür an der Schulter. Der arlamierte Tierarzt gab ihr keine 24 Stunden mehr - sie war völlig dehydriert und konnte keinen Kot absetzen. Wir rührten ihr Wasser mit Traubenzucker und Salz an und gaben es ihr immer wieder zu saufen. Irgendwann klappte das "Geschäft", sie überstand die Nacht und eine Woche später war sie "wie neu" - der Tierarzt ist aus allen Wolken gefallen.
Bailey (ich habe leider kein Foto von Bailey, da der Rechner, auf dem diese Bilder waren leider mal den "Geist" aufgegeben hatte) lebte den ganzen Sommer damals bei uns - spielte, soweit es ihre alten Knochen zuließen mit den anderen Hunden und hatte ihren Platz in der Küche und konnte von dort das Leben bei uns beobachten wenn sie mal nicht umherspringen wollte. Das Geschwür an der Schulter war als nicht operierbar diagnostiziert worden - wir wußten also nicht, wie lange sie bleiben würde und ungefähr 3 Monate später ging es dann auf und es ging ihr sehr schlecht - da war der Moment gekommen und wir mußten DIE Entscheidung treffen. Ja, es tat sehr weh - aber wir wußten, wir hatten ihr 3 Monate "geschenkt", in denen sie ein froher Hund sein durfte und haben ihr im Garten ein schönes Plätzchen dann ausgesucht. Immer, wenn ich an dem Platz vorbei gehe, denke ich an sie und unsere Entscheidung, sie zu uns zu holen - es war die RICHTIGE Entscheidung gewesen.
Und so freuen wir uns jetzt auf Usca, haben keine Ahnung, was uns erwarten wird und hoffen, dass wir ein paar schöne Jahre noch mit ihr verbringen dürfen und ich bin schon gespannt, was sie zu ihrem neuen Zuhause "sagen" wird. 


Einige Stunden und Pausen später waren wir dann tatsächlich Zuhause - zumindest erstmal am "kleinen Haus". Dort wartete ich mit Usca und der Held holte zuerst unseren Mr.Gin. Wir machten gemeinsam einen kleinen "Kennenlern-Spaziergang" und gingen dann gemeinsam in den Garten und die Welt für die Beiden war "rund"..............


......also wurde auch Paula geholt, die Prozedur wiederholte sich (Mr.Gin wartete so lange im "kleinen Haus") und wieder verlief alles reibungslos. Wir konnten unser Glück kaum fassen! SO problemlos hatten wir es nichtmal zu erträumen gewagt gehabt.......

.....die Fellträger kamen gut miteinander aus - es war eine entspannte Situation..........
 
......... also wagten wir den Gang nach Hause ins Wohnhaus, wo ja nun auch Martha schon auf uns wartete. Sie zickte im ersten Moment etwas, beschnüffelte mich erstmal ganz ausgiebig - und ja, ich stank fürchterlich, so wie Usca eben auch. Ich habe noch nie erlebt, dass ein Hund so stinken kann und ich hatte ja die letzten Stunden neben ihr im Auto verbracht gehabt. Das war wohl für das zarte Näschen von Martha einfach zuviel. Aber ein paar Streicheleinheiten mit Martha später war auch dieses "Geplänkel" erledigt und ich bin mit allen Fellträgern runter zum Teich gelaufen. Ich wollte einfach mal ein paar Minuten mit den Fellträgern alleine verbringen - wollte den schönen Moment einfach nur geniessen! Klar, dass Paula und Mr.Gin sich diese Badegelegenheit nicht entgehen lassen würden - ABER, dass Usca auch ein "Wasserhund" sein würde, das hätte ich im Leben nicht geglaubt ........
 
............- wer mag, schaut einfach mal das Video an - es dauert allerdings nur ganz wenige Sekunden und ist mehr durch Zufall entstanden........
 KLICK
..............Nur unser Martha-Mädchen ist weiterhin ein kleiner Angsthase - Wasser wird NIE ihr Element werden! Sie will lieber spielen oder einfach mit den anderen zusammensein - immer da, wo "was los ist". .......
 
..........Sie wird von Tag zu Tag etwas mutiger, selbstbewußter, ............
 
........und so, wie das Martha-Mädchen immer kräftiger und selbstständiger wird, auch mal die Welt / den Garten alleine erkundet, so unsicher ist Usca noch und bleibt lieber in meiner Nähe........


..........schaut zu, wie die anderen Fellträger wie "angestochen" durch den Garten rennen oder sich mit Stöckchen amüsieren........
 
..........ja, und so konnten wir sagen, wir haben die richtige Entscheidung getroffen - Usca paßt nicht nur gut zu uns sondern vor allem auch gut in unser Rudel. Es war eine absolute "Bauchentscheidung" gewesen - aber wir würden sie immer wieder so treffen. Wenn sie sich etwas mehr noch eingelebt hat, werden wir mit ihr in die Tierklinik fahren und sie einmal gründlich durchchecken lassen. Ich hab das Gefühl, dass sie u.a. nicht mehr so gestochen scharf sehen kann - was aber auch bei so hohem Alter (für einen Hund) nicht verwunderlich wäre. Ansonsten wirkt sie "gut beeinander" - gut, das Fell glänzt nicht so sehr und ist sehr verfilzt. Aber das wird sich die nächsten Tage auch geben - heute steht erstmal eine warme Dusche an, damit der Geruch und Schmutz ihrer Vergangenheit von ihr runter kommt. Bürsten steht auch noch auf dem Programm, damit die alte verfilzte Unterwolle raus kommt. Auch muss sie sich noch an vernünftiges Fressen bzw. gehaltevolles Futter scheinbar gewöhnen. Sie wußte gestern nicht viel mit ihrem Futter anzufangen und hat eine Weile gebraucht um sich drüber herzumachen. Die erste Nacht verlief erstaunlich ruhig - sie scheint stubenrein zu sein - zumindest gab es im Haus noch kein Malheur. Und sie hat sich den Badvorleger vor der Dusche neben dem Schalfzimmer als Nachtquartier ausgesucht - die ihr angebotene weiche Decke fand sie scheinbar doof. Vermutlich kennt sie eine weiche Decke als Unterlage überhaupt nicht! Und während ich hier die Erlebnisse der vergangenen Tage niederschreibe liegt sie bei mir im Arbeitszimmer, hat immer ein "waches Ohr", nickt zwischen durch ein und wenn ich mich bewege, schaut sie hoch (dieses Foto und das letzte Foto sind noch gestern Abend entstanden)...........


..........ja, nun richten wir uns unser Leben also mal wieder neu ein und freuen uns auf eine schöne möglichst lange Zeit mit unserer "neuen" alten Fellträgerin Usca (wir sprechen den Namen übrigens Uschka aus). Ich wünsche Euch einen schönen Wochenanfang und schön, dass Ihr da seid! - Eure Jacqueline

Freitag, 10. April 2015

1x im Jahr darf auch gelb sein.......


Nein, wirklich nicht, GELB wird NIE meine Farbe werden. Da kann sie noch so sehr die Farbe des Frühlings für viele Menschen sein.........

................aber 1x im Jahr, wenn hinten am Teich die Osterglocken bei uns blühen.............
 
........................, dann pflücke ich mir mal welche ab - es sind ja genug da.........
 
.......und während ich mir die Osterglocken gepflückt hab und ein Päuschen am Teich eingelegt hab - wie schon öfters mal erwähnt, einem meiner Lieblingsplätze im Garten -  sind die Fellträger wie die Wilden um und durch den Teich getobt..........
 
 .......in solchen Momenten tun mir unsere Fische im Teich ja schon ein wenig leid! Also, wenn ICH ein Fisch wäre, ich würde einen "Herzkasper" kriegen, wenn da plötzlich 3x 4 Pfoten auftauchen würden und die himmlische Idylle so jäh stören würden...........
 
 ......Unser Martha-Mädchen wird auch imer mutiger - sie schaut es sich scheinbar von Mr.Gin und Paula ab, wie die beiden durchs Wasser toben und sie wagt sich immer weiter rein ins kühle (in meinen Augen eiskalte) Naß..........
 
......ich hab mich heute mächtig amüsiert - sie hat doch tatsächlich versucht, die Fische zu fangen, die ihr so vorwitzig vor der Nase herumgeschwommen sind. Aber irgendwann hat sie dann doch ziemlich frustriert aufgegeben, kam zu mir und hat sich direkt neben mir erstmal ausgiebig geschüttelt - na, da hätte ich auch gleich in den Teich springen können, so naß war ich danach!.............
 
...........und die gepflückten Osterglocken wanderten dann in die Vasen bzw. Kannen bei uns im Wohnzimmer....
 

............wenn das Wetter nicht allzu warm ist, dann blühen die Osterglocken ja schon so eine Woche ungefähr draussen - in der Wohnung ist es eher ein kurzes Vergnügen..........
 
........... Mit Glück 2-3 Tage, dann ist die gelb-weiße Pracht auch wieder dahin (im Haus).........

......und wenn mir solche Nahaufnahmen gelingen, dann staune ich immer wieder, was die Natur doch für "Kunstwerke" hervorbringt!.............
 
.......und da ja Ostern an sich nun vorbei ist, hab ich in diesem "Atemzug" auch gleich die alte Schublade auf dem Schrank in der Ecke etwas verändert -..........

............... alles, was allzu österlich war, kam raus - nur die verschiedenen Eier durften noch bleiben.....
 
..........wie ich ja schon öfters mal geschrieben hab: mich faszinieren Eier sehr! Das kleinste Ei ist übrigens nichtmal 2 cm groß - ganz zart und zerbrechlich, dass ich mich kaum traue, es überhaupt anzufassen. .......
 
...diese alten Transporttöpfe in den einzelnen Fächern darüber sind ja auch so eine Schwäche von mir und jedesmal freue ich mich, wenn ich wieder einen ergattern kann. Ich finde es immer wieder erstaunlich, welche Mühe sich die Firmen früher gegeben haben, eine schöne "Umverpackung" zu kreieren, die auch noch weit über 100 Jahre überleben kann und immer noch so dekorativ ist!.........
 
.....wenn ich mir solche alten Schmuckstücke anschaue, dann kommen bei mir schon solche Fragen hoch wie: ob die Menschen in 100 Jahren auch unsere ganzen Umverpackungen mit solchen verliebten Augen anschauen werden oder uns dann für völlig "bekloppt" halten, was wir so alles an Verpackungskram ihnen hinterlassen haben?.......
 
.......Und einer, den das Ganze so garnicht interessiert, war Mr. Gin - der schaute nur, was ich da so veranstalte. Wie gerne möchte ich manchmal wissen, was in seinem hübschen Kopf in solchen Momenten vor sich geht. Hält er mich für völlig "gaga" oder hat er Verständnis? Würde er vielleicht gar gerne mal mitmachen oder hat er vielleicht Ideen, die mir in 100 Jahren nicht einfallen würden?........

.....Tja, man / ich werde es wohl nie erfahren - aber eigentlich auch egal. Er schaut zu, macht eine hübsche Figur und läßt mich machen. In diesem Sinne: macht es Euch schön, egal, was andere denken! - Eure Jacqueline